Beiträge von Camillo09

    Wenn die Wohnung nicht leer ist, sondern noch bewohnt, würde ich niemals einen Hund mitbringen. Ich kann dem anderen Mieter, der vielleicht Angst vor Hunden hat (und in SEINER Wohnung muss ich das noch viel mehr respektieren als draußen) oder ne Katze oder andere freilaufende Kleintiere, von denen ich nichts weiß, das nicht zumuten, das fände ich einfach nur unverschämt. Unsere Wohnung wird auch gerade besichtigt, weil wir wegziehen und wenn da einer mit Hund kommen würde, würde der Hund auch draußen bleiben müssen.

    Genau, ich habe keine Ahnung davon. Deshalb kann ich dem Hund auch keine Tricks beibringen (ach doch, ich strafe alles), konnte keinen positiv aufgebauten Abruf (ohne Strafe) aufbauen, der im Hetzen noch funktioniert, der Hund zeigt niemals Wild durch Stehenbleiben an, was durch Z/B herausgearbeitet wurde(vorstehen kann er als Schäfermix halt doch nich richtig), die Umorientierung auf den dann folgenden Click klappt schon 3x nicht. Komisch nur, dass mein Hund genau das tut und kann. Ich arbeite zu 80 % mit positiver Verstärkung und nur da, wo ich an meine Grenzen kam, bin ich einen anderen Weg gegangen, der funktioniert. Für mich und meinen Hund.

    Mein Hund sollte durchaus lernen, dass er fremde Hunde und Menschen nicht anbellen und vertreiben darf. Ganz genau das, nicht mehr und nicht weniger. Wenn er fremde Hunde und Menschen irgendwann gut findet, super, wenn nicht, auch gut. Muss er nicht, aber es muss sie akzeptieren. Seitdem kann ich in der Wohnung problemlos wieder Besuch empfangen, ohne, dass mein Hund durchdreht und sich die Seele aus dem Leib bellt. Stattdessen pennt er in seiner Box. Ich bin draußen nicht mehr auf der Flucht, sondern wesentlich entspannter geworden, kann die Wege gehen, die ich gehen will, egal ob da jemand kommt oder nicht.

    Inzwischen bekommt er aber auch wieder Lob in den Begegnungssituationen, jetzt habe ich nämlich auch was zu loben, weil er ruhig bleibt. Vielleicht ändert sich so auch seine Haltung irgendwann, aber ich verlass mich nicht drauf und wenn er fremde Hunde und Menschen bis an sein Lebensende doof findet, kann ich damit leben.

    Jeder soll den Weg gehen, hinter dem er steht und den er authentisch beim Hund rüber bringt. Wer keine Strafe will, der soll sie nicht verwenden. Wer keinen Clicker mag, soll ihn erst gar nicht kaufen.

    Nach einem Monat wäre genial gewesen. Ich hatte hier ja schon gelesen, dass es dauern kann und ich habe nicht mal nach 6 Monaten einen Schritt in die richtige Richtung gesehen. Eher ins Gegenteil, weil er ja immer wieder zum Erfolg kam. So viele Umwege kann man gar nicht gehen, zumindest nicht hier, weil man von Hunden "umzingelt" ist und es keine Wiesen zum Ausweichen gibt. Und durch die Lebensmittel links und rechts vom Weg wollte ich dann auch nicht stiefeln.

    Wenn sich mein Hund reinsteigert, bekomm ich ihn eben nicht mehr raus, das hat nichts mit bescheidenem Situationsmanagement zu tun. Was soll ich denn (positives) noch tun, wenn er auf das beste Futter (und damit auch Clicker, weil damit konditioniert) nicht anspringt und ausweichen nicht möglich ist? Spiel und Streicheln interessiert ihn draußen sowieso überhaupt nicht. Nein, ich brauch nicht wirklich Tipps, weil ich MEINEN Weg gefunden habe und die Sitaution so gar nicht mehr auftritt.

    Warum ist es so schwer, zu akzeptieren, dass es verschiedene Wege gibt?

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    Im übrigen begegnen wir im Moment nur Hunden zum üben, da ich eben nicht will, dass irgend ein keifender Hund unser Training gefährdet. Wenn das doch mal passiert und mein Hund in der Leine hängt clicke ich als Unterbrecher. Funktioniert dies nicht, benutze ich andere "nette" Methoden, die ich hier irgendwo schonmal beschrieben habe.

    Genau da seh ich eben das große Problem und warum ich auch zugebe, ich habe keinen Nerv dazu, jahrelang über positive Verstärkung das Problem zu bearbeiten, wenn es auch anders geht (und ich finde, ohne Schaden für den Hund). Entweder muss ich immer irgendwo ins Nichts fahren, wobei nicht mal das hilft, oder ich kann eben Hundebegegnungen nicht steuern. Weder, was das Bögen laufen angeht, noch die Breite des Weges, noch welche Hunde ich treffe. Ich muss damit leben, wann, wo und was kommt, und jedes Mal, das der Hund wieder in der Leine hängt, ist für ihn die beste positive Verstärkung, weiter zu kläffen, weil er immer sein Ziel erreicht. Und für das Training jedes Mal wieder ein Rückschritt. Unterbrechen, mit was auch immer, ging nicht mehr, weil er viel zu hochgedreht ist. Da hätte ich ihm ein ganzes Hähnchen vor die Füße werfen können, es hätte ihn nicht interessiert.

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    Viele Leute denken, dass Tierversuche nur für medizinische Zwecke praktiziert werden. Aber auch in der Lebensmittelindustrie, Hundefutterindustrie, der Textilbranche und vorallem in der Kosmetikindustrie (trotz des neuen Gesetzes....) werden viiiieeeele Versuche durchgeführt, bzw schlimmer, durchführen gelassen.

    Aber in der Tierfutterindustrie ist doch logisch, dass Tierversuche gemacht werden. Woher soll man sonst wissen, ob das Futter schmeckt? Wie man die Akzeptanz bei Katzenfutter erhöhen kann? Oder ob Hunde mit Arthrose durch einen bestimmten Zusatz besser laufen können? Das müssen ja keine schlimmen oder mit Schmerzen verbundene Tierversuche sein. Es kann auch sein, dass die einfach nur das Futter fressen und "ihre Meinung dazu sagen dürfen".

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    So oder so ähnlich steht es auch in den ethischen Richtlinien für Psychologen der DGPS. Der genaue Wortlaut ist:

    Das gilt nicht nur für Psychologen, sondern generell in der Forschung. Zumindest auf dem Papier. Tierversuche sind nur dann erlaubt, wenn es anders nicht geht. Es gibt eben Gebiete und Fragestellungen, da geht es ohne einen intakten Organismus eben nicht und wenn der medizinische Fortschritt weitergehen soll, dann kann man darauf einfach nicht verzichten. Den Papierkrieg, den man führen muss, bis man einen Versuch genehmigt bekommt, ist auch nicht ohne.

    Trotzdem bin ich der Ansicht, dass es noch zu viele unnötige Tierversuche gibt und man die Zahl durchaus noch reduziern kann, aber ganz darauf zu verzichten halte ich für unmöglich.

    PS: in der Kosmetik ist es verboten, ich rede von der medizinischen Forschung.

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    Das meiste Geld gibt man ja aus, wenn der Hund kommt und so für den Krimmskramms, den man bzw. Hund ja unbedingt braucht :hust:

    Allerdings :rollsmile: Wenn es dann doch das 3. Geschirr sein muss oder die 5. Leine, weil man uuuunbedingt noch ne Fettlederleine oder eine in einer bestimmten Farbe will. Entweder hat man sich gut unter Kontrolle oder man hat nachher viel Zeug zuhause, was man theoretisch nicht bräuchte, aber nett isses, wenn man es hat. ;)

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    Ohje, 200 € im Monat? Puuhhh damit habe ich nicht gerechnet.
    Das Trochenfütter reicht ja für 3 Monate, also 5€ im Monat, alles andere für einen Monat???

    du sagst ja selber Du bist ein "Viel-Ausgeber", und ein Schweizer Sennhund frisst vll. ja auch mehr als ein Labrador, oder?

    Naja, wenn man einen Hund von der Größe mit Nassfutter ernährt, ist man recht schnell bei hohen Kosten. Jede andere Art, einen Hund zu ernähren, wird günstiger sein. ;)

    Die 50 € Hundeschule braucht man ja auch nicht zwangsläufig. Gibt ja auch Vereine, da kostet das Training oft keine 50 € im Jahr. Ich meinte übrigens mit 100 € hinkommen können nur Futter, Leckerlies und die Versicherung. Aber man kann natürlich noch wesentlich mehr ausgeben, das ist klar.