Beiträge von Camillo09

    Hätte ich einen Garten, würde ich auch nur einmal am Tag gehen. Genauso wie ich jetzt nur 1x am Tag ne große Runde mache und der Rest nur aus 10 min pinkeln besteht. Das würde mit Garten wahrscheinlich ausfallen und da hätte ich auch kein schlechtes Gewissen dabei.

    Genauso bei Regen. Mein Hund hasst es abgrundtief, nass zu werden. Der will da keinen Meter laufen, ich kann nur hoffen, dass er überhaupt sein Geschäft macht und sich nicht nur von mir durch die Gegend ziehen lässt und dabei jammert, als würde man ihm sein Fell abziehen. Ohne Leine laufen geht bei Regen gar nicht, da kennt er nämlich nur eine Richung und die ist nach Hause.

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    Aber wie findet man raus was fehlt?

    Das wüsste ich auch gerne. Angeblich sieht man im Blutbild ja erst was, wenn es schon sehr starke und dauerhafte Mängel sind. Da sind wir hoffentlich noch nicht. Manchmal habe ich das Gefühl, er hätte Sodbrennen, weil er auch ab und an dieses typische Schlecken zeigt. Da würde Heilerde ja auch helfen. Bloß ist das Grasfressen bei ihm ganz unabhängig vom Schlecken. :hilfe:

    Ich frage mich da auch immer mal wieder, weil meiner auch so Phasen hat, wo er extrem auf Gras aus ist.

    Letztes Jahr war es eher sporadisch, dass er es mal gefressen hat. Dieses Jahr im Frühjahr fing es an, dass er immer mitgefressen hat, wenn ich für meine Meerschweinchen Gras gesammelt habe. :headbash:

    Was mir bei ihm auffällt:
    - er frisst Unmengen Gras, wenn er sich angestrengt hat
    - wenn es nass ist

    Zum Teil auch einfach so und dann wird er manchmal richtig penetrant, wie wenn er es jetzt gerade wirklich braucht für irgendwas. Wenn ich ihm Heilerde gebe, ist es deutlich besser. Kann sich da einer einen Reim drauf machen? Futter wechseln? Wobei er das Verhalten unabhängig vom Futter zeigt und er ja auch nicht nur eines bekommt, sondern quer durch den Garten (roh, Dose, Trofu).

    Ich war früher immer mit meinem Meerschweinchen in Großostheim in der Praxis und kann von dort auch nur positives berichten. Die Preise waren (ich denke, da gilt auch für Hunde) wirklich in Ordnung, nach GOT korrekt abgerechnet, aber nur der 1-fache Satz. Man bekommt dort komplett detaillierte Rechnungen und kann alles nachvollziehen. Das finde ich super.

    Hexe: es gibt eine GOT, aber a) halten sich nicht alle Tierärzte dran (manche rechnen mehr oder weniger ab) und b) lässt die nach oben doch sehr viel Spielraum (1-3 facher Satz). Schwierig wird es bei denen, die einem keine detaillierte Rechnung geben und man nicht weiß, was man für was gezahlt hat. Das ist dann i.d.R. bei denen von a) so ;) .

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    Wie dämlich...bei der op-versicherung hat man keine sb, zahlt man aber das doppelte (da inkl. Krankenversicherung) hat man bei ops ne SB...

    Das finde ich auch sehr blöd geregelt.

    Wenn ich das Geld ansparen würde, was in die OP-Versicherung fließt, käme ich bis ans geschätze Lebensende des Hundes nicht mal ganz auf 2500 €. Also in etwa das, was eine größere OP incl. für die OP nötige Diagnostik vorher und Nachsorge nachher kosten könnte. Ansparen funktioniert nur dann, wenn man jederzeit an ausreichend Geld kommen kann. Wenn ja, braucht man keine Versicherung, wenn nicht, finde ich es sehr sinnvoll. Mir helfen nämlich nicht die theoretisch gesparten Beiträge bis zum Tod des Hundes, wenn ich die (lebensnotwendige) OP im Alter von 5 Jahren nicht bezahlen kann.

    Ne Vollkrankenversicherung allerdings finde ich auch nicht sinnvoll. Die lohnt sich in den seltensten Fällen, schon deshalb, weil die Differenz zwischen Beitrag und Zahlungsobergrenze zu gering ist.

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    2. Individueller Trainingsvorschlag, der auch abgeändert wird wenn man Umsetzungsprobleme hat
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    3. Jeder Hund wird nach der gleichen Methode trainiert

    Das ist inzwischen für mich kein Kriterium mehr, bzw. sogar eher umgekehrt. Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht, dass Trainer, die ein "breites Methodenspektrum" haben und für jeden Hund ein eigenes, nichts gescheit können und von allem nur die Oberfläche kennen. Die clickern erst ein bisschen rum, wenn das nicht funktioniert, lenkt man mal mit Futter ab, klappt wieder nicht, probiert man es dann etwas aversiver, aber da sie auch nicht punktgenau Strafen oder Abbrüche einsetzen können, klappt das auch nicht. Dann kommen Dinge wie geworfene Rütteldosen, in die Seite zwicken bis der Hund jault, Leinenrucks etc.. Am Ende sind Hund und Halter nur verwirrt und enttäuscht, mussten sich vll. anhören, dass sie keine Bindung zueinander haben, sind um viele Euros ärmer und haben nichts gelernt.

    Da ist mir ein Trainer tausend mal lieber, der sich ganz klar positioniert und sagt, er hat bei Schlegel, CumCane, Hundeteamschule etc. gelernt und arbeitet genau so. Wenn jemand bei Schlegel gelernt hat, braucht der kein Z/B oder Geschirrgriff aufbauen können, das erwarte ich dann gar nicht. Ich erwarte nur, dass er sein Konzept richtig kann, in jeder Facette. Innerhalb der verschiedenen Konzepte gibt es ja immer noch Abstufungen auf den einzelnen Hund, aber das Grundprinzip ist für jeden Hund gleich und offensichtlich funktioniert es ja bei sehr vielen Hunden, sonst wären die Trainer nicht so bekannt. Entweder finde ich das als Halter gut und möchte das ausprobieren oder ich lass es, weil es mir nicht zusagt. Dann gehe ich eben zu einem anderen. Aber das kann ich nicht, wenn mir ein Trainer sagt "das passe ich individuell auf den Hund an". In meinen Augen muss die Methode nämlich eher zum Halter als zum Hund passen, denn der muss sie umsetzen.

    Als Kontraargument empfinde ich eine (teure) Anamnese, die hier teils 100 € und mehr kosten. Klar ist das wichtig, aber ich möchte sehen, wie der Trainer mit mir und dem Hund arbeitet, bevor ich meine ersten 150 € los bin für Anamnese und erste Stunde.

    Wenn der Kleine keinen TA danach gesehen hat (könnte ja auch bei einer anderen Untersuchung/Impfung etc. gemacht werden), dann zeugt das nicht unbedingt von einem guten Züchter und schon deshalb wäre ich sehr skeptisch, irgendeinen Welpen von dort zu nehmen. ;) Unabhängig von möglichen Folgeschäden.

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    Davon hab ich nix auf der verpackung gefunden. Oder ist es versteckt deklariert?

    Der Punkt ist, es muss gar nicht deklariert werden. Drin sein kann es trotzdem.

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    Nein, das hat sie per definitionem eben nicht zum Ziel. Es geht nur um das gestrafte Verhalten - und das muss weniger werden, sonst ist die Strafe keine wirkliche Strafe - ob nun positiv oder negativ.

    In der Theorie natürlich nicht, aber ehrlich gesagt ist mir am Ende egal, was die Definition sagt.

    Ich lebe nicht in Definitionen und in der Lerntheorie, sondern in der Realität. Und da ist es nun mal so, dass eines ohne das andere nicht geht. Auch wenn man es in der Theorie trennen kann. Wenn ein Hund nicht in der Leine ausrastet, dann MUSS er was anderes tun.

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    Und Nightstalcer, das ist genau meine Kritik an Aversivmethoden. BEI DIR passiert das nicht mehr, weil du der aversive Stimulus bist und genau das ist Meideverhalten. Es sollte dir vor Augen führen, dass das Verhalten noch da ist, deine Strafen bewirkten kein Aussterben des Verhaltens. Meideverhalten, das der Mensch gar nicht registriert udn was als gar nicht so schlimm eingestruft wird oder gar "nötig".

    Mein Hund würde sich ohne Anleitung meinerseits, wie ich es mache, auch nicht von anderen einfach führen lassen. Allerdings sieht es bei allem positiv aufgebauten ganz genauso aus. Die Reaktion, die er auf Kommandos von anderen (die er kennt) zeigt, ist ein Blick zu mir. Natürlich rede ich von Kommandos, die er wirklich kann und bei mir auch ohne Zögern ausführt. Bei Kommandos von Fremden ist die Reaktion komplette Ignoranz. Nur mit Leckerlie-Bestechung führt er auch direkt Kommandos von anderen aus. Das hat nichts mit der Methode zu tun. Ich könnte deinen Hund wahrscheinlich auch nicht so an anderen Hunden vorbeiführen, ohne, dass du mir deine Werkzeugkiste erklärst.

    Positive Strafe hat auch zum Ziel, dass andere Verhaltensweisen öfter gezeigt werden. Das MUSS ja logischerweise so sein, weil etwas anderes weniger wird. Da der Tag des Hundes aber nicht kürzer wird, muss er ja anderes Verhalten häufiger zeigen. Genauso wie positive Verstärkung dafür sorgt, dass unerwünschtes Verhalten weniger wird. Eben weil der Tag nicht länger wird. Nur mehr oder nur weniger geht nicht.

    Dass ein Verhalten nicht von heute auf morgen ausstirbt, ist doch klar. Da müsste man wirklich extrem aversiv dran gehen und das will niemand.

    Der entscheidende Punkt ist doch: man kann nur das richtig und erfolgreich machen, was man authentisch rüberbringen kann. Ich gebe zu, dass es (mit) daran lag, dass ich mit rein positivem Aufbau in manchen Dingen nicht weiter kam. Weil ich selbst nicht 100 % davon überzeugt war, dass es für uns funktioniert. In anderen Bereichen schon und da brauche ich keinerlei Strafen, auch keinen Abbruch (bei uns das Jagen, klappt wunderbar mit positiv aufgebautem Rückruf und Umorientierung auf Click). Genauso ist es, wenn man nicht 100 % von Strafen überzeugt ist. Dann wendet man sie wirklich falsch, da nicht authentisch, an. Egal wie, der Hund nimmt einem die Methode einfach nicht ab und es wird nichts. Deshalb ist die Methode nicht schlecht, aber sie führt bei diesem Hund/Halter-Gespann niemals zum Erfolg.