Ich würde mir weniger einen Kopf darüber machen, wie es dieses Schuljahr ist, sondern in den nächsten Jahren. Für die Anfangszeit, bis das Alleinbleiben klappt, wäre ein Sitter ne Möglichkeit, aber ob man das auf die nächsten Jahre bezahlen kann und will, ist ne andere Geschichte. Je nachdem, was du studierst, bist du nämlich auch von 8 bis 17 Uhr aus dem Haus, genau wie deine Eltern. Sofern du auf Dauer dort wohnen bleiben willst, was ich etwas anzweifle ;). Ebenso, wenn du nicht studierst, sondern ne Ausbildung machst. Da ist auch nichts mit flexiblen Arbeitszeiten (so machen es mein Mann und ich, wir arbeiten zeitversetzt).
Wenn nachmittags mal kurz jemand kommt, ist das nett, aber es bringt dem Hund nicht wirklich viel, außer, dass er sich vielleicht lösen kann.
Beiträge von Camillo09
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Doch kein "Schnäppchen"
- obwohl: eine OP für 50EUR ist ja im Vergleich zu deutschen Preisen sicher auch ein Schnäppchen, oder?! Das ist allerdings wahr. Das kostet in D um einiges mehr.
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Ich finde den Bruch auch sehr, sehr groß! Mein Hund hatte auch einen operationsbedürftigen Nabelbruch und der war im ausgewachsenen Zustand (bei 60 cm SH) so groß. Ich würde da nicht warten, mit der Kastration allerdings schon. Warte doch einfach mal ab, wie sich dein Hund in den nächsten Jahren (nicht Wochen oder Monaten) entwickelt.
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Wenn du sagst, er hat zu wenig Auslauf, von wie viel Auslauf sprichst du? Zu viel ist nämlich auch schlecht bzw. kontraproduktiv, wenn der Hund dann nicht mehr runter kommt.
Wie alt ist Billie?
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Was heißt verträglich? Meiner geht auf keinen los, aber er empfindet die meisten anderen Hunde als vollkommen überflüssig und will seine Ruhe. Das zeigt er auch mehr oder weniger deutlich, bei intakten Rüden besonders. Hündinnen findet er oft gar nicht so schlecht, aber spielen tut er nur mit sehr ausgewählten. Bei ihm ist es also ne Sympathiefrage, aber letztlich schon geschlechtsabhängig, Rüden findet er nie gut, höchstens akzeptabel.
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Wenn du ihn immer rausbringst und es Ärger gibt, kann er das erwünschte Verhalten auch nicht lernen. Ich würde ihn sichern (Leine dran, entweder Maulkorb drauf oder Vögel in den Käfig, dass nix passieren kann) und dann in der Situation lassen, bis er das gewünschte Verhalten zeigt. Bzw. langsame Annäherung aufbauen, je nachdem, wie aufnahmefähig der Hund noch ist. Hat er sich beruhigt, Verhalten belohnen und damit verstärken.
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Gilt die Faustregel noch, mindestens 10 % der angegebenen Menge weniger zu füttern?
Du musst einfach ausprobieren, jeder Hund verwertet jedes Futter anders. Ich musste teils deutlich über, teils unter der Fütterungsempfehlung geben. Seit der Kastra sind wir generell drunter, aber das sind ja andere Voraussetzungen.
Hier gibt es Lukullus, ich weiß aber nicht, ob es da Seniorfutter gibt. Ich strecke das Dosenfutter immer mit Gemüse, damit er ne ordentliche Portion im Napf hat ohne zu viele Kalorien zuzuführen.
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Ich finde es ja toll wie viele Hunde hier wirklich sehr viel und regelmäßigen Freilauf haben, aber darf ich mal fragen, sind diese Hunde wirklich alle bei Wildsichtung abrufbar?
Oder wird das, wie bei einigen Hundehaltern die wir im Ort haben, recht locker gesehen, d.h. Hunde laufen war sehr viel Offline, sind bei Wildsichtung aber dann auch mal weg (je nach Hund kürzer oder längere Zeit).
Unser Problem besteht nur bei Wildsichtung, aber das passiert uns mind. 3-4 Mal die Woche dass Wild wirklich sehr nahe von uns aufspringt. D.h. ich bin halt so vorsichtig und lasse deshalb die Leine dran, weil ich weiß dass meine dann weg wären, aber ich kenne leider genug Hundehalter die das nicht so sehen, ehrlich gesagt kenne ich sehr wenige Hundehalter deren Hunde bei Wildsichtung wirklich abrufbar sind.Ja, er wäre abrufbar, aber i.d.R. kommt es gar nicht soweit. Für ihn ist sein sicheres Superleckerlie im Fall der Fälle besser als Wild, das er eh nicht kriegt. Mein Hund zeigt entweder durch Schnüffeln oder Bellen an, wenn er irgendwelches Wild registriert und dann ist er auch einfach abrufbar. Dann kommt er evtl. auch mal an die Leine. Er scannt auch nie die Umgebung, sodass ich Wild zu 99 % früher sehe als er, es interessiert ihn ja eigentlich nicht. Auf Spuren oder Geräusche startet er nicht durch, das tut er höchstens bei naher Wildsichtung, aber dazu kommt es aufgrund seines Verhaltens i.d.R. nicht. Wild springt ja meist nicht vor einen bellenden Hund
.Allerdings sehen wir nicht annähernd so viel Wild, 3-4 Mal haben wir nicht mal im Monat und schon gar nicht nahe bei uns. Ich (!, nicht der Hund) sehe Wild irgendwo im Wald vielleicht 1-2 Mal im Monat, und das, obwohl wir sogar in der Dämmerung unterwegs sind. Wenn es mehr Wild gäbe, sähe das hier bestimmt auch anders aus, weil es mir einfach auch zu anstrengend wäre, da müsste ich auch mehr aufpassen.
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Was mir auch etwas aufstößt ist die Zeit die du Privat noch weg bist ohne den Hund.Wieviel Zeit bleibt tatsächlich für das Tier? 3 Stunden spazieren ist ja gut und schön, wichtig ist dem Hund aber bei seinem "Rudel" zu sein.
Setz dich nochmal hin und kalkulier deine Zeit diesmal nicht so großzügig. Der normale Alltag frisst auch noch einiges an Zeit und einem Hund reicht es schlicht nicht aus "nur" spazieren zu gehen.Der möchte seinen möglicht oft um sich Menschen haben.
Ich würde es sogar noch etwas stärker formulieren. Dem Hund geht es sogar weniger darum, lange spazieren zu gehen, sondern viel mehr darum, die meiste Zeit beim Rudel/seinem Menschen zu sein. Gemeinsam spazierengehen ist einfach ein Teil der gemeinsamen "Aktivität", genauso wie zusammen zu ruhen.
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Ich finde es nicht merkwürdig.
Sowas nennt man Sozialisation.Dann mal her mit deinen Tipps.
Ich habe den Hund nicht aufgegeben, sondern glaube einfach nicht, dass es (noch) geht. Das hat mir niemand erzählt, das sehe ich an den Reaktionen meines Hundes. Ok, mir haben mehrere Trainer bestätigt, dass dieser Hund nicht das geringste Interesse an den üblichen Hallo-Sagen-Fremdhundekontakten und auch kein Kontakt zu anderen Menschen sucht. Muss ihn ihn ja etwa reinzwingen? Nur, damit ich mir bewiesen habe, dass es geht? Warum muss mein Hund andere toll finden? Er soll keine Angst mehr haben und ihnen irgendwann neutral begegnen, aber ja, mehr brauche ich nicht.
Es geht um einen deprivationsgeschädigten belg. Schäferhund-Mischling, der noch dazu besch**** Erfahrung mit Menschen gemacht hat. Da kommt schon mal grundsätzlich ne Rassedispotion daher, dass er fremden Menschen, unabhängig von der Sozialisation, nicht pralle findet. Ja, er war nicht sozialisiert, überhaupt nicht, kann andere Hunde teilweise nicht lesen oder missversteht sie, fühlt sich extrem schnell bedroht und hat Angst, und ich tue alles, um es nachzuholen, aber es gibt Dinge, die ich in seinem Leben wohl nicht mehr erreichen kann. Schon allein, weil es zu lange dauern würde. Ich weiß nicht, ob du schon mal mit einem solchen Hund gearbeitet hast, aber ich muss ihm alles, jede einzelne Situation und Änderung davon einzeln erklären, sobald wir in seine Angstbereiche kommen. Er generalisiert nicht in dem Bereich.
PS: ich meinte mit, "wer keine Probleme hat" logischweise die Halter, der Hund sucht sich in den seltensten Fällen selbst den Trainer.