Beiträge von Camillo09

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    Wir würden nicht krampfhaft jeden Tag mit dem Hund Gassi gehen. Wenn terminlich mal alles zusammenkommt in einer 5 köpfigen Familie, dann müssen alle in der Familie auch mal zurückstecken können, auch der Hund...
    - Der Hund wäre tagsüber draußen, außer er möchte unbedingt kurz mal rein

    Für mich klingt das so. Der Hund ist da, schön, er ist ja draußen, kann sich lösen, also braucht man sich ja nicht krampfhaft darum zu kümmern. Wenn man halt keine Zeit hat, tja Pech. Da steht nichts davon, dass man sich dann eben Zeit nehmen würde, um mit dem Hund was zu machen.

    Mir passiert es auch oft genug mal, dass ich nicht alles schaffe, aber darunter darf halt nicht der Hund leiden. Zumindest nicht, was das nötigste angeht. Es ist dann halt weniger, aber nicht gar nichts. Dann wird die Küche halt erst am nächsten Tag gemacht, oder geputzt oder was auch immer. Gerade wenn man nicht allein ist, sollte das schon zu schaffen sein. Wenn nicht, dann passt halt einfach kein Hund ins Leben. Dann sollte man wirklich eher über ein bzw. zwei Katzen nachdenken.

    Im Eingangspost klingt es aber (missverständlich?) so, dass die Bereitschaft nicht so wirklich da ist, was mit dem Hund zu machen. Der Garten ist ja da, also muss man ja nicht unbedingt. Wenn man schon so anfängt, wird es wahrscheinlich nicht besser mit der Motivation. Und das ist das entscheidende.

    Ich habe für mich selbst auch immer die Ausrede gehabt, ich hätte keine Zeit, joggen zu gehen, Sport zu machen etc. Fakt war aber, dass ich nicht WOLLTE, ich habe mich halt immer dadurch rausgeredet, dass ich ja sooooo viel zu tun hätte. Aber seit wir den Hund haben, ist es plötzlich ganz einfach für mich, 2h Zeit zur Bewegung zu nehmen. Die hätte ich vorher auch gehabt, aber man ist halt bequem.
    Ich hoffe, du verstehst, was ich damit sagen will. Wenn man etwas will, dann hat man auch die Zeit. Wenn ihr einen Hund wollt, MÜSST ihr euch mit ihm beschäftigen. Wenn die Kinder nicht wollen, dann müssen sie entweder (es geht ja nicht immer als nach wollen) oder man muss sich eben trotzdem die Zeit für den Hund nehmen. Wenn einer krank ist, dann ist es halt mal ne halbe Stunde weniger am Tag und der andere muss mehr einspringen. Hier kommt es auch vor, dass es halt statt 2- 2,5h nur 1,5h am Tag sind, aber das sind Ausnahmen und nicht von vorneherein so geplant.

    Wenn der Hund sonst entsprechend beschäftigt ist und Anschluss hat, dann finde ich 5-6h allein kein Thema. Nicht optimal, aber bei entsprechendem Aufbau finde ich das ok. Aber dann muss halt auch noch Zeit für den Hund da sein, morgens große Runde mit Beschäftigung/Garten mit Beschäftigung, anschließend Hund allein (bei entsprechendem Aufbau schlafen die Hunde dann), wenn man zurück kommt, wieder ne große Runde/Garten mit Beschäftigung. Abends noch mal pinkeln lassen, dazu reicht ja der Garten.

    Noch mal was zur Rasse: das sind ja sehr menschenbezogene Rassen, die brauchen unbedingt Anschluss und werden wohl nicht freiwillig im Garten bleiben. Und allein erziehend und super kinderlieb sind sie auch nicht, wenn man nicht dafür tut.

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    Darf ich mal fragen warum du es bei nur 5 Personen zeitlich nicht machbar findest jeden Tag mit dem Hund ordentlich Gassi zu gehen?

    Naja, die Kinder sind wahrscheinlich eher Hindernis als Hilfe ;) . Aber ansonsten gebe ich dir Recht. Einmal am Tag länger (also mind. eine Stunde bei nem erwachsenen Hund) finde ich das absolute Minimum. Es geht ja nicht nur um die Bewegung, sondern auch um Umweltsicherheit, Sozialisierung, Beschäftigung... Und das ist im Garten so einfach nicht gegeben.
    Und mal ehrlich, einmal am Tag Gassi gehen schafft man immer, wenn man will. Dann steht man halt mal eben ne Stunde früher auf oder sieht ne Stunde weniger fern.

    Ihr hättet einen Hund, der quasi auf sich allein gestellt lebt und "arbeitet". Manche Herdenschutzhunde fänden ein solches Leben wahrscheinlich gar nicht so schlecht, sie dürfen ihrer Arbeit nachgehen, selbstständig sind sie sowieso, aber bei kleinen Kindern, die vielleicht auch noch Besuch bekommen wollen, wirds schwierig.
    Nen HSH, der nur auf seinem Grundstück lebt, sonst kaum was kennt, dem will ich nicht begegnen.

    Wenn ihr bei diesem Voraussetzungen unbedingt einen Hund wollt, sind die von Steiff am passensten. Die brauchen keine Spaziergänge und sind auch nicht aggressiv.

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    Chili hat mit dem Knall ansich absolut keine Probleme, sie ist schußfest.
    Allerdings bekommt sie von den bunten Raketen und Lichtern am Himmel enorme Panikanfälle.

    Ich kann dir auch nur raten den Hund drin zu lassen denn sie an die Raketen zu gewöhnen wird nur schwer möglich sein.

    Ich würde auch sagen, dass gerade die Kombination aus allem vielen zu viel ist. Das Geknalle wäre bei unserem Hund auch kein Problem, aber in Kombination mit den Lichtern am Himmel, das Surren beim Hochfliegen, die Leute..., die Kombi aus allem kann dann das Fass zum Überlaufen bringen. Wenn ihnen das Geknalle nichts ausmacht, umso besser. Vorm Rest sind sie ja in der Wohnung geschützt, wenn die Rollos unten sind.

    Kann nicht einer mit drin bleiben? Also sich halt mal abwechseln?

    Ich denke, das hängt stark von der Qualität des Futters ab. Als unser Hund noch TH-Futter bekommen hat, hatte er auch ziemlichen Mundgeruch, wir haben dann auf hochwertigeres Futter (Trocken, Nass, selbstgekocht) umgestellt und das Problem ist weg.

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    Ja das ist wohl wahr. Schön mal zu hören das man nicht damit alleine ist.
    Ist es bei euch schon besser geworden? :)
    Liebe grüße

    Was heißt besser geworden. Sein Verhalten an sich ist selbstbewusster geworden, er nimmt Kontakt zu anderen Hunden auf und rennt nicht immer nur weg. Aber er kann trotzdem nicht viel mit größeren oder gleich großen Rüden anfangen. Er spielt halt nur mit ganz wenigen Hunden, aber das ist auch ok so. Ich merke, dass es für ihn gut ist, einfach mit anderen Gassi zu gehen, gemeinsam interessante Stellen zu erkunden etc. Er spielt eben nicht. Er ist aber verträglich und sagt klar, was er will und was nicht, er knurrt halt mal nen anderen Hund weg, wenn er zu aufdringlich wird.

    Es hängt vom Hund und auch von den Umständen ab.

    Unser Hund hat jetzt den Chip und wird zu 90% auch kastriert. Vorher war er total gestresst, permament unter Strom, jetzt ist er viel ausgeglichener und ruhiger. Sein Leben besteht nicht mehr nur aus Schnüffeln und Markieren, sondern hat auch mal Kopf für andere Dinge.

    Abwarten und schauen, wie sich der Hund entwickelt.

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    Wie hast Du begonnen? Hast du ihn immer benutzt wenn er/sie sich richtig verhalten hat und dann das Leckerli gegeben?
    Bekommt Dein Hund jetzt auch noch Leckerli?

    Erst mal wurde er auf den Click konditioniert, also ohne Arbeit dafür Click und Leckerlie. Das hat er dann schnell verstanden. Der Click ist auch heute noch nur ein Versprechen auf Leckerlie, nicht als alleinige Belohnung. Aber ich muss nicht gleich ein Lecker reinschieben (teilweise unpraktisch), sondern er weiß durch den Click, was er richtig gemacht hat und wird später dafür belohnt.

    Mein Hund bekommt noch in vielen Situationen Leckerlies, weil er darauf gut anspricht. Ich muss ja auch ne Motivation für den Rückruf haben und deshalb wird der belohnt. Er kommt auch ohne, meistens bekommt er jedoch ne Belohnung.

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    Darf ich mal fragen, warum Du nicht einfach die Leine hast fallen lassen? Dein Atti müsste dem Russeltier doch größenmässig weit überlegen sein. Wehrt der sich denn überhaupt nicht?

    Ich würde das auch nicht bei jedem Hund hier machen. Es gibt hier einen, der kann unseren absolut nicht leiden, stellt schon auf 100m ne Bürste und als der frei war, rennt er unvermittelt auf unseren zu und beißt ihn. Damals hat sich Camillo noch wenig gewehrt, aber heute würde ich die Leine auch nicht mehr loslassen. Ich weiß nämlich ganz ehrlich nicht, ob er sich nicht jetzt anders wehrt, er hat inzwischen wesentlich mehr Kraft und Selbstbewusstsein und bei dem Kräfteverhältnis hat der andere einfach keine Chance. Da macht Camillo einmal "haps" und der Kopf is ab. Wenn ich den Hund an der Leine bei mir habe, habe ich noch eher die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen, ebenso wie der andere HH. Wenn sie frei irgendwo hinrennen, kann ich gar nichts machen. Gehorsam kann man dann ja schlecht erwarten. Ich will aber weder, dass dem anderen Hund was schlimmeres passiert noch, dass ich nachher wegen sowas Auflagen kriege.