Beiträge von Camillo09

    Zitat


    Nun zum Problem: Sobald ich nur Schuhe oder Jacke anziehe oder er die Leine sieht ist der Hund ausser rand und band und lauert vor der Wohnungstür bis ich sie öffne. Ist die Tür nur einen spalt offen drückt er seinen Dickschädel zwischen den Spalt, jagt die Treppe quitschend bellend runter dass der Putz von den Wänden fällt, als wär der Teufel hinter ihm her, ab in den Garten. Hört auf keine Kommandos mehr.
    Und sollte die Haustür mal offen sein isser erstmal weg.

    Zitat

    Wir hatten das Problem auch, ich hab dann im Haus manchmal einfach die Hundeleine genommen und mir umgelegt und dann geputzt... oder hab "die" Jacke angezogen und bin dann aber einfach auf Sofa gegangen... Hab Hausschuhe gegen Outdoorschuhe gewechselt und hab dann die Wäsche aufgehängt usw. Der Hund ist jedes mal vor Freude an die Decke gegangen aber mit der Zeit hat sie dann gemerkt, dass Schuhe/Jacke/Pfeife nicht unbedingt heißen muss, dass es los geht...

    Ich frage mich, ob das hier wirklich zum Ziel führen würde. Hunde sind doch nicht blöd, die können dann schon unterscheiden, wann es rausgeht. Die Kombination aus allem (HB an, Leine dran...) wird dann halt zum Signal zum Aufdrehen. Oder es passiert erst nach der Wohnugnstür etc.
    Ich sehe es auch gar nicht ein, mich für meinen Hund so zum Deppen zu machen, mit Straßenschuhe, Jacke und Leine durch die Wohnung zu stiefeln, anstatt ihm einfach klar zu machen, dass dieses Verhalten nicht erwünscht ist und nicht zum Erfolg führt.

    Zitat

    .
    Camillo09
    Auch blocken hab ich probiert. Bleibe solange stehen bis er sich beruhigt hat - erst dann gehts weiter.
    D.h bei jedem Meter vorwärts wieder warten bis er sich beruhigt hat. Sobald es nur einen Scheitt vorwärts geht dreht er wieder ab.

    Sobald er wieder hochdreht, gleiches Spiel. Ganz konsequent. Auch wenn es dann lange dauert, bis man rauskommt, weil man nach jedem Schritt blocken muss. Wichtig ist nur, dass du selbst absolut ruhig dabei bleibst. Sonst kannst du das vergessen ;).

    Zitat


    victoria riet ihr, die leinen erst anzulegen, wenn die hunde absolut ruhig sind. bei jeder hundebewegung soll man innehalten und warten, dann langsam weiter.

    Genau. Erst, wenn der Hund ruhig ist, passiert irgendwas. Du kannst auch versuchen, ihn körpersprachlich in seinem extremen Vorwärtsdrang zu bremsen, d.h. beispielsweise blocken, wenn er an dir vorbeischießen will. Das ist sehr, sehr mühsam, aber es lohnt sich. Er muss einfach verstehen, dass er nur mit Ruhe an sein Ziel kommt.

    Du wirst dann bestimmt auch merken, wenn du ihn Ruhe aus dem Haus kommst und er nicht schon total hochgedreht ist, wird sich draußen auch einiges am Verhalten ändern, wenn er sich dort so verhält, wie ich vermute. (ich kenn dein Problem ;) )

    Zitat

    ... Es kann sein, dass beide Hunde nicht zueinander passen. Das ist manchmal so, wie unter uns Menschen gibt es unter Hunden Sympathie und manchmal mögen sich die Vierbeiner nicht unbedingt. Auch das Sam Jaro kläffend auf der Hundewiese empfangen hat ist nicht unbedingt eine freundliche Geste und kein Hinweis darauf, dass er Jaro toll findet.

    Genau.

    Spielen ist nicht immer das, für das es die meisten Menschen halten, nämlich freundlich und spaßig für die Hunde. Teilweise ist das Spielen auch nichts anderes als permamente Diskussion und Stress. Jetzt wird dein Hund älter und wird deutlicher, dass er den anderen eigentlich nicht mag.

    Natürlich muss das nicht der Fall sein, keiner hier hat die Hunde beobachtet. Aber das, was wie harmloses Spielen aussieht, muss es nicht sein. Ich will damit nur sagen, dass die Situation zwischen den Hunden vielleicht schon die ganze Zeit bestand, aber es für Menschen nicht so offensichtlich war.

    Da wir auch nen Hund mit starkem Wachtrieb haben, mal dazu was:

    Zitat


    4. Eure Rassevorstellung in Bezug auf den Charakter (Wachsamkeit, Schutztrieb, Jagdtrieb, Verhalten gegenüber Fremden, etc?)
    -Wachsamkeit und Schutztrieb sollten vorhanden sein. Er sollte einen beschützen, falls beispielsweise ein Einbrecher im Haus ist oder man von einem Verbrecher attackiert wird. Gegenüber freundlich gesinnten Fremden sollte er aber nicht aggressiv reagieren.

    Ein Hund wird grundsätzlich auf fremde Eindringlinge in seinem Gebiet gleich reagieren, egal ob Einbrecher oder Freund. Dein Hund weiß ja nicht, wen du magst und wen nicht, wenn er ihn nicht kennt. Der Hund muss halt lernen, dass es Leute gibt, denen du es erlaubst und über dieses Urteil darf er sich nicht hinwegsetzen. Das kann aber je nach Hund und Stärke der Veranlagung einfacher klingen als es ist. Ich habe es mir auch einfacher vorgestellt ;).

    Ich finde 8h täglich auch sehr grenzwertig. Ich habe schon bei einzelnen Tagen so lange ein sehr schlechtes Gewissen, dabei kommt das höchstens 1-2x die Woche vor. Für den Hund ist es unverständlich, warum das Rudel ihn so lange verlässt. Wenn man allein lebt, ist das mit Arbeit immer schwierig. Wenn man zu zweit ist, kann man versuchen, versetzt zu arbeiten. Mein Partner fängt z.B. um halb acht an, ich meist erst um halb 11. Demtentsprechend reduziert sich die Zeit des Alleinseins schon deutlich. Abgesehen davon, dass ich nicht jeden Tag 8h weg bin. Hättest du denn die Möglichkeit, den Hund bei jemandem (z.B. Eltern) für ein paar Stunden betreuen zu lassen? Vielleicht nicht jeden Tag, aber jeden 2.?
    Denk bitte auch dran, dass man mal einkaufen muss, zum Arzt etc. Da kann der Hund auch nicht mit. Das kommt also immer noch dazu.

    Zur Rasse kann ich dir leider nicht viel raten, weil ich eher der Typ für Arbeitshunde bin. Ich würde einfach mal im TH bzw. TS schauen, nicht nach bestimmten Rassen, sondern eben nach deinem Hundetyp. Bei TH oder Tierschutzorganisationen deine Wünsche äußern und die schauen dann, was für ein Hund passen würde. Das könnte beispielsweise auch ein sehr fauler, älterer Schäferhund sein, obwohl man dir jetzt nicht unbedingt zu nem Schäferhund raten würde. Passen kann es trotzdem.

    Für uns ist das die einzige Möglichkeit, fremden Besuch zu empfangen, weil unser Hund den sonst unsanft wieder nach draußen bitten würde. Der muss auf der Decke geparkt werden. Von daher ist es für uns super wichtig, aber das Problem hat ja nicht jeder Hund.

    Nachdem das mit dem Kommando aber nicht immer so funktioniert wie es soll, machen wir das nun anders. Der Hund wird auf die Decke gebracht (hinführen, ohne Kommando) und dann wird ihm verboten, die Decke wieder zu verlassen (körpersprachlich).

    Unserer hat nur ne Tasso-Marke dran. Natürlich auch gechipt und mit Nummer registriert. Wobei alles(leider) im Fall der Fälle auch nicht helfen würde, weil er nie so nah an Fremde rangehen würde, dass die jemand ablesen könnte. Er darf halt einfach nicht abhauen.

    Das Geklappere finde ich übrigens gar nicht so schlecht, dann hör ich den Hund hinter mir :lol: .