Zitat
ich bin im Schnitt mit ihr 2-3 Stunden draussen (Wald mit Schleppleine), denke aber, dass sie das nicht wirklich auslastet, ihr 'hyperaktives Verhalten' u.U. noch unterstützt.
( auch Suchspiele in der Wohnung reichen da nicht aus )
Ich habe auch einen solchen Hund und kann deine Situation in großen Teilen verstehen, weil wir das auch hatten. Zumindest meiner war mit 2-3 h Spaziergängen heillos überfordert und hatte dann nicht die Ruhe, das zu verarbeiten. Könnte sein, dass das bei dir auch ist. Deshalb findet sie dann auch kaum Ruhe. Versuch einfach mal, weniger zu machen und schau, was passiert. Bei uns war weniger mehr. Inzwischen geht es, aber dazu musste der Hund erst mal einiges lernen und mit Umweltreizen wenigstens ansatzsweise umzugehen lernen.
Was bei uns die Lösung war: weniger machen, weniger Umweltreize und dann langsam steigern. So, dass der Hund überhaupt noch was aufnehmen kann. Lieber mehr zuhause beschäftigen, zuhause spielen,... oder an einem Ort, wo sich der Hund sicher fühlt. Wenn ihr ne Stelle im Wald habt, wo sie sich entspannen kann, super, kannst du auch dort was machen. Aber generell nicht zu viel.
Ich dachte so wie du, der Hund scheint was machen zu wollen, muss laufen,... dabei war alles nur Stresskompensation aus Überforderung.
An Joggen ist hier auch nicht zu denken, da wird er völlig bekloppt. Sobald dann irgendein Reiz (Geräusch, Ast am Boden, wehendes Blatt...), dreht er ab. Auch hier langsam steigern: walken ist völlig ok ohne Aufdrehen, immer wieder kurze Passagen schneller joggen gehen jetzt auch,... aber ne ganze Runde joggen noch nicht. Radfahren kommt danach irgendwann
.
Und nur mal so als Hinweis: dieses bekloppte Rennen kann auch Stressabbau sein und wenn man den Stress reduziert, braucht der Hund das nicht mehr.
PS: wegen dem Konzentrationsproblem: meiner kann sich in Anwesenheit von anderen nur auf eines konzentrieren - die anderen beobachten, ob sie ihm was tun wollen. Aufgaben ausführen? keine Chance, das schafft sein Gehirn nicht.