Mit einem unsicheren Border hättest du mit sehr großer Wahrscheinlichkeit beim Mantrailing nur im Hobbybereich Spaß. Da braucht man Hunde, die ihren eigenen Kopf haben und auch gegen die Vorstellung ihres Hundeführers sicher ihrer Nase folgen, sich nicht rausbringen lassen.
Die Ausbildung ist sehr zeitintensiv und der Weg zur Einsatzreife sehr steinig.
Erfolgreich im Sinne von geprüft bin ich noch nicht (Ayla ist jetzt 1,5 Jahre alt) und ich würde auch sagen, dass unsere Staffel nicht die richtige wäre um sich wirklich gute Tipps zu holen, da bei uns der Freiverweis auch eher neu in der Ausbildung ist. Aber wir haben uns rangewagt.
Ein Fallstrick ist die Umstellung von Verbeller zu Freiverweiser, da der Hund erstmal verstehen muss, dass Bellen an der VP keine Option mehr ist, nie mehr, aber prinzipiell geht das.
Wir haben hier in der Staffel einen Border Rüden, der ab einem Alter von 1,5 Jahren in der Ausbildung zum Verbeller war. Nach zwei gescheiterten Prüfungen, viel Frust, Unsicherheit an der VP, Verlassen der VP, wenn irgendetwas nicht passt... haben wir die Reißleine gezogen.
Es wurde eher schlechter als besser. Wir haben uns eingestanden, dass es so zum einen nie gut werden wird und wir zum anderen Hund und Hundeführer nur Stress und Misserfolge verursachen.
Die beiden sind ein super Team und ein wichtiger Teil der Staffel, der HF ist auch mit einem anderen Hund geprüft und im Einsatz. Also haben wir den wenig erfolgversprechenden Versuch gestartet den nun schon bald 6 Jahre alten Hund auf Freiverweis umzustellen.
Wir sind uns alle bewusst, dass es wahrscheinlich nicht zur Prüfung reichen wird. Die Zeit ist zu knapp, der Hund schon sehr aufs Bellen eingestellt, aber die andere Alternative wäre gewesen ihn komplett rauszunehmen.
Resümee nach 3 Monaten:
Der Hund blüht auf und genießt das Training wieder, der HF freut sich tierisch über jeden Teilerfolg, mittlerweile machen die beiden schon wieder ganz kleine Suchen mit der neuen Anzeige.