Als ich damals innerhalb von kurzer Zeit auf 3 Hunde kam war das irgendwie ein Selbstläufer. Bei der Anschaffung von Snow (Schweizer Schäferhund) stand auch direkt fest, dass im Jahr danach noch ein Zweithund kommen sollte. 3 Monate später kam dann der Anruf vom Züchter, Ihr wollte doch noch einen Zweithund, ich kriege heute Abend einen Welpen zurück. Gucken gefahren und natürlich direkt mitgenommen. Dabei sollte es eigentlich bleiben. Und dann kam 2,5 Monate später noch der Jack Russell dazu. Kurzschluss meinerseits, weil ich mich einfach in ihn verliebt hatte. Damit hatte ich dann 3 Hunde, die alle nur bis zu 4 Monaten alterstechnisch auseinander lagen. Also nichts, was man eigentlich empfiehlt. Aber die Schweizer waren absolut unkompliziert. Ich hatte nie wirkliche Problem. Der Jack Russell war natürlich Terrier durch und durch, aber gut händelbar.
Als dann vor 12 Jahren Abby einzog, sollte sie Einzelhund bleiben. Aber als sie dann so 2 Jahre alt war, wollte ich wieder einen Zweithund und so zog Pepper ein. Die beiden waren ein absolutes Dreamteam. Leider wurde Pepper keine 3 Jahre alt und damit Abby nicht wieder alleine war zog dann Mila ein. Die beiden waren dann 6 Jahre zu zweit bis Abby im September 2021 starb. Da dachte ich eigentlich, dass Mila nicht so der Typ Einzelhund wäre, aber ich brauchte noch meine Zeit, da Abby mein absoluter Seelenhund war. Und dann entwickelte sich Mila unerwarteter Weise als Einzelhund total super. Dazu kam, dass mein Mann und ich uns kurz vor Abbys Tod getrennt hatten und ich auch wusste, dass dadurch ein Umzug anstand, weil ich das Haus alleine nicht halten konnte. Statt eines Zweithund zogen dann 2 Katzen ein und seitdem bin ich Einzelhundhalter und genieße es. Mila, die früher ein Leinenpöbler war, als Abby noch lebte pöbelt nun keine Hunde mehr an und hat sogar mit einigen ausgewählten Fremdhunden freundschaftliche Kontakte geschlossen. Ich genieße es einfach im Moment keine Rudeldynamik bei Fremdhundbegegnungen zu haben (Abby war nachdem sie mehrfach angefallen wurde irgendwann unverträglich und das hatte sich auf Mila übertragen). Ich kann wieder ausgedehnte Spaziergänge machen (das war die letzten Jahre wegen Abbys Erkrankungen auch nicht immer so gegeben) und habe deutlich mehr Geld zur Verfügung. An dem Zustand habe ich im Moment keine Bedürfnis etwas zu ändern.