Beiträge von Cattledogfan

    Und die Erde ist wieder mal eine Scheibe ...

    Ich denke, dass Katha_lr sich hier angegriffen fühlt und dass viele Schreiber/innen immer wieder dasselbe, nur mit anderen Worten, schreiben, ist der Tatsache geschuldet, dass sie Ersthundehalterin ist und ihr schlicht die Erfahrung fehlt, um a) das Verhalten ihres Hundes und b) den Sinn der einzelnen Beiträge in vollem Umfang zu verstehen.

    Obwohl ich mich mit Dobermännern nicht so gut wie mit anderen Rassen auskenne, sind sie für mich nicht mehr reine Gebrauchshunde, denn man sieht sie aufgrund ihrer gesundheitlichen Baustellen - DCM, Wobbler - und ihres teilweise schwachen Nervenkostüms eigentlich kaum noch als Diensthunde bei Polizei oder anderen Sicherheitskräften.

    Nichtsdestotrotz bleibt ihnen ihre Genetik als reaktionsschneller Wach- und Schutzhund, der sich oft nur an eine Person richtig bindet.

    Katha_lr, ich habe in diesem Forum mal einen sehr klugen Satz von flying-paws gelesen:

    Genetik kann man nicht betrügen.

    Will sagen: Hundeverhalten kann man nur bedingt formen und beeinflussen, und solange Du nicht in der Lage bist, mit dem angeborenen Verhalten Deines Hundes zu leben und zu arbeiten (und nicht nur Herumgehampel betreibst) und wegkommst von menschlichen Begriffen wie "lieb" und "aggressiv", sind die Chancen auf eine Katastrophe mit Kind m. E. hoch.

    Überhaupt einen Kumpel am Hund herummanipulieren zu lassen, um ihn vom Bellen abzuhalten, ist gewagt bei diesem Hundetyp. Warum sollte er sich von Fremden was sagen lassen?

    Niemand hier sieht Dich, sieht den Hund, aber aus Deinen Schilderungen lesen wahrscheinlich die meisten hier ein ziemliches Erfahrungsdefizit mit der Rasse heraus. Warum war das Tier z. B. "frustriert" auf dem Hundeplatz? Was hast Du genau gemacht dort?

    Du hast z. B. nicht nur ein Bellproblem, Du hast wahrscheinlich das viel tiefergehende Problem, dass der Hund keine ernsthafte Wach- und Schutzaufgabe hat.

    Und glaube mir, die Genetik sucht sich ihren Weg.

    Und oftmals sieht das so aus, dass sich die Hunde an Artgenossen und/oder Menschen abarbeiten.

    Wenn wir aber Gassi gehen und er Hunde sieht, die auf ihn zukommen, möchte er hinrennen und stürzt sich in die Leine und wird aggressiv. Dadurch fängt er an, seinen Frust an mir auszulassen, und attackiert mich. Er trägt aber immer einen Maulkorb.

    Und was ist damit? Wie stellst Du Dir das Gassigehen zukünftig vor? Zuerst hochschwanger? Später mit Kinderwagen? Danach mit tippelndem Kleinkind an der Hand? Du hast schon ausprobiert, so einen großen, starken Hund auch mit einer Hand sicher zu halten? Und kannst ihn, wenn er Dich mit Maulkorb attackiert, so managen, dass das Kind nicht gefährdet wird?

    Oder kannst Du Kinder- und Hundezeit komplett trennen? Hast Du überhaupt jemanden, wo Du das Kind lassen kannst, wenn Du mit dem Hund draußen bist?

    Und wie wird das künftig mit Arbeit laufen? So ein Tag hat halt nur 24 Stunden ...

    Wenn die Hundebubble so toxisch ist und die Schreiber/innen hier keine Ahnung haben, warum hast Du dann das fett markierte Verhalten nicht schon längst im Griff? Du hast offensichtlich einen Trainer. Wie schätzt der denn die Chancen ein, dass es mit Kind und Hund klappt?

    Du hast den Hund in vier Jahren nicht so weit geregelt bekommen, dass du ihn im Alltag normal führen und händeln kannst. Das wird sich während einer Schwangerschaft und später mit einem Baby garantiert nicht ändern, wenn es für den Hund noch mehr Einschränkungen gibt und du eigentlich nur noch weniger Zeit hast.

    Ich habe prinzipiell kein Problem mit Zwingerhaltung, aber den Hund einfach nur wegzusperren, wenn das Kind da ist, ist keine sinnvolle Lösung. --> Vor allem, weil offensichtlich die Ahnung fehlt, wie der Hund trotzdem ein gutes Leben mit Arbeit führen kann.

    Den 1. Satz des Zitats finde ich eine wichtige Aussage, denn m. E. läuft dem Hund die Zeit davon. Mit 4 Jahren dürfte er deutlich leichter als mit 7, 8 oder 9 zu vermitteln sein, wenn Katha_lr ein - hoffentlich - quirliges, quietschfideles und bewegungsfreudiges Kleinkind Zuhause hat.

    Ich halte die Pläne für die weitere Haltung des Hundes für arg auf Kante genäht, denn Katha_lr, Du brauchst nur mal ein paar Tage wegen einer Kleinigkeit ausfallen, weil Du oder das Neugeborene z. B. zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben muss(t) - wer kümmert sich dann um den Hund?

    Und was ist im Herbst/Winter? Dobermänner sind vom Fell her nicht unbedingt für eine längere Außenhaltung geeignet, denn darauf würde es ja wohl hinauslaufen.

    Selbst wenn Du Dich 365 Tage im Jahr durchgehend, dauerhaft und garantiert 2 Std. täglich mit dem Hund beschäftigen würdest, wäre er 22 Std. am Tag sich selbst überlassen.

    Wie stellst Du Dir das vor, sobald Dein Kind geboren ist? Dann ist es, wenn ich richtig gerechnet habe, Herbst. Soll der Hund dann nachts in der Wohnung sein? Ein bellender, unausgelasteter Hund plus ein Säugling, der nach Möglichkeit ungestört schlafen soll, da kann ich mir Schöneres vorstellen.

    Sofern keine 2. Person da ist, die den Hund im Alltag - d. h. Füttern, Pflegen inkl. ggf. Verabreichung von Medikamenten o. ä., Gassi plus Training/Arbeit - vollwertig versorgen kann, würde ich umgehend http://www.dobermann-nothilfe.de und die Tierheime im Umkreis kontaktieren, damit er zumindest mit auf deren Vermittlungsseiten kommt.

    Im Karlumer Forst bei Niebüll im Kreis Nordfriesland wurde ein sterbender Hund gefunden; die Polizei sucht Zeugen:

    Karlum – Hund hilflos im Wald gefunden
    Am Donnerstag, 26. März 2026 wurde im Karlumer Forst ein stark unterkühlter Hund aufgefunden. Trotz tierärztlicher Versorgung musste das Tier später leider…
    polizeiticker.online

    Die Chancen stehen zwar relativ gering, dass irgendwer zur Aufklärung beitragen kann, und es scheint ja auch fraglich zu sein, ob der Hund überhaupt von jemandem abgelegt wurde, aber da es aus seriöser Quelle stammt, wollte ich es mitteilen.

    Czarek danke für Deine Hilfe. Ich habe manchmal das Gefühl, dass sich hier dann der ganze Frust von der Seele geredet wird, dann aber irgendein Mensch in der Umgebung sich durchsetzt mit dem "wenn Du den Hund abgibst, bist Du ein Versager" oder "das kannst Du doch dem armen Tier nicht antun" o.ä. Und dann kommen Jahre, in denen Hund und Halter es einfach nur geschafft haben, sich gegenseitig auszuhalten, Anzeigen zum Vorschein mit einem "ich hab mich so bemüht, aber ich werde dem Hund nicht gerecht" oder "veränderte Lebensumstände und jetzt muss der Hund weg".

    Vielleicht schaffen sie es aber auch, sich zusammenzuraufen und miteinander glücklich zu werden, darauf hoffe ich.

    Und vielen Dank an die gefundenen Interessenten, dass sie sich darauf eingelassen hätten, die Maus zu übernehmen. --> Dito von mir

    Ob der Züchter seriös war, bezweifle ich ebenfalls... welcher Züchter verkauft denn jemandem vom Fleck weg (ohne vorherige Besuche) einen Welpen, der "als Geschenk" gedacht sei? Also handelt es sich wohl eher um einen Vermehrer/Internet-Verkäufer, an den die TE den Welpen lieber nicht zurück gibt

    So, wie ich den Eingangsbeitrag verstehe, haben beide Partner noch nie einen Hund gehabt, und wer weiß, was der (Noch?-)Freund der Züchterin überhaupt erzählt hat. Es kann ja sein, dass er tatsächlich geplant hatte, sich selber zu großen Teilen um den Welpen zu kümmern, und dann feststellen musste, dass das doch etwas anspruchsvoller als gedacht ist.

    Doch das ist reine Spekulation meinerseits.

    Deswegen kann es durchaus eine Option sein, das Hündchen zur Züchterin zurückzugeben.

    Ohne Hundeerfahrung stelle ich es mir nämlich wirklich schwierig vor, in der Kürze der Zeit - wir reden von gerade mal 8 Tagen - und vor so einem wichtigen Lebensabschnitt wie dem Referendariat, das ohnehin genügend emotionale und kognitive Kapazitäten beanspruchen wird, eine gesicherte und qualitativ ausreichende Fremdbetreuung zu organisieren

    Die Frage ist ja auch, woher das Hündchen überhaupt kommt, d. h. ob papierlos produziert oder von einem dem VDH angeschlossenen Vereinszüchter.

    Will sagen: Ich würde den Welpen nur zurückgeben, wenn er aus einer Verbandszucht stammt, die dem VDH angeschlossen ist, er also keine Phantasiepapiere hat, weil ansonsten die Gefahr besteht, dass er an den Nächstbesten weiter verramscht wird.

    Ansonsten gibt es mit Sicherheit Anlaufstellen der Zuchtverbände oder sonstige Rasse-Notvermittlungsvereine, die auch sehr kurzfristig Hunde in Pflegestellen aufnehmen können.

    Ich rufe mal Czarek als Pudelzüchter(in?), der/die sich mit Sicherheit besser auskennt, wohin man sich wenden kann.

    Auch ein Tierheim würde ich nicht ausschließen, denn ein Welpe einer Begleithunderasse ist sicherlich schnell vermittelt.

    Mal ehrlich: Der 1. April ist genau in 8 Tagen, und bis dahin für einen Welpen, auf den man sich auch selber erst mal einstellen muss, eine zuverlässige Betreuung zu finden, halte ich für ziemlich gewagt, es sei denn, man hat ein stabiles soziales Umfeld oder Hundepensionen, die auch Welpen aufnehmen und von wo sie nicht total eingeschüchtert durch die Masse an Hunden, die sicherlich nicht alle gut mit Welpen umgehen können, zurückkommen.

    Ich vermute einfach mal, dass neben dem Verlust des Hundes und den Umständen seines Todes auch noch die Tatsache hereinspielt, dass der Lebensabschnitt als Hundebesitzerin aus Altersgründen beendet ist.

    Auch das ist ein Verlust, der traurig macht.

    Angelika1954, Du schreibst, dass Du wegen des Schlafmangels nicht zu Aktivitäten fähig bist. Für mich liest sich das schon besorgniserregend, weil so Teufelskreise beginnen, und ich bin da ganz bei Mehrhund:

    Hilfe holen, egal wo und so niederschwellig wie möglich, um zumindest eine kleine Besserung zu erreichen.

    Ich finde auch, dass Deine Anmeldung hier und die Schilderung Deiner Not schon ein 1. Schritt ist.

    Vielleicht könnte der nächste so aussehen, dass Du, wenn Du nach zu wenig Schlaf zu einer Zeit aufwachst, in der man normalerweise schläft, tatsächlich bei der Telefonseelsorge anrufst.

    Und vielleicht berichtest, ob Du Dich danach zumindest vorübergehend etwas besser fühlst?