Beiträge von Cherubina

    Ich hänge meine Frage hier nochmal ran, denn bei euch sind wohl die Apportierprofis.

    Smilla soll für die BGH2 apportieren. Sie sitzt also in der Grundstellung, ich werfe das Apportel. Dann wird sie geschickt und soll mit Apportel im Maul vorsitzen bis ich es ihr aus dem Maul nehme.

    Warten, Hinflitzen, Aufnehmen, Zurückbringen... alles kein Problem. Aber sie hält es nicht!

    Sie kann es mir in die Hand spucken, aber da muss ich schnell sein. Sie kann es neben mir her tragen und ich habe dabei versucht ein Haltekommando einzuführen und immer langsamer zu gehen, aber bleibe ich stehen spuckt sie es aus.

    Ich habe versucht sie vorsitzen zu lassen und ihr das Apportel ins Maul zu geben: klappt sehr schlecht. Entweder sie nimmt es gar nicht erst oder sie steht beim Nehmen sofort auf. Wenn sie es sitzend ins Maul nimmt, hält sie es nur superkurz - gerade so lange, dass ich clicken kann. An ein Ausdehnen der Dauer ist schier nicht zu denken.

    Das Material des Apportels macht keinen Unterschied. Zergeln tut sie gerne, sie kann also schon festhalten, aber nicht so wie sie soll.

    Eine Freundin von mir hat zwei Basset Bleu de Gascogne und einen Petit Bleu de Gascogne.

    Im Agi-Verein gabs einen Podenco maneto.

    Ansonsten kann ich "selten" oft nicht so gut einschätzen. In der Praxis nur Einzelexemplare: Welsh Terrier, Coton de Tulear, Tschecheslowakischer Wolfhund, Barsoi, Windspiel, Koikerhondje, Leonberger, Kerry Blue Terrier...

    aber ich glaube so richtig echt selten sind die bundesweit dann doch nicht, oder?

    Ich höre bei der Beschreibung der Staff-Hündin unheimlich viel Kontrollverhalten raus. Besuch wird angesprungen, beim Küssen drängt sie sich dazwischen, sie "besetzt" ihr Herrchen und stellt sich demonstrativ über dich.

    Bei Hunden ist sie aufgeregt und geht schnell ins Aufreiten über...

    Das sind alles Verhaltensweisen, die ich an der Stelle deines Freundes streng unterbinden würde.

    Zusätzlich gäbe es bei mir regelmäßig gemeinsame Spaziergänge auf neutralem Boden und an der Leine ohne Kontakt. Bevor sich die Aufregung an der Leine nicht völlig gelegt hat und sich ein gewisses Desinteresse eingestellt hat, würde ich keinen Versuch ohne Leine mehr machen.

    Ich finde solche Zwischenschritte immer schwierig. Im Unterschied zur Dummyarbeit, wo der Hund den Dummy immer dem Hundeführer bringt, muss der Rettungshund immer fremde Personen anzeigen. Von denen wird es keine Hilfe geben. Kein Kommando, aber auch kein Blick, keine Körperspannung, kein Aufrichten oder Nicken... Ein eingeübtes Kommando muss also wirklich komplett wieder abgebaut werden. Es bleibt also eine starke Krücke.

    Manchmal findet man keinen anderen Weg, aber ideal ist's nicht.

    Ebenso schwierig finde ich es übrigens zu sagen: Alle Hunde lernen im Sitzen zu verbellen.

    Smilla hat das von alleine gezeigt und bellt noch heute später, wenn sie keinen für sie angenehmen Sitzplatz findet und mit Pausen, wenn die VP geht.

    Sumi bellt im Stehen, mit Oberkörper leicht unten und es gab nie einen Grund das zu ändern. Sie hat deutlich weniger Probleme eine gehende VP anzuzeigen und ihr ist der Untergrund egal.

    Sumi läuft übrigens an der VP auch einen Mini-Bogen. Sie springt quasi in ihre Verbellposition seitlich ein. Dadurch gibt es aber keine Verzögerung in der Anzeige, der Fokus ist weiter auf die VP gerichtet und sie hat keine Zeit zu Schnüffeln.

    Macht ihr tatsächlich zur Zeit nur Eigenanzeigen?

    Ich kenne Hunde, die ihren Besitzer einfach nicht gerne verbellen. Smilla ist so eine, der Hund unserer Trainerin (mehrfach geprüft und erfahren), verbellt seine Besitzerin überhaupt nicht.

    Wir machen tatsächlich nur Eigenanzeigen um das erste Bellen aus dem Hund zu locken. Danach gar nicht mehr.

    Vielleicht würde es dadurch leichter und auch wieder interessanter!?