Ich musste gerade ganz breit über mich selbst grinsen. Ich habe nun alle Seiten einer Diskussion durchgelesen, die durch RafiLe1985 s Aussagen ausgelöst wurde. Im Kopf habe ich schon einen Beitrag formuliert, in dem ich euch auffordern wollte die Gemüter etwas abzukühlen und die Naivität einer 14Jährigen hinzunehmen. Bei mir ist RafiLe1985 - nicht zuletzt wegen vieler kindlich naiver Kommentare an anderer Stelle - mit diesem Alter abgespeichert. Wahrscheinlich verwechsle ich sie einfach mit jemand anderem, denn bei einer kurzen Kontrolle ihres Profils musste ich feststellen, dass die Zahl hinter ihrem Namen nicht zufällig gewählt ist. 
Also @RafiLe1985 : Es tut wirklich nicht weh auch mal die Meinung und Erfahrung Anderer anzuerkennen. Man macht sich nicht unglaubwürdig, indem man vorschnell geäußerte Standpunkte relativiert, im Gegenteil, es ist ein Zeichen von Reife, wenn man eigene Fehleinschätzungen eingesteht.
Und jetzt klinge ich selbst total oberlehrerhaft 
Ich glaube dir, dass dein Hund wunderbar erzogen und durch und durch friedfertig ist. Sicherlich hast du eine gewisse Chance, dass er sein Leben lang keinem anderen Tier das Leben nimmt, aber sei dir sicher, dass es weniger als 100 Jahre braucht um Konstellationen zu erleben, wo so etwas eben doch passiert.
Und ich frage mich wirklich, warum es dir so wichtig ist auf deinem 100% sicheren Standpunkt zu beharren - nicht einmal Maschinen spricht man so etwas zu!
3 Hunde, 3 Beispiele:
1. Racki, mein eigener Hund. Border Collie, stand sehr gut im Gehorsam, ging an der Schafherde und musste selbst bei der Arbeit regelrecht überredet werden einem Schaf in die Beine zu zwicken. Er hat nicht gebuddelt, nicht gejagt, lief zwischen meinen Hühnern, hatte einen unheimlichen Respekt vor Katzen... hat im Alter von 12 Jahren ein krankes Kaninchen in einem Graben totgebissen. Ein Sprung, ein Happs, das wars. Ähnliches ist davor nicht und danach nie wieder passiert...
2. Maeta, die Hündin meiner Mitbewohnerin. Entlebucher Sennnehund-Mix ebenfalls sehr gut erzogen und täglich mit im Garten, wo die Hühner frei liefen. Nie gab es auch nur den Hauch eines Jagdverhaltens in Richtung der Hühner - allerdings waren die Hunde auch nie unbeaufsichtigt im Garten. Sie hat ein Junghuhn getötet, das neben mir durch die Stalltür flatterte, als ich abends noch einen Kontrollblick hineinwarf. Maeta stand neben mir... ein Flattern, ein Happs und dann ein doofer Blick vom Hund auf das tote Huhn.
3. Kito, mein eigener Hund. Mischling und die Friedfertigkeit in Hundegestalt. Nicht der Hauch eines Jagdtriebs. Er sah zwei sich kabbelnde Rotkehlchen am Wegrand und sprang mit den Pfoten darauf - spielerisch, als wollte er einen Ball stoppen. Ein Vogel flog davon, der andere war tot.