Beiträge von Lysaya

    Ich habe mal gelesen, dass in Ahlen ein Frenchie gepfändet wurde. Soweit ich weiß, kam der Hund dann tatsächlich zu neuen Besitzern.
    Die Stadt hat jedoch eine Untersuchung eingeleitet, weils doch ziemlich ungewöhnlich war.

    Sicher, dass Du nicht auch den Mops "Edda" meinst?
    Laut Auskunft der Stadt Ahlen wurde dort überhaupt erst einmal ein Tier gepfändet und das war eben jene Mopsdame.
    Sie wurde dann (und das ist wohl das, was da falsch gelaufen ist) von einem Mitarbeiter der Stadt auf Ebay verkauft.
    Die neue Besitzerin hat sie dann wohl behandeln lassen. Wenn ich mir die kurzen Videos von dem Hund ansehe, finde ich die Augen ziemlich gruselig.

    Wann sie gekauft wurde, steht da nicht, aber da sie ja erst 1,5 Jahre ist oder so, kann das nicht furchtbar lang zurück liegen.

    Darf ein Hund gepfändet werden? • mimikama

    Hier steht etwas mehr dazu.
    Ich bin da zwiespältig.
    Die Schulden, weswegen überhaupt eine Pfändung ins Haus stand, sind z.T. auch nicht bezahlte Hundesteuer.

    Bis so eine Pfändung veranlasst wird, vergehen ja auch ein paar Mahnungen, wo man das Geld hätte zahlen können, um dem zu entgehen.
    Wenn man schon kein Geld für die Hundesteuer hat und dann noch 1800 Euro für die TA-Behandlung (laut neuer Besitzerin) fällig sind, ist das hier wohl für alle Beteiligten die beste Lösung.

    In dem oben verlinkten Bericht steht auch, dass das nicht die Regel ist, aber juristisch durchaus abgesichert.

    @Nikus_

    Falls Du (oder @persica ) mich meinen, dann tut es mir leid. So "böse" war das nicht gemeint.

    Unser erster Berner hat diese Zeit noch voll mitgemacht. Inklusive alleine spazieren gehen und am Ende des Weges auf Frauchen warten, zu jedem Hund rennen, rumprollen, etc.
    Der hatte tatsächlich wochenlang Leinenzwang und nur noch Kontakt zu einer Gruppe Hunde, mit der wir jeden Morgen gelaufen sind. Ein älterer Rüde, zwei ältere Hündinnen. Als sich abzeichnete, dass er da anfing zu "nerven" und die anderen Hunde das nicht mehr witzig fanden, kam er an die Schleppleine und wir haben das intensiv trainiert. Mit 2,5 Jahren wurde er dann kastriert, weil er auch gesundheitliche Probleme bekam.

    Bodo musste schon früh kastriert werden, mit 11 Monaten, weil er Herzprobleme aufgrund des Stresses entwickelt hatte und seine Prostata dauerhaft vergrößert war und nur medikamentös zu regulieren war. Da hatten wir dieses Problem nicht, dass er zu Hündinnen wollte.
    Aber am Abbruchsignal und "man rennt nicht überall hin" habe ich auch bei ihm mit der Schleppleine gearbeitet.

    Tasche und Inhalt sind so wie es aussieht über unsere Hausratversicherung abgedeckt. Der Ersatz der Papiere ist nicht mitversichert.

    Das ist allerdings wahr ...
    Als man hier bei uns im Haus eingebrochen hat (mitten in der Nacht, es waren alle im Haus - nur halt schlafend), wurden 3 Personalausweise, 2 Führerscheine, 1 Reisepass, Krankenversichertenkarten, EC-Karte, etc. geklaut ...
    Die Hausratversicherung hat tatsächlich den Materialwert der Karten erstattet - das waren keine 5 Euro ...
    Aber die Neuanschaffungen von gut 150 Euro, darauf blieben wir sitzen.

    Nochmal zum Wochenplan.
    Anfang der Ernährungsumstellung hab ich mir den tatsächlich gemacht. Das hat mir enorm geholfen, weil ich dann auch wirklich nur das gekauft hab, was ich brauchte (und was konform war).
    Inzwischen gucke ich in den Kühlschrank, überschlage grob, was da ist und mache daraus ein Essen.

    Nur wenn ich zum Metzger fahre, habe ich einen festen Plan. Das ist auch ein Nebeneffekt unserer Umstellung: kein Fleisch mehr vom Discounter.
    Wir haben fest gestellt, dass wir vom Aldi 1kg Gehacktes brauchen für 4 Personen, wobei 400g vom Metzger ausreichen.
    Zudem habe ich dann auch ein besseres Gewissen.

    Naja, es ist schon irgendwo Deine Erziehung.
    Er macht das bei allen Hündinnen und mit jeder Hündin, die sich nicht "wehrt" oder "eine Ansage macht" lernt er, dass man das tun kann. Selbstbelohnend und so. Also wird er es immer wieder versuchen, bis er mal an die falsche gerät und dann hast Du den Salat.
    Ich würde ihn tatsächlich nicht zu anderen Hunden hin lassen, mir ein paar ausgewählte Kontakte suchen und mit denen üben, dass man seine Nase nicht in fremde Popos steckt. Wenn das klappt, kannst Du das ja wieder lockern.

    Wir haben zwar keine Hündin, sondern einen (aus medizinischen Gründen) kastrierten Rüden, aber ich kann Dir versichern, dass es nicht witzig ist, wenn man mit dem angeleinten Hund irgendwo lang läuft und alle paar Meter kommt ein Hund aus dem Gebüsch geschossen und hängt ihm am Hintern. Das wird auch den Hündinnenbesitzern so gehen. Und wenn Du Pech hast, macht nicht der Hund, sondern der Halter eine Ansage ... u.U. mit einem Tritt.

    Hund beißt neunjährigem Mädchen ins Gesicht | WEB.DE

    Zitat

    Der Hund war erst drei Tage zuvor aus dem Tierheim geholt worden. Nun wurde das Tier dorthin zurück gebracht.

    Es steht jetzt nichts über die Vorgeschichte dort, habe auch noch nicht nach anderen Quellen gesucht.
    Aber ich gehe davon aus, dass dieser Hund als "normal" an eine Familie vermittelt wurde und etwas eingetreten ist, mit dem so keiner gerechnet hat.
    Wie mag das dann bei einem Hund aussehen, der schon Auffälligkeiten hatte?

    Den kann man doch gar nicht guten Gewissens in private Hände vermitteln. Es springen immer mal wieder Kinder herum, gehen Rentner am Zaun vorbei, andere Hunde, Autos ...

    Weiter vorn bei der Chicco-Diskussion hatte ich es schon erwähnt.
    Bei dem Hund meines Bruders (übernommen von einem Junkie) war der Auslöser ein Sofakissen.
    Wir hatten vorher noch auf dem Sofa gekuschelt, Tonton hat sich umgedreht, das Kissen fiel runter. Ich hab mich gebückt, das Kissen aufgehoben und der eben noch sanftschnurrende "Kampfkuschler" ging wie ein Berserker auf mich (oder das Kissen) los.
    Es war nur ein Reflex das Ding weg zu werfen und schnellstens die Tür zwischen mich und ihn zu bringen.

    Wer denkt denn an sowas?

    Wir haben und hatten schon einige Hunde mit beißvorfall bei uns sitzen und ja auch mit schweren! Das sind aber keine unkontrollierbaren Bestien. Im Regelfall ist eben doch irgendwas falsch gehandhabt worden im Umgang mit den Hunden.

    Das mit der 'falschen Handhabung' waren Deine Worte :ka:
    Darauf habe ich mich bezogen.
    Ich habe Dir nicht die Worte im Mund umgedreht, sondern gesagt, dass man in keine Richtung weiß, was da nun gelaufen ist.

    Und ja, jeder Hund hat Zähne und 'Potential'.
    Aber genau dieser Hund hat das Potential genutzt. Und das ist für mich persönlich Grund genug, ihn nicht mehr als 'harmlos' einzustufen. Es gibt viele Hunde, die nicht optimal gehalten werden, aber nicht jeder zerfleischt deswegen seine Besitzer/nahe Verwandte.

    Edit: Isolation ... Weil man den Hund ziemlich sicher nicht einfach in ein Hunderudel steckt. Weil zum Schutz der Mitarbeiter im Tierheim Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sein werden. Weil er vermutlich unvermittelbar ist und ganz sicher nicht mit Otto-Normal-Gassigänger an die frische Luft darf.

    Aber warum sollte ein Hund der aus einem bestimmten, nachvollziehbaren Grund gebissen hat, nicht mit Rücksichtnahme darauf und entsprechender Eignung der privaten Halter nicht doch noch ein friedliches, schönes Leben bereiten?

    Weil niemand wissen kann, ob es für den Hund beim nächsten Halter nicht auch wieder einen "nachvollziehbaren" Grund gibt.
    Es ist zu wenig über die Fakten bekannt, um das - in welche Richtung auch immer - beurteilen zu können.
    Kind hat Hund geärgert - Hund schnappt zu. Das wäre für mich (und den Hund) ein nachvollziehbarer Grund.
    Man kann jetzt wie bei Chicco damals ja wüste Theorien aufstellen, aber da hat ein Hund gleich zwei Menschen krankenhausreif gebissen und eben nicht nur mal geschnappt, sondern auch nicht mehr abgelassen.
    Wer will das denn verantworten und so einen Hund weiter vermitteln?
    Es geht ja nicht um Schuld, das sagte ich ja schon. Das Einschläfern ist keine "Strafe" für den Hund. Sondern zum Schutz für andere Menschen und um ihm ein nicht-artgerechtes Leben zu ersparen.

    In diesem Fall haben die Menschen überlebt. Vielleicht könnten sie sogar etwas zum Auslöser sagen - vielleicht aber auch nicht. Vielleicht gibt es mehrere Auslöser. Bei der Diskussion zu Chicco hatte jemand das Beispiel mit dem Fahrrad genannt. Da kann z.B. ein bestimmtes Quietschen der Bremsen der Trigger sein. Oder etwas anderes, was bei einem Wesenstest nicht festgestellt werden könnte, weil man da einfach nicht dran denkt.

    Ich gehe aber ohnehin davon aus, dass dieser Hund einen Wesenstest nicht bestehen würde. Damit schließt sich die Vermittlung in private Hand ja praktisch schon aus.