Beiträge von Cherubina

    Das mag ich auch nicht. Auch dieses sofortige, blinde Ausführen von Kommandos, fast so wie ein Roboter, ist nicht meins. Ich mag Hunde, die mitdenken, wie Beardies. Die arbeiten auch gerne (na ja, kommt inzwischen auf die Linie an), denken aber mit und wägen auch mal ab, ob das jetzt wirklich so sinnvoll ist, das zu tun.

    Bei diesen Sätzen musste ich gerade schmunzeln. Ich kenne ehrlich gesagt kaum eine Rasse, die so sehr in der Lage ist mitzudenken und selbst Entscheidungen zu treffen, wie den Border Collie. An der Herde müssen sie in der Lage sein auch außerhalb des Sichtfeldes zu arbeiten und ein guter Hund wird Kommandos auch konsequent verweigern, wenn sie nicht sinnvoll sind.

    Mein eigener BC Rüde hat sich zum Beispiel mal geweigert die Weide zu verlassen. Er hatte die Herde zusammengetrieben und ich hatte bereits alle Schafe aus dem Zaun gelassen. Racki lieb aber trotz Aufforderung auf dem höchsten Punkt der Weide stehen und blickte immer wieder zurück. Dort hatte sich ein Schaf in Dornen verfangen und er wollte es nicht zurücklassen.
    Auch hat sich Racki bei der Bockherde deutlich anders gezeigt als an der großen Herde - hat also seine Arbeitsweise angepasst und die Arbeit völlig verweigert hat er, wenn die Ziegen Lämmer hatten - die Ziegenmütter waren ihm zu gefährlich.

    Was den Border im Agi so speziell macht ist sein unbedingter Arbeitswille und die Fähigkeit die Körpersprache der Menschen sehr fein zu beobachten und darauf zu reagieren.

    Ich finde Border Collies toll, ich habe sie allerdings über die Arbeit an Schafen kennengelernt. Im Agility gibt es wenige BCs, die mir wirklich gefallen - eher überkommt mich eine gewisse Traurigkeit, wenn ich die durchgeknallteren Exemplare im Parcour sehe. Viele dieser Hunde haben mMn in diesem Sport nichts zu suchen. Wenn ich wieder einen BC bekomme, dann sicher in erster Linie für meine Schafe!


    Zum Thema: Ich glaube, bei einem Second-Hand-Hund macht man weniger Fehler als beim Welpen. Eher ist es ja so, dass man Fehler ausbaden muss, die andere vorher gemacht haben.
    Das weiß man ja meistens vorher oder merkt es sehr schnell und muss sich drauf einstellen.

    Genau so sehe ich das auch. Mir fallen gleich dutzende grobe Fehler ein, die meine Eltern und ich (ich war glaub ich erst 13, als unser Hund kam...) bei unserem Welpen gemacht haben. Sie wurde viel zu früh zu stark gefordert, was früh zu starken Arthrosen geführt hat. Ich bin sicher, dass sie das Knurren und Drohen in verschiedenen Situationen nur durch unsere Fehler und durch Verunsicherung begonnen hat, wir haben aus ihr einen völligen Ball- und Frisee-Junkie gemacht und mir ist erst im Laufe der Zeit klar geworden, dass sie auf einem Spaziergang nichts anderes tat als etwas zum Werfen zu finden, wenn man mal kein Spielzeug mitnahm. Ihre Schwierigkeiten mit Artgenossen haben wir durch unser Verhalten verschlimmert... ich könnte so weitermachen.

    Meine eigenen Hunde und auch die nachfolgenden Hunde meiner Elternn waren alle (bei meinen Eltern 2, bei mir 3) Second-Hand und grobe Fehler könnte ich jetzt keine benennen. Natürlich macht man nie alles richtig ;-)

    Hast du schonmal versucht zusammen mit der Nachbarshündin rauszugehen. Auch wenn die alte Hundedame nicht mitspielt, so ist sie vielleicht Vorbild genug um Sicherheit zu vermitteln wo du es (noch) nicht vermagst!?
    Vielleicht kannst du sie dir ja mal von der Nachbarin borgen, oder diese geht mit - vorrausgesetzt fremde Menschen sind kein Problem.

    Auch ohne eigenen Dobermann:

    Du solltest die Anforderungen bzw. den Schwierigkeitsgrad langsam steigern. Von "gewohnter Umgebung und ganz alleine" zu einem Badeseebesuch ist es ein riesiger Schritt. Ich würde versuchen häufig mit ihr alleine in fremde Umgebung mit und ohne Wasser zu fahren und dort mit ihr zu üben. Erst wenn das gut klappt trifft man sich mal an einem ihr bereits bekannten Ort mit ein paar Freunden usw.

    Man muss sich mit der Trainingsgeschwindigkeit eben immer an den Hund anpassen.

    Mit Kito habe ich vor 2 Jahren noch völlig ausgeschlossen mit ihm mal an belebtere Orte zu gehen. Der Versuch mit ihm eine Runde durch die sonntäglich ruhige Fußgängerzone zu drehen endete mit einem zitternden Hund unter einer Bank (OK, hier war es Angst, bei dir ist es bestimmt eine positivere Form der Erregung :-) ).
    Heute geht er entspannt mit auf Agility-Turniere und ich kann mit ihm auch Samstags mal ein Eis in der Stadt essen gehen.
    Das ging aber nur sehr kleinschrittig und ohne etwas unbedingt zu wollen.

    Im Zweifel also lieber den Hund Zuhause lassen.

    Mal ne ganz blöde Frage:
    Wie repräsentativ wird eine solche Umfrage wohl sein? Nicht nur, dass hier im Forum nur ein Bruchteil der Hundehalter mitmacht und dieser Teil sich vermutlich überproportional viele Gedanken um solche Dinge macht, auch werden doch wohl die, die Hundehaufen auch auf Gehwegen einfach liegen lassen sicher nicht ehrlich antworten - wenn sie überhaupt antworten.

    Was sehen wir also am Ende? Alle teilnehmenden Dog-Foristen handeln relativ sozial verträglich und versuchen alle Haufen zu beseitigen, die für andere Menschen störend sein könnten.


    Ich für meinen Teil (weiblich, Mitte 30), sammle nur sehr selten, nämlich nur innerhalb von Ortschaften, auf Hundeplätzen und in stark frequentierten Gebieten und Parks.
    Ich wohne so ländlich, dass ich auf meinen Spaziergehstrecken so gut wie jeden gefundenen Haufen meinen eigenen Hunden zuordnen kann. Im ganzen Ort leben noch 6 andere Hunde, von denen ich 4 noch nie im Feld oder Wald gesehen habe. Ich treffe hier auf einem durchschnittlichen Spaziergang maximal einen einsamen Radfahrer oder mal einen Wanderer (bei denen frage ich mich insgeheim immer, ob die sich verlaufen haben...)

    Worauf ich achte: Meine Hunde dürfen auf die Heuwiesen nur nach der Heuernte und im Winter. Hundekacke in Heu und Grassilage muss wirklich nicht sein.

    Ja, das fest verankerte Bild vom DSH das leider auch nicht besser zu werden scheint... :( :


    Der Hund meiner Mutter wurde vor kurzem für einen Windhund-Schäferhund-Mix gehalten... :ugly:
    Alles was eine Maske hat muss ja ein DSH/Mali-Mix sein.

    Hier Links also der Windhund-Schäfer Mix... Finde gerade kein besseres Bild auf dem er Steht.

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    Er ist jedoch sehr wahrscheinlich ein Kangal-Mischling


    Mir fiel bei deinem Post eine Seite ein, auf die ich vor einiger Zeit gestoßen bin. Das was du über die Malis sagst, also die Denkweise vieler Leute "Alles was eine Maske hat muss ein Mali -Mix sein", wird dort genauso über Kangals berichtet. "Alles was aus dem türkischen Raum stammt und eine schwarze Maske hat muss ein Kangal-Mix sein."
    Ich fands spannend zu lesen:
    http://www.kangal-dog.de/erziehung/
    http://www.kangal-dog.de/150/

    Ich habe gerade ehrlich gesagt Probleme mir das vorzustellen. Eigentlich ist es typisch, dass Hunde den Trab durch Pass ersetzen.
    Im Schritt Pass gehen, bzw. im Galopp Pass gehen - das passt für mich vom Sinn her nicht, entweder der Hund läuft Schritt und Galopp oder er läuft Pass.

    Aber das ist vielleicht auch völlig unerheblich. Tatsache ist, dass dein Hund nicht so läuft, wie er es früher getan hat.
    Kannst du denn mit ihm ganz konzentriert und langsam gehen und er hat dabei eine normale Schritt-Abfolge? Schritt Übungen sind sehr anstrengend für den Hund, aber auch sehr effektiv für die Muskulatur.
    Ansonsten wird dir sicher dein Physiotherapeut nützliche Tipps geben können.

    Ich war früher viel mit Hund unterwegs und habe nie reserviert. Ein Plätzchen findet sich immer irgendwo - manchmal stand ich auch im Eingangsbereich. Gut ist es, wenn man einen Einzelplatz erwischt, neben dem Platz für sperriges Gepäck gelassen wurde (ist oft an den Enden der Wagen). Bei einem rappelvollen Zug hatte ich immer ein schlechtes Gewissen mit meinem Hund anderen den Sitzplatz (bzw. den Fußraum) zu nehmen, allerdings haben Leute mit viel Gepäck das gleiche Problem. Stauraum ist Mangelware...

    In der 1. Klasse zu reservieren wäre eine Option - dort ist erfahrungsgemäß deutlich weniger los und somit oft kein Problem einen 4er Platz alleine zu blockieren.

    Jetzt geb ich auch noch mal meinen Senf dazu:

    Ich habe mit Smilla ganz klassisch in der Hundeschule mit einem Agility-Schnupperkurs angefangen. Dort haben wir mit einfachen schräggelegten Hürden angefangen. Erst wurden die Hunde darübergerufen, dann wurde mitgelaufen. In der zweiten Stunde kam dann auch mal eine zweite Hürde dazu.
    Sehr früh haben wir an den Kontaktzonen ein 2on-2off trainiert - bevor irgendein Hund das komplette Gerät gelaufen ist. Der Slalom wurde als Gasse aufgebaut und über die Wippe wurde erst ganz zuletzt mal vorsichtig geführt.
    Wir sind immer mal kurze Sequenzen gelaufen, mal ne Treppe, mal nen Stern, was ein Belgier ist haben wir in den 10 Wochen auch gelernt.

    Insgesamt würde ich sagen, dass schon Sinn und Verstand hinter dem Ganzen war. Meine Mitstreiter waren leider wenig motiviert weiterzumachen und mir war die Hundeschule schlicht zu teuer. So bin ich im Verein gelandet.

    Im Verein wurden meine Basics gerne angenommen und ich bin ab dem ersten Training mit Smilla ganze Parcours gelaufen. Das ein oder andere wurde mal näher beleuchtet, Führtechnik wird intensiv korrigiert, aber an speziellem Training hapert es sehr. Dem Slalom habe ich mir mit Fleiß mehr oder weniger selbst erarbeitet, wobei Smilla immernoch meine Hilfe braucht. Auch Führtechniken werden gerne mal vorgemacht und es heißt "versuch es doch mal", aber wie man ein "Außen" oder "Weg" sinnvoll aufbaut habe ich mir selbst angelesen.

    Ich habe Anfänger in unserem Verein gesehen, die auch nach einem halben Jahr ihre Hunde noch mit Leckerli durch den Slalom gelockt haben - sowas gab es in der Hundeschule nicht!

    Ich weiß, wo die Defizite in unserem Verein leigen und versuche sie anderweitig auszugleichen - es macht uns Spaß und wir gehen inzwischen auch schon auf Turniere und haben unsere ersten Schleifen gewonnen.


    Hundeschultraining immer schlecht und Vereinstraining immer besser - nein, das kann ich so allgemein bestimmt nicht unterschreiben!