Beiträge von Camillo09

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    2. Individueller Trainingsvorschlag, der auch abgeändert wird wenn man Umsetzungsprobleme hat
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    3. Jeder Hund wird nach der gleichen Methode trainiert

    Das ist inzwischen für mich kein Kriterium mehr, bzw. sogar eher umgekehrt. Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht, dass Trainer, die ein "breites Methodenspektrum" haben und für jeden Hund ein eigenes, nichts gescheit können und von allem nur die Oberfläche kennen. Die clickern erst ein bisschen rum, wenn das nicht funktioniert, lenkt man mal mit Futter ab, klappt wieder nicht, probiert man es dann etwas aversiver, aber da sie auch nicht punktgenau Strafen oder Abbrüche einsetzen können, klappt das auch nicht. Dann kommen Dinge wie geworfene Rütteldosen, in die Seite zwicken bis der Hund jault, Leinenrucks etc.. Am Ende sind Hund und Halter nur verwirrt und enttäuscht, mussten sich vll. anhören, dass sie keine Bindung zueinander haben, sind um viele Euros ärmer und haben nichts gelernt.

    Da ist mir ein Trainer tausend mal lieber, der sich ganz klar positioniert und sagt, er hat bei Schlegel, CumCane, Hundeteamschule etc. gelernt und arbeitet genau so. Wenn jemand bei Schlegel gelernt hat, braucht der kein Z/B oder Geschirrgriff aufbauen können, das erwarte ich dann gar nicht. Ich erwarte nur, dass er sein Konzept richtig kann, in jeder Facette. Innerhalb der verschiedenen Konzepte gibt es ja immer noch Abstufungen auf den einzelnen Hund, aber das Grundprinzip ist für jeden Hund gleich und offensichtlich funktioniert es ja bei sehr vielen Hunden, sonst wären die Trainer nicht so bekannt. Entweder finde ich das als Halter gut und möchte das ausprobieren oder ich lass es, weil es mir nicht zusagt. Dann gehe ich eben zu einem anderen. Aber das kann ich nicht, wenn mir ein Trainer sagt "das passe ich individuell auf den Hund an". In meinen Augen muss die Methode nämlich eher zum Halter als zum Hund passen, denn der muss sie umsetzen.

    Als Kontraargument empfinde ich eine (teure) Anamnese, die hier teils 100 € und mehr kosten. Klar ist das wichtig, aber ich möchte sehen, wie der Trainer mit mir und dem Hund arbeitet, bevor ich meine ersten 150 € los bin für Anamnese und erste Stunde.

    Wenn der Kleine keinen TA danach gesehen hat (könnte ja auch bei einer anderen Untersuchung/Impfung etc. gemacht werden), dann zeugt das nicht unbedingt von einem guten Züchter und schon deshalb wäre ich sehr skeptisch, irgendeinen Welpen von dort zu nehmen. ;) Unabhängig von möglichen Folgeschäden.

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    Davon hab ich nix auf der verpackung gefunden. Oder ist es versteckt deklariert?

    Der Punkt ist, es muss gar nicht deklariert werden. Drin sein kann es trotzdem.

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    Nein, das hat sie per definitionem eben nicht zum Ziel. Es geht nur um das gestrafte Verhalten - und das muss weniger werden, sonst ist die Strafe keine wirkliche Strafe - ob nun positiv oder negativ.

    In der Theorie natürlich nicht, aber ehrlich gesagt ist mir am Ende egal, was die Definition sagt.

    Ich lebe nicht in Definitionen und in der Lerntheorie, sondern in der Realität. Und da ist es nun mal so, dass eines ohne das andere nicht geht. Auch wenn man es in der Theorie trennen kann. Wenn ein Hund nicht in der Leine ausrastet, dann MUSS er was anderes tun.

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    Und Nightstalcer, das ist genau meine Kritik an Aversivmethoden. BEI DIR passiert das nicht mehr, weil du der aversive Stimulus bist und genau das ist Meideverhalten. Es sollte dir vor Augen führen, dass das Verhalten noch da ist, deine Strafen bewirkten kein Aussterben des Verhaltens. Meideverhalten, das der Mensch gar nicht registriert udn was als gar nicht so schlimm eingestruft wird oder gar "nötig".

    Mein Hund würde sich ohne Anleitung meinerseits, wie ich es mache, auch nicht von anderen einfach führen lassen. Allerdings sieht es bei allem positiv aufgebauten ganz genauso aus. Die Reaktion, die er auf Kommandos von anderen (die er kennt) zeigt, ist ein Blick zu mir. Natürlich rede ich von Kommandos, die er wirklich kann und bei mir auch ohne Zögern ausführt. Bei Kommandos von Fremden ist die Reaktion komplette Ignoranz. Nur mit Leckerlie-Bestechung führt er auch direkt Kommandos von anderen aus. Das hat nichts mit der Methode zu tun. Ich könnte deinen Hund wahrscheinlich auch nicht so an anderen Hunden vorbeiführen, ohne, dass du mir deine Werkzeugkiste erklärst.

    Positive Strafe hat auch zum Ziel, dass andere Verhaltensweisen öfter gezeigt werden. Das MUSS ja logischerweise so sein, weil etwas anderes weniger wird. Da der Tag des Hundes aber nicht kürzer wird, muss er ja anderes Verhalten häufiger zeigen. Genauso wie positive Verstärkung dafür sorgt, dass unerwünschtes Verhalten weniger wird. Eben weil der Tag nicht länger wird. Nur mehr oder nur weniger geht nicht.

    Dass ein Verhalten nicht von heute auf morgen ausstirbt, ist doch klar. Da müsste man wirklich extrem aversiv dran gehen und das will niemand.

    Der entscheidende Punkt ist doch: man kann nur das richtig und erfolgreich machen, was man authentisch rüberbringen kann. Ich gebe zu, dass es (mit) daran lag, dass ich mit rein positivem Aufbau in manchen Dingen nicht weiter kam. Weil ich selbst nicht 100 % davon überzeugt war, dass es für uns funktioniert. In anderen Bereichen schon und da brauche ich keinerlei Strafen, auch keinen Abbruch (bei uns das Jagen, klappt wunderbar mit positiv aufgebautem Rückruf und Umorientierung auf Click). Genauso ist es, wenn man nicht 100 % von Strafen überzeugt ist. Dann wendet man sie wirklich falsch, da nicht authentisch, an. Egal wie, der Hund nimmt einem die Methode einfach nicht ab und es wird nichts. Deshalb ist die Methode nicht schlecht, aber sie führt bei diesem Hund/Halter-Gespann niemals zum Erfolg.

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    Wir haben eine Hundewiese schon zweimal abgelehnt, weil wir eine ländliche Kommune sind und der Weg bis ins nächste Feld nun mal nicht weit ist. Und ich denke, einen Weg von ca. 15 Min. ist wohl jedem Hundehalter zuzumuten.

    Ergo gibt es auch keine Kinderspielplätze? Die können dann ja auch in den Feldern spielen.

    Auf dem Land ist es mit jagenden Hunden nicht unbedingt einfacher.

    Ich habe noch keinen vollgekoteten Hundefreilauf gesehen, aber dafür sehen bei uns die Feldwege aus wie sonst was. In dem Freilauf ist es nämlich ganz einfach, einen Kotbeutelspender und einen Mülleimer aufzustellen, dann sind die meisten auch bereit, den Haufen wegzuräumen. Auch bei mir schwindet die Lust, die Haufen einzusammeln, wenn ich sie anschließend 15 km durch die Landschaft tragen muss.

    http://www.zooplus.de/shop/hunde/hun…ungshilfen/7306

    Eigentlich für was ganz anderes gedacht, aber man kann es probieren. Wenn sich der Hund nicht direkt vertreiben lässt, beschleunigen aber manche Halter, wenn ihr Hund mit irgendwas beworfen wird. Wobei man bei deinem sicherlich erst mal üben müsste, vor dem Ding keine Angst zu haben. Meiner ist da zum Glück sehr unproblematisch und hat nie darauf reagiert. Und ganz ehrlich, ich werfe die Dinger auch direkt auf den Hund.

    Deine Hündin verhält sich ganz richtig, hoffentlich behält sie das. Es gibt nämlich sehr häufig den Fall (meiner incl.), die gelernt haben, dass Pöbelei an der Leine ein mächtiges Werkzeug ist, sich solche Hunde vom Hals zu halten und sich dann eben selbst drum kümmern. Wir arbeiten, seit wir ihn haben, daran, dass er das nicht braucht und wir ihn schützen.

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    So würde ich es anfangs gern probieren: Ich würde gerne Trockenfutter und Nassfutter füttern. Bezüglich TroFu würd ichs gern mal mit Wolfsblut probieren und bezüglich NaFu mit Lukullus. Füttert das jemand? Ich weiß, dass es nicht das beste Futter ist, aber für die Preisklasse dann doch ganz in Ordnung, oder was meint ihr?
    Würde auch gern ca. 4/5 Nassfutter und 1/5 Trockenfutter dazu füttern. Also zum Beispiel 400g Nassfutter und 100g Trockenfutter am Tag. Bzw. werd ichs dann wahrscheinlich so anpassen, dass es sich mit den Nassfutter-Dosen irgendwie gut ausgeht. Das machen hier ja einige so. Ist es egal, was ich wann gebe und ob ich es bei einer Mahlzeit mische? Wie macht ihr das?

    Gebt ihr noch was hinzu (Joghurt, Gemüse, ...) oder eher nicht?

    Trocken- und Nassfutter zusammen wird nicht von allen Hunden vertragen. Ich gebe es auch getrennt.

    Trockenfutter gibt man ja wesentlich weniger als Nassfutter. Meiner bekommt als Tagesration 150 g Trockenfutter oder ca. 500 g Dose + Gemüse. Wenn du also 1/5 und 4/5 geben während das für das Trofu (in dem Beispiel) also nur 30 g und 400 g Nafu.

    Ich gebe noch Gemüse dazu, weil ich damit die Futterration zwecks Sättigung sehr kalorienarm gestreckt bekomme, da es kaum verwertet wird. Bei einem Hund, er nicht schon vom Hinschauen dick wird, braucht man das natürlich nicht unbedingt, wenn es sich um eine Alleinfutterdose handelt (gibt auch Reinfleischdosen, die Einzelfuttermittel sind und ergänzt werden müssen).

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    Es gibt einen für 6 Monate (der wird wohl am meisten verwendet, weil er i.d.R. nur ein Test ist) und einen für ein Jahr. Ich wüsste nicht, dass auch welche gibt, die länger halten, aber wäre natürlich denkbar.

    Es gibt hier einen ewig langen Thread zu diesem Thema, da stehen massenweise Erfahrungen drin. Wir haben den Chip auch als Testlauf verwendet und noch vor Ende der Wirkung des Chips die Kastra machen lassen, weil sich der Hund sich so wie gewünscht verändert hat und das ohne jegliche weitere Erziehung im relevanten Bereich. Es lag also definitiv an der Wirkung der Hormone. Manchmal hat auch Erziehung ihre Grenzen, bzw. eine Kastration (ob nun chemisch und/oder chirurgisch) kann das Leben ungemein erleichtern für alle.

    https://www.dogforum.de/suprelorin-che…cht-t64772.html

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    Selbst wenn es ein Kinderverbot geben würde, wäre der Hund und dessen Halter dran, wenn ein Kind zu Schaden kommt, auch wenn es eigentlich gar nicht auf der Wiese hätte sein dürfen.
    Ist doch bei unbefugtem Betreten von Privatgelände genauso.
    Kommt jemand über den hohen Zaun geklettert oder verschafft sich sogar Zugang zum Haus und kriegt von meinem Hund dann nen Denkzettel verpasst, hat mein Hund die A-Karte und der Einbrecher hätte noch Anspruch auf Schmerzensgeld/Schadensersatz.

    Ein Kinderverbot bringt in diesen Sinne, also erst einmal keine Vorteile für den Hund und dessen Halter.

    Die Frage ist aber, geht ein Einbrecher freillig zur Polizei und zeigt an? Wenn sich jemand widerrechtlich auf meinem Gelände befindet (und das zur Anzeige des Hundes zugibt), kann ich ihn anzeigen wegen Hausfriedensbruch oder gar Diebstahl etc. Die Frage ist, ob jemand wirklich für Schmerzensgeld in den Knast wandern will, wenn er auch so davon kommen könnte.

    In dem Fall auch so, wenn es eine Ordnungswidrigkeit ist, das Kind dahin mitzunehmen und man sich dann direkt selbst anzeigt und deshalb ne empfindliche Geldstrafe zahlen muss, überlegt man sich zweimal, ob man einen Hund anzeigt, zumindest, wenn nichts weiter passiert ist als ein paar Schrammen. Klar, wenn ein Kind wirklich gebissen wird, dann sieht es ganz anders aus, aber dann hat der Hund dort wirklich nichts zu suchen, wenn ein Kind kommt.