Wenn ihr es euch leisten könnt und es für euch beide okay ist, würde ich tatsächlich im Sinne des Hundes entscheiden.
Vielleicht testet ihr einfach mal, was sie dazu sagt, wenn sie den ganzen Tag über nur mit deinem Partner zusammen daheim ist. Vielleicht kommt sie ja damit klar? Wenn nicht, dann warte noch.
Ich arbeite aktuell von zu Hause aus und schiebe meine Fortbildung auch gerade auf bis Finya nicht mehr ist. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich ihr das schuldig bin.
Sie ist dement und ich müsste für die Fortbildung fast wöchentlich 2-3 Tage am Stück weg. Das würde sie einfach nicht schaffen (und ich auch nicht). Mein Partner kann sich seine Arbeit zwar bis auf ein paar Ausnahmen recht frei einteilen, aber das hilft Finya auch nichts, da sie ihn nicht mehr wirklich als Bezugsperson wahrnimmt.
Dass ich das aufschieben kann, ist purer Luxus und ich bin dankbar dafür.
Zu diesem „Auch alte Hunde können sich an neue Dinge gewöhnen“ - da gehe ich wirklich nur zum Teil mit.
Meine Hündin war zeitlebens sehr anpassungsfähig und entspannt. Im Alter war das aber eben alles nicht mehr so. Da haben die körperlichen und mentalen Fähigkeiten einfach nachgelassen und sie hat da Halt gebraucht. Nicht ungewöhnlich in dem Alter, wenngleich das natürlich nicht für alle gilt.
Hier ist es genauso. Finya war früher extrem flexibel und hat wirklich alles mögliche ohne mit der Wimper zu zucken mitgemacht, aber jetzt geht das einfach nicht mehr. Ihre Demenz lässt nur noch sehr wenig Flexibilität zu. Also klar, sie würde daran nicht sterben, aber sie hätte großen Stress und würde darunter leiden und wenn ich das verhindern kann, dann tue ich das.