Beiträge von Camillo09

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    Klar das mit dem alleine sein müsste man sicher übenaber wie lange dauert sowas? Ist sicher unterschiedlich aber wenn man 3 Wochen Urlaub hat kann man das sicher üben oder? Das er sich halt langsam dran gewöhnt.

    3 Wochen ist sehr wenig, wenn es der Hund noch gar nicht kennt. Wahrscheinlich zu wenig. Würdest du denn einen Welpen wollen? Bei einem erwachsenen, der es schon kennt und nur am neuen Ort noch lernen muss, wird es schneller gehen, dann können drei Wochen auch ausreichen.

    Das mit dem Fahren würde ich nicht als das große Problem sehen. Den meisten Hunden macht das bei entsprechender Gewöhnung nicht so viel aus. Klar gibt es aber auch hier Ausnahmen. Was würde passieren, wenn sich die Hunde nicht mögen? Kann ja theoretisch auch passieren.

    Ich finde aber das mit der Arbeit schon zu bedenken. Gerade wenn man allein wohnt, nimmt der Haushalt schon noch viel Zeit in Anspruch. Wo soll dann die Zeit für den Hund bleiben? Wenn ich überlege 12h arbeiten, 8h schlafen (dir reichen wirklich 5h??), 1h Haushald, dann bleiben gerade mal noch 3h übrig. Die müssten dann fast 100% für den Hund investiert werden, aber hält man das durch? Jeden Tag? Über Jahre? Sonst hast du kein einziges Hobby? Keine Freunde zu besuchen?

    Würden sich deine Eltern um den Hund mitkümmern? Also auch mit an der Erziehung arbeiten, Gassi gehen oder wären sie einfach nur da?

    Auf Arbeit mitnehmen? Würde mit meinem Hund überhaupt nicht gehen. Klar ist es Erziehungssache, aber es kann u.U. schon dauern, bis es wirklich so ist, dass du währenddessen arbeiten kannst. Ob dein Arbeitgeber das längere Zeit mitmacht? Ich habe da so meine Zweifel. Es geht nicht immer "Hund mitnehmen und fertig".

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    Hunden spüren genau, ob du Angst oder (zu) viel Respekt vor ihnen hast. Und dementsprechend verhalten sie sich auch.

    Dass sie das merken, ist mir schon klar. Aber würden sie allein deswegen auch angreifen? Während sie es in der gleichen Situation bei anderen, selbstsichereren, unterlassen würden?

    Ich hoffe, das hat hier noch niemand auf den ganzen Seiten gefragt.

    Meine Mutter war heute beim Spaziergang dabei und hat mir wieder erzählt, wie sie damals als Kind Angst vor einem Hund hatte. Sie ist der Meinung, dass Hunde Menschen erst recht angreifen, wenn sie (also die Menschen) Angst haben. Stimmt das?

    Als wir unseren Hund aus dem TH geholt haben, habe ich von Anfang an meinem Freund gesagt, dass mein Ziel ein "Musterschüler" an Gehorsam ist und ich ihm auf jeden Fall Freilauf ermöglich will. Bei seinem alten Hund war es nicht der Fall und ich fand das schon doof. Einfach nur weil ICH das unbedingt will.

    Wir üben zum Glück erst seit ca. 2 Monaten, ich habe also noch Hoffnung, dass es wird. Im Moment läuft er einmal am Tag an der Schlepp, eine große Runde an der kurzen Leine/Joggen. Leinenführigkeit darf man ja auch nicht vergessen, die hat er nicht mitgebracht. Freilauf gibt im Moment nur, wenn er zu anderen Hunden hindarf, weil das dann spannender ist als Jagen.

    Wenn die Schlepp am Boden ist, ist für mich der Unterschied zum Freilauf aber ehrlich gesagt nicht so groß. Da wird der Hund ja nur wenig eingeschränkt, er darf dann auch mal einen größeren Radius einnehmen als die Leinenlänge. Er hört ja zu 95% (eben noch keine 100), ich brauche die Leine v.a. für meine Sicherheit.

    Mein größtes Problem ist aber seine Unsicherheit. Wenn uns Fahrräder oder Fußgänger entgegen kommen und er weit weg von mir ist, dann wird er unsicher und ich weiß nicht immer genau, wie er reagiert. In den meisten Fällen interessiert es ihn nicht, aber 1 von 50 Mal fällt ihm ein, die Leute anzubellen. Deshalb wird er immer zu mir gerufen, gerade bei Fahrrädern muss es aber perfekt sitzen und schnell gehen. Das ist leider noch nicht der Fall. Deshalb ist mir die Sicherung an der Schlepp, die ich festhalten kann, einfach lieber. Dann macht er auch nie was, nur, wenn er zu wenig weit ist von mir.

    Zweites Problem ist seine Ablenkung in fremdem, wildreichem Gebiet. Da geht ohne Schlepp in der Hand gar nichts, weil er oft genug nicht hört.

    Wir haben noch einiges an Arbeit, und ich weiß nicht, wie lange es noch dauern wird, bzw. ob es überhaupt je richtig geht, aber wir arbeiten daran.

    Trotzdem kann ich akzeptieren, wenn manche ihre Hunde nicht ableinen können. Wenn unserem mal einfällt, jagen zu wollen, dann nicht auf Sicht, sondern Fährte. Zumindest ich fühle mich da schon sehr eingeschränkt, weil ich es einfach nicht merken kann. Zum Glück lässt er sich von Fährten runter abrufen, wenn ich es merke, solange er das Wild noch nicht aufgescheucht hat, aber ich kann verstehen, wenn jemand einen Vollblut-Fährenjäger hat und die auch zur Sicherheit des Hundes nur an der Schlepp hat. Ich finde es viel schlimmer, wenn die nicht hörenden "Tut-Nixe" auf meinen angeleinten Hund zurennen. V.a. wenn es dann nicht mal Tut-Nixe sind, sondern zum anderen Hudn hinrennen, rumkläffen oder sogar schnappen. Dann lieber an der Leine lassen.

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    aber/ und wieso ist es auf dem Platz was anderes als bei anderen Begegnungen, wenn doch alle Hunde an der Leine zu sein scheinen?

    Frag mich nicht warum, aber bei unserem ist das ganz genauso. Er pöbelt aus unsicherheit draußen rum. Entweder hat er von vorne herein den Platz positiv verknüpft, weil ihm da nie was an der Leine passiert ist oder ich mich dort anders verhalte... Da ist er der liebste Hund der Welt. Der Trainer ist aus allen Wolken gefallen als ich ihm gesagt habe, der pöbelt an der Leine rum. In einer Hundegruppe macht er auch keinen Mucks, weder innerhalb der Gruppe noch wenn fremde Hunde kommen. Warum das so ist? Wär toll, wenn mir das einer erklären könnte, außer, dass es dann irgendwas gibt, das ihm Sicherheit gibt, die ich ihm (leider noch) draußen nicht geben kann.

    Ich habe mich aber auch gefragt, wie man die BH damit besteht. Weil wenn das geht, dann mach ich die auch morgen. :D Bei mir wäre es gar keine Probleme, wenn es nur auf dem Platz wäre oder uns draußen nur bekannte Hunde entgegen kommen, da ist er lieb. Aber wehe es kommen fremde Hunde.

    Wenn sie unbedingt einen Wurf von einem der Welpen will, muss sie eben eine Hündin behalten und einem Interessenten absagen. Sollte nicht das Problem sein.

    Für mich wäre das auch nichts, sogar ohne die emotionale Komponente. Ich bezahle doch nicht für den Hund, fütter den Hund groß und nachher kassiert jemand anderes Geld mit meinem Hund. Und dieser riskiert Leben und Gesundheit für jemand anderen. Das ist für die Züchter sicher eine sehr günstige Alternative. Immerhin muss sie den Hund nicht jahrelang vor und nach dem Wurf füttern, versichern,... ;) Außerdem riskiert man keine Verluste, wenn der Hund nachher doch nicht in die Zucht kann. Aufzucht hat ja jemand anderes übernommen.
    Für mich klingt das so, als würde man sich dann als Züchter nur die Rosine rauspicken, den Rest (Kosten, Risiko) darf ein dummer anderer übernehmen.

    Wenn es mal Fälle gibt, in denen es um sehr seltene Hunde geht, kaum zuchtgeeignete o.ä., kann man vielleicht mal eher drüber nachdenken, aber nicht bei einem solchen Modehund wie dem BC, wo es nicht unbedingt auf jede einzelne Hündin ankommt. Oder man darf sie halt erst gar nicht abgeben.

    Maanu: interessant, dass man das auch so aufbauen kann. Bei unserem wäre es hoffnungslos, der bräuchte mit Sicherheit eine Begrenzung nach außen. Auf die ersten Versuche ohne Leine in der Hand bin ich eh mal gespannt. ;)

    Ich bzw. wir hatten damals noch keinen Hund, als ich meinen Freund kennengelernt habe. Er hatte allerdings einen, der aber bei den Eltern geblieben war, als er ausgezogen ist (einen alten Baum verpflanzt man nicht).
    Ich fand es toll, dass er einen Hund hatte, ich wollte auch immer einen und durfte nie. Er hat das von Anfang an gesagt, dass er Hunde liebt, bzw. Tiere im Allgemeinen mag. Das fand ich :gut: .

    Er musste mich nämlich inklusive 8 Meerschweinchen nehmen. Das finden viele ja auch verrückt. Er hat zwar anfangs gesagt, dass er sie nur akzeptiert, aber nie lieben wird. Und wer saß später am Stall und füttert sie mit Gurkenresten oder Salat aus der Hand? Oder streichelt sie im Stall? ;) Genau der, der mir demnächst nen neuen Eigenbau zimmert für die Bande. Zum Reiten ist er auch regelmäßig samstags mitgekommen und hat sogar gemistet, während ich da Pferd fertig gemacht habe.

    Sein alter Hund ist im Oktober gestorben und ER war die treibende Kraft, die wieder mit dem Thema Hund angefangen hat. Er hat angefangen, in Tierheimen nach Hunden zu schauen. Ich habe nur mitgemacht :D

    Ich kann mir nicht vorstellen, mit jemandem zusammenzuleben, der keine Tiere mag. Das käme für mich nie in Frage, weil sie für mich ein sehr wichtiger Teil meines Lebens sind. Zum Glück gibt es aber auch solche Männer noch.