Beiträge von Cattledogfan

    Auch liebäugeln wir etwas mit der Immuntherapie, dazu suche ich gerade Studien.

    Blöde Frage: Gibt es denn überhaupt Antikörper für den Tumortyp, an dem Euer Hund leidet?

    Immuntherapie ist m. W. noch sehr experimentell, weil man dazu tumorspezifische Antikörper braucht, die das Wachstum genau dieses speziellen Tumors hemmen, d. h. die Therapie ist derzeit nur für sehr wenige Tumorarten verfügbar.

    Und wenn das Wachstum für den Tumortyp durch Bestrahlung gebremst werden kannist, dann handelt es sich um einen strahlensensitiven Tumor.

    Alles Gute für Eure Entscheidungsfindung!

    Ja, genau, ich meinte diese Zucht:

    http://www.sbarlaussies.de. Darauf kam ich wegen der geografischen Nähe.

    Für mich ist Gabi Soenius als Trainerin und Züchterin die Aussie-Frau schlechthin. Du findest sie bei Facebook, allerdings wohnt sie im Raum Siegburg. Eine weitere sehr kompetente Aussie-Frau, Freundin von Gabi und ebenfalls in der Vermittlung von Not-Aussies aktiv, ist Karin Hesselbarth aus Rodgau im Kreis Offenbach, die Dir sicherlich Anlaufstellen nennen kann.

    Ansonsten rufe ich mal Gammur als erfahrene Shepherdhalterin, die evtl. weitere Ansprechpartner weiß.

    Du kommst bei der Rasse mit einem Feld-Wald-Wiesentrainer nicht weit, man muss nicht nur die Rasse, sondern auch den ganzen wesensmäßigen Facettenreichtum kennen.

    Ich würde auch den Gedanken nicht von der Hand weisen, dass der Hund vielleicht einfach so ist als Produkt der Familien-, Begleit- und Sporthundezüchterei, die dieser und anderen Arbeitsrassen alles andere als gut getan hat, denn ohne echten Arbeitseinsatz kann man auf lange Sicht keine Nervenstärke bei den Vererbern abprüfen bzw. garantieren.

    Oder ist er tatsächlich aus einer Zucht à la Zilch? Wobei auch dort wesensmäßige Ausreißer vorkommen.

    Und je schwächer das Nervenkostüm ist, desto größer ist meiner Erfahrung nach der Bedarf an Individualdistanz, sprich, das Lebensumfeld wird umso wichtiger.

    Wenn ich "Großraum Frankfurt" lese, vermute ich mal, Du wohnst eher städtisch, und die Wachsamkeit und das Misstrauen fremden Zwei- und Vierbeinern gegenüber, wie sie ein Farmhund haben sollte - von der Tauglichkeit zur Vieharbeit rede ich erst gar nicht -, sind nicht erwünscht.

    Diese Hibbeligkeit erlebe ich bei Aussies leider immer häufiger, und m. E. kann man sie nur bedingt durch Führung und die modernen Formen von "Arbeit" kompensieren.

    Das ist, wie gesagt, nur eine Vermutung, ich will keinesfalls andeuten, dass nicht auch eine gesundheitliche Ursache vorliegen kann, aber wenn der Welpe schon besonders aufgedreht war, ist die genetische Komponente, evtl. sogar verstärkt durch ein suboptimales Umfeld, durchaus ein Grund für so ein Verhalten.

    Ich wollte noch einen weiteren Gedanken dalassen:

    M. E. kann man bei einem so schwerkranken Hund keine "falsche" Entscheidung treffen, wenn man, so wie @'Momo und Lotte, bemüht, besorgt und achtsam, d. h. nach bestem Wissen und Gewissen, mit dem Leben dieses Tieres umgeht.

    Ein Hund hat kein Bewusstsein für die Endlichkeit seiner Existenz, er lebt im Hier und Jetzt.

    Und wenn es ihm jetzt schlecht geht, ist in meinen Augen alles vertretbar, was diesen Zustand für den Hund zumindest verbessert oder ganz abstellt.

    Manche Dinge sollen wohl einfach so sein, wie die Mittagspause des Tierarztes und die anschließende Zustandsverbesserung beim Hund.

    Manchmal muss man einfach dankbar sein für das, was einem das Leben noch schenkt, und ich freue mich, dass es in Eurem Fall noch etwas gemeinsame Zeit ist.

    Ich habe mir die Bilder von der schlafenden Hündin angesehen - im Sessel darüber ein offensichtlich friedlich schlafender weiterer Hund.

    Und Du, @'Momo und Lotte, schreibst so einfühlsam von der Unterstützung durch Deinen Partner, dass vor meinem inneren Auge das Bild einer zwar traurigen, aber friedlichen und gefassten Gemeinschaft entsteht, die das schwächste Mitglied dieser Gemeinschaft auf der Zielgeraden seines Lebens, wie lang sie auch sein möge, mit der gebotenen Rücksicht, mit Einfühlungsvermögen und mit Liebe begleitet.

    Das Bild einer Gemeinschaft, in der alle, sowohl die Zwei- als auch die Vierbeiner, füreinander da sind.

    Alles Gute für Euch alle!

    Caterina

    Lass Dir gesagt sein, dass Einschläfern wirklich ganz, ganz friedlich sein kann, gerade bei einem extrem geschwächten Hund.

    Sofern man erst i/m sedieren lässt, d. h. ein Pieks in die Oberschenkelmuskulatur.

    Und dann kann man ganz in Ruhe abwarten, bis der Hund weggedämmert ist, vielleicht sogar auf dem eigenen Schoß, ansonsten auf einer weichen, warmen Unterlage.

    Und wenn die Muskeln dann ganz entspannt sind und der Hund wirkt, als würde er tief und fest schlafen, wenn der Atem vielleicht schon flach und unregelmäßig ist, dann kann der Tierarzt ja so viele Spritzen i/v setzen und so viel stauen, wie er will.

    Nur bitte nicht mehr, solange der Hund noch bei Bewusstsein ist.

    Für mich waren das immer ganz besondere Momente voller Gelassenheit und Dankbarkeit, dass das Leiden nun ein Ende hat.

    Und Dankbarkeit für die schönen, gemeinsamen Jahre.

    Hab keine Angst vor diesem Schritt, der Euch hoffentlich noch ein Weilchen erspart bleibt.

    Alles Liebe unbekannterweise!

    Caterina

    Ich kann Cinderella 1987 nur zustimmen:

    Du drehst an der falschen Stellschraube.

    Ich bin aus anderen gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage, normal zu laufen, und habe beizeiten in meine eigene Mobilität investiert, in meinem Fall in ein E-Dreirad. Nach zwei großen OPS hatte ich vorübergehend einen elektrischen Krankenfahrstuhl, gebraucht gekauft und schnell wieder weiterverkauft, als ich wieder fitter war.

    Evtl. hilft ja auch ein Rollator.

    Kannst Du Rad fahren? Je nach Gelände tut es evtl. auch ein nicht motorisiertes Dreirad.

    Du hast mit Sicherheit Physiotherapie, und vielleicht können Dir Deine Therapeuten weiterhelfen, was in Deinem Fall zu empfehlen ist. Denn nach der OP hast Du mit Sicherheit eine längere Rekonvaleszenz.

    Ich habe z. B. von der Krankenkasse einen - zwar lächerlich geringen - Zuschuss zu meinem E-Bike bekommen.

    Alles Gute!

    Ketzerische Frage:

    Und wann darf der Hund mal was? Wann darf sich der junge Kerl, der körperlich im Prinzip ausgewachsen ist, mal so richtig austoben? Wann darf bzw. soll er körperlich und geistig arbeiten? Läuft er bei Euch zuhause frei mit, hat er ein Grundstück, auf dem er mit Außenreizen konfrontiert wird?

    So, wie ich Deine Beiträge verstehe, darf er auch nicht leinenlos laufen, weil er sonst zu Artgenossen abhaut, oder?

    Ein gut einjähriger Hund sollte meines Erachtens nach mit den allermeisten Umweltreizen weitgehend klarkommen (gut, läufige Hündinnen vielleicht nicht unbedingt), wenn er eine normale Aufzucht hatte; immerhin ist er nicht isoliert in irgendeinem Hinterhof aufgewachsen, oder?

    Dieses ewige Rumgeeiere auf "Ruhe lernen" und "Impulskontrolle" und Runterschrauben der körperlichen Bewegung auf ein striktes Minimum - denn maximal 2 Std. oder sogar nur eine weitgehend an der Leine ist nicht viel - bewirkt m. E. oft das genaue Gegenteil, nämlich eine immer stärkere Erwartungshaltung so nach dem Motto "endlich Action".

    Für mich gehören gerade junge Hunde regelmäßig und für sie vorhersehbar raus, raus und nochmal raus, damit sie an der Seite ihrer Menschen in für sie verdaubaren Dosen die Welt entdecken können.

    Blöd ist natürlich, wenn man dem eigenen Hund bei Erziehungsdefiziten körperlich nicht gewachsen ist.

    Meine Mama selig, mit jeder Menge Intuition in Sachen Hund gesegnet ("so'n Hund ist auch nur'n Mensch"), gab mir den Tipp, vor dem Rausgehen zu bürsten, quasi als "Augen zu und durch" vor dem Vergnüben, so dass das zum Ritual wird.

    Da ich die meisten meiner Hunde erst im Erwachsenenalter bekam, dauerte die Gewöhnung an die Fellpflege, und ich strich neuen Hunden im Prinzip erst mal mit irgendwas Weichem, nicht Ziependem übers Fell, mehr nicht, ganz ohne Ergebnisverpflichtung.

    Erst nach und nach kamen dann eine Drahthaarbürse für Menschen, danach für Hunde und danach - angepasst an die jeweilige Fellstruktur - andere Utensilien zum Einsatz.

    Was für Lang- und Kurzhaar geht, sind sog. Räumer mit abgerundeten Metallzinken, am liebsten doppelreihig, und für die Pudel früher feine Drahtzupfbürsten.

    Am liebsten würde ich täglich bürsten, aber das ist mit 3 Hunden nicht sehr ausführlich machbar, und außerdem bin ich seit zwei Jahren je nach Auftragslage und Gesundheitszustand auch oft mehrere Tage pro Woche außer Haus.

    Ich bürste lieber häufiger und weniger gründlich als nur einmal wöchentlich oder noch seltener, weil das auch eine Gelegenheit ist, um den Hund auf Ungeziefer, Verletzungen oder sonstige Wehwehchen zu kontrollieren, und das lange Fusselfell von vom allergischen Border Collie filzt mir sonst zu sehr.

    Sobald ich Filzklumpen spüre, habe ich sowieso die Schere zur Hand.

    Je nach Klettenhäufigkeit habe ich im Sommer wegen dem läusepudeligen Border Collie und seinem Filzefell auch einen Kamm mit rotierenden Zinken dabei, um die Dinge möglichst schnell und schmerzfrei zu entfernen.

    Ohren bei langfelligen Hunden werden gekämmt, je nach Fellbeschaffenheit auch mit einem metallenen Flohkamm. Da kommt eine Menge Fell zusammen, man glaubt es kaum.