Das mag ich auch nicht. Auch dieses sofortige, blinde Ausführen von Kommandos, fast so wie ein Roboter, ist nicht meins. Ich mag Hunde, die mitdenken, wie Beardies. Die arbeiten auch gerne (na ja, kommt inzwischen auf die Linie an), denken aber mit und wägen auch mal ab, ob das jetzt wirklich so sinnvoll ist, das zu tun.
Bei diesen Sätzen musste ich gerade schmunzeln. Ich kenne ehrlich gesagt kaum eine Rasse, die so sehr in der Lage ist mitzudenken und selbst Entscheidungen zu treffen, wie den Border Collie. An der Herde müssen sie in der Lage sein auch außerhalb des Sichtfeldes zu arbeiten und ein guter Hund wird Kommandos auch konsequent verweigern, wenn sie nicht sinnvoll sind.
Mein eigener BC Rüde hat sich zum Beispiel mal geweigert die Weide zu verlassen. Er hatte die Herde zusammengetrieben und ich hatte bereits alle Schafe aus dem Zaun gelassen. Racki lieb aber trotz Aufforderung auf dem höchsten Punkt der Weide stehen und blickte immer wieder zurück. Dort hatte sich ein Schaf in Dornen verfangen und er wollte es nicht zurücklassen.
Auch hat sich Racki bei der Bockherde deutlich anders gezeigt als an der großen Herde - hat also seine Arbeitsweise angepasst und die Arbeit völlig verweigert hat er, wenn die Ziegen Lämmer hatten - die Ziegenmütter waren ihm zu gefährlich.
Was den Border im Agi so speziell macht ist sein unbedingter Arbeitswille und die Fähigkeit die Körpersprache der Menschen sehr fein zu beobachten und darauf zu reagieren.
Ich finde Border Collies toll, ich habe sie allerdings über die Arbeit an Schafen kennengelernt. Im Agility gibt es wenige BCs, die mir wirklich gefallen - eher überkommt mich eine gewisse Traurigkeit, wenn ich die durchgeknallteren Exemplare im Parcour sehe. Viele dieser Hunde haben mMn in diesem Sport nichts zu suchen. Wenn ich wieder einen BC bekomme, dann sicher in erster Linie für meine Schafe!