Beiträge von Cherubina

    Ich habe letztes Wochenende einen x-Herder, geprüfter und polizeilich gesichteter Mantrailer, gesehen, der wirklich unheimlich wenig zog.

    Ich fands total lustig, wie gemütlich und scheinbar unbeteiligt er die Straße entlang trabte und dennoch einwandfrei ans Ziel kam. Würde man jetzt auch von so einem Hund nicht unbedingt erwarten.

    Die Tochter war sehr ruhig und für mein Gefühl sehr geduldig. Haben noch Getränke organisiert etc.

    Polizei stand 6 Mann stark direkt dabei.

    Die Tochter wurde im Einsatzfahrzeug der anderen Staffel mit an besagte Rücke gefahren, ein Hund war nicht mal dabei.

    Aber am Ende muss eben die Polizei da einschreiten und die waren alle sehr passiv. Keine Ahnung ob es da ein Nachspiel gibt.

    Es ging um ein im Wald geparktes Auto. Der Trailer ist nach ca. 600 Metern umgekehrt, es gab viele Indizien, die zu der Annahme führten, dass der Mensch im Nahbereich zu suchen ist. Die Suche in der Fläche lief dann schon, als niemand mehr losgeschickt wurde, weil der Trailer mit einem neuen Geruchsartikel noch einmal los sollte.

    Ich bin eigentlich völlig gegen Konkurrenzdenken in dieser Tätigkeit. Im Einsatz sind wir auch trotz fehlender Sympathie immer höflich und um ein gutes Miteinander bemüht.

    Alle tun ihr Möglichstes - alleine die besagte Staffelleitung benimmt sich regelmäßig unmöglich (die Staffel war eine Weile sogar gesperrt, weil sie mit einem nicht geprüften Trailer im Einsatz war).

    Ich habe inzwischrn schon viele andere Staffeln erlebt, mit denen gemeinsame Einsätze gar kein Thema sind. Im Gegenteil profitieren wir als kleine und recht neue Staffel oft von deren Erfahrung und Equipment.

    Darf ich mir hier mal meinen Frust von der Seele schreiben?Gleichzeitig interessiert mich, wie ihr damit umgeht.

    Es geht um die schwierige Zusammenarbeit mit einer freien RHS in unserer Region. Diese Staffel wird oft auch überregional als erstes alarmiert, weil sie über einen Mantrailer verfügt - die sind hier Mangelware.

    Bekannt ist, dass die Staffel keinerlei Technik für eine organisierte Einsatzleitung hat. Sie können keine Karten drucken, haben kein GPS, haben keine Funkerlaubnis... trotzdem richtet sich oft der ganze Einsatz an dem Zeitplan der Staffel, weil die den Trailer haben und die Polizei größte Wichtigkeit da hinein legt. Läuft der Trailer, darf kein anderer im Gebiet sein.

    Ich habe den Trailer bisher auf 4 Einsätzen erlebt: 1 x stimmte die grobe Richtung, 2 x waren ihre Tipps und Angaben genau gegenteilig zum späteren Fundort und beim letzten Mal hätte man genausogut raten können.

    Dieser letzte Einsatz war jetzt vor kurzem:

    Abgesehen davon, dass keiner wirklich sagen kann wo ihre Flächensucher suchen (sie bekamen von unseren Flächensuchen das Gebiet gezeigt, wenn sie sich verlaufen hatten und haben nachweislich wichtige Streifen einfach ausgelassen, weil sich niemand um die Windrichtung kümmert), hat die Trailerin (und Staffelleiterin) die Suche aufgehalten. Statt mit den noch vorhandenen Hunden die weiteren angrenzenden Flächen abzusuchen, wird ein (von mir) schon freigegebenes Gebiet erst mit einem zweiten Hund und dann mit einer Menschenkette abgesucht, weil der Trailer dort in eine Rücke wollte.

    Das Schlimmste war aber das Ende der Suche:

    Immernoch lässt sie ihre weiteren Flächenteams nicht wieder suchen, sondern fährt (ohne Absprache mit der Polizei) mit der Angehörigen des Vermissten an eine andere Rücke (wo der Trailer wohl auch mal reingeschaut hat) und lässt diese selbst suchen!

    Sie findet dann auch ihren toten Angehörigen!

    Ich finde das unheimlich schlimm!

    Der Gipfel des Ganzen war am Ende nur noch, dass die Chefin dieser Staffel unsere Staffelleitung vor der Polizei anpampte, weil das an die Rücke angrenzende Gebiet ja von uns nicht gescheit abgesucht worden sei. Nun ja, es war ein Team ihrer Staffel für das Gebiet verantwortlich.


    Ich kann immer nicht einschätzen wieviel von diesen Dingen bei den Polizisten überhaupt auffallen. Für die heißt es immer nur: Wir fordern Rettungshunde an und die machen das dann schon, gerade bei solch noch eher kleinen Suchen. Wie sich die Sucher im Wald verlaufen, das Teams Opfer überlaufen, das Einzelpersonen unverantwortlich handeln... bekommen die das mit? Und wenn ja, differenzieren die da oder sind dann die Staffeln alle inkompetent?

    Wird bei euch auch immer erst getrailt? Kann ein Trailer nicht auch arbeiten, wenn gleichzeitig der Nahbereich schon abgesucht wird?

    Ich war vor ein paar Tagen mit dem Dienstauto in meiner eigentlichen Mittagspause noch bei einem Kunden. War ein Notfall.

    Als ich das Auto wieder zurückgestellt habe, hatte ich es offensichtlich etwas eilig - ich habs nicht abgeschlossen... doof! Aber unter dem Carport einer sehr ländlich gelegenen Praxis auch nicht im Brennpunkt der Kriminalität.

    Als ich aus der Rest-Pause kam, hat mir die Helferin berichtet, dass meine Chefin das Auto unabgeschlossen vorgefunden hat und not amused war.

    4 Std später ergab sich folgendes Gespräch, als meine Chefin wieder reinkam.

    Sie: Was war mit dem Auto?

    Ich: Ja, ich habs wohl vergessen abzuschließen, tut mir leid - soll selbstverständlich nicht mehr vorkommen.

    Sie: Das geht nicht!!! Da ist das Navi drin und meine Sachen für die Fleischbeschau!!!

    Ich: Ja, war wirklich doof. Ich war in Eile, aber das ist natürlich keine Entschuldigung.

    Sie: Und? Ist es jetzt zu?

    Ich: Ich war nicht nochmal draußen. Ich dachte du hast es abgeschlossen...

    Sie: Nein, ich wollte, dass du es siehst! (An dieser Stelle habe ich mich unheimlich an meinen Vater erinnert gefühlt, wenn es ihn störte, dass ich meinen Schulranzen im Flur stehengelassen hab...)

    Ich (konnte nicht wiederstehen und habe versäumt mir auf die Zunge zu beißen):

    Das war die ganze Zeit offen? Aber da ist doch das Navi drin und die Sachen für die Fleischbeschau!

    :ugly:

    Ich fands lustig. Sie nicht! Ist aber alles wieder gut, sie ist zum Glück nicht nachtragend.

    Wenn Kira merkt, dass das Training ansteht, fällt sie manchmal regelrecht in sich zusammen. Macht sich klein u zieht den Schwanz ein.

    Training heißt hier, ich schicke sie zb für 10 Minuten in ein anderes Zimmer.

    Bei dieser Art von Training würden meine Hunde das Ganze auch als schrecklich empfinden.

    Du schickst sie weg und entziehst ihr damit aktiv die soziale Interaktion mit dir. Das mache ich mit meinen Hunden, wenn ich srinksauer auf sie bin: Ich schicke sie weg und verbiete ihnen sich zu nähern.

    Dein Training sollte passiver sein, nebenher...

    Weißt du warum Hunde oft im Auto viel besser alleine bleiben? Weil sie schon während der Fahrt kaum Beachtung bekommen und der Mensch dann einfach geht und wiederkommt- ohne Gewese.

    Heißt konkret: Du baust Phasen Zuhause ein, in denen du dich bewusst nicht mit deinem Hund beschäftigst: keine Ansprache, lein Streicheln... Ihr seid da und zusammen, aber jeder macht sein Ding.

    In diesen Phasen bewegst du dich in der Wohnung von A nach B (ohne den Hund zu beachten). Läuf sie hinterher, soll sie das machen, du kommentierst das nicht.

    Irgendwann geht auch mal ne Tür hinter dir zu und gleich wieder auf, du nimmst deine Jacke und hängst sie wieder hin...

    Wenn das "Training" vorbei ist, gehst du nicht hin und sagst: "Toll gemacht! Prima Hund, nun bin ich wieder lieb." Du setzt dich einfach ruhig hin, liest ein Buch, schaust fern etc. und wenn dein Hund wieder Kontakt sucht ist das OK.

    Diese Phasen ohne Ansprache dürfen auch mal ganz ruhig sein - z.B. beim Bügeln oder so. Manchmal hilft es, wenn man als optisches Zeichen, dass jetzt sowieso nichts passiert etwas in die Wohnung stellt. Einen aufgrklappten Regenschirm zum Beispiel.

    Niemals nicht schicke ich aber meinen Hund während dieser Phase aktiv weg!

    Mal ne etwas doofe Frage:

    Warum meinst du, dass Helios aus Unsicherheit angreift? Fu hast im Eingangspost zwei Situationen beschrieben. In der mit dem Kind war es mMn ne klassische Ressourcen Sache und in der Situation Zuhause hast du auch keine Hinweise für Stress oder Unsicherheit durchblicken lassen.

    Vielleicht hilft es dir ja in Sachen Souveränität weiter, wenn du nicht immer das arme unsichere Hascherl im Kopf hast. Vielleicht ist er einfach ein langsam reif werdender, Ressourcen verteidigender Proll. Sorry, ist natürlich sehr provokant ausgedrückt.

    Abgesehen davon gebe ich meinen Vorschreibern recht. Einen Hund, der fremde Menschen und vor allem Kinder nicht mag, den setze ich eben diesen nur sehr sparsam aus. Bahnfahren? Menschenmassen? Spielplätze? Da muss man auch in Berlin nicht zwingend mit seinem Hund hin, oder?

    Erste Frage: ihr wart bei mehreren Tierärztin - ich nehme an und hoffe stark, dass darunter Fachtierärzte für Dermatologie waren... wenn nicht wäre das das erste was ich nachholen würde. Nicht: Dermatologie ist bei uns ein Schwerpunkt...

    Sondern: Mehrere Jahre Zusatzausbildung mit abschließender Prüfung in diesem Teilgebiet.

    (ich weiß nicht, ob da die Regelungen in Österreich gleich sind.)

    2. Du hast geschrieben, dass einmal für 2 Wochen (kurweise) ein anderes Futter versucht wurde. Wurde schon eine konsequente Ausschlussdiät gemacht? Das bedeutet mind. 6 Wochen lang ausschließlich rin Fleisch was der Kater noch nie hatte und nur diese eine Sorte. Bei der Katze ist das recht schwierig, nicht nur, weil die oft mäkeln, sondern auch, weil man im Futtermittelhandel nicht so viel Auswahl hat - frisches Fleisch wäre ne Alternative.

    Oder medizinischen Anallergenes Futter.

    Zur Erklärung: Atopische Dermatitis hat selten nur einen Auslöser. Oft ist es eine Kombination aus Allergenen von außen und aus dem Futter. Da gibt es verschiedene Kreuzallergien. Wenn dann wenigstens das Fitter schonmal passt, bedeutet das oft eine Linderung.

    (bekommt er Trockenfutter? Würde ich nicht geben oder nur in kleinen Paketen kaufen und überschüssiges einfrieren. Grund sind die Futtermilben, die dort drin leben und auf die man allergisch sein kann)

    3. Calzinosis Cutis durch die lange Cortisongabe. Bei der Katze sehr selten, aber nicht ausgeschlossen. Ließ dich da mal ein.

    Ansprechpartner hier ist das Veterinäramt, nicht Polizei, nicht Ordnungsamt und nicht Tierschutzverein.

    Wird dort ein Tierschutzvergehen gemeldet ist die Behörde verpflichtet dem nachzugehen und ja: da fährt normalerweise einer raus! Ist der Hund zu bestimmten Zeiten im Hof oder sieht man den Einsatz des Gerätes nur unter bestimmten Umständen, kann man dies ja bei der Meldung mit angeben. Dann fährt niemand vormittags hin, wenn der Hund mit dem Gerät nur nachmittags draußen ist...

    Mit einer hohen Strafe oder gar einer Wegnahme des Hundes ist allerdings nur im Extremfall zu rechnen. Erstmal wird der Mensch in der Regel belehrt und bekommt die Verwendung behördlich untersagt. Hält er sich nicht dran erfolgen Bußgelder etc.