Beiträge von Camillo09

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    Aber meinst du, dass für mich vielleicht doch die Chance auf einen Sennenhund (Appenzeller/Entlebucher) besteht? Ich kenne leider niemanden, der diese Rasse hat ...

    Ich kenne leider keine persönlich, sodass ich nicht sagen kann, wie das bei den Rassen genau ist. Ich wollte das nur grundsätzlich mal in den Raum stellen, dass Wachtrieb nicht permanentes Bellen bei jedem kleinen Geräusch ist. Meiner liegt z.B. seelenruhig auf dem Balkon, während sich Nachbars kleine Kläffer (die ja keinen Wachtrieb haben) die Seele aus dem Leib bellen.

    Ich denke, da müsstest du dich mal an erfahrene Züchter wenden und die ausfragen. Die werden dir das am besten sagen können. Wenn es nachher mit der Rasse nicht passt, ist es ja nicht schlimm, dann weißt du wenigstens bescheid und denkst nicht immer, es hätte vielleicht doch gehen können.

    Ich habe einen Hund, der an sich auch ordentlich Wachtrieb hat. Das heißt aber nicht, dass er bei jedem kleinsten Geräusch bellt, da er unterscheidet, ob da wirklich jemand in die Wohnung kommen will oder nicht. Er bellt weder, wenn jemand durchs Haus läuft (wir haben anfangs in einem 10-Parteienhaus mit Zahnarztpraxis gewohnt) noch einfach, weil es klingelt. Da kommt höchstens ein kurzer, leiser Wuffer. Postboten, Nachbarn etc. werden nicht gemeldet. Nur fremde Menschen, die er nicht zuordnen kann. Bellen weil's klingelt tun viele Hunde, oft sogar eher die, die keinen richtigen Wachtrieb haben. Die mit Wachtrieb melden nämlich nicht unbedingt jedes kleine, unwichtige Detail, sondern sind eher fähig, zu unterscheiden. Wenn es dann aber ans eingemachte geht (sprich Fremde wirklich rein wollen), dann sieht die Sache anders aus. Dann spielt die Erziehung ne große Rolle, inwieweit man das als Halter dann geregelt bekommt. Ohne mein Eingreifen käme wahrscheinlich keiner so einfach in die Wohnung. Das würde der Hund dann sehr klar stellen.

    1. Die Versicherung will Geld sparen und deshalb decken nicht alle alles ab. Schäden in der eigenen Wohnung sind ja sehr häufige Versicherungsfälle und wahrscheinlich deshalb bei einigen ausgeschlossen. Gibt ja auch Versicherungen, die den Fall in der eigenen Wohnung übernehmen.

    2. Auch hier, hängt von deinen Bedingungen ab. Das wird dir hier keiner pauschal sagen können.

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    Ich denke der Mensch selbst porfitiert auch sehr viel davon! (Hund kommt im besten Falle hinterher oder läuft voraus. Man muss nicht ewig warten, wenn er alle 15m Pipi macht bzw. markiert und man fühlt sich einfach freier.)
    Für den Hund muss das einfach ein tolles Gefühl sein, diese Freiheit.. Er kann sich Frei bewegen und seine Energie auslassen, durch die Gegend düsen und im Gebüsch schnüffeln.
    Also abgesehen von Schwierigkeiten mit dem Händeln von Jagdtrieb oder mit Artgenossen, die manche Hunde haben, kann der Freilauf nur positiv sein. Vorausgesetzt der Hund hört gut.

    Dem würde ich z.B. bei meinem Hund nicht uneingeschränkt zustimmen. An der Leine hat er nämlich etwas, das er im Freilauf nicht hat: Sicherheit gegenüber seiner Umwelt. An der Leine braucht er sich nicht selbst zu kümmern, was ihn im Freilauf teils überfordert. An der Leine kann er wesentlich entspannter bleiben. Und er muss sich nicht alle paar Meter versichern, dass ich noch da bin.

    Ich denke, meiner wäre sogar mit Spaziergängen mit 90 % Leine zufrieden, wenn sie so 8-10 m hat. Eigentlich sind heute die Spaziergänge kaum anders als früher an der Schlepp. Nach kurzem Toben alle paar Tage trottet er eh nur im kleinen Radius um mich rum, schnüffelt mal hier, markiert mal den Grashalm. Lediglich das ganz kurze (höchstens 2 min) kam dazu. Da ist es für mich entspannter, wenn er frei ist, weil es dann auch mal 11 statt 10 m Abstand sein können und ich keine schwere Schleppleine oder Flexi rumtragen muss.

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    Ja das ist eben so! Wieso kann man denn nicht für den Hund die Stunden kürzen und nur 35 anstatt 40 Stunden arbeiten. Gerade wann man zu zweit ist sollte das doch kein problem sein?
    Das geht gar nicht bei jeder Stelle. Ich kann meine Arbeitszeit frei einteilen (einschließlich WE), aber kürzen könnte ich nicht. Mein Mann ebenso wenig und er muss sich an gewisse Anwesenheitszeiten halten. Und aufs Geld verzichten ist auch so ne Sache. Wenn man weniger Arbeiten geht, kommt dann ja als Gegenargument gegen Hund gleich " damit könnt ihr euch den TA doch gar nicht leisten".

    Ich kenne Pärchen wo einer wegen dem Hund nur noch Teilzeit Arbeiten geht wegen dem Hund. Oder man Arbeitet verschiedene Schichten. Nicht jeder kann Schichten arbeiten, bei den meisten Arbeitsstellen ist die Kernarbeitszeit von 9 bis 17 Uhr und da ist nichts dran zu rütteln.

    Abgesehen davon: wenn man im Leben finanziell noch was erreichen will, Eigenheim, Urlaub, teurere Hobbies für die Kinder usw., kann man nicht so einfach auf ein oder ein halbes Einkommen verzichten. Da setzt wahrscheinlich jeder andere Prioritäten, aber ICH würde dafür, dass der Hund weniger allein ist, nicht auf die Möglichkeit zu Reisen oder ein Eigenheim verzichten.

    Ich finde es keine schöne Hundehaltung wenn die Vorraussetzungen sind das der Hund ü 8 Stunden alleine bleiben muss. Da ist es doch egal ob hinz und kunz mal mit gehen würde... IHR habt die Zeit nicht für den Hund. Dann muss man eben warten bis die Zeit da ist.
    Ehrlich gesagt frag ich mich bei der Frage immer, wann diese Zeit kommen soll. Wirklich doch erst als Rentner. Wenn man Kinder hat, hat man doch erst recht keine Zeit, wenn man arbeiten geht (und wer kann sich heute schon nur 1 Einkommen dauerhaft leisten, ohne auf viel verzichten zu müssen). Und da ist man wieder bei dem Thema, dass Berufstätige keinen Hund halten "dürfen".

    Man muss doch nicht auf biegen und brechen einen Hund anschaffen um dann zu merken wenn mal keiner mit dem Hund gehen kann er alles zerlegt oder heult oder was auch immer...


    Wenn man im TS sucht, kann man schon einen Hund finden, der allein bleiben kann. Wir haben das als erstes ausprobiert, einfach mal allein gelassen und gefilmt, ohne Übung usw. Wenn das gleich klappt, würde ich nicht das größte Drama später erwarten.

    Sich darauf zu verlassen, seine Stellen und Wohnort immer dem Hund anpassen zu können, ist heute auch seeeehr gewagt, in meinen Augen nicht anders als sich auf Nachbarn zu verlassen. Denn das ist auch nicht mehr so einfach. Je nach Beruf muss man sich auch an den Markt anpassen, gerade am Anfang.

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    Bei Blaire habe ich übrigens zum einen selbst die Erfahrung gemacht und auch von anderen gehört, daß z.B. Halsbänder immer 1-2cm größer sind als man angegeben hat. Die geben automatisch eine Zugabe hinzu. Also bei Blaire wirklich immer den engen Halsumfang angeben.

    Was ich da schon festgestellt habe, dass es anscheinend Unterschied von Leder und Neopren als Polster gibt. Ich habe ein HB mit Neopren bestellt, passt perfekt, dann mit der gleichen Größenangabe ein Vollleder-HB und das ist eigentlich zu groß. Ich verwende es trotzdem, aber geärgert hat es mich schon.

    Ich habe hier einen Hund, der nichts kannte und ehrlich gesagt wäre er in deiner Situation totunglücklich. Dass sie im TH nicht ängstlich ist, kann gut sein, das kennt sie ja. Alle anderen Außenreize sind ne ganz andere Geschichte.

    Man kann mit ihm nicht Bahn fahren, in die Schule nehmen wäre nicht denkbar usw. Und überhaupt wäre er in der Stadt mit all den Menschen und anderen Hunden überfordert. Er will kaum Kontakt zu Artgenossen und fremde Menschen braucht er schon dreimal nicht. Er hätte ständig Angst, immer angespannt und das würde ich nicht wollen. Evtl. würde er wieder komplett auf Durchzug stellen wie anfangs, als wir noch städtischer gewohnt haben, da hat er sich in seine Welt zurückgezogen und hat nichts mitgekriegt. Toll war das aber sicherlich auch nicht.
    Wir haben zwar kein Haus und Garten, leben aber inzwischen auf dem Land und da geht es sehr viel besser. Der Hund rennt nicht mehr vor der Leine davon, sondern freut sich auf den Spaziergang. Hier sind die Reize einfach dosierter und es ist entspannter für alle.

    Ich würde ehrlich gesagt den Hund nicht nehmen, wenn ich nicht bereit bin, mein Leben für den Hund zu ändern, sprich z.B. evtl. auch dafür aufs Land zu ziehen, wenn es sein muss.

    Meiner darf allein nach draußen, solange jemand in der Wohnung ist. Er will eigentlich nur in der Sonne liegen und interessiert sich kein Stück für etwas anderes. Die Brüstung ist mit einem Sichtschutz zugemacht, anfangs war er nur in Begleitung draußen, bis er die Geräusche kannte. Er geht allerdings nur morgens raus, solange überall Sonne ist. Die Plätze, die länger Sonne haben, sind für die Pflanzen reserviert. :lol:

    Wir haben deshalb auch einfach die Schlafzimmertüre offen, weil der Hund auf dem Parkett nicht rumschlabbern soll mit dem Wasser und auch den Napf nicht drauf rumschieben. Also muss er eben an seine Futterstation kommen, die nicht im Schlafzimmer steht.

    Ich würde gar nicht auf die Idee kommen, dem Hund nachts kein Wasser zur Verfügung zu stellen. Er geht am liebsten nachts trinken, warum auch immer.