Beiträge von Lucy_Lou

    Angeregt durch einen aktuellen Thread, im Titel stehende Frage.

    Falls ihr ein solches Gefühl schon mal hattet (edit: ich erweitere mal um: wie würdet ihr damit umgehen?)

    Habt ihr euch sehr angepasst an den Hund oder eher umgekehrt und der Hund musste einige Abstriche machen?
    Habt ihr es über sehr viel Arbeit "passend" hinbekommen mit der Zeit oder wurde das irgendwann vielleicht sogar relativ unwichtig und man lebt halt damit?
    Habt ihr über Weitervermittlung nachgedacht oder es getan? Oder kam das für euch prinzipiell nicht in Frage?

    Ich hatte mit Grisu 15,5 Jahre lang einen Hund, der nur sehr bedingt hierher gepasst hat (er hätte sich def. eine Rinderfarm im Nirgendwo gewünscht und ich mir einen alltagskompatibleren Hund...). Ich habe über eine Abgabe aber tatsächlich nie nachgedacht, hätte es vermutlich als eine Art persönliches Scheitern angesehen, wahrscheinlich selbst dann, wenn sich jemand mit Rinderfarm im Nirgendwo gemeldet hätte :ops: . Hut ab vor jedem, der das in wirklich passende Hände tut (nicht irgendwem in die Hand drücken nach dem Motto: Hauptsache Hund weg, natürlich).

    Seht ihr so etwas dann auch als Pflicht oder als Herausforderung an, den Hund zu behalten? Auch hier im Forum kommt ja oft genug unterschwellig oder direkt ein: wenn du den Hund "versaut hast", ist es dein Problem. Was ja aber nicht zwingend heißen muss, dem Hund (und dem Menschen) ginge es anders nicht besser.

    Alle meine aktuellen Hunde passen genauso, wie sie sind, aber würde es in der Zukunft ein Hund nicht tun, ich wäre wieder in diesem Dilemma.

    Bin gespannt auf Antworten!

    Kann es sein, dass sie das einfach abgeschaut hat?

    Das kann ich mir nicht vorstellen!

    Wenn körperlich nichts zu finden ist, hat sie vielleicht eine blöde Schmerzerfahrung mit dem Slalom gemacht, also doof gegen die Schnauze / das Schulterblatt whatever. Könnte man testen, indem man einen Parcours komplett ohne Slalom stellt und schaut,ob sie ohne dieses Gerät wieder den Rest motivierter läuft. Hund ist ja nicht doof. Wenn er den Slalom sieht, wird er davon ausgehen, der kommt irgendwann und insgesamt gehemmter laufen, falls er den blöd verknüpft hat.

    Danke euch!

    Die Klinik rief heute an, wie es Enya geht, das fand ich sehr lieb :smile: . Sie hatten vor allem Sorge, Enya frisst nicht, aber sie schlabbert alles auf, was man ihr hinstellt :herzen1: . Auch den Kragen und die Maulschlaufe akzeptiert sie mittlerweile. Zwei kleine Runden spazieren waren wir heute, laufen darf sie ja, auch wenn man etwas merkt, wie zugedröhnt sie ist. Letzte Nacht hat sie komplett mit im Bett geschlafen, das macht sie sonst nie.
    Jetzt muss es nur anwachsen.

    Enya ist jetzt auch Zuhause. Sie muss zwei Monate lang eine breite, dafür sehr enge Maulschlaufe tragen, wie gut, dass nicht Sommer ist. Hecheln kann sie damit nicht, aber trinken und sehr wässriges Nassfutter aufnehmen. Dazu einen Trichter, damit sie die Maulschlaufe nicht abstreift. Findet sie so semi, liegt aber gerade bei Frank auf dem Sofa und schläft. Ihre Medikamente verwandeln sie in einen halben Chemie-Schrank... Leider ist noch eine ganze Weile nicht abzusehen, ob sie den Kiefer wieder abstößt :verzweifelt: . In 10 Tagen ist Nachkontrolle, aber selbst dann wird es noch nicht sicher sein.

    und man schließt da den Kiefer mittels Osteoplastik

    Hm. Enya haben sie das Original wieder eingesetzt.
    Keine Ahnung, ob spätere Osteoplastik machbar ist. Wir hatten ja nun auch nicht gerade Zeit, uns erstmal schlau zu machen.

    Frage mich, wie das mit den Essen funktionieren soll, aber das erfahren wir wohl morgen bei Abholung. Belastung darf da ja gar nicht drauf. Habe eben alles an Kaukram und Spielzeug weggeräumt, das haben die Hunde hier eigentlich zur freien Verfügung...

    Enya bleibt noch bin morgen in der Klinik, ist heute operiert worden. Chance ist wohl so 50:50 das der halbe Oberkiefer wieder anwächst, sonst muss er endgültig entfernt werden. Die Op war sehr aufwändig und ist gut gelaufen. Man hat sich vorher mit Humanmedizinern ausgetauscht, bei Hunden ist das wohl keine allzu übliche OP.
    Sie hat sich mit der Nachbarshündin gezofft, wie sie sich dabei den halben Oberkiefer rausreißen konnte, weiß ich nicht.
    In Lebenbsgefahr ist sie aktuell nicht, müsste halt im worst case mit einer deformierten Schnauze leben.

    :(

    Über Nacht muss sie dort bleiben. Ihr geht es soweit gut, hat ja auch AB und Schmerzmittel intus. Die Ärzte sagen, wenn man den Kiefer nicht wieder reparieren kann, ist auch nicht schlimm. Sie versuchen es gerade.
    Ich könnt grad nur heulen :(
    Eine kleine Unachtsamkeit und dann so ein Scheiß.