Beiträge von Camillo09

    Zitat

    Obwohls schon irgendwie rätselhaft ist, dass die Hunde da nicht richtig unterscheiden.

    Ich mein damit, dass z.B. bei meiner Hündin Bewegungsreiz nicht gleich Bewegungsreiz ist.
    Nur zur Erklärung: Sie ist eine absolute Jagdsau und so gut wie immer an der SL.
    Wenn aber unsere Katze in einem Affenzahn durch den Garten saust, hat die sich sowas von im Griff. Auch, wenn wir sie draußen, also außerhalb des Gartens treffen und Katze völlig unerwartet an uns vorbeidüst, schaut Paula nur kurz und hat die Ruhe weg.
    Mittlerweile überträgt sie das sogar auf fremde Katzen. Natürlich findet sie da das Wegrennen interessant, würde sich da aber (glaube ich!) sogar im Freilauf abrufen lassen.
    Schon komisch. :???:

    Finde ich interessant, dass gerade ein Jäger da so unterscheidet, aber ich kann mir das sehr gut vorstellen. Mein Schäfer-Mix ist nämlich kein sehr ambitionierter Jäger und bei ihm kann es passieren, dass er, wenn er Wildduft in der Nase hat, Autos oder Radfahrer in der Ferne jagt (abrufbar, keine Sorge ;) ). Einfach nur wegen dem schnellen Bewegungsreiz. Kleinhunde ist bisher nicht passiert, aber könnte ich mir im Prinzip auch vorstellen. Der reagiert dann total planlos auf alles, und ich gehe davon aus, dass er dann letztlich merken würde, dass das Auto oder der Radfahrer ja gar kein Hase ist. Ich probier es natürlich nicht aus.

    Ich habe auch schon erlebt, wie ein Labbi einen kleinen Podenco mit nem Hasen verwechselt hat, ihm ist es aber noch rechtzeitig aufgefallen ;) .

    Mich wie ein Baum zu verhalten hilft meinem Hund in einer solchen Situation überhaupt nicht. Der bellt sich dann nur immer weiter in Rage und kommt gar nicht mehr runter. Finde ich auch in den meisten Fällen keinen guten Tipp, weil nichts tun auch zur Bestätigung führen kann, dass das Verhalten richtig ist. Ich muss etwas unternehmen, sein Verhalten unterbrechen, wobei es abhängig ist von der Situation, wie ich es abbreche.

    Zitat


    Bitte nicht falsch verstehen! Es geht darum, DASS der Hund seinen Trieben nachgehen kann, nicht sie zu unterdrücken. "wenn ich bei Fremden Winzel oder auf den Vorderpfoten tanze, statt zu bellen, gibts Belohung ..." ... "wenn ich statt dem Hasen doch lieber den Quietschball zurückbringe, gibts Belohnung ..." Was mache ich, aus Hundesicht eher? Ja, Ideal/Wunschvorstellungen, aber teils auch bisherige Erfahrungen ... Auch klar, dass es viel Zeit beansprucht. Ich erwarte mir bei einem Hund (egal was für einer) nicht, dass mir "gutes, umgängliches Verhalten" in den Schoss fällt. Wenn es mir nicht mit allem ernst wäre, würde ich generell nicht über einen Hund nachdenken.

    Ich glaube, dass dieser Teil wirklich eher Wunschvorstellung ist als Erfahrung. Denn genau so funktioniert es eben nicht einfach so. Beim Jagen funktioniert es bei meinem Hund ohne Probleme, er ist nicht ambitioniert und macht das so aus Spaß, weil rennen und hetzen halt lustig ist. Da ist es ganz einfach, das umzulenken und ihn abzurufen oder anderweitig zu beschäftigen. Anders sieht es beim Wachen aus. Das macht er mit Leib und Seele und da gibt es NICHTS, was höherwertiger wäre, als dass er sein Grundstück/Haus/Wohnung und seine Leute von fremden Eindringlingen befreien kann. Da kann ich noch so sehr mit Katzenfutter winken, für das er vom Hasen ablässt und zurückkommt.

    Ich habe einen unsicheren Hund mit Wach- und Schutztrieb und das ist wirklich nicht lustig. Ich habe mir das auch wesentlich einfacher vorgestellt, eben mit ein bisschen umlenken, schönfüttern etc. wird das schon klappen. Tja, falsch gedacht. Bürohund? Niemals. Wenn ich zu dem nötigen Training noch ein Auslastungsprogramm fahren müsste, na danke. Ich bin mehr als froh, dass meiner in der Hinsicht trotz Mali-Vorfahren ganz einfach ist und keine große Sonderbespaßung braucht. Der ist mit Spazierengehen und ein bisschen Spielen zufrieden zu stellen. Klar macht ihm Hundesport auch Spaß, aber er braucht es nicht.

    Und nein, er wacht nicht, weil er nicht ausgelastet ist. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, habe ich schon ausprobiert.

    Zitat

    bin grad unterwegs und kann daher nicht alles googlen aber nahezu alle premium futter hersteller produzieren futter ohne getreide bzw kohlenhydratfrei.

    zb. Orijen:

    "Kohlehydratreduziert und Getreidefrei um die natürliche Ernährung ihres Hundes nach zu ahmen, beinhaltet ORIJEN 20% gesundes Obst aus der Region, Gemüse und Pflanzen – inklusive Seetang, Wacholderbeeren und Ringelblume – welche von Natur aus reich an pflanzlichen Nährstoffen, B-Vitaminen und wichtigen Spurenelementen und Mineralstoffen sind."

    Ja, weil es die Käufer (im Moment) hören wollen! Und die entsprechenden Produkte kaufen. Ist ja quasi wie barfen und das ist eh das non-plus-ultra.

    Es ist nämlich die Frage, was die "natürliche" Nahrung "des Hundes" ist, der noch nie in der freien Natur gelebt hat. Wenn man natürlich durch ursprünglich ersetzt, muss man immer noch unterscheiden, ob man einen nordischen Hund hat oder einen Windhund aus der afrikanischen Wüste, oder einen Hofhund aus Mitteleuropa. Die haben sich mit Sicherheit auch nicht gleich ernährt, wohl nicht mal annähernd.

    Ich finde diese Art zu Spielen toll und auch wichtig. Das hat mit Respektverlust nichts zu tun, eher im Gegenteil. Es ist genauso eine Art Zuneigung wie Streicheln. Mein Hund kann mit Spielzeug wenig anfangen und liebt stattdessen dieses körperliche Spiel. Selbst wenn er total hochdreht, sobald ich nicht mehr mitmache (z.B. aufhöre, mich zu bewegen oder ihn zu animieren), hört er sofort auf und ist ganz sanft. Meistens endet es damit, dass er auf der Seite liegt und ich ihn durchknuddel.

    Von Vollmers gibt es Futter, das ich ganz gut finde und anderes, was ich nicht füttern würde. Es ist kein besonders hochwertiges Futter, was man aber bei dem Preis auch nicht erwarten kann. Ich denke, dass das Futter vergleichbar ist mit anderen aus der Preisklasse wie Josera, Köbers etc.

    Ich fütter im Moment u.a. auch Vollmers, es wird gut vertragen und die Vorgängerin hat das ihr ganzes Leben lang bekommen. Als alleiniges Futter würde ich es aber nicht geben, hier gibt es nur 1x am Tag Trofu, sonst gibt es roh oder gekocht, event. auch (Reinfleisch-)Dose. Wenn ich ausschließlich Trockenfutter geben würde, dann würde ich schon nach etwas suchen, das hochwertiger ist und mehr Fleischanteil hat.

    Zitat

    Ich glaube, du redest dir da etwas schoen!? (M)Ein Hund, der mir gegenueber mit Knurren das Futter verteidigt, bekaeme von mir einen festen "Flugschein". Bei Euch scheint mehr nicht zu funktionieren, und das Gros liegt offensichtlich in der falschen Erziehung und offensichtlich im Wunsch, zu traeumen und sich selbst zu beluegen!
    Man kann dir nur ganz fest die Daumen druecken, dass du deinen Hund wirklich in den Griff bekommst, denn die Wahrscheinlichkeit,dass Kastration bei einem 3jaehrigen Hund mit eingefahrenen, gravierendenden Verhaltensmaengeln eine positive Veraenderung dieser hervorruft, ist verschwindend gering! Hat dir das euer TA nicht erzaehlt?

    Das kommt doch ganz darauf an. Wenn es Verhaltensweisen sind, nur vorwiegend/ausschließlich an den Hormonen liegen, kann sich auch im Alter von 3 Jahren noch was ändern. Wir haben unseren mit 3 1/2 Jahren chippen lassen, weil er draußen nur abwesend war und dementsprechend u.a. nicht abrufbar. Mit Einsetzen der Wirkung des Chips hat das schlagartig funktioniert. Verhaltensweisen, die nicht an Hormonen liegen, ändern sich logischerweise nicht.

    Das mit dem Futter könnte auch daran liegen, dass für Kastraten Futter meistens noch sehr viel wichtiger wird. Ist bei meinem auch so, für den ist sein Futter jetzt das wichtigste überhaupt. Allerdings finde ich die Situation auch nicht glücklich, dass der Hund dann mit Futter auf dein Bett darf. Meiner fände es auch sehr blöd, wenn ich ihm einfach seinen Knochen wegnehmen würde. Deshalb handhaben wir es so, dass niemand ohne "Vorwarnung" an den Hund an seinen Napf oder seinen Knochen geht. So kann jemand direkt neben seinem Napf etwas aus dem Schrank nehmen, an ihm vorbei gehen etc. Er weiß, dass ihm in der Situation niemand sein Futter wegnimmt. Deshalb wird da auch nichts verteidigt. Wenn ich an den Napf will oder den Knochen, verlange ich per Kommando die Freigabe des Napfes oder Knochens vom Hund und ich kann dran. Einfach willkürlich wegnehmen gibt es hier nicht. Ich würde ja auch sehr sauer werden, wenn man mir einfach mein Lieblingsessen unter der Nase wegnimmt.

    Aufgeschlossenes Getreide wurde mit heißen Dampf behandelt, um es besser verdaulich zu machen, sodass es Hunde auch gut verwerten können.

    Ich finde, die beiden Futter geben sich nicht viel. Das NaturPlus ist halt fast getreidefrei (bis auf die Reiskeime) und hat etwas mehr Fleischanteil. Mir wäre das den fast doppelten Preis (was ich so im I-Net gefunden habe) nicht wert, wenn der Hund die Zutaten von MM verträgt.

    Ich finde MM ein wirklich solides Futter mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis, wenn ein Hund keine Probleme mit kaltgepresstem Futter hat. Ich würde es auch noch füttern, wenn mein Hund davon nicht nur so mickrige Mengen fressen dürfte. Für ihn war die Fütterungsempfehlung immer noch viel zu viel und ich hätte ihn bald rollen können. Wenn ich auf die nötige Menge reduziert hätte, wären wahrscheinlich als Tagesration 10 Pellets übrig geblieben und das geht ja leider auch nicht.

    Zitat

    Oo Vorsicht:
    Soweit ich weiß, sind nicht nur die clostridien nicht durch 100 grad Hitze inaktivierbar (weil endosporenbildner - da hilft nur autoklavieren), sondern auch das botulinumtoxin ist hitzeresistent und in kleinsten Mengen (das stärkste natürliche Gift) letal. Da würde ich persönlich nie Experimente eingehen.

    Botulinumtoxine sind große Proteinekomplexe, die nicht hitzestabil sind. Auch reichen 100 °C zum Abtöten der Bakterien, es muss nur lange genug sein. Nur bei den Sporen wird es kritisch.