Beiträge von Maus1970

    Unser Training war so, daß wir zunächst unser Rückrufwort durch klassische Konditionierung positiv belegt haben. Da Till für sein Leben gerne frisst haben wir das Mittels eines Leckerchen gemacht. Das Rückrufwort bedeutet ein Superlecker bei mir. Das Konditionieren haben wir in ruhiger Atmosphäre und ohne Ablenkung im Haus gemacht.
    Als die Erwartungshaltung: Ich höre mein Rückrufwort und bekomme ein Superleckerchen bei Frauchen fest verankert war haben wir es ganz gezielt in einfachen Situationen auch draußen angewandt Aber nur dann, wenn ich mir 110% sicher war, daß er hören würde und dann wieder belohnt. Nach und nach habe ich in immer schwierigeren Situationen trainiert. Heute kann ich ihn damit von Wild und von der Spur abrufen. Es ist ein richtiges Ankerwort geworden auch ohne jede Strafe. Sei es Positive noch Negative.
    @Rico also da ist nichts mit nach 20 Minuten mal herkommen oder langsam an geschlürft kommen. Hört er dieses Wort kommt er blitzschnell angerannt. Egal was er davor gerade getan hat.
    @lajosz Beim Trainieren des Rückrufs sollte der Hund erst gar nicht in die Situation kommen, daß er nicht hört. Man sollte ihn, in der Trainingsphase, nur dann abrufen wenn man weiß, daß er auch hören wird, schon hören kann. Wenn ein Junghund den Abruf vom Spiel mit anderen Hunden noch nicht beherrscht geht man Beispielsweise hin und holt ihn ab ohne ihn zuvor zu rufen. Oder, um zu trainieren, man kann ganz dicht an die spielenden Hunde heran gehen, daß Lecker schon in der Hand haben, und aus absoluter Nähe rufen und dann sehr gut belohnen wenn er hört. Das wäre quasi der Vorläufer zum Abruf vom Spiel.

    LG

    Franziska mit Till

    Hm, ja und was Maus1970 geschrieben hat, finde ich ist auch ein sehr interessanter Punkt. Denn es macht für mich auch den Eindruck, dass Hunde eher im „Jetzt“ leben, darum würden Gefühle wie Schuld auch keinen Sinn machen, da diese Schuld schon wieder vergessen ist. Andererseits glaube ich schon, dass Hunde sich bestimmte Dinge merken, vor allem traumatische und dann möglicherweise Ängste vor bestimmten Sachen entwickeln.

    Ich denke ich auch. Ich denke Hunde haben ein eben so gutes Gedächtnis wie wir Menschen. Ansonsten könnten sie ja auch nichts lernen, denn dann wäre das Kommando, was man gerade mit dem Hund erarbeitet hat, ja ebenfalls wieder sofort vergessen.
    Meiner Meinung nach merken sich Hunde alles was sie erlebt haben genau so wie wir Menschen. Sie wissen noch genau was sie gestern, vorgestern getan haben, erinnern sich daran, wenn sie Orte oder Menschen nach langer Zeit wieder sehen; mit allen dazugehörenden Emotionen.. Emotional bedeutendes, ob positiv oder negativ, wird sich dabei, ähnlich wie beim Menschen, schneller gemerkt als etwas was neutrale Gefühle hervorruft.
    Wenn ein Hund einen Menschen nach längerer Zeit wieder sieht erinnert er sich, meiner Meinung nach, genau daran was er zuvor mit dem Menschen erlebt hat und welche Gefühle das in ihm hervorgerufen hat. Sonst könnten sich ja auch keine engeren Bindungen und Beziehungen zwischen Hund und Hund, oder Hund und Mensch entstehen.
    Wenn man einen Hund von einem Menschen trennt vor dem er Angst hat, weil er schlechte Erfahrungen mit ihm gemacht hat und der Hund sieht diesen Menschen nach einem halben Jahr wieder, wird er auch wieder Angst vor ihm haben. Aber dadurch, daß dieser Mensch Jetzt vor ihm steht, ist es halt eine Sache vom Jetzt. Solange er diesen Menschen nicht sieht wird diese Angst sich auf sein Gefühlsleben nicht auswirken. Das ist der große Unterschied zum Menschen.
    Darum kann man einen Hund auch später nicht mehr zielführend für "Vergehen" bestrafen. Ein Hund kann sich einfach nicht vorstellen, daß sich ein Mensch über etwa aufregt was vor 5 Minuten passiert ist. Er weiß genau, daß er, zum Beispiel, den Schuh kaputt gemacht hat, wie sich das angefühlt hat und wie er sich dabei gefühlt hat.
    Aber er kann die Wut des Menschen nicht mehr darauf beziehen, weil er sich, mit seinen Gedanken und Gefühlen, ausschließlich in der Gegenwart befindet.


    LG


    Franziska mit Till

    Ich denke Hunde kennen die selben Gefühle wie wir.
    Der maßgebliche Unterschied ist, meiner Meinung nach, der, daß die Hunde absolut im Hier und Jetzt leben und alles was vor 3 Minuten, also in einem vollkommen anderen Leben :D , war und was in 5 Minuten sein könnte für sie und ihre Gefühle keinerlei Relevanz hat.
    Wenn man, beispielsweise, mit einem Hund kuschelt, der gerade das Bedürfnis hat zu kuscheln. Dann ist er in diesem Moment glücklich. Dann macht er sich keine Gedanken darüber was war und was sein könnte. Er lebt im Hier und Jetzt und nur die konkrete Gegenwart ist für seine Gefühle verantwortlich.
    Bei Menschen ist das anders. Unsere momentanen Gefühle werden häuft auch von dem beeinflußt was in der Vergangenheit war und was wir in Zukunft erwarten.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich finde es entscheidend, daß man mit seinem Hund, unter seinen Lebensumständen seinen Lebensrhythmus findet. Jeder Hund, jeder Mensch, alles individuellen Lebensumstände sind doch sehr verschieden. Da gilt es, meiner Meinung nach, seinen Rhythmus zu finden.
    Till ist beispielsweise ein sehr ausdauernder Hund mit viel Energie, der zu dem gerne arbeitet. Für ihn sind auch lange Touren überhaupt kein Problem. Von daher machen wir auch gerne längere Wanderungen gemeinsam und sind gerne mit dem Fahrrad unterwegs.
    Andere Hunde sind da anders. Bei solchen Hunden würde man dann eben eher mehrere kleine Runden laufen als eine Große. Das ist doch vollkommen in Ordnung so.
    Ich denke manchmal muß man vielleicht einige Dinge ausprobieren um den optimalen Weg für sich zu finden.

    LG

    Franziska mit Till

    Für mich wäre die Frage, ob der Hund wirklich nicht mehr Spazieren gehen möchte, oder ob er das Spazieren gehen, durch die Umstände, nur vollkommen falsch und negativ verknüpft hat. ( im Post 83 klingt es ein wenig danach )
    Sollte dieses der Fall sein, würde ich schon versuchen diese Verknüpfung gegen zu konditionieren um dafür zu sorgen, daß der Hund wieder Freude am Spazieren gehen hat.
    Wichtig wäre dabei sicherzustellen, daß der Hund beim Spaziergang nie mehr friert. Du hast ja schon alles Mögliche an Hundebekleidung, die du demnächst auch wieder nutzen kannst. Meine Idee wäre ihm 1 Spaziergang am Tag anzubieten an dem ihr dann gemeinsam viele tolle Dinge macht, die dein Hund liebt. Diesen Spaziergang würde ich Anfangs sehr kurz halten, nur solange wie dein Hund Spaß daran hat und die Dauer dann Schrittweise steigern. Auf diesem Spaziergang wäre es dann egal ob er sich löst oder nicht. Das Andere wären dann nur kurze Löserunden, je nach Bedarf. Auch auf diesen Runden würde ich extrem darauf achten, daß er der Hund nicht friert.
    Vielleicht kannst du bei ihm so den Spaß am Spazieren gehen wieder wecken. Ich fände es Schade wenn er, auf Grund einer Fehlverknüpfung, etwas nicht mehr tun mag, was er eigentlich gerne tut. Deshalb würde ich versuchen gegenzusteuern. Gesund wäre es ja alle Male für den Hund.
    Allerdings finde ich es auch wichtig, den Hund nicht zu überfordern.

    LG

    Franziska mit Till

    Hündinnen:


    A: Amy, Abby, Ally, Annie, Alina, Aleesha, April, Aika, Amira, Aimée, Asta, Aura, Aurelia, Alice, Arielle, Ada, Aiyana, Aila, Ajana, Ajita, Akasha, Akela, Akira, Akita, Akuma, Alana, Alaska, Alba, Alby, Alicia, Alisha, Aljoscha, Allegra, Alma, Amanda, Amani, Amanita, Amara, Aluna, Amari, Amba, Amber, Amelie, Amica, Amina, Aminata, Amira, Anju, Adalia, Aika, Adele, Anka
    B: Bella, Belle, Bliss, Bienchen, Blossom, Brandy, Bisou, Bonnie, Bessy, Baluna, Bless, Beauty
    C: Coco, Candy, Callie, Colbie, Cora, Caro, Cassy, Casey, Cara, Cleo, Claire, Caya
    D: Della, Daisy, Dana, Debbie, Daja, Dina, Diamond, Dora, Donna
    E: Eloise, Eliza, Esmée, Easy, Eve, Evie, Emma, Emily, Emilia, Elle/Ella/Ellie, Ever, Endy
    F: Freya, Fiene, Fine, Fiffi, Funny, Fenja
    G: Grace, Greta, Gina, Gia, Gaia, Gemma, Ginger
    H: Haylie, Hera, Hester,
    I: Inny, Ida,
    J: Jenny, Jenna, Jessie, Jess, Julie, Jamie, Justine,
    K: Kara, Keya, Kim, Kimble, Kimmy, Koko, Kimberly, Kira, Kelly, Kylie, Kayla, Kitty, Kimba
    L: Luna, Lucy, Lacy, Leslie, Lola, Lana, Lia, Lea, Lassie, Leika, Lotta, Lou
    M: Mila, Minnie, Mia, Mira, Macy, Maybe, Mandy, Missy, Mücke, Motte, Maddie, Maja
    N: Nina, Nike, Nancy, Nella, Nala, Nuala, Nora, Nicky/Nicki
    O: Opal, Ophelia
    P: Pipi (Langstrumpf), Piper, Pippa, Penny, Paula, Pina, Pilar, Prija
    Q:
    R: Rose, Rike, Raja, Rosie, Roxy, Ruby, Rasta
    S: Sunny, Sina, Sandy, Sunita, Sally, Socke, Serena, Sky, Stella
    T: Thea, Tessa, Tessy, Tilly, Tara, Tammy, Tuca, Tinka, Tessia, Tia
    U: Ulla, Unity, Una, Uma
    V: Vera, Vany, Valery, Vibi
    W: Wilma, Wendy,
    X:
    Y: Yuki, Yella
    Z: Zara, Zora, Zelda, Zoe


    Rüden:


    A: Aaron, Aiko, Astor, Ali, Armin, Asterix, Alpha, Axel, Aramis, Abraxas, Ace, Achilles, Ajani, Ajax, Akai, Akim, Alabama, Aladin, Akuti, Albion, Alf, Alfie, Alfred, Amali, Aslan
    B: Ben, Benno, Benny, Bello, Bär, Bruno, Balu, Barneby, Bosco
    C: Cosimo, Charly, Clyde, Coco, Crazy, Cool, Cedric, Cash
    D: Dante, Dandy, Django, Dobby, Duke, Dusty, Dustin, Dexter
    E: Elio, Emil, Erik, Enzo, Eros, Einstein,
    F: Fiete, Fine, Finn, Fido, Flo, Feivel, Frankie, Franzi, Fuzzy, Fieps, Filou
    G: Great, Gismo, Grisou, Garry, Grey, Gale, Glenn, Gino
    H: Harry, Henry, Hero,
    I: Idefix
    J: Joy, Jamie, James, Juno, Jupiter, Jack, Jake, Jasko, Jupiter
    K: Karlo, Koko, Kapu, Kliff
    L: Lenni, Leo/Leon, Lauser, Lord, Linus, Lupo, Luke, Luca, Leonidas, Lulu, Lio

    M: Milow, Mino, Micky, Mike, Mallow, Mailo, Maddox
    N: Nando, Nero, Nils, Nicki,
    O: Odin, Ombre, Oscar
    P: Paule, Pluto, Perry,
    Q: Quirin
    R: Rusty, Rocky, Roxy, Runner, Ray, Rio, Randy, Rambo, Racker, Rex, Ruben, Roy
    S: Spencer, Spike, Sammy/Sam, Sky, Socke
    T: Taka, Taco, Timmy, Tyson, Till, Tom, Toby, Theo
    U: Unity,
    V: Vendel, Vito,
    W: Winston, Winslow, Wau, Wuffi, Waldi,
    X:
    Y:
    Z: Zoran, Zed, Zac
    [/quote]

    [/quote]

    Ich würde schauen, was dein Hund von sich aus anbietet. Wenn er sich interessiert zeigt würde ich ihn auch teilhaben lassen wollen. Dann würde ich das Baby beispielsweise gegebenenfalls auch im Wohnzimmer füttern, damit der Hund dabei sein kann. Für mich persönlich wäre alles in Ordnung wobei der Hund sich ruhig verhält. Wenn du mit dem Baby auf dem Sofa sitzt kann er sich Beispielsweise zu deinen Füßen legen, wenn er bei dir sein möchtet. Wenn er auf das Sofa darf könnte er sich auch neben euch legen, solange die Nase von Baby und Flasche weg bleibt. :D
    Sollte er kein Interesse haben wird er sich selbst einen Platz zum ausruhen suchen.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich finde das Thema wirklich interessant, weil ich bewusst darüber noch nie nachgedacht habe. Bei uns ist es immer so gelaufen, wie bei @Maus1970: Zwei ausgiebige Runden am Tag und abends nur noch mal pullern.
    Vlltt hilft es ja, wenn du das Pullern abends auf 2 x aufteilst. Also gegen 19 Uhr einmal kurz pullern lassen und dann um 22 Uhr nochmal. Somit wäre die Blase nachts wenigstens nicht so voll, wenn noch was über bleibt.

    Man kann das übrigens auch tagsüber prima üben. Ich habe einen Tag in der Woche, da gehe ich recht früh mit ihr die große Runde, d.h. bis 17 Uhr will ich sie dann nicht einhalten lassen, sondern lasse sie gegen 14 Uhr auch nur mal kurz zum pullern raus. Danach ist sie sichtlich entspannt und wir machen dann gegen frühen Abend die zweite größere Runde.

    Ich würde mir für das spontan pullern einen eigenen Platz aussuchen und warten, bis sie macht, dann mit nem super Leckerchen belohnen, auch wenn nicht alles rausgelassen wurde. Mit der Zeit wird sie das verstehen.

    Ich weiß nicht ob ich warten würde. Ich denke eher nicht. Mein Ziel wäre, daß sie lernt: "Wir gehen jeden Abend um diese Uhrzeit diesen Weg und danach geht es nicht mehr nach draußen" Wenn dieser Tagesrhythmus ganz klar für ist wird sie sich vor der Nacht auch lösen. Die Idee, daß Ganze auf 2 Mal aufzuteilen finde ich allerdings sehr gut. So hat sie zu beginn immer noch eine zweite Chance. Wenn sie sich um 19:00 Uhr nicht löst dann hat sie um 22:00 Uhr noch einmal den A-ha Effekt: "Oh es geht wieder den selben Weg, also wenn ich noch Pipi machen will, dann da."

    LG

    Franziska mit Till

    Das hört sich schon ganz gut an wie ihr das vorhabt.
    Ich denke besonders wichtig wird sein, daß ihr ihm ganz klar zeigt wie er sich im Umgang mit dem Baby verhalten soll und was ihr genau von ihm möchtet, er also ein Alternativverhalten angeboten bekommt. Am Besten mit viel positiver Bestärkung.
    Ich finde es gut, daß du ihn nicht ausschließen möchtest wenn du mit dem Baby beschäftigst bist. Überlege dir was er, deiner Meinung nach tun soll wenn du beispielsweise das Baby fütterst oder wickelst, wie er Kontakt zum Baby aufnehmen darf und biete ihm das von vornherein an und Belohne das.
    Da du deinen Hund als einen Hund beschreibst der sehr schnell Stress bekommt würde ich dafür sorgen, daß er immer die Möglichkeit hat sich zurück zu ziehen, wenn er Ruhe braucht. Trotzdem sollte er die Möglichkeit jeder Zeit zurück zu kommen.
    Das Kinderzimmer zur Tabuzone zu erklären finde ich absolut richtig. Andersherum sollte auch er eine Zone zugewiesen bekommen die für das Kind absolut tabu ist und wohin er sich zurück ziehen kann wenn er Ruhe braucht.

    LG

    Franziska mit Till