Zitat
Je nach Situation hätte wohl jeder abgeleint. Tut doch nicht so!
So hat der Hund auch einfach ne Chance zu flüchten, wenn ich ihn nicht adäquat schützen kann. Manchmal ist man nicht in der Lage Dinge anders zu regeln.
Ich hatte eine sehr lehrreiche Situation, in der ich meinen Hund schon gedanklich im Rhein hab davontreiben sehen. Er wäre auf seiner kopflosen Flucht beinahe ein paar Meter in die Tiefe und über Steine in den Rhein gefallen, der an der Stelle eine extreme Strömung hat. Ich hätte überhaupt keine Chance gehabt, meinem Hund noch zu helfen, wenn ins Wasser gefallen wäre und die Flucht nicht glücklicherweise auf den Steinen geendet hätte. Und er sich wahrscheinlich auch nicht, weil er gegen den Fluss keine Kraft gehabt hätte. Daraus hab ich gelernt, dass ich in gewissen Situationen meinen Hund einfach mit Anleinen schützen muss.
Da riskiere ich wirklich lieber eine unschöne Begegnung an der Leine, auch wenn sie mit Prellungen oder schlimmstenfalls mit ner Beißerei endet, als meinen Hund tot auf der Straße oder in irgendeinem Fluss zu sehen, weil er kopflos weggerannt ist. Deshalb sage ich ja, man muss es für den eigenen Hund wissen. Wenn es bei der TE das erste Mal solches Verhalten des Hundes war, kann man ihr keinerlei Schuld geben, beim ersten Mal reagiert wohl wirklich jeder so, weil es die erste, sinnvolle Maßnahme ist. Aber dann kann man ja daraus lernen.
Wenn der Hund nur die Wendigkeit nutzt und ausweicht, mag es sehr hilfreich sein, wenn er aber total blind (weil mit dem Blick bei mir oder beim anderen Hund) durch die Gegend rennt, egal was da kommt, ist das u.U. gefährlicher als ein Verwickeln der Leine.