Beiträge von Camillo09

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    Stress und Aggression kann man nicht bestärken!
    Im Gegenteil, bei Stress beruhigt Kauen, so er denn ein Lecker nimmt.

    Das sind, mMn, sehr beliebte Ausreden! Ich kenne eine Menge Mensch/ Hunde Teams, mich eingeschlossen, wo es auch unter nicht so idealen Bedingungen hervoragend geklappt hat! Man muss es nur wollen und nicht auf die schnelle Lösung über Meideverhalten setzen!

    Ich brauch keine Ausrede für irgendjemanden. Ich wollte nur anmerken, dass es eben nicht funktioniert hat bei uns und dass das bestimmt ein Grund war. In anderen Situationen hat es ja funktioniert. Aber ok, ich habe das kein Jahr lang gemacht und geübt, sondern ne Alternative gesucht.

    Welcher Hund kaut Leckerlie? ;) Mit einem Haps sind die doch weg. Warum sollte man Stress nicht mit verstärken können? Bzw. vielleicht ist es falsch angekommen. Durch positive Verstärkung will man ja erreichen, dass der Hund das Verhalten häufiger zeigt. Er lernt ja, dass das, was in dieser Situation war, gut ist, sein Verhalten, da kann der Stress aber auch mit eingeschlossen sein. Nicht, dass der Stress mehr wird, aber er geht eben nicht weg.

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    https://www.dogforum.de/zeigen-und-benennen-t128830.html

    Richtig angewandt sehr viel effektiver als jegliche Art von körperlicher Einwirkung!!

    Wir haben das eine Weile auch so probiert, funktioniert hat es nicht, ein großes Problem war wahrscheinlich, dass man die Begegnungssituationen nicht so steuern kann, dass am Anfang der Abstand ausreicht. Zumindest nicht hier und bei der TE klingt es auch so. Menschen tauchen nun mal hinter Ecken und an engen Stellen auf und dann wird man jedes Mal zurückgeworfen, weil der Hund mit dem Pöbeln wieder mal sein Ziel erreicht hat. Bei großen, unheilichen Tieren hat das damit wunderbar geklappt, weil man da wirklich gut mit Abstand arbeiten kann. Es geht ja nicht um Strafe in der Situation, sondern darum, dem Hund vorher (!!) klar zu machen, dass er sich darum gar nicht erst kümmern soll.

    Anderes Problem am "schönfüttern": wenn man seinen Hund nicht wirklich gut lesen kann bzw. der Hund schon gestresst ist, damit also nur einen Hauch zu spät ist, belohnt und verstärkt man das Gefühl von Stress! Ob das nun so produktiv ist, ist die Frage. Der Hund mag äußerlich ruhig sein, innerlich ist er es aber nicht unbedingt.

    Sehr deutlich machen, dass du das nicht tolerierst, auch körpersprachlich. Meiner hat auch mal nen Schubser bekommen, wenn er das Fixieren und sich-Aufbauen nicht auf das verbale "Lass es" hat bleiben lassen. Du musst nur schon rechtzeitig abbrechen, in der Leine ist es zu spät. Bei meinem sieht man das oft an den Ohren, ob er den Passanten anbellenswürdig findet oder nicht. Wenn die Ohren nicht reagieren, wird es auch der Hund nicht tun, wenn doch, breche ich gleich da ab, dass er gar nicht erst auf dumme Gedanken kommt.

    Inzwischen haben wir noch einen anderen Weg, wenn es dich interessiert, gerne per PN. Führt hier zu weit.

    Ist Futter überhaupt die richtige Belohnung für diesen Hund? Wenn nicht mal Fleischwurst zieht? Oder wäre ein Spiel vielleicht besser geeignet?

    Was Futter angeht, Käse war hier schon immer der absolute Renner. Aber unserer nimmt alles und freut sich auch über eine Krokette schnödes Trockenfutter.

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    Jupp das ist z.B. eine gute Anlaufstelle um einen guten Trainer zu finden.


    Eine langjährige Erfahrung mit verschiedenen Hunden ersetzt keine Theorieseminare und keine Praxisseminare und praktische Arbeit mit Kunden unter Anleitung. Und auch erfahrene Hundehalter, wie du sie beschreibst, können grobe Schnitzer machen weil ihnen irgendwelches Wissen fehlt.

    Aber wer ist denn "berechtigt", solche Seminare zu geben? Namhafte Trainer (Futterschüsselvideo ;) ), Tierärzte, Hinz und Kunz? Was ist denn eine solche Ausbildung, die dann ok ist? Nur die vom bhv? Canis? ATN?... Das ist doch das Problem, selbst wenn es eine Ausbildung geben würde, man könnte es nie allen recht machen.

    Warum vermeide ich nicht Situationen, in denen sich mein Hund genötigt fühlen würde, zu schnappen? ;) Das sind ja Situationen, in denen sich der Hund überhaupt nicht wohfühlt und keinen anderen Ausweg weiß. Ich würde beispielsweise nie auf die Idee kommen, meinen Hund mit in eine belebte Stadt zu nehmen, wo ich seinen Wohlfühlabstand nicht gewährleisten kann. Das wäre meinem Hund gegenüber nicht fair, ihn da reinzuzwingen und ihm dann seine Kommunikation zu verbieten, wenn er sich Raum verschaffen will. Letzteres darf er natürlich nicht, aber dann bringe ich ihn halt erst gar nicht in die Situation.