Mal was anderes:
Gestern war im rbb eine Sendung über Füchse in Berlin, die mitten unter den Menschen leben und ihre Scheu verloren haben. Bei Wildschweinen kennt man das ja auch schon.
Unweigerlich mußte ich daran denken, wenn das beim Wolf auch so kommen würde. Wenn der seine Scheu verlieren und als Kulturfolger immer näher, also auch in Städte kommen würde. Also, nicht nur auf Durchreise, sondern daß er da heimisch wird. Was wäre wenn...
So ungefähr stellen sich die Forscher ja vor, daß die Wölfe vor Urzeiten sich selbst domestiziert hätten, indem sie den Menschen nähergekommen sein sollen (laut neueren Forschungen). Denn das Bild mit dem Aufziehen von Welpen klappt in der Praxis nicht, weil auch handaufgezogene Wölfe wild bleiben, auch nach Generationen. Sie schätzen, daß es zweierlei Wölfe gegeben haben könnte: einmal die Wölfe, die immer noch Wölfe sind und einmal Wölfe, die nicht so scheu waren und jetzt als Hunde weiterleben.
Mal weiter gedacht, wenn man die Wölfe lassen würde - würde sich dann vielleicht eine neue Art Wolf aufbauen? Wie mit den Füchsen sozusagen "Stadtwölfe" und "Landwölfe"? Oder eine neue Art Hunde nach vielen Jahren herauskommen? Eigentlich interessant.
Aber das kann man ja nicht machen, da die Menschen von heute ja unmöglich sind und alles sofort antatschen wollen, was dann wieder gefährlich werden und Schlagzeilen über den "bösen" Wolf bringen könnte. Abgesehen von den Viehhaltern.
Aber es wäre trotzdem interessant, den Gedanken weiterzuspinnen, was wäre wenn...