Beiträge von Lucy_Lou

    Ich fahre ja durchaus alleine, dann aber eher aus Umständen (wie im Juni, dass ich schlicht eine Woche mehr Urlaub hatte).
    Mein "Problem" ist, dass mein Mann WoMo-Urlaube genauso toll findet wie ich, ich würde sonst tatsächlich gerne öfter mal mit einem Teil der Hunde einfach nur übers Wochenende weg :pfeif:. Fände er aber wenig lustig, das nicht auch genießen zu dürfen...

    Kommentare höre ich wenn, wie ich alleine das große Wohnmobil fahre (n kann) oder wie mutig das sei. Ich vermute, die Sätze hört ein Mann in der Situation nie... :muede:

    Ja, und im dienstlichen Bereich wird nicht nur das praktiziert was man im MT lernt und die Hunde suchen durchaus mit tiefer Nase.

    Ah, das wusste ich nicht, dass im dienstlichen Bereich auch Fährten so abgearbeitet werden :smile:. Oder mehr die Richtung "Scent Detection" von Substanzen / Gegenständen, die man auf dem Boden vermutet? Akribisch einen Boden absuchen zu können, hat ganz sicher seine Berechtung, das stelle ich ganz sicher nicht in Frage.

    Und für einige Fälle braucht es eben Hunde die sich nicht am menschlichen Geruch orientieren, sondern an der mechanischen Bodenverletzung.

    Völlig ernst gemeint: für was braucht man die Orientierung an der mechanischen Bodenverletzung? Selbst wenn da jetzt eine Leiche im Teppich weggeschleppt wird, würde ich eher an den Geruch denken, den die Leiche hinterlässt, zumindest so aus Hundesicht. Und wie oft hat man im Diensthundealltag einen Untergrund, der überhaupt "mechanische Bodenverletzung" zulässt? Gut, Dorfpolizist in der Pampa, aber sonst :???:?

    Ich will das gar nicht kleinreden, wieviel bringt man Hunden sonst so bei, das halt nur bedingt irgendeine Form von Sinn ergibt, siehe dein Agi-Beispiel, das ist einfach so. Und in dem Fall eines Diensthundes gibt ein Kommando für: such akribisch den Boden im Umkreis xy ab ja sogar sehr viel Sinn! Auch wenn sich mir der Sinn im Suchen von mechanischen Bodenverletzungen tatsächlich nur teilweise erschließt, nach wie vor. Als Sport oder als Trick, ja. Aber nicht mit der Begründung, ein Diensthund braucht das oder ein Gebrauchshund würde so natürlicherweise einer Fährte folgen. Und das war ja die Ursprungsfrage: ist das natürliches Suchverhalten oder muss man es auftrainieren.

    Woher kommt das eigentlich? Dieses das sei kein normales Suchverhalten? Das ist doch gar nicht wahr, wer erzählt denn sowas immer, worauf begründet sich das?

    In meinem Fall: Ich habe mit Lucy damals ein Mantrailing-Seminarwochenende gemacht und bin noch eine kurze Weile dabei geblieben. Ist lange her, aber da wurde sehr anschaulich erklärt, wie Hunde echte Fährten / Menschen absuchen und das sehr angepasst an die Gesamtbedingungen und keinesfalls nur Nase am Boden (natürlich situativ auch). Also nicht stöbern, sondern ganz konkret jemanden finden. Es ist echt Wahnsinn, was Hundenase können... Und Spuren folgen können, sollten die ja nun laut Evolution eh... Ich glaub nicht, dass ihnen ein Mensch da erklären muss, wie das geht. Ich war dennoch völlig platt, als Lucy die Zielperson sogar in einer Vorstadt gefunden hat, auf Asphalt, nichts mit Bodenverletzungen und sicher kein stöbern (und ohne, dass ich wusste, wo wir so hinlaufen müssen). Also, daher kommt mein Denken aus deinem Zitat. Muss ja nicht stimmen und je nach Hundetyp nutzen die halt bloß Nase-am-Boden, was weiß ich :ka:.

    Dass es dazu in eurer PO steht, ist mir bewusst und dann muss man es eben so dem Hund beibringen. Ich habe es aber tatsächlich bislang immer für eine Art Relikt aus früheren Zeiten gehalten, ehrlich gesagt. Man simuliert ja, einen Täter zu verfolgen im Schutzhundesport, oder? Und irgendein Mensch annodazumal hat sich überlegt, dann muss der Hund die Nase die ganze Zeit konzentriert auf dem Boden haben, wenn das was geben soll, und es sieht schick aus...
    Wie gesagt, nur mein Empfinden, kann ja auch ganz anders sein.

    Hast du ihn da nie mal für gerügt verbal oder gestört über die Leine

    Ist vermutlich eine ähnlich aufwändige Sache im Aufbau wie beim Revieren (oder wie heißt das?) wo der Hund jedes Versteck absuchen muss, obwohl es komplett sinnfrei aus seiner Sicht ist. Außer, man hat einen Hund, der macht halt einfach, hauptsache Arbeit...

    Ohne eine Mischung aus positiven und negativen Anreizen scheint man da nur begrenzt weit zu kommen, wenn es bei Hund halt weder Sinn macht noch selbstbelohnend ist.

    Ich finde es gerade tatsächlich spannend hier mitzulesen. Hunde, die "hoch im Trieb" stehen und sehr klare Vorstellungen davon haben, wie die Aufgabe bestmöglich gemeistert werden kann, kenne ich ja auch, wenn auch in anderen Sparten.

    Ah, jetzt bin ich selbst auf etwas gekommen, manchmal kann die Lösung auch so einfach sein |). Ich bin mit Beginn Corona komplett auf Bücherschränke umgeschwenkt (und betreue ja mittlerweile eine quasi richtige, kleine Bücherei :herzen1:), aber es gibt ja auch noch unsere gute, alte Bücherei in Gummersbach und das auch online... https://bergische.onleihe.de. Mit zig Hörbüchern. Da war ja was :pfeif:
    Muss ich mal wieder Mitglied werden...

    Bevor das falsch verstanden wird, als würde ich bloß geizig sein (und natürlich verdienen Autoren letztlich pro Buch): ich arbeite ja als "Vielseitigkeitstalent" bei einem Abfallwirtschaftsverband und habe im Rahmen dessen vor rund 7,5 Jahren den Winter auf einem Wertstoffhof verbracht. Es ist Wahnsinn, was an wirklich guten Büchern weggeworfen wird, da blutet einem das Herz. Und fing an zu tanzen, als das "Retter"-Büdchen ins Leben gerufen wurde. Fakt ist halt, die meisten Bücher werden genau einmal gelesen und verstauben dann (um von den Erben entsorgt zu werden) oder werden schon vorher entsorgt. Abgesehen von den ganzen Rohstoffen, die unnötige Buchproduktion einfach frisst, dabei gibt es mehr als genug dieser Bücher, wenn sie nicht entsorgt oder verstauben würden. Ich weiß nicht wirklich, wie man Autoren das vergelden will. Aber nach dem Winter auf dem Wertstoffhof kaufe ich nur noch in absoluten Ausnahmefällen Bücher, sondern nutze, was produziert ist und der Besitzer schlicht nicht mehr braucht. Ich persönlich besitze quasi keine Bücher mehr (bis auf absolute Herzensangelegenheiten), alles andere ist im Büdchen und nun auch bei neuen Menschen. Ich sehe Büchern einfach ungern beim Sterben und Vergessen zu, auch wenn es doof klingt.

    Wobei: wisst ihr, wie die Entlohnung für Autoren für Streaming-Hörbücher ist? Das wäre ja fast ein Argument, doch mal Geld dafür in die Hand zu nehmen.

    Ich habe mal eine Hörbuch-Frage. Wir hatten jetzt auf der Urlaubsfahrt zwei Hörbücher aus meinem Bücherbüdchen dabei, aber die werden da (leider) nur sehr selten abgegeben. Für lange Autofahrten find ich die einfach toll, gerade so als Fahrer. Eins davon war "Die Flüsse von London", ich liebe ja Dietmar Wunder als Sprecher :herzen1:, ich kannte das Buch vorher schon, für Frank war es neu. Er wollte dann gerne auch Nachfolgebände haben, aber so Hörbücher sind ja nicht günstiger als Print, wie ich so festgestellt habe.
    Lange Rede, kurzer Sinn: gibt es da ggf. so Abos, monatlich darf man Anzahl xy für einen bestimmten Betrag streamen oder runterladen, etwas in der Richtung? Also ähnlich wie Spotify für Musik oder halt mit Kontingent?
    Ich könnte mir das auch sehr gut beim Bilder bearbeiten und ähnlichem vorstellen...

    Am Ende wartet auch kein Mensch, sondern ein Gegenstand, der verwiesen werden muss.

    Darf gerne ignoriert werden, mein Kommentar. Ich musste nur gerade an meine Enya denken. Wir machen keine Fährte (wohl aber Nasenarbeit), sie ist ein BC.
    Sie sieht immer die Gesamtaufgabe und ich wette, bei ihr würde das ganz schnell genauso aussehen. Wenn die Aufgabe im Gesamten ist: das ist dein Quadrant, hier liegt Futter (oder was auch immer) schnüffelt sie den akribisch ab. Wenn sie aber weiß, das Ziel ist eigentlich das Ende der Strecke, bremst die nix mehr |).
    Keine Ahnung, ob das bei Sportfährten geht, aber wenn man den (extrem motivierten) Hund einfach im Unklaren lässt, wo "das Ende" ist? Also mehreres zu Verweisendes auslegt und schließlich "Feierabend" sagt, ohne abschließendes Erfolgserlebnis, also quasi auf der Strecke einfach: das war es jetzt...? Bei Enya würde ich tatsächlich versuchen, den Fokus in dem Fall weg vom "Ziel" zu bekommen.

    Österreich empfinde ich vielerorts hundeunfreundlicher als Deutschland.

    Es gibt ja manchmal auch so (ungeschriebene) Gesetze, die man einfach nicht kennt oder erwartet. Wir waren 2x in Österreich über die Jahre, jeweils im Winterurlaub, aber ich war halt nicht Skifahren, sondern mit den Hunden unterwegs. Am einen Urlaubsort gab es entweder Leinenpflicht oder, wo die endete, Leinen- oder Maulkorbpflicht (ist sicher 15 Jahre her). In Gondeln waren die Hunde verboten, wir sind da letztlich nur im Tal an der Leine rumgedümpelt. Das zweite Mal besser informiert mit Wanderwegen ohne Leinenpflicht. Wir begegneten dem ersten Paar, meine Hunde schnüffelten so rum, Feldwegbreite, grimmige Blicke kamen. Ich dachte so huch, ich ich etwas falsch gemacht? Gesagt haben die nichts, vielleicht schlechte Laune oder so, dachte ich. Dann drei Frauen, beäugten mich und die Hunde, die die Truppe überhaupt nicht beachten haben. Als sie vorbei waren (!) fingen sie miteinander das lautstarke Diskutieren an, ob die Frau da Leinen wohl nur als Deko dabei hätte. Ich gefragt, ob Leinenpflicht sei, sie so: nein, aber hier auf dem Wanderweg wären ja Menschen unterwegs. :ka:. Gut, ok, immer anleinen, wenn etwas am Horizont auftaucht :ka:. In Italien hätte man mir erzählt, wie wunderschön die Hunde sind und denjenigen, der nicht flüchtet, mit Streicheleinheiten überzogen... Ok, was man besser findet...

    Niederlande am Strand hab ich bisher nur als Beobachter ohne Hund erlebt und würde es mir mit Hund wohl verkneifen. Hauptsächlich Touristen die der Meinung waren ihr Hund müsse sich im Urlaub frei entfalten dürfen.

    Ich habe die Niederlande lange gemieden, erst in den letzten Jahren neu entdeckt. Ich glaube wirklich, das ist der Punkt. Und mittlerweile sagen die Niederländer was dazu... Anders als in Nord-Frankreich, sind in den Niederlanden mittlerweile viele Hunde angeleint (Schlepp) oder unter Kontrolle / desinteressiert am Strand, mein Eindruck.

    Im Freilauf sind die meisten Hunde desinteressiert (häufig weil sie Balljunkies sind)

    Ja, so habe ich das in Schottland erlebt...

    aber Verbote außerhalb der Saison interessieren die Franzosen nicht die Bohne.

    Ich glaube, das ist in vielen Ländern so, die nicht Deutschland oder Österreich sind :hust: