Beiträge von Camillo09

    Ehrlich, für einen "gebrauchten" Hund, der aus einer Notlage abgegeben wird, wäre ich maximal bereit, eine Schutzgebühr vergleichbar mit dem TS zu zahlen (also 100-200€ unkastriert, 200-300€ kastriert), mehr keinesfalls. Eher sogar am unteren Ende, weil du ja offensichtlich nicht mal Zeit und Möglichkeiten bekommst, den Hund kennenzulernen, im Gegensatz zum seriösen Tierschutz.

    So klingt das schon etwas seltsam, zum einen kann die Notlage nicht besonders groß sein, wenn man anscheinend noch den Kaufpreis reinholen will, und zum anderen, egal wie der Platz ist, wo der Hund hinkommt, hauptsache, das Geld stimmt. Mir wäre das nichts, gibt mehr als genug Hunde, die ein neues Zuhause suchen. Unter Druck setzen lassen sollte man sich schon dreimal nicht.

    Wenn ich vermieten würde, kämen mir auch keine Freigänger ins Haus. Ich sehe es hier, unsere Nachbarn im Haus haben 2 Freigänger, im Haus direkt nebenan sind auch noch mal 3. ich kann kaum zählen, wie oft hier Kot vor unserer Garage oder Haustüre liegt. Wie es in den Gärten drumherum aussieht, will ich lieber gar nicht wissen. Es wird schon weggemacht, aber trotzdem liegt es meistens ein paar Tage, weil man halt nicht direkt dabei ist wie beim Hund. Wohnungskatzen ist ja wieder was anderes, die stören ja keinen, aber Freigänger würde ich auch nicht freiwillig einziehen lassen. :verzweifelt:

    Meine "normale" große Runde ist ca. 3,5 km, die gehen wir meistens zwei mal täglich, teilweise fällt eine auch mal kleiner aus. Am Wochenende fällt eine Runde i.d.R. größer aus, aber dann gibt es auch nur eine große am Tag. Auf den Spaziergängen passiert auch zu 99 % überhaupt nichts, wir laufen eben zusammen durch den Wald. Ich schau , ob irgendwo Wild ist und der Hund trottet neben/hinter/vor mir her und interessiert sich nicht wirklich für seine Umwelt. :lol: Ab und an (höchstens 1x/ pro Woche) gibt es auch mal ein bisschen Spiel, ansonsten ist es ziemlich langweilig.

    Würde ich wesentlich mehr machen, würde mir der Hund wahrscheinlich bald den Vogel zeigen und "sagen", dass ich das doch bitte allein machen soll. Er würde gerne auf der Couch liegen bleiben und schlafen.

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    Meine Aussis sind menschenfreundlich und artgenossenfreundlich.

    Tja, eben das angesprochene Problem, wie unterschiedlich sie sein können. Deine sind es, die, die ich kenne, sind es eben nicht. Und jagen tun sie auch alle nicht zu knapp. Händelbar ja, aber vom Pferd aus stelle ich mir das nicht so lustig vor. Gute Sporthunde ja, weil sie eben triebstark sind, nur auf ihre Bezugsperson fixiert sind und ihnen Artgenossen oder fremde Menschen draußen gestohlen bleiben können.

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    Man muss alle Hunde erziehen und dabei ihre rassespezifischen Eigenschaften berücksichtigen - aber warum das jetzt bei einem Aussi schwieriger sein soll als bspw. bei einem Schäferhund... das verschließt sich mir!

    Sicherlich. Aber es ist nun mal einfacher, nem menschenfreundlichen, artgenossenfreundlichen Hund Reitstallathmosphäre und Kundenverkehr (beispielsweise) beizubringen als einem reservierten Hund mit Schutztrieb. Wenn man die (zugegebenermaßen wenig ausführlichen) Anforderungen anschaut, gibt es einfach passendere Hunderassen, bei denen man nicht auf den Einzelfall hoffen muss.

    [quote="MyMagic"
    Ein Aussie könnte schon passen, sie sind bei entspechnder Erziehung tolle Reitbegleithunde und mit allemal weniger Jagdtrieb als beim Labrador :lol: [/quote]

    Die Aussis, die ich kenne, haben wesentlich mehr Jagdtrieb als die Labradore, die ich kenne. Ich habe ehrlich gesagt noch keinen wirklich jagenden Labbi erlebt, im Gegensatz zu Aussis. Keine Frage, die wird es schon geben, aber es gibt auch genug Aussis mit viel Jagdtrieb.

    Die Arbeitslinie beim Labrador liegt in der gleichen Gewichtsklasse wie Aussis, nur ein bisschen höher. Warum sollten die sich dann nicht fürs Agility eignen? Natürlich nicht die 40kg und breitgebauten Show-Rüden. ;)

    Warum dann ein Australien Shepherd?

    1. je nach Arbeit (Kundenverkehr) nicht unbedingt einfach mit Wach- und Schutztrieb
    2. Jagdtrieb/Hütetrieb könnte Reitbegleitung erschweren

    Warum soll es nicht wieder ein Labrador sein? Ich denke, dass der leichter in deine Vorstellungen zu integrieren ist. Außer das Agility - evtl. würde sich ein leichter Hund aus der Arbeitslinie sogar gut eignen.