Beiträge von Camillo09

    Wir haben einen Hund aus dem TH. Bezahlen mussten wir gerade mal 130€, sind dafür sogar noch 2 Jahre von der Steuer befreit (ca. 200€), sodass wir quasi noch was dazukriegen ;), im Vergleich dazu, wenn wir uns sonstwie nen Hund angeschafft hätten.

    Wir haben den Hund einige Wochen fürs Gassi-gehen besucht, haben ihn mal übers Wochenende oder auch mal Wochentage mit nach Hause genommen. Da schon bekannt war, dass er nicht so einfach ist, wollten alle (wir und TH), dass wir uns Zeit mit der Entscheidung lassen. Wir haben ihn dann auf Probe geholt, bevor der Vertrag abschlossen wurde. Danach kam noch mal "offiziell" 4 Wochen Probezeit, anschließend gehörte er uns. Einmal in der "ersten" Probezeit kam ne Kontrolle vom TH vorbei, was aber ganz locker war, später haben sie noch mal angerufen.

    [quote="BineFL"
    Hab da mal ne Frage an alle die ne OP Versicherung haben, wird da nur die OP bezahlt? Und ich muß die Diagnostik bezahlen? Oder wird alles was um die OP herum ansteht bezahlt?[/quote]

    Die Diagnostik muss man selbst bezahlen. Die Nachbehandlung der OP, z.B. stationäre Unterbringung oder auch weitere Nachsorgebehandlungen, wird wieder übernommen. Da unterscheiden sich wieder die Versicherungen, wie lange das geht. Manche haben nur 10 oder 12 Tage, das finde ich sehr wenig, je nach Schwere der OP. Die Agila zahlt da unbegrenzt.

    Zitat


    Du unterschätzt die Problematik und die Gefahr durch solch einen Hund. Der zeigt dort im Tierheim unter Garantie nicht das Verhalten, welches er nachher in einem neuen Zuhause zeigen wird. Wenn er einen neuen Besitzer hat, kannst du davon ausgehen, dass Schutztrieb und evtl Revierverhalten etc eine ganze Ecke ausgeprägter sein wird, wie jetzt im Tierheim.

    Auch wenn ich es nicht ganz so kritisch sehe wie Junimond, unser Hund ist auch mein erster, mein Freund hatte vorher nen Golden Retriever, der um Welten einfacher war, in dem zitierten Punkt muss ich ihr recht geben. Ich glaube, die Wahrscheinlichkeit dafür ist ziemlich hoch. Bei unserem kam der Schutz- und Wachtrieb auch erst nach ein paar Monaten bei uns. Anfangs wurde noch jeder ohne weiteres in der Wohnung akzeptiert und auch das Schützen draußen abends war kein Thema. Das kam erst nach ein paar Monaten des Einlebens. Und bei einem Schäfer muss man damit einfach rechnen und damit umgehen können. Zum Glück haben wir ihm von Anfang an verboten, an die Tür zu gehen und ihn immer konsequent auf den Platz geschickt, wo er zu bleiben hat. Im TH hatten sie uns vergewarnt, dass er das Verhalten bei den Vorbesitzern wohl massiv gezeigt hat. Anfangs haben wir das nicht glauben können, aber es kam dann letztlich doch genau so.

    Ich finde, dass du es entscheiden musst, ob du dich der Aufgabe gewachsen fühlst oder nicht. Ich habe ja schon was dazu geschrieben am Anfang. Ich würde nicht perse sagen, dass Anfänger ungeeignet sind, wenn sie a) bereit sind, sich viel zu informieren, b) Trainer hinzuzuziehen, c) sich auf die Situation einlassen wollen und d) u.U. zu vielen Einschränkungen und Kompromissen bereit sind. Wie gesagt, mein Freund ist kein Anfänger, aber sein Wissen hilft ihm bei unserem neuen Hund kaum.

    Zitat


    Aber mach dich dann darauf gefasst, dass er in den ersten 6 Wochen zum Monster mutieren KÖNNTE. Mein Nachbarrüde wurde auch gechipt (und dann auch kastriert) aber war zwischen der 4. und 6. Woche echt nicht auszustehen. Der war nur unter Strom, hat sich permanent gekloppt usw. Aber danach wurde alles gut und sie haben ihn dann noch vor Ablauf der Wirkung kastrieren lassen.

    Ich glaube, die Chance dafür ist ca. 80%. ;) Oder sogar mehr. Darauf muss man sich schon einstellen, es ist ätzend und nervig, aber es geht vorbei. Irgendwie muss man es halt überstehen. Ich weiß nicht, wie oft ich Camillo schon ins TH zurückbringen wollte, weil er nicht zu ertragen war.

    Zitat

    Beim lesen deines Eingangsposts ging mir nur eines durch den Kopf... warum lässt du das zu? Warum darf der rum pissen , wie er will, rum schuppern, Mädels belästigen etc...Warum? Es ist schicht Respektlos und zwar dir gegenüber.

    Und wie verhindest du das im Freilauf? Das Belästigen mal außen vor gelassen, weil da noch andere ins Spiel kommen. Außer, es unter Strafe zu stellen. Für mich macht das nämlich überhaupt keinen Sinn. Entweder sagt man, es ist normal für intakte Rüden und soll so sein, dann muss ich damit leben, notfalls alle paar Meter meinen schleckenden, zitternden Rüden aufsammeln. Oder aber man will es eben nicht und dann nehme ich dem Rüden lieber (in gewissem Maß) den Drang dazu, ehe man ihn immer wieder dafür bestraft und völlig natürliches verbietet.

    Zitat

    Gute Frage! Allerdings habe ich dort 20% Selbstbehalt!!!)

    Das ist für mich der springende Punkt, die nicht zu nehmen. Abgesehen davon, dass ich erst mal ne Gesundheitsuntersuchung vorab machen lassen muss.

    Wir werden unseren bei der Agila versichern (nur OP), die hat die besten Konditionen (unbegrenzte Nachbehandlung, maximaler Satz der GOT etc.) und ist nicht so viel teurer.

    Wir haben hier auch so ein Exemplar sitzen.

    Es ist Arbeit, viel Arbeit und teilweise auch Organisation. Wir können den Hund nicht länger abgeben, weil sonst keiner mit dem Gassi gehen kann. Mit viel Gewöhnung, Kennenlernen etc. an einen professionellen oder zumindest sehr erfahrenen Gassigänger würde es aber wahrscheinlich schon gehen. Er kann beispielsweise bei meinen Eltern, die er kennt, schon bleiben ohne uns, lässt sich auch von ihnen auf den Platz schicken, aber Gassigehen könnte keiner, weil er dazu draußen auch manchmal für andere zu unerwartet reagiert. Er lässt sich auch von Fremden erst mal nicht anfassen und wenn ihm was nicht passt, knurrt er etc. Bei unsicheren, unerfahrenen Leuten gibts da sicherlich ein Problem. In den Bus o.ä. würden wir nicht machen, und wenn, nur mit Maulkorb. Aber der Hund würde sich total unwohl fühlen und das wollen wir nicht. Aber daran könnte man den Hund sicherlich auch gewöhnen, wie schon gesagt, es ist halt Arbeit.

    Wir arbeiten auch seit Monaten dran, dass andere Menschen und andere Hunde nichts schlimmes sind. Bei ersterem arbeiten wir mit "Zeigen und Benennen", also bestätigen von ruhigem Verhalten und positiver Verknüpfung, bei anderen Hunden haben schon viele positive Kontakte, gemeinsame Spaziergänge etc. ausgereicht. Wir sind noch lange nicht fertig, aber es wird besser.
    Ob der Hund z.b. jemals mit auf eine Geburtstagsfeier kann (und sich dort auch nicht total unwohl fühlt), steht in den Sternen.

    Zitat

    Gute und Günstige Futter wären:

    Josera und Markus Mühle die mir so einfallen würden.

    Geh bei deiner Entscheidung nicht nach dem kg-Preis sondern nach der Fütterungsempfehlung, wie lange hält der Sack xy bei meinem Hund? Wieviel kostet eine Mahlzeit? von manchen hochwertigeren Futtern braucht's nämlich weniger und im Endeffekt sind die sogar billiger trotz höherem Sackpreis

    :gut: Gerade Josera hat ja sehr niedrige Fütterungsempfehlungen, da relativiert sich der kg-Preis (der ohnehin schon günstig ist) noch mehr. Ich glaube, das ist eines der günstigsten, "guten" Futtersorten. Hier gibt es MM als Trofu, aber wenn das nicht vertragen wurde, fällt das wohl weg.

    Zitat

    Ich sehe keinen Sinn darin ein Futter von Übersee einfliegen zu lassen, wenn es hierzulande Futtersorten gleicher Qualität oder gar besserer zu kaufen gibt. Mir erschließt sich das nicht. Von daher, nee, keine Erfahrung.

    Genau. Futter aus dem USA mit Zutaten aus Australien/Indien?? Nein danke, das muss doch beim besten Willen nicht sein. Es gibt genug ordentliche Futtermittel, die in Deutschland hergestellt werden und die nicht erst zwei mal um die halbe Welt gekarrt werden.