Beiträge von Camillo09

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    Ich glaube auch nicht das es etwas mit der Kastration zu tun hat.
    Sicherlich nehmen Kastraten schneller zu und deswegen versucht man das über die Futtermenge zu regulieren. Aber durch die Kastration an sich haben sie sicher nicht mehr oder weniger Hunger.

    Das Gejammer beim zubereiten ist wirklich Erziehungssache.

    Ich glaube schon, dass das an der Kastration liegt/liegen kann. Meiner hat nie, wirklich nie, vor der Kastration gejammert beim Futterzubereiten und erst danach damit angefangen. Seit der Kastration ist er völlig gaga auf Futter, schon bei schnödem Trockenfutter. Er dreht dann total ab. Vor der Kastra hat er teilweise das Futter stehen gelassen, für Trofu hat er ganz sicher keinen Freudentanz veranstaltet. Er hat auch vorher draußen nie nach Futter gesucht, was er seit der Kastra macht. Wenn sie ihm nicht das Hirn amputiert haben und damit die Erziehung gelöscht ist, dann liegt das an der Kastration.

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    Hi!
    Also ich habe hier so einen Streßer sitzen, der schon bei den kleinsten Dingen, die nicht in sein Weltbild passen, völlig gestresst ist. Nicht ansprechbar, sabbert EXTREM, Durchfall, markiert ohne Ende und verliert schnell an Gewicht, Futter interessiert nicht, kein Spielzeug. Der ist dann zum Teil völlig offline.

    Ich habe zunächst den Chip ausprobiert und war wirklich begeistert, da der Hund ruhiger wurde und seine Stressschwelle wirklich höher lag. Natürlich ersetzt das- wie immer- nicht das Training, aber es erleichtert es mir und dem Hund ungemein, da ich überhaupt zu ihm vordringen kann und nicht alles schon am Gehöreingang abprallt.

    Meiner war auch so und ich kann das gleiche berichten. Er ist insgesamt sehr viel (bzw. überhaupt) ansprechbar geworden und dementsprechend kann man auch an den anderen Problemen arbeiten.

    Bei meinem ist es kaum zu sagen, ob er unsicherer geworden ist, weil ich nicht weiß, ob es von seinem vorherigen Zustand noch ne Steigerung gibt. ;) Im Grunde hat sich das nicht wirklich geändert, mit dem großen Unterschied, dass ich nun aber die Möglichkeit habe, an seiner Umweltunsicherheit zu arbeiten. Mit Hunden hatte er schon immer seine Probleme, weil er einfach nicht sozialisiert ist, andere Hunde anscheinend nicht versteht und deshalb einfach nur seine Ruhe haben will. Das kann der Chip natürlich auch nicht ändern, wie auch.

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    Bis letztes Jahr war es bei mir auch ein Smart Cabrio - für einen Akita-Mix allerdings viel zu klein. Seit August fahre ich nun einen Skoda Fabia Combi und bin total begeistert. Es ist noch ein Kleinwagen, aber der Kofferraum ist riesig!! Bin total happy und kann Dir das Auto nur ans Herz legen!

    :gut: :gut:

    Wir haben auch einen Fabia Combi und das ist wirklich ein super Hundeauto. Wir haben für den Kofferraum ne Box gebaut, da der für unseren Hund zu groß ist (er würde da weit fliegen). Auch beim Umzug war der verdammt praktisch, da passt sooooo viel rein.

    Ich finde, ein genereller Allergietest bringt nicht sonderlich viel. Ich bin laut Test nicht auf Katzen allergisch, hatte sogar selbst mal eine, aber dennoch gehen die Norweger meiner Schwiegereltern überhaupt nicht. Da bekomm ich kaum Luft. Genauso könnte es auch bei Hunden sein und dann muss er doch abgegeben werden, weil man auf diesen einen eben doch reagiert.

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    Ich mach lange Spaziergänge, mit Stöcken und Bällen auf der Wiese toben, er ist nicht platt zu kriegen.


    führt bei vielen Hunden dazu:

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    dauernd unter Strom steht

    Du hast einen jungen Hund, die müssen auch mal Ruhe lernen, sonst können sie es nicht. Du machst anscheinend sehr viel mit ihm, er ist dauer-beschäftigt, in ständiger Erwartungshaltung, was nun gleich passiert und kann überhaupt nicht abschalten. Zumindest klingt das so.

    Wie viel machst du denn am Tag mit ihm?

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    und ich bin auch für: pfiff- leckerli, pfiff-leckerli, pfiff-leckerli... das muss dann so arg ins gehirn rein dass der hund gar keine möglichkeit hat zu entscheiden. in der theorie jedenfalls funktionierts ;)

    Ich glaube, bei meinem funktioniert das wirklich :lol: . Der kann wahrscheinlich an nichts mehr als an sein Katzenfutter denken, wenn ich pfeife. Jedenfalls leckt er sich auf dem Weg zu mir schon das Maul. Da ist das flüchtende Reh sowas von egal.

    Ich habe das auch am Anfang überhaupt nicht auf Distanz aufgebaut, der Hund saß direkt vor mir, sondern nur die Verknüpfung Pfiff= Jackpot hergestellt. Dass der Hund dafür zu mir kommen muss, wenn er weit weg ist, war für den Hund dann einfach. Insofern ist der Aufbau ja schon etwas anders als der normale Rückruf. Eher wie die Konditionierung des Clickers.

    Bei mir ist es durch die Belohnung nicht gleichwertig. Für den normalen Rückruf gibt's langweiliges Trockenfutter, für den Pfiff gaaaaaanz tolles und nur da verwendetes Katzenfutter. Und das ist für den Hund Motivation genug, auch flüchtendes Wild links liegen zu lassen. Das würde er für nen Brocken Trockenfutter nicht tun ;).

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    Um dem Hund einen so engen und für die meisten unnatürlichen Radius beizubringen, wird man bei sehr vielen Hunden zu aversiven Methoden greifen müssen.

    Müssen nicht. Das ist vom Aufbau nichts anderes als Leinenführigkeit, die kann man auch verschieden aufbauen. Man fängt natürlich auch nicht auf ner Kaninchenwiese an zu üben, genauso wenig wie bei Leinenführigkeit. Man kann das Ende des Radius auch sehr einfach beclickern, wenn man will. Nix mit aversiv. Dann kommt der Hund meist automatisch zurück. Ich kenne auch einige, da reicht ein simples stehenbleiben, wenn der Hund dabei ist, den Radius zu überschreiten. Auch bewegungsfreudige Hunde können ordentlich an der Leine gehen, genauso wie sie ordentlich in einem kleinen Radius bleiben können.

    Die Frage ist eher, was man will. Die TE hat um Tipps gebeten, wie sie einen 5m Radius aufbauen kann. Da ist auch nichts mit großer Bewegung, auch nicht bei 10 m Schlepp. Die muss man dann natürlich anders befriedigen, das ist klar.

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    Bei meinem "Hippelhund", 45 kg, hat es geholfen, jede Rückorientierung zu mir, und sei es auch nur ein Ohr, zu clickern.

    Habe ich anfangs auch gemacht. Jede Orientierung zu mir wurde belohnt, ich denke, dieses Problem löst man nicht durch "Schleppleine", das kann man genauso an der kurzen Leine machen oder ganz ohne (würde ich in gesichtertem Gebiet auch mal machen, sonst wird das evtl. zu sehr mit Leine verknüpft und bringt dir für den Freilauf auch nichts). Damit würde ich mal anfangen.

    Für den Radius:
    Was ich gut finde, wobei du einschätzen musst, ob das bei dir geht zwecks notwendiger Sicherung: die Leine ab, aber der Hund hat quasi keinen/kaum Freiraum, d.h. er muss im 1m-Bereich um dich herumbleiben. Diesen Radius dann nach und nach ausdehnen, wenn es klappt. Wenn er den Radius verlassen will, Abbruch, rankommen und dann geht es weiter. Auch hier immer noch jede Orientierung zu dir an der Radiusgrenze belohnen.

    Ich halte die Schlepp nicht wirklich für ein gutes Mittel, einen Radius zu erarbeiten. Mir hat sie geholfen, meinen Hund gesichert kennenzulernen, seine Anzeichen für beginnende Jagd zu lesen etc. Aber nicht, um ihm einen Radius beizubringen und auch für Rückruf nur bedingt. Die Hunde wissen ganz genau, wann die Leine dran ist und wann nicht. Deshalb würde ich damit so wenig wie nötig arbeiten.

    Um allerdings einfach die Leine abmachen zu können, braucht man halt sehr gut einsehbares Gelände und einen Hund, der nicht auf extrem große Distanzen reagiert, sodass man eben nocht rechtzeitig anleinen kann.