Beiträge von BeardiePower

    Ich finde Deine Gedankengänge mehr als nachvollziehbar und würde mir dabei lediglich wünschen, dass nicht über Abschüsse nachgedacht werden müßte, sondern viel, viel früher mit Vergrämumgs- und Verleidungsmaßnahmen angefangen wird.

    Ja, Vorbeugung ist immer besser. Nur ist es da ja leider in manchen Gebieten schon zu spät für.

    Alles abknallen und dann ist Ruhe?

    Um Gottes willen, nein! Ich bin pro Wolf eingestellt.

    Nur ist es manchmal vielleicht sinnvoller, wenn man den einen (!) Wolf, der Probleme macht, weil er sich z.B. auf Weidetiere spezialisiert hat, abzuschießen. Man sieht doch, wie die Stimmung hochkocht. Nichts zu tun, ist nur kontraproduktiv, da die Stimmung dadurch immer mehr gegen die Wölfe geht. Und dadurch sind alle Wölfe gefährdet.

    Tut man aber was und schießt in letzter Konsequenz, weil Vergrämung etc. nichts nutzt, dann kann man die Stimmung gegen die Wölfe (vielleicht) noch im Rahmen halten. Und somit hätten alle anderen Wölfe etwas davon. Dann wäre ein Abschießen eines einzelnen "Problem"-Wolfs (ich hasse solche Wörter, weil es sie ja in dem Sinne nicht gibt, sondern die Menschen ein Problem haben) von daher mehr Wolfsschutz als wenn nichts getan wird.

    Vielleicht kann der ein oder andere meine verqueren Gedankengänge nicht nachvollziehen, aber manchmal gehört, so traurig es ist, ein Opfer dazu, um andere zu schützen.

    Noch eine Möglichkeit wäre, die Wolfsberater und Co. an den Kosten zu beteiligen. Wenn sie ständig für Risse mit bezahlen müßten, dann würden sie vielleicht schneller eine andere Lösung finden, nämlich, daß es unter Umständen manchmal besser ist, einen Wolf abzuschießen, wenn er Probleme macht. Es läßt sich ja leicht reden und arbeiten, wenn man sein Geld für die Beratung und so bekommt, gerne was vorschreibt, aber für evtl. Konsequenzen nicht grade stehen muß.
    Vielleicht sollten diese ganzen Leute mal mitarbeiten und sich an den Kosten beteiligen. Vielleicht würde das ja mal ein Umdenken bringen.

    Und wieder Goldenstedt.....Dort der Wolfsberater macht das wohl mittlerweile hauptberuflich.
    http://www.ndr.de/nachrichten/ni…n,wolf2156.html


    LG, Chris

    Hmmm ... Also, wenn da irgendjemand mal heimlich die Wölfin abknallt und verschwinden läßt, kann ich das inzwischen schon einigermaßen verstehen.
    Also, in diesem Fall wäre ich als Wolfsfreund langsam dafür, daß da mal etwas getan wird, zur Not abschießen. Denn wenn das immer weiter so geht, dann kocht die Stimmung irgendwann über, was dann wiederum für die Wölfe nicht gut wäre, weil der Wolfshaß dann noch mehr zunehmen wird und vielleicht der ein oder andere, der nichts gegen Wölfe hatte, auf einmal auch gegen sie ist. Somit wäre dieses Opfer für die anderen Wölfe eher positiv. Und für die Stimmung bei den Tierhaltern auch, da für sie endlich was handfestes getan wird.

    Was ist denn an sensibel oder reserviert schlecht? Ehrlich, ich verstehe es gerade nicht. Ich mag das sehr und es hat doch nun wirklich nichts mit ängstlich, nervös oder so zu tun :???: . War für mich ein Grund, einen Sheltie zu wählen und ist für mich ein Riesengrund, warum hier nie ein Labrador einziehen wird...


    Nur sensibel oder reserviert ist ja nicht so sehr schlecht. Es kommt auf die Deutung drauf an. Beim Beardie wird Ängstlichkeit und Panik gerne als sensibel umschrieben. Das ist aber in Wirklichkeit ein großer Unterschied, ob es "nur" sensibel oder ängstlich / panisch ist.
    Ein Hund bzw. Beardie darf auch ruhig mal Angst haben - aber er muß sich auch schnell wieder beruhigen können. Doch das ist bei vielen nicht gegeben. Viele Beardies, die ängstlich sind, werden kopflos oder sie können sich stundenlang nicht beruhigen. Und so manche Beardies bekommen schon Angst vorm Clicker oder alternativ Kugelschreiber-geclicke; oder wenn das Toastbrot aus dem Toaster hüpft oder Geschirr klappert.
    Daß es auch krankhaft sein kann, zeigt folgende Studie, die jemand zur Dissertation gemacht hat http://www.seite-an-seite-hundeschule.de/04a52ba01707cf…12015/index.php
    und hier gibt es allgemein was zur Gesundheit der Beardies http://www.beaconforhealth.org/ Da kann man Jahresreporte über Erkrankungen aufrufen, siehe hier http://www.beaconforhealth.org/open_registry.html
    Aber zur Ehrenrettung der Beardies muß ich betonen, daß es aber auch Beardies gibt, die "cool" sind, und daß es sogar Beardies als Rettungshunde gibt.
    Aber das Problem mit der Ängstlichkeit ist schon groß.

    Als Alternative zum Spaziergang bzw. anstatt eines Spaziergangs? Nein, das würde nicht ausreichen. Maddy kann zwar mal ein, zwei faule Tage ohne Spaziergang aushalten (wenn man krank ist), aber dann möchte sie schon ganz gerne wieder "was erleben" und nicht nur im Garten sein.
    Aber wenn der Spaziergang mal kürzer ist als sonst oder einfach so zur Beschäftigung, sind solche Spiele toll.

    Die Beardes die ich kenne (sind allerdings nur wenige aus der Agi-Szene) sind durch die Reihe weg alle ziemliche nervenschwache Hyper-Sensibelchen...

    Ja, es gibt viele Beardies, die trotz guter Prägung der Züchter und Bemühungen der Halter totale Angsthasen sind. Das ist schon so verbreitet, daß so manche Trainer oder Halter der Meinung wären, daß das rassetypisch wäre. Aber es ist nicht rassetypisch. Normalerweise sollte ein Beardie so sein - ich zitiere aus dem Standard:
    Aufmerksam, lebhaft, selbstsicher und aktiv. Zuverlässig, intelligenter Arbeitshund, ohne Anzeichen von Nervosität oder Aggressivität.
    Ein Beardie, der beim kleinsten bißchen seine Arbeit vernachlässigt, konnte anno dazumal nicht gebraucht werden.
    Nur leider hat seit vielen Jahren das Aussehen scheinbar oberste Priorität. Und so haben sich die Beardies eben nicht nur äußerlich verändert (eigentlich sind die wenigsten Beardies so, wie der Standard vorschreibt), sondern auch oftmals im Wesen.
    Aber nicht alle sind so ängstlich. Es gibt auch noch die "normalen".

    Hier mal meine Maddy beim Schützenfestumzug (sie kaut da nebenbei ein Ohr)

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    und als bei uns mehr oder weniger vor der Haustür ein Rockkonzert war (ja, ich weiß, Stöckchen sind gefährlich)

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    Zudem sind die krallen ständig entzündet und es stand sogar im Raum, dass bei der einen Hündin die Pfote amputiert werden sollte.
    Ich denke, dass man einfach wissen sollte, dass solche Exemplare nicht selten in der Zucht vorkommen und man genau auf diese Kriterien bei der Züchterwahl achten sollte. Sonst sind es finde ich extrem tolle Hunde.

    Das mit den Krallen könnte SLO sein. Beardies haben immer häufiger mit SLO zu tun, eine Autoimmunkrankheit. Ganz furchtbare Sache. Solche Hunde und deren Verwandte sollten nicht in die Zucht gehen, da es neben vielen anderen Ursachen auch vererbt werden kann. Und Verwandte von Betroffenen können es auch haben, ohne daß man was merkt - und somit können sie es unter Umständen weitertragen.

    Ich sprach mal mit einer Tierarzt-Frau als Geordy Junghund war, also in 2009. Die hatte jahrelang Beardeds gezüchtet und es wegen der Wesensprobleme eingestellt. Die hält heute Schapendoes.

    Ich würde ja eigentlich hoffen, dass auch die Bearded-Szene schon aufgewacht ist und das Ruder mal in eine andere Richtung lenkt. Man muß sich die Zucht, die Eltern halt angucken.

    Wobei die Schapendoes sich auch langsam verändern.
    Und ja, es muß was in der Beardiezucht getan werden. Unbedingt. Aber vielen, die was ändern wollen, wird es sehr schwer gemacht.
    Es wird immer schwieriger einen Beardie zu finden, der so ist, wie er sein soll, und deshalb wird der nächste Hund (sofern es einen geben sollte) wohl kein Beardie werden, außer, es gibt noch einen Wurf, der mir ansteht.