Beiträge von Cherubina

    Ich muss hier mal ganz blöd nachfragen:

    Wie genau unterscheidet sich denn die Technik der Hude im Slalom durch den unterschiedlichen Aufbau? In dem Verein, in dem ich früher war, wurde auch mit Führen aufgebaut und ich habe tatsächlich bei den Hunden verschiedene Technikrn gesehen, obwohl sie gleich aufgebaut wurden.

    Immer wieder habe ich gehört, dass man den Hunden ansieht wie sie den Slalom gelernt haben, aber wie erkennt man es denn nun?

    Gibts da Videos zu?

    Wenn es um dass Hin-und Herspringen mit beiden Vorderläufen gleichzeitig geht... dass haben die schnellen Hunde alle sehr bald abgelegt - ich glaube ein Beauceron hat das recht lange so gemacht.

    Tatsache ist, dass in Ländern, in denen die Staupe noch regelmäßig vorkommt viele Staupeinfektionen gar nicht als solche erkannt werden. Sie haben einen relativ milden Verlauf mit Durchfall oder Atemwegsbeschwerden - bestimmt nicht jeder Hund stirbt daran.

    Hat man aber einen sehr jungen Hund mit Hyperkeratose an den Füßen (harte Ballen), neurologischen Symptomen und hohem Fieber, handelt es sich um eine sehr schwere Verlaufsform und die Überlebenschancen sind allerdings sehr gering! Unter den genannten Umständen würde ich den Hund dann auch einschläfern und nicht leiden lassen.

    Das hier war Sumis erste Trainingseinheit (Fehler hier: es fehlt auf der Wiese die markante Geländegrenze).

    Ich lasse sie hier noch bis zum Ball laufen. Später wird auch früheres Ablegen geübt.

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    Aufbau hier:

    1. Belohnung (Bei Smilla Futterdose mit einem Brocken obendrauf, bei Sumi ihr Ball) wird ausgelegt. Gut sichtbar, nicht zu klein und an einer markanten Grenze (Zaun, Bordsteinkante, Wegrand, Gullideckel...). Der Hund soll gar nicht ins Suchen kommen. Der Hund zunächst aus kurzer Distanz, aber schon bald aus 30 - 50 Metern Entfernung hingeschickt. Das Ankommen wird zunächst alleine belohnt (Futterbrocken/Spieli ist ja schon da), den Rest (Dose/ Spiel) gibt es, wenn der HF da ist.

    Das Platz wird später eingeführt, wenn der Hund schon schön vorläuft.

    2. Platz wird als Kommando trainiert und in der Distanz gefestigt - erst dann wird es beim Vorraussenden abgefordert.

    3. Die Hunde lernen eine Handlungskette:

    Platz aus der Bewegung, Abrufen (Auf markante Grenze achten), in der Grundstellung legt man die Belohnung rechts von sich ab. Mit motivierendem Schlüsselwort (Smilla: "Wo ist der Schatz", Sumi: "Gleich gehts los") geht es motivierend und mit Spaß zurück zur Ausgangsposition (da darf man dann ja auch loben und auflockern). Grundstellung, Entwicklung, Vorschicken.

    Abzüge gibt es bei unseren Hunden schonmal für ne zu kurze Entwicklung, wenn man merkt, der Hund lässt sich nicht mehr lange dahalten, aber in der Regel passt das. Zu kurzes Laufen gibts hier eher nicht (wir üben ja 50 Meter), Suchen ist auch eher kein Problem (die Hunde sehen die Belohnung ja im Training meist gut und sind gar nicht auf Suchen eingestellt. Meist rennen sie einfach weiter, wenn da nix ist. Wenn die Nase doch zum Boden geht kommt gleich das Platz.

    Mal ein bisschen Mehrhundehaushalt Eigendynamik:

    Smilla und Sumi haben sich gemeinsam Blödsinn angewöhnt (und ich habe lange aus Bequemlichkeit nicht gegengesteuert).

    Wenn ich die Hunde abends zum letzten Mal rauslasse und wirklich nur dann, rennen die zwei wie die Bekloppten aus der Tür und auf die große Wiese hinterm Haus ins Dunkle. Dort wird gebellt und nach sehr kurzer Zeit kommt erst Sumi und dann Smilla zurück.

    Ob sie da irgendwann mal nen Fuchs verscheucht haben (ein Grund warum ich das am Anfang laufen ließ. Ich habe da hinten meine Hühner) oder ob sie sich nur gegenseitig puschen... es hat eine ritualisierte Eigendynamik entwickelt.

    Nicht nur, dass das späte Gebelle nachts nicht sein muss, ich hab auch Sorge, dass die sich bei der Aktion irgendwann mal verletzen.

    Erste Variante:

    Smilla auf den Arm, Sumi raus und Smilla erst später runter. Ging nicht, da Sumi auf Smilla wartet und der Start dadurch nur verzögert wird.

    Zweite Variante:

    Beide zur Ordnung rufen. Jo, geht, aber dann bleiben sie bedröppelt bei mir und keine macht Pipi.

    Dritte Variante:

    Sumi an die Leine, Smilla frei. Funktioniert, allerdings macht Sumi an der Leine auch nur im größten Notfall ihr Geschäft.

    Vierte Variante, jetzt funktionierts!

    Smilla auf den Arm. Sumi raus, läuft nach hinten, merkt, dass Smilla nicht kommt, macht still Pipi und kommt zurück.

    Smilla mosert leise und gespannt wie ein Flitzebogen auf dem Arm bis Sumi zurück ist. Sumi und Kito ins Haus und nun darf Smilla laufen. Das passiert dann ohnr Gekläff und nur zum Pipi machen.

    Bis Oktober wird es so gehen, dann ziehe ich um und warte gespannt auf die nächste Dumme Idee. Dann lasse ich das aber erst gar nicht enreißen.

    Hihi, ich habe mich tatsächlich schon öfter gefragt, warum irgendjemand detachiert, wenn man doch auch einfach vorraussenden kann.

    Letzteres hat man mit der passenden Motivation innerhalb kürzester Zeit aufgebaut (mit Sumi habe ich dafür glaub ich drei Übungseinheiten gebraucht, damit es sicher war).

    Zwischendurch habe ich mal überlegt das Detachieren zu üben, weil wir nichts Besseres zu tun hatten - als Absechslung im Training. Aber damit den Stresslevel auf Prüfungen erhöhen? Och nö.

    Sprich mit deinem Haustierarzt, ob er die letzte Betreuung und auch das Einschläfern Zuhause übernehmen kann. Die meisten Praxen, die ich kenne machen das. Kliniken haben für Hausbesuche keine Zeit.

    Besuche in der Klinik:

    Schwierig. Nicht nur wegen des Platzproblems. Die Kliniken, die ich kenne lassen keine Besucher auf Station (aus den genannten Gründen), sondern bringen Besitzer und Tier in einem leeren Behandlungsraum zusammen oder schicken sie gemeinsam raus, wenn das geht.

    Man muss aber auch an den Hund denken. Von den Besitzern dagelassen zu werden ist erstmal eine sehr große Umstellung, die nicht jeder Hund so einfach mitmacht. Je kranker, desto leichter - so kommt es einem wenigstens vor.

    Wenn jetzt ein Hund, der sehr an seinen Besitzern hängt, jeden Tag aufs neue Verlassen wird, ist das sicher nicht toll.

    Das Ziel der meisten Kliniken ist es einfach den Aufenthalt so kurz wie möglich zu halten.

    Danke für's Mitfiebern beim Outrun ;)

    Du glaubst gar nicht wie offen da permanent in der Border Collie Scene drüber gesprochen wird. Meist neutral, manchmal abwertend - höchst selten wird einem gratuliert, eher wird man mitleidig angesehen.

    Das ist es ja, was mich manchmal etwas zermürbt, aber hey, ich bin längst wieder drüber weg!

    Das mein Hund gegen Hunde mit wirklich guten Anlagen nicht anstinken kann, sage ich vorbeugend bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Ob das beim Hüteseminar oder im rein privaten Laien-Rahmen ist. Damit will ich zum Einen falschen Vorstellungen und zum Anderen Getuschelt hinter meinem Rücken vorbeugen - klappt meiner Meinung nach meistens ganz gut.

    Übrigens:

    Im Alltag IST Sumi eine große Erleichterung an der Herde - vielleicht sogar mehr, als ein schlecht ausgebildeter Hund mit grandiosen Anlagen.