Beiträge von Camillo09

    Ich glaube, ihr braucht einfach den richtigen Trainer, auch wenn das 200 km fahren bedeutet. Bei mir war da auch so, ein gutes Jahr trainiert und keinen Schritt weitergekommen bzw. immer wieder so große Rückschritte, dass ich von vorne angefangen habe. Solange, bis ich den richtigen Trainer und den richtigen Weg für uns gefunden habe, der eben auch 150 km weg ist. Wir waren dort dann immer ein WE da im Training.

    Ich will gar nicht sagen, dass ihr den Hund behalten sollt. Es ist allein eure Entscheidung und jeder kann verstehen, wenn ihr den Hund abgebt. Es ist schwierig mit einem solchen Hund und hätte ich Kinder, hätten wir unseren auch nicht behalten bzw. nicht genommen, glaube ich. Einfach, weil es zu viel und zu anstrengend ist, man dann einfach auch nicht mehr die Nerven, Geduld etc. hat, die das Training eines solchen Hundes fordert. Nur wenn ihr euch für den Hund entscheidet, dann müsst ihr damit rechnen, viel Geld, Zeit und Nerven in das Training zu investieren. U.u. eben auch 100 oder 200 km zu einem Trainer zu fahren. Solche Hunde sind zu führen, man muss nur wissen, wie. Ob ihr den Weg gehen wollt, liegt bei euch.

    Und noch was: wir mussten auch akzeptieren, dass gewisse Dinge mit dem Hund einfach nicht gehen oder noch viel, viel mehr Training fordern. In einer belebten Innenstadt spazieren gehen, in großen Hundegruppen, etc. ist bei unserem einfach nicht drin und wird es wohl auch nie sein (gut, wir trainieren das nicht). Wir gehen immer nur im Wald und Wiesen spazieren und wenn irgendwas kommt, muss er an die Leine, damit er nicht auf dumme Ideen kommt und glaubt, sein und unser Leben verteidigen zu müssen. Wir können damit gut leben, aber auch das muss jeder selbst wissen.

    Wenn ihr den Hund behalten wollt, sichert ihn draußen immer, bei jedem noch so kleinen Spaziergang, mit Maulkorb. Für mich wären das zu viele "solange keine xy kommen", sodass ich lieber immer sichern würde. Dann habt ihr die Gewissheit, dass nichts mehr passieren kann. Der Hund kann niemanden mehr beißen und ihr könnt wieder Vertrauen in euch selbst und den Hund kriegen, und v.a. mit Selbstvertrauen trainieren. Natürlich braucht ihr dafür auch einen richtig guten Trainer, der euch den Umgang mit dem Hund im Alltag zeigt. Denn ich denke, genau das müsst ihr als erstes und wichtigstes lernen, so dass nichts mehr passiert, auch ohne Maulkorb nicht.

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    Wenn du einen Hund mit wenig Jagdtrieb möchtest, solltest du von "den großen" Windhunderassen generell Abstand halten.

    (Ich schreib´s extra in Klammern, weil es auch andere gibt und sicher protestiert jemand, aber windhundmäßig käme WENN, dann nur ein Whippet in Frage. Da ist oft wenig oder zumindest sehr gut zu managender Jagdtrieb vorhanden. ICH kenne nur welche mit "normalem" Jagdinteresse und alle laufen frei.)

    Ich kenne auch nur große Windhunde, die jagen ohne Ende. "Nur" Sichtjäger ist bei den meisten zwar richtig (Podencos außen vor), aber das ist hier kein nur. Das reicht völlig. Die reagieren teilweise auf extrem große Distanzen und bei Reizen, die andere Hunde überhaupt nicht wahrnehmen würden. Und viele Windhunde auf eigenständige Jagd gezüchtet wurden (im Gegensatz zu vielen "normalen" Jagdhunderassen, die mit dem Jäger arbeiten), hält sich deren Kooperationsbereitschaft arg in Grenzen, sodass Abrufen, Stoppen ... noch deutlich schwieriger wird.

    Wenn man einen Hund ohne Jagdtrieb will, dann auf keinen Fall einen Windhund. Whippets habe ich schon öfter gehört, dass die vom Jagdtrieb her gehen, aber von größeren noch nie.

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    Ganz ehrlich, ich würde meinem Hund für 6 Monate diese Strapazen nicht zumuten. Flug, anderes Klima, du 40Stunden außer Haus, du weiß überhaupt nicht wieviel Zeit dir bleibt, mögliche Krankheiten usw.
    Ich würde mir eine gute Betreuung in Deutschland suchen & den Hund dort lassen. Vielleicht bei Freunden, Familie die er eh schon kennt. Ich vermute dass das für dich deutlich härter wird als für deinen Hund.

    Sehe ich auch so. Mitnehmen würde ich einen Hund für 6 Monate keinesfalls.

    Allerdings frage ich mich schon, warum man sich einen Hund holt, wenn man ins Ausland will (egal wann) und die Betreuungssituation nicht klar ist. Man hätte ja auch noch bis nach dem Auslandsaufenthalt warten können.

    Nicht komplett (gibt keinen Leinenzwang), aber wesentlich mehr als sonst. Einfach viel mehr Wild auf den Wegen rumläuft und unerfahrene Jungtiere auch mehr Interesse als Scheu zeigen. Da muss ich nichts riskieren. Inzwischen begegnen wir 4-5 Rehen am Tag, was war vorher die Ausbeute von 6 Monaten.

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    und ich habe dann erst mal ein Probepaket angefordert, wurde aber nicht angerufen. Es kommt mir so vor, als ob ihr hier von einer ganz anderen Firma redet als der, die ich kenne.

    Ich habe noch nie gehört, dass jemand vor der Zusendung des Probepaketes nicht angerufen wurde. Ebenso wurde mir mitgeteilt, dass ohne vorherigen Anruf keine Probepakete verschickt werden können.

    Für meinen Hund ist diese Art von Spiel das tollste, bzw. das einzige, was er mag und mitmacht. Klar sieht das von außen seltsam aus, aber ich finde das schöner und hundgerechter als Bällchen werfen, Frisbee oder sonst was. Und es gibt viele Hunde, die sehen das genauso und denen macht das richtig Spaß. Ich finde es schade, dass für viele Spielen mit Hund gleichzusetzen ist damit, dass man irgendwas wirft und der Hund bringt es. Damit, mich zum Affen zu machen, habe ich es geschafft, dass meiner sogar in einer Menge von Leuten (vor denen er Angst hat und total gestresst ist) Spielansätze zeigt. Irgendwelche Gegenstände, totale Fehlanzeige.