Beiträge von Camillo09

    Du machst dem Hund klar, dass du das Sagen hast, bzw. es besser ist, deinen Ansagen zu folgen, indem du verlässlich bist, klare Linien im Alltag vorgibst und der Hund dir trauen kann.

    Z.B. die Sache mit dem Knochen. Mein Hund weiß, dass ihm niemand sein Futter ohne Ankündigung wegnimmt. Klare Regel, was er hat, ist seins und der darf es auch behalten. Darauf kann er sich immer verlassen. Wenn ich doch dran muss, dann muss er das Futter auf Kommando freigeben. Aber es passiert nicht aus dem Nichts und unerwartet. Deshalb kann auch jeder direkt an ihm bzw. seinem Napf/Knochen vorbei, ihn am Napf streicheln etc. Obwohl ihm sein Futter absolut heilig ist.

    Bett gibt es auch klare Regeln, z.B. darf unserer nur auf die Tagesdecke. Dann weiß er, es ist freigegeben und er wird auch nicht runtergeschmissen. Sonst ist Bett tabu.

    Mit Futter-gegen-Kooperation zu arbeiten finde ich hier auch eine gute Idee, auch die Sache mit der Hausleine, weil man da einen sichereren Umgang mit dem Hund hat und seine aufgestellten Regeln dann auch durchsetzen kann. Wahrscheinlich trifft der Hund zu viele Entscheidungen, die nicht euren Wünschen entsprechen (das hat nichts mit Dominanz zu tun, sondern damit, dass ihr es nicht tut). Damit ihr das nicht mehr tut, müsst ihr dem Hund die Entscheidungen abnehmen und das geht nur über klare Regeln.

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    2 Minuten Freude für Dich bedeuten für so manches Tier stundenlange Angst, Panik, Stress usw.
    https://www.dogforum.de/silvester-2013…ad-t173188.html

    Und mein Hund, der Angst hat, wenn andere Hunde oder Menschen auf ihn zukommen? Da verzichtet auch keiner auf einen Waldspaziergang, nicht mal Rücksicht wird genommen, wenn man sagt, er will keinen Kontakt. Wenn der Hund mit den paar Minuten Raketen und Feuerwerk so große Probleme hat, dann muss ich mir da genauso was überlegen wie bei anderen Problemen.

    Feuerwerk finde ich schön und schau es gerne an. Dieses Jahr haben wir auch mal wieder was gekauft. Knaller brauche ich nicht, aber so ein paar schöne optische Effekte will ich nicht missen.

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    Ich finde Sachkundeüberprüfung nicht schlecht, sowohl theoretisches als auch praktisch.
    Aber ich sehe standardisierte Test wie diesen hier als Verpflichtung für z.b. Freilauf durchaus kritisch.
    Ich finde wenn es solche Überprüfungen oder Beurteilungen verpflichtend geben soll, dann müssen sie immer auch auf die Individualität des Mensch- Hunde-Teams eingehen. Dazu gehören eben auch Lebensumstände.

    Das fände ich auch gar nicht mal schlecht. Ein Prüfer kommt, schaut sich den Alltag des Teams an und wie sie damit klar kommen. Dann könnte man schlecht erzogene von "nicht perfekt ausgebildeten" Hunden unterscheiden. Aber das ist praktisch nicht durchführbar und der eine Test wäre ja auch viel einfacher als ein anderer.

    Das Problem sehe ich v.a. aber in den Konsequenzen, wenn es welche gibt. Leinenpflicht? Höhere Steuern (Listenhundsteuer?) für Hunde, die den Test nicht bestehen? Halteverbot? Dann können die Tierheime und Tierschutzvereine gleich die Vermittlung einstellen, denn dann holt sich niemand mehr einen Tierschutzhund mit unbekannter Vergangenheit. Sieht man ja an Listenhunden. Man weiß nie, wann und ob man den überhaupt Test bestehen kann. Schon gar nicht, wenn die Dinge im Alltag nicht vorkommen (und deshalb werden ja viele TS-Hunde gar nicht in Innenstädte vermittelt). Einen Hund mit Deprivationsschaden, der Angst vor fremden Menschen hat und aufgrund der Schäden auch nicht mit Stress umgehen kann, wird so einen Test kaum bestehen. Was macht man dann? Direkt einschläfern, weil er nicht in die Gesellschaft passt?

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    ...
    Viele Teile des Reglements haben wir oft im Alltagsleben.
    Da legen wir generell schon viel Wert darauf, dass ...

    Die Liste ließe sich jetzt ewig Fortsetzen. Ich sehe in den meistens geforderten Übungen schon einen Sinn, auch wenn es sich für manche Hundehalter tatsächlich nicht so ganz erschließen sollte. Man darf nicht vergessen, dass nicht für jeden Hundehalter alle Situationen im Alltagsleben wichtig sind, wenn das entsprechende Händlig aus persönlichen Gründen immer anders ist. Wenn jemand mit seinem Hund nie in städtischer belebter Innenstadt unterwegs ist, weil es eben nicht nötig ist, dann kann ich verstehen, dass man solche Übungen für nicht unbedingt sinnvoll halten kann.

    Genau deshalb fände ich den Test für uns auch total unsinnig. Ich weiß, dass mein Hund niemals in eine belebte Innenstadt kann. Genauso wenig wie Bahnfahren. Für uns wäre der Führerschein fast komplett "Kunststücke einüben", die im Alltag nie vorkommen. Fahrstuhl, irgendwo anbinden... gibt es alles nicht. Er ist leinenführig und abrufbar, auch von Wild, Maulkorb lässt er sich aufziehen (für TA) und alles andere brauchen wir auch nicht.

    Andererseits wäre es mir auch recht egal, wenn es Pflicht wäre. Da, wo wir unterwegs sind, sehen wir so gut wie nie jemanden (höchstens Spaziergänger mal Sonntagmittag), und dann kommt der Hund eh an die Leine. Von daher würde ich mir da keinen Kopf drüber machen.

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    http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin…cle1778896.html

    so langsam frage ich mich ob das ein großer Witz wird... dann wäre mein Hundesitter ab sofort arbeitslos... und ich meinen hund vllt los :(

    So eine Begrenzung finde ich sehr sinnvoll, wenn auch nicht so extrem. Aber ich habe schon sehr, sehr schlechte Erfahrung mit Gassigängern gemacht, die viele Hunde auf einmal dabei hatten und die Gruppendynamik 0 im Griff hatten. Ich finde es alles andere als lustig, wenn eine bellende Meute von 10 Hunden auf entgegen kommende Hunde losschießen darf. Da ist doch gemeinschaftliches Mobben vorprogrammiert. Oder man die Hunde auf dem Parkplatz direkt an/in das Auto von anderen Leuten lässt, weil die Leine so unpraktisch ist bei vielen Hunden. Einfach Tür auf und alle rennen über den Parkplatz, egal zu wem. Vom gemeinschaftlichen Jagen mal abgesehen.

    Dass es auch gute Dog-Walker gibt, die eine Gruppe von Hunden im Griff hat, kann gut sein, aber ich fürchte, es ist nicht die Mehrheit. Mir ist noch keiner begegnet. Ich gehe inzwischen großräumig aus dem Weg. Wenn sie nicht selbst ihre Inkompetenz einsehen und weniger Hunde mitnehmen, die sie noch im Griff haben, dann muss halt von anderer Seite eine Begrenzung her. Meinetwegen dürfen sie mehr als 4 Hunde an Leinen mitführen, aber nur eine begrenzte Zahl zeitgleich im Freilauf oder so.

    Hallo zusammen,

    bedingt durch den Umzug ist unser alter, toller Tierarzt jetzt leider viel zu weit weg und ich brauche einen neuen. Meine Kriterien:

    unabdingbar:
    - muss mit sich reden lassen, Behandlungen gemeinsam absprechen, nichts einfach machen
    - Impfungen mit maximal möglicher Dauer (Hundesport, daher muss geimpft werden, aber so selten wie möglich)
    - preislich im Rahmen
    - OPs direkt mit der Agila abrechnen oder auf Rechnung (damit ich vorher die Rechnung einreichen kann)
    - nicht irgendwo mitten in der Stadt ohne Parkmöglichkeiten vorm Haus

    wünschenswert:
    - großzügiger Wartebereich, damit mein Hund nicht auf anderen drauf sitzen muss beim warten und Abstand haben kann
    - Erfahrung mit (extremen) Angstpatienten


    Toll wäre, wenn der/die Tierarzt/in auch fit im Bereich der kleinen Heimtiere (Meerschweinchen) wäre, aber da das nicht so einfach ist, da überhaupt jemanden zu finden, bin ich auch gerne bereit, da zu weiter entfernten Spezialisten zu fahren (hierfür sind Tipps auch gern gesehen). Bei Hunden sieht es ja deutlich besser aus, was Kompetenz angeht.

    Der Ort ist ja im Titel schon angegeben, bin auch bereit, ne halbe Stunde zu fahren, wenn es sich lohnt, für die Meerschweinchen sowieso (da ist das ja Standard, dass man in der unmittelbaren Nähe niemanden hat).

    Danke!

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    Aber die Agila hat keine Haftpflicht?

    Ich würde gerne alles bei einem haben.... Bin nicht so der Fan von hin und her :p

    Doch, aber die ist nicht besonders empfehlenswert, gibt deutlich bessere. Bei den OP-Versicherungen gibt es kaum Alternativen (nur 4 Anbieter überhaupt) und da sind in meinen Augen die Bedingungen wesentlich schlechter, die kamen für uns nicht in Frage. Wie deren Haftpflichtbedingungen aussehen, weiß ich aber nicht, wir sind bei der VHV.

    Wenn es dir darum geht, möglichst wenige Versicherer zu haben (warum eigentlich?, ich würde immer den besten nehmen), dann schau mal, ob du in deine Privathaftpflicht den Hund mit aufnehmen kannst. Aber da auch kann es sein, dass die Bedingungen dann etwas schlechter sind.