Beiträge von Cattledogfan

    Kröte ist scheinträchtig und ziemlich mimosig. Heute beim Melken hat sie der Deckbulle, den sie normalerweise ziemlich selbständig nach der 1. Partie durch den leeren Melkstand durchtreibt, damit er aus der Herde raus ist, zurück durchs Gitter gejagt...

    Ich bekam einen Mordsschreck, als mich plötzlich ein mistpfotiges Spocktier am Schreibtisch ansprang, und wunderte mich, warum er die Pfoten voller Sch... hatte.

    Gut, dass er da ist, so ist mir deutlich wohler für den Bauern.

    (Wie oft denke ich, dem Himmel sei Dank, dass mir @flying-paws den Koolie-Floh ins Ohr gesetzt hat; jetzt mit dreieinhalb wird der Hund richtig, richtig gut!!)

    Der inzwischen auch so schlau ist, im Zweifelsfall doch lieber einen (weiteren) Hund dabei zu haben. Und mit Spock vorneweg traute sich dann auch die Kröte wieder in den Treibebereich zum Melkstand.

    Heute Nachmittag werden wir den Bullen gleich mit zwei Hunden durchtreiben, damit der erst gar nicht auf dumme Gedanken kommt.

    Caterina

    Jetzt macht sich das ganze Mitnehmen und Guckenlassen bezahlt, denn Spock arbeitet von sich aus genauso mit wie Antonis Phelan, wenn Vieh verladen oder umgestallt werden soll: Er steht an der richtigen Stelle und passt auf - und da geht er von ganz alleine hin, das braucht man ihm noch nicht einmal sagen!

    Dabei verändert er nur unmerklich seine Körperhaltung, duckt sich etwas ab, stellt die Vorderbeine breiter, wenn die Tiere nicht sofort weitergehen und ihn anglotzen.

    Meistens gehen sie auch weiter, weil sich rumgesprochen hat, dass er sonst beißt.

    Das sieht völlig unspektakulär aus, ist aber eine unglaubliche Hilfe.

    Die Kröte ist noch nicht soweit, die bleibt lieber bei Herrchen, aber das ist auch ok, auch an seiner Seite ist sie als Meinungsverstärker nützlich.

    Und offensichtlich liebt er das, diese mentale Auseinandersetzung, so nach dem Motto, no pasarán.

    Gefällt mir alles sehr gut so.

    Caterina

    Ich habe keine Ahnung, was aus den Welpenplänen geworden ist und ob die Threaderstellerin noch mitliest, aaaber:

    Im Tierheim Schleswig sitzt ein fünfjähriger Bernerrüde, der als freundlich und gemütlich beschrieben wird.

    Ich würde ihn mir evtl. mal ansehen, allein schon, um eine Vorstellung davon zu bekommen, was man mit dieser Rasse an der Leine hat.

    Und natürlich auch, um eine Vorstellung von der Vitalität der Rasse in einem Alter zu bekommen, in dem ein Hund normalerweise auf dem Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit und -bereitschaft ist.

    Caterina

    @RafiLe1985: Hast Du das überlesen? Welche Wunderlösung soll denn her, wenn der Hund auf die Geräuschkulisse reagiert?

    Lass hören bzw. lesen.

    Unser Vermieter, der einen Hund akzeptieren würde, wohnt über uns mit Frau und zwei Kindern. (6 und 8) Der Hausflur ist relativ hellhörig, sodass es man im Flur oft jemanden durchlaufen hört oder die Kinder hört.

    Im Wohnzimmer jedoch, ist eine Tür, welche auf die Terrasse (bzw. in unserem Fall, eine Einfahrt) führt. Dort laufen ebenfalls täglich Menschen dran vorbei, welche Kunden unseres Vermieters sind, der im Hinterhof eine Werkstatt für Autos hat.

    Ich frage mich, was wohl wäre, wenn der Hund durch die Geräuschkulisse anfangen sollte zu bellen. Oder meint ihr, dass wenn er es nicht anders kennt, er es als "normal" hinnehmen würde? Bei dem Hund, den ich vorher hatte war die Situation eine ganz andere und es war ein freistehendes Einfamilienhaus und mein Vater wohnte dort ebenfalls, und da er bereits im Ruhestand war, war der Hund eigentlich fast nie alleine. Ich möchte nur keinen Streit mit dem Vermieter bekommen.

    Mit dem Vermieter in einem Haus zu wohnen, ist immer etwas anderes, als eine Mietpartei von mehreren zu sein, und der Vermieter bekommt hautnah mit, inwiefern der Hund stört.

    Ohne Fremdbetreuung würde ich mir keinen Hund in der Wohnsituation holen.

    Das große Problem ist Eure Wohnsituation, weil ein bellender und/oder heulender Hund Eure Vermieter auf die Palme bringt. Oder was glaubst Du, wie die sich freuen, wenn sie im Treppenhaus hören, dass der Hund gerade dabei ist, die Wohnungstür von innen zu zerkratzen? Oder wenn er kläffend an Fenstern und/oder Terrassentüren hochspringt und die Scheiben zerkratzt?

    Hunde sind keine Hamster, sondern tagaktiv, und Ihr wärt genau in der Zeit, in der die allermeisten Hunde was tun wollen, weg. Und Ihr habt keine Möglichkeit, auf den Hund einzuwirken, wenn er sich nicht so verhält wie gewünscht. Wie soll das gehen, dem Hund Ruhe beim Publikumsverkehr Eurer Vermieter beizubringen, wenn Ihr überhaupt nicht da seid? Das ist nicht in ein paar Wochen Jahresurlaub abgefrühstückt.

    In meinen Augen ist da der Ärger einfach vorprogrammiert, mal ganz abgesehen von den Rassevorstellungen.

    ruelpserle: Clubs sind nur so gut in der Umsetzung der Zuchtrichtlinien wie die Menschen, die dahinter stehen.

    Wenn mir jemand sagt, nach soundsoviel Jahren Zucht kann ich die aktuelle Richtung "größer & schwerer" nicht mehr mittragen, weil das a), b), c)... Nachteile hat... ja, kann ich nachvollziehen.

    Oder wenn es ein offenes Geheimnis ist, dass in der Nachzucht des vielfach prämierten Deckrüden des Vereinsvorsitzenden immer mal wieder Epilepsie (oder eine beliebige sonstige Krankheit, deren erbliche Komponente (noch) nicht feststeht) vorkommt, aber keiner das Maul aufmacht - dann kann ich zumindest nachvollziehen, warum jemand unter dem Club nicht mehr züchten will.

    Alles schon mitbekommen.

    Aber wenn jemand zum ersten Mal Welpen produziert und die Zuchtrichtlinien des Rasseverbandes lapidar als übertrieben abtut: nein, so etwas sollte man nicht unterstützen.

    Caterina

    Ich persönlich würde gerade Retrieverrassen nur dann bei jemandem kaufen, der nicht einem der zum VdH gehörenden Rasseclubs angeschlossen ist, wenn die Zuchthunde dieser Person mindestens die Kriterien der Retrieverclubs erfüllen, vor allen Dingen die gesundheitlichen.

    Außerdem würde ich wissen wollen, warum die Person dann nicht Mitglied in einem der Rasseclubs ist. Auch dafür kann es gute Gründe geben.

    In der Spitzzucht gibt es z. B. Nicht-VdH-Dissidenzvereine, die das Zuchtkriterium der Farbreinzucht beim Großspitz unsinnig finden, weil es nur noch so wenige Großspitze gibt und dadurch die Inzucht noch größer wird; außerdem hat die Farbe beim Spitz keinerlei negative gesundheitliche Auswirkungen.

    Auch die Verpaarung Wolfsspitz und Großspitz ist laut VdH-Clubs nicht zulässig.

    Das sind für mich völlig willkürliche Kriterien, und beim Spitz würde ich mich auch einen Teufel um Papiere eines dem VdH angeschlossenen Clubs scheren – immer vorausgesetzt, die Zuchttiere sind mindestens nach deren Kriterien auf Zuchttauglichkeit durchuntersucht…

    Mit Golden Retrievern oder Labradoren kann man aber die Straße pflastern, und zur Zuchttauglichkeit gehört wesentlich mehr als ED- und HD-Freiheit, und obwohl ich kein Experte für diese Rassen bin, habe ich den Eindruck, dass Zuchttiere aus den Retrieverclubs gesundheitlich vertrauenswürdig durchgecheckt werden.

    Ich fände das gerade im Hinblick auf die erwünschte Kinderverträglichkeit erstrebenswert, einen möglichst gesunden und wesensfesten Hund zu bekommen. Die Rassen sind bekannt für ihren anfälligen Bewegungsapparat, und Hunde mit Bewegungsschmerz sind phasenweise genauso unleidlich wie kranke Menschen.

    Caterina

    PS: Dieser 1. DTV scheint ein Tibetspanielclub zu sein. Was darin Retriever verloren haben – keine Ahnung.

    Jetzt muss ich noch eine Lobeshymne auf Spockie-Koolie, unseren Buschhund, loswerden.
    Er hat ja die ersten vier Lebensmonate auf einer Farm in New South Wales gelebt, bevor ihn die Vorbesitzerin importierte, und vielleicht ist er deswegen so aufmerksam, eben weil das dort überlebenswichtig ist. Nehme ich jetzt einfach mal an.

    Er ist also wirklich einmal um die halbe Welt gereist, bevor er hier gelandet ist.

    Wie dem auch sei, wir haben seine Radarqualitäten mittlerweile sehr schätzen gelernt, und vor ca. zwei Wochen musste Herrchen zur Versorgung einer Gallowayfärse, die schwer gekalbt hatte und die er aufstallen wollte, raus auf die Koppel, und er war alleine. Sein Vater liegt schon seit Wochen im Krankenhaus (zum Glück rasant auf dem Wege der Besserung), der Arbeiter war schon weg, der Neffe noch nicht von der Arbeit zurück, und ich klebte mit der Nase vor dem Computer, eiliger Auftrag.

    „Sein“ Hund, die Cattle-Kontrolleuse, war so läufig, dass man sie besser nicht aus den Augen ließ, also blieb nur der Koolie.

    Mir war gar nicht aufgefallen, dass Spockie verschwunden war, weil er sich katzenartig oft irgendwo rumdrückt, wo man ihn gar nicht vermutet. Normalerweise hat er Angst vor Treckern und war bis dahin auch noch nie mitgefahren, aber jetzt wurde er gebraucht, also klemmte ihn sich Herrchen einfach unter den Arm, stieg auf und setzte ihn neben sich (geht auf dem Claas).

    Die Galloways sind ja ein eingefleischter Verband und bilden oft regelrechte Wagenburgen, wenn sie Gefahr vermuten, so dass sich niemand hier alleine auf die Koppel traut.

    Bauer also raus, Viehwagen aufgebaut, Fanggitter hatte er, als das Tier noch lag, schon vorher aufgebaut, allerdings nicht vollständig, weil die eine Seite zu nass ist und nichts stehen bleibt. Vor diese offene Seite fuhr er den Trecker mit Spock und bugsierte dann die Färse auf den Wagen, eine der wenigen, die Verladen kennt, da Handaufzucht, ein Auge immer auf Spock, der auch brav sitzen blieb, weil er, wie gesagt, Treckerfahren noch nicht kannte.

    In dem Moment war die Herde im Anmarsch, Bauer sieht am Hund, da ist was, die Tiere wurden noch durch Gebüsch verdeckt, da fliegt das Spitzohr vom Trecker und verjagt sie kläffend!

    Spockie, unser Held!

    Mich hat er ja im Juli 2016, als er noch keine 4 Wochen hier war, vor einem anstürmenden Gallowayochsen gerettet, den ich in dem unübersichtlichen Gelände nicht rechtzeitig gesehen hatte.

    Unsere Hunde machen, verglichen mit anderen hier, nix Großartiges, aber wir stellen sie immer öfter irgendwo hin zum Aufpassen, und sie sagen uns zuverlässig Bescheid.

    Caterina

    Die Mär vom armen, unterdrückten Kastraten, der von Rüden bestiegen wird, weil sie ihn für weiblich halten.

    Ich frage mich allerdings, wieso sich dann Hündinnen in den Stehtagen trotzdem diesen nicht mehr ganz vollständigen Kerlen anbieten... dass sich eine Hündin einer anderen Hündin anbietet, habe ich dagegen kaum mal erlebt oder gehört.

    Von unseren drei Hunden ist der Border Collie operativ kastriert (war bei den Vorbesitzern gechippt), der Koolie im Moment chemisch, weil uns das wegen seiner katzenhaften Schleicherei - man weiß oft nicht, wo er nun genau ist - zu riskant ist mit der gut eineinhalbjährigen ACD-Kröte, die im nächsten Jahr kastriert werden soll, da einfach zu viele Streuner unterwegs sind.

    In den letzten Wochen ist nun wegen des angeschlagenen Gesundheitszustandes von Schwarzi-Border (multipler Allergiker) die Rangfolge gekippt: Mr. Schlitzohr-Koolie ist jetzt Haupthund, und das, obwohl er seit Monaten chemisch kastriert ist. Als Mr. Schlitzohr noch intakt war, hatte der Border Collie aber sowas von die Hosen an, dagegen wagte er sich nicht offen aufzumucken.

    Fazit: Für mich keine Frage der Hormone, sondern der Persönlichkeit.

    @Hektorine: Die Fragen nach einem oder zwei Hunden bzw. ob Labrador oder nicht und Welpe/erwachsen sind m. E. aber zweitrangig.

    Zuallererst gehört für mich - wie bei vielen Anschaffungsüberlegungen übrigens - erst mal der eigene Lebensentwurf, ausgehend von der jetzigen Situation, darauf abgeklopft, ob langfristig darin überhaupt Platz und Zeit für einen Hund da ist, und darauf kann man meiner Meinung nach gar nicht nachdrücklich genug hinweisen.

    Niemand hier kennt die genauen Lebensumstände des Threaderstellers, wir können nur vermuten (ich z. B. einen Deutschen, der NC-bedingt im Ausland studiert und wieder nach Deutschland zurückkehren wird) und ggf. Bedenken äußern.

    Wer noch nie eigene Verantwortung für einen Hund getragen hat, hat viele Dinge überhaupt nicht auf dem Schirm.

    Welches Fazit dann daraus gezogen wird, ist Sache des Threaderstellers.

    Die Überlegung nach dem passenden Hund wäre für mich erst der zweite Schritt.

    Caterina