Ich glaube, ihr braucht einfach den richtigen Trainer, auch wenn das 200 km fahren bedeutet. Bei mir war da auch so, ein gutes Jahr trainiert und keinen Schritt weitergekommen bzw. immer wieder so große Rückschritte, dass ich von vorne angefangen habe. Solange, bis ich den richtigen Trainer und den richtigen Weg für uns gefunden habe, der eben auch 150 km weg ist. Wir waren dort dann immer ein WE da im Training.
Ich will gar nicht sagen, dass ihr den Hund behalten sollt. Es ist allein eure Entscheidung und jeder kann verstehen, wenn ihr den Hund abgebt. Es ist schwierig mit einem solchen Hund und hätte ich Kinder, hätten wir unseren auch nicht behalten bzw. nicht genommen, glaube ich. Einfach, weil es zu viel und zu anstrengend ist, man dann einfach auch nicht mehr die Nerven, Geduld etc. hat, die das Training eines solchen Hundes fordert. Nur wenn ihr euch für den Hund entscheidet, dann müsst ihr damit rechnen, viel Geld, Zeit und Nerven in das Training zu investieren. U.u. eben auch 100 oder 200 km zu einem Trainer zu fahren. Solche Hunde sind zu führen, man muss nur wissen, wie. Ob ihr den Weg gehen wollt, liegt bei euch.
Und noch was: wir mussten auch akzeptieren, dass gewisse Dinge mit dem Hund einfach nicht gehen oder noch viel, viel mehr Training fordern. In einer belebten Innenstadt spazieren gehen, in großen Hundegruppen, etc. ist bei unserem einfach nicht drin und wird es wohl auch nie sein (gut, wir trainieren das nicht). Wir gehen immer nur im Wald und Wiesen spazieren und wenn irgendwas kommt, muss er an die Leine, damit er nicht auf dumme Ideen kommt und glaubt, sein und unser Leben verteidigen zu müssen. Wir können damit gut leben, aber auch das muss jeder selbst wissen.