Beiträge von Camillo09

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    Also - jetzt mal ganz ehrlich:
    wer damit ein Problem hat, mit seinem Vermieter ein "freundliches", normales, von Angesicht-zu-Angesicht gutes Verhältnis zu haben, NUR weil es der Vermieter ist, hat meiner Meinung nach noch ganz andere Probleme...

    Vor allem: der dürfte nie auf's Land ziehen.
    Aber das ist auch gut so - bleibt mal schön alle in Stadtnähe, in den Wohnsilos wohnen, mit einer anonymisierten Wohnungsbaugesellschaft als Vermieter :gut:

    Genau so.

    Ich verstehs aber. Wenn jemand im Vermieter nur den kapitalistischen Halsabschneider sieht, der einem nur die Kohle für nichts aus der Tasche ziehen will, dann täte ich mir auch schwer, ein gutes Verhältnis zu ihm zu haben. Sehe ich aber im Vermieter einen Menschen, der mir (selbstverständlich nicht kostenlos) Wohnraum zur Verfügung stellt, ohne den ich unter der Brücke schlafen müsste, mit ganz, ganz vielen anderen, die kein Eigenheim haben, dann fällt ein freundschaftliches Verhältnis viel leichter. Und wenn man sich mit dem Vermieter gut versteht, ist auch der Hund oft kein Thema. Das war in unserer jetzigen Wohnung so und ist in unserer neuen so.

    Noch war die Heizung nicht an, aber der Vermieter hat heute schon gefragt, ob er sie anschalten soll. Ich fang jetzt an, nachts zu frieren. Es wird langsam Zeit für langen Schlafanzug und die kalte Mikrofaserbettwäsche landet auch wieder im Schrank. Im November ziehen wir in eine neue Wohnung und da haben wir dann einen Kaminofen, der wird schon allein, weils so schön anzuschauen ist, immer heizen. Ich bin schon gespannt, ob wir dann in manchen Räumen (z.B. Bad) noch die andere Heizung brauchen, oder ob der Holzofen sogar für die ganze Wohnung reicht.

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    Ich finde Flexileinen ungeeignet für Hunde. Die meisten Hunde in der Umgebung laufen täglich an der Flexileine, und es ist einfach nur grausam mit anzusehen. Ich habe bei einem Urlaubshund mal eine mitgebrachte Flexileine ausprobiert, und fand es furchtbar. Man hat absolut kein Gefühl für den Hund, das Ding kracht laut runter wenn es aus der Hand rutscht, und erschreckt den Hund, Fahrradfahrer können drüberstürzen, das Ende der Leine ist für den Hund nie ersichtlich, so kracht er permanent rein, und "Auslauf" bekommt der Hund damit auch nicht.

    Mein Hund weiß ganz genau, wo die 8m zu Ende sind. Außerdem heißt ja an der Flexi nicht, dass ein Hund nie abgeleint wird. Ich finde die Flexi einfach super praktisch, jetzt auch wieder, weil die nie im Matsch hängt, man sie nicht immer wieder aufnehmen muss wie ne Führleine (die sonst eben auch im Matsch hängt). Und fallen lassen muss man sie ja auch nicht, dann scheppert nichts. Wenn Radfahrer kommen, kann man ne Flexi auch kurz nehmen, dann fällt keiner drüber. Im Sommer war sie bei uns nicht ein einziges Mal am Hund, im Winter wird das mit Sicherheit wieder kommen. Schon allein auch deshalb, weil ich meinen im Dunkeln nicht ableinen kann (da brauchts nur ein Auto mit Lichtern in weiter Ferne oder ein sich falsch bewegender Busch und er gerät in Panik) und er damit mehr Freiraum hat als nur an der Führleine. Man muss halt damit umgehen können, aber dann sind die schon ne gute Erfindung.

    Hundekontakte, Hallo sagen etc. ist ne Flexi natürlich nichts, aber das muss man ja nicht, nur weil ne Flexi dran ist.

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    Grauenhafte Vorstellung!

    Warum darf man zu seinen Vermietern kein gutes Verhältnis haben? Ich finde das auch gut, wenn man über alles reden kann. Viel schlimmer finde ich die Mieter meines Freundes, die ihn nie selbst kontaktieren, sondern immer nur alles über ihren Anwalt läuft (die Rechtsschutzversicherung zahlt ja). Das müsste doch echt nicht sein, man kann doch einfach auch mal wie normale Menschen miteinander reden und sich einigen. Da ist es doch viel angenehmer, wenn man sich auch mal auf nen Grillabend mit seinem Vermieter trifft oder gemeinsam die Gartenarbeit macht (statt teuer ne Firma zu rufen).

    Ich trenne auch zwischen Platz und Alltag. Im Alltag werden die Kommandos auf Deutsch gesagt und da ist es mir egal, ob er nun im Platz bequem liegt oder krumm und schief etc. Auf dem Hundeplatz (bzw. Training dafür) muss er natürlich ordentlich machen, die geforderten Bewegungsabläufe genau aussführen und deshalb andere Kommandos, bei denen auf die schnelle und korrekte Ausführung geachtet und auch korrigiert wird. Im Alltag ist mir sowas total egal, wie er nun vom Sitz ins Platz geht und umgekehrt.

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    So wie sich Emma gezeigt hat, ist es wirklich sehr sehr nahe liegend, dass es wirklich am Stress liegt und sie einfach mit den vielen Hunden überfordert ist! Wir werden das ganze nochmal wiederholen und dann von mal zu mal die Hundeanzahl steigern. Einfach um ihr Stresslevel abzubauen! Natürlich werden wir dennoch das Blutbild machen lassen.

    :gut:

    Ich würde aber wirklich langsam steigern, nicht, dass ihr wieder Rückschritte macht. Ich denke, kein Hund muss mit 10 oder mehr Hunden auf einmal klar kommen, wenn sie irgendwann stressfrei bleibt bei einer Hand voll Hunden reicht das für einen entspannten Alltag in meinen Augen aus.

    Der Rebound setzt nach ca. einer Woche ein, also das, was du beschreibst mit dem übertriebenen Verhalten. Die eigentliche (hoffentlich positive) Wirkung kommt dann nach ca. 4-6 Wochen. Insofern passt es bei euch ja ziemlich genau. Dann sind die Hoden auch schon auf Minimalgröße geschrumpft, das Schrumpfen passiert während dem Rebound.

    Wir hatten heute auch den ersten Test draußen bei strömendem Regen. Abgesehen davon, dass der Hund die Kapuze nicht mochte und der Mantel ihn nicht richtig passt (der Hund hat soooo blöde Maße, nur 65cm Bauchumfang bei 60cm Rückenlänge), ist der Mantel ein voller Erfolg. Er hat nicht mehr gejammert, konnte seine Geschäfte machen und sogar in ganz normalem Tempo mitlaufen. Sonst schleicht er ja am liebsten von einem Busch zum nächsten bzw. rennt wie ein Irrer auf dem Heimweg. Den Mantel zu tragen, macht ihm überhaupt nichts aus.

    Jetzt muss ich nur schauen, dass ich mehr Klettband dran mache, damit ich ihn enger bekomme, bzw. den Bauchgurt versetzen und dann kann ich beruhigt in den Herbst gehen, weil der Hund sich nicht mehr verhält, als packt er gleich seinen Koffer und zieht aus, weil ich ein elender Tierquäler bin, der ihn bei Regen rauszwingt.

    Für mich klingt es auch so, als wäre v.a. der Hundeplatz das Problem und gar nicht so sehr der Hund. Der HP scheint sie extrem zu stressen und sie weiß sich einfach nicht anders zu helfen. Meiner war beim Spielen auf dem HP auch immer gestresst, er hat zwar nicht gebissen, aber hat sich einfach in einer Ecke versteckt und gehofft, dass ihn kein anderer Hund findet. Ungefährlich für die anderen Hunde, aber für meinen war's auch nicht schön. Es wurde zwar mit der Zeit etwas besser, d.h. er hat seine Ecke auch mal verlassen und ist weiter gerannt, aber letztlich habe ich akzeptiert, dass ein HP mit Spielen nichts für uns ist, weil er mit den vielen Hunden einfach nicht klar kommt. Wenn es nur wenige sind, ok (max. 4), alles was drüber geht, ist ihm zu viel. Training auf dem HP macht er gerne und konzentriert, aber Spielen geht nicht, sobald mehr als 1 anderer Hund da ist.

    Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich HP erst mal bleiben lassen. Arbeite mit ihr draußen, bis sie reifer ist und du vielleicht auch einen Weg gefunden hast, wie du ihr helfen kannst, runter zu kommen. Ich musste da auch bei meinen Hund erst einen Weg finden, er schafft es nämlich auch nicht mehr alleine (bzw. das kann sehr, sehr lange dauern). Da gibt es durchaus verschiedene Wege, die man ausprobieren muss/kann. Ich helfe meinen z.B. mit viel Körperkontakt, aber das geht natürlich nur, weil ich weiß, dass er nicht als Übersprungshandlung nach mir schnappt und er das auch positiv empfindet. Andere Hunde können das auch als unangenehm empfinden, das müsste man halt herausfinden.

    Draußen scheint sie ja ok zu sein (noch), also mach dir das nicht kaputt, indem du sie immer wieder der Situation auf dem HP aussetzt und sie lernt, dass das Verhalten zum Erfolgt führt. Früher oder später probiert sie es dann nämlich auch draußen und dann hast du den Salat. Vielleicht kannst du sogar auf dem HP weitertrainieren, wenn sie konsequent aus dem Spiel ferngehalten wird (d.h. ihr kommt später/fahrt früher), sodass sie lernt, dass sie den Hunden gar nicht mehr selbst ausgesetzt wird. Dann reduziert sich der Stress vielleicht auch schon. Wenn ihr aber mit dem, was in der Gruppenstunde gemacht wird, eigentlich keine Probleme habt, kannst du es auch einfach allein weitertrainieren und das Training auf dem Platz erst mal bleiben lassen für ne Weile.