Beiträge von Camillo09

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    Darf man fragen, WIE du den konditioniert hast?

    Für ihn ist der Pfiff das Versprechen auf Sheba-Katzenfutter. Das wurde so aufgebaut, dass ich über mehrere Wochen mehrmals am Tag in der Wohnung den Hund vor mich gesetzt habe, dann Pfiff und direkt Futter. Er musste also nichts tun außer fressen. Er sollte auch nur verknüpfen, Pfiff=Supertolles Futter. Das dann nach und nach in der Wohnung geübt, dass er kommen musste. Draußen an der Leine, draußen ohne Ablenkung. Der Aufbau ging über 3 Monate. Bei Ablenkung geübt habe ich nie, ich habe ihn dann einfach benutzt, in der Hoffnung (oder der Zuversicht), dass es klappen wird.

    Alternativ kann diese Belohnung auch das heißgeliebte Spielzeug sein, das der Hund sonst nie bekommt.

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    ...Es geht um meinen Wolfsspitzrüden, knapp 8 Monate. ...

    ...Ihr merkt wahrscheinlich, wenn ich mir das Ereignis nochmal in Erinnerung rufe, bin ich immer noch total aufgewühlt. Ich fühl mich so schuldig und wie ein Versager.

    Für einen Hund in dem Alter ist das mehr oder weniger normal. Das kann passieren. Genauso wie es bei einem älteren auch passieren kann.

    Grundsätzlich: die Sicherheit von allen geht immer vor, egal was dein Hund dann verknüpft. Wenn du ihn auf der Straße einsammeln kannst, dann geh hin und mach das.

    Ich strafe nicht beim Rückruf. Wenn es dir Situation zulässt, gehe ich mehr oder weniger schnell, das ist für meinen Hund Strafe genug. Zwar sollte ein Hund nie nen Rückruf ignorieren, aber 100% gibt es eben nicht und es kommt ab und an doch mal vor. Er kennt aber auch ein "zu spät" und anleinen, aber ob er das als Strafe versteht, wage ich zu bezweifeln, weil er anleinen nicht negativ verknüpft hat (denke ich).

    Für Situationen wie deine, wo das eben nicht geht, habe ich einen separat aufgebauten Notfallrückruf, der auch nur genau dann verwendet wird, wenn der Hund auf jeden Fall unverzüglich zurückkommen muss und auf den normalen nicht hört (bsp. im Hetzen). Der ist für den Hund so toll konditioniert, dass er dafür alles machen würde.

    Wenn du nicht sehr billig (eigener Garten o.ä.) an Gemüse kommst, lohnt es sich finanziell nicht und ist eine heiden Arbeit. Ich habe das auch schon gemacht, aber zumindest ich habe sie nicht so trocken bekommen, dass sie nicht doch irgendwann geschimmelt sind.

    Der Tipp mit den Nagerflocken ist aber gut. Unser Hund bekommt auch Meerschweinchenfutter. Da kann man i.d.R. auch jedes Gemüse einzeln kaufen (wobei das wieder teurer wird, wenn man keine 10kg mischen will). Shops gerne per PN.

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    Alleine lassen ist okay, aber nicht unbeobachtet im Garten.

    Genau. In der Wohnung/Haus finde ich das auch nicht problematisch, wenn ein Hund das gelernt hat. Geht natürlich nicht gleich mit einem Welpen.
    Im Garten sucht sich der Hund nen Job (wahrscheinlich alles sich bewegende Ankläffen und Vertreiben, wenn ein Weg nach draußen nicht möglich ist). Das ist den Nachbarn nicht zuzumuten und ich finde es auch für den Hund nicht gut. Wenn unserer den ganzen Tag "arbeiten" musste, wir viel unterwegs waren oder er zulange seinen Garten bewachen durfte, ist er total fertig und wird dann richtig nervig ("nach müde kommt blöd"). Er würde aber von allein seinen Leib- und Seelenjob Wachen nicht beenden, nur weil er müde ist. Wenn keiner da ist, der ihm sagt, wann Schluss ist, würde er das den ganzen Tag lang machen. Gerade wenn man einen Hund hat, der u.a. als Wachhund gezüchtet wurde. Wenn man sehr einsam wohnt, mag das gehen, aber wenn alle paar Minuten jemand vorbeikommt, geht es nicht.
    Dazu kommt in deinem Fall die Rasseproblematik: es wird einige geben, die den bellenden Kampfhund sehr beänstigend finden und dann hast du schneller das OA da, als dir lieb ist.

    Besser als Garten fände ich einfach Wohnung von den Eltern. Da brauchen sie ja auch nicht groß was zu machen, kurz mal an der Leine zum Pinkeln in den Garten (damit er sich nicht verselbstständigen kann) und dann wieder rein. Das wäre schon eine gute Option, Hund wäre nicht allein und Eltern müssten auch nicht so viel machen. Das würde auch mit einem Welpen gehen.

    Zu den Hobbies und Rassewahl wurde ja schon was gesagt. Wenn der Hund mitkommen soll, dann besser bei leichteren Hunden schauen.

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    Finde ich gar nicht so unpraktisch! Halt für die typischen Situationen- alt, krank, gehandicappt etc.
    Allerdings keine Ahnung wie gemütlich das wirklich für den Hund ist.

    So wie der Hund auf den Bildern drin hängt, würde ich behaupten, dass das überall drückt und überhaupt nicht bequem ist. An sich ne gute Idee, aber die Umsetzung ist mangelhaft. Wirkt halt so, wie eine Baby-Trage und genau so soll es wahrscheinlich auch aussehen.

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    Ist zwar OT aber man benutzt doch nicht Z+B, wenn der Hund was ingnoriert, sondern wenn ein Reiz auftritt, der unangebrachte Reaktionen hervorruft.
    Wenn also bspw. Krähen uninteressant sind, werde ich die sicher nicht zeigen und benennen, warum auch?
    Ich habe immer das Gefühl, hier schreiben einige über Dinge, mit denen sie sich nicht wirklich beschäftigt, den Dinn nicht verstanden, aber durchaus eine (ab-) wertende Meinung haben..

    Das ist schon klar, natürlich macht man das nur mit Dingen, die für den Hund eine Bedeutung haben, und er so darauf reagiert, wie man es nicht haben will. Es ging mir um die alternative Reaktion des Hundes, die er dann zeigen soll. Dass da bei Z/B ignorieren eben nicht reicht.
    Mit "Halt die klappe" konnte ich erreichen, dass er nun 90% der Passanten komplett ignoriert als wären sie nicht da. Die können rufen, bellen, pfeifen... Die übrigen 10% schaut er an. Als er 100% anschauen sollte, war er deutlich aufgeregter, auch wenn es die gewünschte Reaktion war, Blick zum Passanten und dann zu mir war, aber er war immer unter Spannung. Die Anspannung habe ich aber nicht rausbekommen und so ist er eben doch öfters noch explodiert. Zwar weniger als vorher, aber ein richtiger Erfolg war es nicht. Vielleicht ist es für meinen Hund einfacher, sie zu ignorieren und sich damit nicht weiter zu beschäftigen, ich weiß es nicht. Mir reicht es eben so. Ich glaube nicht, dass ich die genetisch bedingte Abneigung gegen Fremde wegclickern kann und so war für UNS der andere Weg der bessere.

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    Es werden keine Sachen wichtiger gemacht - die Auslöser sind vorm Z/B schon wichtig außerdem werden mit dem Auslöser nach und nach positive Emotionen verknüpft ... was erreicht werden sollte.

    Dadurch, dass der Hund eine Belohnung bekommt, wenn er sich so verhält wie gewünscht, macht man die Situation schon wichtiger. Auslöser=Belohnung=wichtig. Er soll sich ja vermehrt damit auseinander setzen, ein Ignorieren wird ja (normalerweise) nicht bestätigt. Mir reicht aber beispielsweise ein Ignorieren völlig aus. Er darf schauen, muss aber nicht.

    Wer gerne mit Z/B arbeitet, darf das ja machen und es auch empfehlen. Ich finde es ja grundsätzlich auch einen guten Ansatz, aber es wird hier gerne als einziger Weg und Allheilmittel für alles dargestellt und das ist es eben nicht. Es gibt auch andere Wege, die genauso ihre Berechtigung haben. Jeder Weg hat Schwächen und Vorzüge und man muss schauen, was eben passt, auf den Hund, aber auch auf den Menschen.

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    "Klappe jetzt" ist mir viel zu vermenschlicht gedacht und meiner Meinung nach nicht zielführend. Ich bevorzuge bei "Trainern" die Arbeit an den Ursachen und nicht die bloße Symptombekämpfung (die ja oft genug schiefgeht...)

    Was macht man, wenn ein Hund (genetisch verankert) fremde Menschen einfach sch**** findet und deshalb verbellt, weil er gelernt hat, dass er sie mit der Strategie los wird? Wenn man eine Ursache nicht beheben kann, weil man gegen Genetik einfach nicht ankommt? Das ganze Hundeleben lang schön füttern? Ich habe mich dann auch nach fast nem Jahr Zeigen und Benennen mit geringem Erfolg dazu entschieden, die Strategie zu ändern und dem Hund einfach zu sagen, "Halt deine Klappe, bleib hinter mir, ich mach das". Und siehe da, der Hund wurde in kurzer Zeit viel entspannter, weil er kapiert hat, dass das nicht (mehr) sein Job ist. Er braucht sich um nichts kümmern, er kann nach den Leuten schauen, aber er kann es auch lassen. Durch Z/B beispielsweise wird eine Situation auch für den Hund wichtig gemacht, wichtiger, als sie eigentlich ist. Es kann dem Hund nämlich eigentlich vollkommen wurscht sein, ob da jemand kommt oder nicht.

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    Komplett Krankenversicherung kommt für mich nicht in Frage, ich will nur die OPs abgedeckt haben.
    Und wenn ich bedenke, dass für meinen Hund der in der Agila in Gruppe drei eingestuft ist, die Uelzener die Hälfte kostet, dann könnte ich mit Formular ausfüllen gut leben, wenn das der einzige Nachteil wäre..

    Es ist (in meinen Augen) nicht der einzige Nachteil. Wie schon geschrieben, es wird ja nur der 2fache Satz bei der Ülzener abgedeckt. Mich hat auch gestört, dass nur 12 Tage nach der OP Folgebehandlungen übernommen werden. Die zwei Wochen sind schnell rum. Es ist natürlich so, dass dann i.d.R. keine sehr teuren Folgebehandlungen mehr kommen, aber mir war es der Preisunterschied von nicht mal 3€ nicht wert. Wenn ich allerdings das doppelte hätte zahlen müssen, hmm. Dass man unbedingt in Vorleistung gehen muss, ist auch so ne Sache. Wenn man mit dem TA reden kann, dass man zumindest teilweise später zahlt, wenn das Geld der Versicherung da ist, ok, aber wenn man wirklich mehrere tausend Euros vorstrecken muss, ist das auch nicht unbedingt einfach.

    Wir hatten genau das gleiche Problem mit dem Auto und haben dann einfach selbst eine Box gebaut. 100€ und 5h Aufwand waren im Endeffekt dann doch recht günstig für ne Box mit 80*45*60.

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