Beiträge von Camillo09

    Wie "gut" die GK funktioniert sehen wie ja.... Aus diesem Grund bin ich mitunter für das private System

    Eben. Man sieht beim Menschen schon, zu was das führt. Es reicht, trotz sehr hoher Einzahlungen vieler, vorne und hinten nicht, weil man an die Wand gestellt wird, wenn man sich traut, Leistungen einschränken zu wollen. Da wir niemanden rauswerfen, wird es halt immer teurer und teurer für die, die einzahlen.

    Auf sowas habe ich bei Hunden, die eine rein private Konsumentscheidung sind, keine Lust, v.a. ein Solidarsystem bei Hunden, das dann sämtliche Qualzuchten, genetische Erkrankungen bestimmter Rassen... einschließt. Ich finde diese Mentalität, alle Risiken solidarisieren zu wollen, schwierig. Wir sind schon so stark am umverteilen (unterschiedliche hohe Beiträge zur Kranken - und Pflegeversicherung bei gleicher Leistung für alle, Sozialleistungen, wenn das Geld nicht reicht...). Irgendwo muss man auch mal damit aufhören. Alles will man von der Gemeinschaft abgesichert haben, wo bleibt da die Verantwortung für die eigene Entscheidung? Keiner muss sich einen Mops, Bulldogge,... anschaffen und wenn er es doch tut, selbst mit den finanziellen Risiken leben. ICH hab da keinen Bock drauf.

    Wobei ich mir aktuell nicht vorstellen kann wie das in den Bedingungen aussehen soll.

    Ich habe da auch schon drüber nachgedacht. Wahrscheinlich über Selbstbeteiligungen im vierstelligen Bereich. So, wie man es auch bei Autoversicherungen vereinbaren kann. Wir haben bei der Kasko meine ich auch 1000€, der wirtschaftliche Totalschaden ist versichert, kleinere Sachen eben nicht. Bei einer Krankenversicherung könnte ich mir das so ähnlich vorstellen, bei Menschen gibt's das ja im Bereich der PKV auch. Sowas könnte das für den Tierbereich aussehen, aber wenn man manche Spendenaufrufe anschaut, wo schon für kleinere 4-stellige Summen Spenden gesammelt werden, frage ich mich, ob das für solche Tierhalter eine Lösung ist. 400€ Beitrag im Monat können sie aber ja genauso wenig bezahlen. Wahrscheinlich muss man früher oder später akzeptieren, dass man sich die Tierhaltung z.B. im Alter einfach nicht mehr leisten kann. Entweder man verzichtet oder im Fall der Fälle muss man damit klar kommen, dass die Behandlung eben nicht bezahlt werden kann. Als ich noch Meerschweinchen hatte vor vielen Jahren war das einfach - da hat einem das, was medizinisch möglich war, Grenzen gesetzt. Die Tierarztkosten waren immer überschaubar, weil viel einfach nicht ging. Heute, gerade im Hunde - und Katzenbereich, kann man sehr sehr viel, was natürlich dann auch die Kosten treibt.

    Von den Fantasiepreisen der Allianz mal abgesehen: Um utopische Versicherungsprämien zu verhindern, wird es in den nächsten Jahren eine Abkehr von der Vollkaskomentalität benötigen

    Sehe ich auch so. Wer die Vollkasko Absicherung will (keine Ausschlüsse von Rassen, Alter, keine Kündigung von chronisch kranken Hunden...), der muss mit solchen utopischen Beiträgen rechnen, denn nur damit ist dieser Wunsch finanzierbar für die Versicherungen. Allianz ist schon immer und bei allem drüber, aber ~400-500 € kann ich mir schon als realistisch vorstellen.

    Ich muss demnächst 3 1,80x0,9m Metallhochbeete versetzen. Wir haben ums Grundstück 2 m hohe, 100 Jahre alte Mauern, die nicht so schön aussehen, weil sie natürlich feucht sind, Putz abblättert... Also wollen wir nen Sichtschutz davorbauen (Abriss ist super aufwändig, weil man nicht mit Gerät aufs Grundstück kommt und man daher alles 30 m mit der Schubkarre fahren muss. Eigentlich müsste ich auch langsam anfangen. Auch Kompost verteilen, Beete auffüllen... Aber morgen soll es erstmal wieder schneien. 🥴 Im März fang ich mit den Anzuchten an, Tomaten, Popcorn - Mais will ich mal versuchen, Gurken usw.

    Na dann versichern wir in Zukunft doch nur noch die Hunde die gesund sind, alle anderen schmeißen wir sofort raus.

    In welchem Bereich der privaten Versicherungswirtschaft ist das nicht so? Die Haftpflicht schmeißt dich nach mehreren Schäden raus. Die Wohngebäudeversicherung kündigt vielleicht nicht gleich, aber erhöht drastisch den Beitrag oder/und Selbstbeteiligung. Oder kann dich auch rausschmeißen. Bis auf die Versicherungen, die gesetzlich reguliert sind, ist das doch bei allen so. Kündigung zum Ablauf der Versicherungsjahres oder im Schadensfall. Man hat nie eine 100% Absicherung und da finde ich eine vereinbarte "Probezeit" von 3 Jahren schon gar nicht so verkehrt. Wenn die jetzt weggefallen ist, macht es die Versicherung deutlich unattraktiver. Wenn man dieses Prinzip ändern will, müsste man ein System wie die GKV für Menschen machen, wo man sich auch gegen Beiträge von 300/400€ pro Monat nicht wehren kann (beim Menschen ist es ja noch viel mehr, ich denke mal, dass die Tiermedizin schon noch ein Stück günstiger ist).

    Anderen kündigt ist das nicht cool für alle die noch da sind, sondern man sollte sich fragen, wofür man überhaupt zahlt.

    Solange es den Kündigungsausschluss gab, tatsächlich fürs Alter. Die ersten Jahre waren im Grunde eigenes Risiko, wenn da der Hund ernsthaft krank wird. Ich würde davon ausgehen, dass jeder Hund, bei dem in den ersten drei Jahren eine chronische oder häufige Erkrankungen ohne Diagnose eingereicht werden, gekündigt wird. Auch wenn es mein eigener ist.

    Aber ich bin ehrlich, ich frage mich schon immer, wie tragfähig Tierkrankenversicherungen für eine Versicherung wirklich sind. Für mich passen die Beiträge und das Kostenrisiko nicht wirklich zusammen, weil gefühlt fast jede Hund im Laufe des Lebens so viel einzahlt wie er (bis ins Alter) kostet und das funktioniert nicht. Oder eben nur, wenn man die besonders teuren rauswirft, solange es geht und quasi auf die selektiert, bei denen man eine Chance sieht, dass es am Ende mit nem + für die Versicherung aufgeht. Einige der aktuellen, wie auch die Hansemerkur, sind noch nicht mal 10 Jahre in dem Markt aktiv, da wird auch zeigen, wie das mit den günstigen Preisen funktionieren soll.

    In meinem Bekanntenkreis wurden jetzt leider zwei chronisch kranke Hunde (verschiedene Besitzer) von der Hanse Merkur kurz vor Ablauf der drei Jahre gekündigt. Hinterlässt kein gutes Gefühl.

    Ich finde das eigentlich wenig überraschend und ich weiß auch nicht, ob ich das wirklich schlecht finde. Für die Besitzer ist das blöd, ganz klar, aber seien wir mal ehrlich. Welche Wahl hat die Versicherung? Sie kann entweder solche Hunde rauswerfen, solange sie noch kann oder alle müssen noch mehr zahlen. Als zahlender Kunde ohne jungen, chronisch kranken Hund habe ich da auch nur bedingt Lust drauf, ehrlich gesagt. Die Versicherung ist kein Wohlfahrtsverein, die müssen wirtschaftlich denken und abwägen. Ältere kranke Hunde mit alten Verträgen können sie nicht kündigen, das müssen sie eh schon umlegen, teilweise innerhalb des Hundelebens, weil rechtzeitig versichert, teilweise auf alle Versicherten. Mit jungen chronisch Kranken (oder solche, die spät versichert wurden) funktioniert das erste nicht, also kann man nur auf alle Versicherten verteilen und da finde ich schon nicht schlecht, wenn sie damit eher zurückhaltend sind. Sonst zahlt man bald 300 und 400€ im Monat, wenn alle alten und chronisch kranken Hunde für normale Beiträge bleiben. Dann ist es wie in der gesetzlichen KV, wo man sich als berufstätiger Mensch dumm und dämlich bezahlt.

    Bei uns sind die drei Jahre im Sommer um und wir hatten jetzt einen Versicherungsfall im vergangenen Versicherungsjahr, mal sehen, ob sie uns auch rauswerfen, ggf. mit dem Angebot, auf das neue Vertragsmodell umzusteigen.

    Jetzt ist das natürlich noch kein Zeitraum für ein echtes Urteil, aber wie sagt euch der Buzz zu?

    Ich finde ihn total super. Wir haben ihn als 5-Sitzer, sodass er einen riesengroßen Kofferraum hat. Im Vergleich zum Caddy (und auch Smax) ist er einiges breiter, das merkt man leider bei engen Parkhäusern. Was ich absolut genial finde, wir haben keine Buzz Box und ich kann von vorne nach hinten laufen und bequem die Kinder anschnallen. Das geht 100x besser als im Smax, weil er so hoch ist und ich mich nicht reinlehnen muss von der Seite. Das Raumgefühl mag ich sehr, das wirkt alles so groß und offen.

    Wir hatten uns auch die Stellantis-Busse angeschaut, weil die doch einiges günstiger wären, aber ne, das waren totale Transporter, abartiger Stromverbrauch und dementsprechend kaum Reichweite. Für uns kein Vergleich.