Beiträge von Lucy_Lou

    Und einen Thriller habe ich gelesen, von dem ich allerdings nicht ganz so schwärme, wie viele Rezensionen: Liebes Kind von Romy Hausmann.
    Vielleicht lag es an "Raum", dass ich nicht so wirklich nachvollziehen konnte, wie sich wer verhält. Mir kam zudem vieles sehr gewollt vor, auch, wem man was glauben kann. Die Perspektiven springen sehr, war mir etwas zu viel. Und das Grundthema gibt es halt schon sehr oft. Abgesehen davon, spannend geschrieben mit vielem, was sich erst nach und nach offenbart, aber ich mag es da geradliniger.

    Beschreibung: "Eine fensterlose Hütte im Wald. Lenas Leben und das ihrer zwei Kinder folgt strengen Regeln: Mahlzeiten, Toilettengänge, Lernzeiten werden minutiös eingehalten. Sauerstoff bekommen sie über einen »Zirkulationsapparat«. Der Vater versorgt seine Familie mit Lebensmitteln, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt da draußen, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht – und nun geht der Albtraum erst richtig los. "

    Ich hatte mich ja im Ramen der Bücher-Challenge mal an einem nicht-Asterix oder Walt Disney-Welt Comic versucht mit zweifelhaftem Erfolg. Aber Montag lag im Abgaberegal meines Bücherbüdchens: House of Mystery, Room and Boredom auf Englisch. Erste Seite gelesen, ich hätt mich wegschmeißen können, genau mein (schwarzer) Humor. Bin noch nicht ganz durch, aber das kann ich wirklich empfehlen.

    Beschreibung: "Es steht am Kreuzweg der Realität, und das seit der Zeit, als man die Zeit nicht einmal messen konnte. Alle, die das Haus finden, dürfen es auch betreten. Aber nicht alle, die es betreten, können es auch wieder verlassen. Lernen Sie die fünf verlorenen Seelen kennen, für die das Haus unfreiwillig zum Zuhause wurde. Sie werden Ihnen vergessene Korridore und finstere Räume zeigen - vorausgesetzt, Sie verlieren nicht beim Versuch zu entkommen das Leben. Zum Glück lockt das Haus nur die besten Geschichtenerzähler an, und sie begleichen ihre Rechnung durch das Erzählen von Geschichten - das ist die hier akzeptierte Währung. Woher die Kunden auch stammen, ob aus seltsamen neuen Welten oder ehemaligen Dimensionen in der Zeit, hier teilt jeder seine Erfahrungen mit und erzählt von Horror, Hunger, Macht oder Mord. Aber kommen Sie doch herein, lernen Sie die Bewohner kennen, ruhen Sie Ihre müden Knochen aus. Der erste Drink geht auf ’s Haus…"

    Heute ist ein Walkind Dead Comic reingekommen, bin sehr versucht, den auch mitzunehmen... (manchmal liebe ich meinen Job :cuinlove:)

    Wenn ich also einen achtjährigen Hund aufnehme, dann bleiben mir zwar hoffentlich noch mehrere gemeinsame Jahre, aber von den 8 Jahren vorher habe ich rein gar nichts, weder emotional noch als finanzielle Einsparung. Dafür kommen aber absehbar höhere Tierarztkosten auf mich zu, denn die letzten Lebensjahre sind nun mal in aller Regel mit nachlassender Gesundheit verbunden.

    Ja. Die Kosten kommen aber sowieso auf dich zu. Auch wenn der Hund jung eingezogen ist. Die Kosten sind irgendwann real da.
    Mag man jetzt doof finden von mir, aber es klingt ein wenig, als würde man sagen: Gesamtkosten geteilt durch Jahre, die der Hund bei mir verbringt: ok bei Mittelwert xy.
    Lucy hatte mit 3 und mit 5 Jahren ihre Kreuzbandrisse, wenn ich mich nicht irre, Smilla die immensen TA-Kosten mit 2-3 Jahren. Und danach viele Jahre rund 100€ pro Monat an Medikamenten.

    Ich finde das Argument tatsächlich etwas merkwürdig, zu sagen, die Kosten im hohen Alter sind an sich zu viel und die "gesunden Jahre", da hatte ich ja nichts von.

    Wenn ich bedenke, was mittlerweile alles möglich ist in der Tiermedizin - dann gibt es meiner Meinung nach einen stetig wachsenden Graubereich.

    Klar - Geld für Impfungen, Chippen oder auch ne Kastra, wenn sie nötig wird, sollte jede/r aufbringen können oder eben auf die Hundehaltung verzichten.

    Aber wie viel ist denn "genug Geld" für Hundehaltung konkret? Der Anspruch kann ja nicht sein, dass jeder Hundehalter einfach mal so eine gute fünfstellige Summe zur Verfügung hat, oder? Und bei dem was mittlerweile alles theoretisch möglich ist in der Tiermedizin, ist es ja durchaus möglich, in diese Bereiche zu kommen. Klar, gibt es OP- oder auch Vollversicherungen. Aber wenn man dort das Rundum-Sorglos-Paket bucht, wird es ja auch heftig teuer - und ältere Hunde oder bestimmte Rassen bekommt man ja auch kaum versichert.

    Den Graubereich gibt es sicher. Ich kann mich noch gut erinnern, das war damals mit Smilla in einer Uniklinik, wir haben ja ausgeschöpft, was ging. Neben mir im Wartebereich saß eine Frau mit einer Katze in einem Korb und Tränen in den Augen. Irgendwann sagte sie, sie hätte ihre Katze besser direkt erlösen lassen sollen, das wäre eigentlich kein Leben mehr, aber man hangelt ja nach jedem Strohhalm. Da bin ich schon mit einem riesen Klumpen im Bauch in den Termin gegangen. War ja einige Male davor, Smilla zu ihrem Besten gehen zu lassen. Wir haben durchgehalten mit verdammt schweren Jahren, Smilla ist jetzt 11 Jahre alt und es hat sich gelohnt. Aber genauso gut hätte es ihre Leidenszeit einfach nur herauszögern können. Wir hatten ja keine Ahnung, ob irgendwann irgendwas hilft. Smilla hatte ja mehrere Anfälle pro Tag damals.
    Oder mit Lucy, sie starb auf Sardinien. Wie oft sind wir dort in der Uniklinik (!) gefragt worden, was wir noch möchten und ob uns klar ist, was das kostet. Die kannten das gar nicht, dass überhaupt jemand bei einem sterbenden Hund so viel noch abklären lässt. Und ja, das Geld haben wir rein für mein Seelenheil gezahlt. Was an sich von Anfang an klar war.

    Ich glaube wirklich, es ist nicht schlimm, wenn man einen Hund nicht leiden lässt (!!!), aber er geht, bevor man alles ausgereizt hat. Nur sollte man dann den A... in der Hose haben und ihn gehen lassen bei sehr schlechter Prognose. Und ihm nicht beim Leiden zusehen, weil man sich das Geld sparen will und sich das irgendwie schönreden.

    Krankenversichert sind meine Hunde übrigens nicht. Bei 5 Hunden können die Hunde kaum so krank werden, dass sich das irgendwie rentieren würde, für mein Empfinden. Aber ja, wir können auch ad hoc einen sehr hohen Betrag stemmen oder einen dauerkranken Hund.

    Da mit Tierschutz / ältere Hunde zu argumentieren, die dann keinen neuen Besitzer mehr finden, finde ich aber eher etwas strange. Hunde werden (hoffentlich) alt. Und werden dann ihre Wehwehchen haben. Genau genommen, spart man sich bei Aufnahme eines älteren Hundes ja eher das Geld, das er schon in jüngeren Jahren beim TA gelassen hat :ka:

    Am meisten geschockt hat mich ja die Aussage, dass die Stiftung Anfragen zur Kostenübernahme beim Impfen und Chippen bekommt :fear:

    Da frag ich mich schon ein wenig, was in Menschen so vorgeht. Das steht ja eher am Anfang der Hundehaltung und kostet im Vergleich zu Erkrankungen ungefähr gar nichts. Da dürften Steuer, Haftpflicht und Futter doch an sich schon den Rahmen sprengen...

    Dass man in Not geraten kann und bereits ein Haustier hat, ja, da finde ich es super, dass es Tiertafeln gibt und auch Tierärzte, die zumindest eine Grundversorgung (sei es auf Spendenbasis oder tatsächlich in ihrer Freizeit aus Liebe zum Tier) anbieten.

    Aber nur den Kaufpreis und Billigfutter berücksichtigen, sich ein Tier holen und dann "zahlen andere die Rechnung" wie im Thread-Titel. Nein, dafür würde ich persönlich nicht spenden wollen. Dann sollte man eine entsprechende Versicherung abschließen und wenn man sich selbst die nicht leisten kann, die Tierhaltung sein lassen. Meine Meinung.
    Es gibt ja dennoch Möglichkeiten, sich um Tiere mitzukümmern, ohne die finanzielle (Haupt-) Last zu tragen.
    Aber wissentlich in die Tierhaltung zu starten, ohne das nötige Geld zu haben und dann auch noch zu erwarten, irgendwer zahlt schon...

    Kommt bei mir immer drauf an, wie die Tage davor waren. Wenn die schon eher bewegungsarme Bürotage waren, dann muss ich da durch und es geht raus. Wenn die Tage davor richtig Action war, dann gonne ich uns einen Pausentag mit nur Pipirunden. In den Garten geht Juro bei Regen eher nur widerwillig, deswegen sind Pausentage bei schönem Wetter und Gassi gehen bei Regen bei ihm einfacher xD

    Ist hier sehr ähnlich. Ich schaue auch, wie waren / sind die Tage drumherum und ja, im Hochsommer machen wir eindeutig mehr nur-Garten-Tage als bei Regenwetter.

    3 von 5 Hunden hier gehen bei Regen absolut nicht gerne spazieren. Ich auch nicht. Man könnte es daher einen demokratischen Prozess nennen, bei Dauerregen keine wirklich großen Runden zu drehen :pfeif:
    Da ich aber nur halbtags arbeite, können wir meistens Regenpausen ganz gut abpassen, im Normalfall regnet es j anicht den ganzen Tag durch.

    Im Garten lösen dürfen sich meine Hunde, 4 von 5 tun es, Peaches nicht... Also das Grundstück gar nicht verlassen, ist auch keine Option. Wobei direkt ans Grundstück Natur angrenzt und Peaches der Feldweg genehm ist. Also hier ist die Spaziergehdauer (abh. von sonstiger Beschäftigung) sehr wohl wetterabhängig, wobei starke Hitze hinderlicher ist leichter Regen.

    Ich bin ja (unter anderem) Biotonnenkontrolleurin und laufe eh einsam durch die Nacht. Ja, man trifft auch mal seltsamere Gestalten, aber ungefähr niemand stellt eine echte Gefahr da (wobei ich da von RBK und OBK rede und nicht von Brennpunktvierteln in einer Großstadt). Und diejenigen, die eine echte Gefahr sind (und nicht familiäres Umfeld sind!), sind das für mein Empfinden recht unabhängig von Tageszeit oder sonstigen Gegebenheiten.
    Einbrecher, yoah, Gelegenheitsdiebe, natürlich. Die würden nachts allerdings mal kurz am Fenster zupfen und sich einer Armada Hunde gegenüber sehen. So bescheuert ist niemand, da trotzdem einzubrechen, der nicht unter Drogen steht und Fantasien davon hat, im WoMo den nächsten Schuß zu finden oder so.
    Betrunkene Jugendliche, ja, da würde ich ggf. auch weiter fahren, da können unlustige Ideen bei rumkommen und wenn das nur sehr viel Lärm bedeutet...

    Nein, ängstlich bin ich nicht, wenn ich ohne Frank nur mit den Hunden unterwegs bin. Und mal ganz ehrlich, die Hunde dürften in der Masse deutlich abschreckender wirken als Frank und auch sehr viel zuverlässiger Einbrüche verhinden. Ich glaube nicht, dass ein Mann, der nicht gerade nach Kampfsportler aussieht, großartig abschreckend wirkt :ka:

    Ist nicht ganz der richtige Thread hier, aber es gibt sicher genug Menschen hier, die genau das beantworten können: Ich bin bei der OP von Enya in der Uniklinik in Gießen vorher gefragt worden (und musste das unmißverständlich formulieren), ob ich Reanimationsmaßnahmen möchte. Also, falls es Komplikationen gibt, der Hund einen Atemstillstand hat, etwas in der Richtung.
    Ich war völlig perplex, bin eigentlich davon ausgegangen, es wird dann eh alles getan, um den Hund zu retten. Aber der Chirurg erklärte mir, dass Enya halt kein Mensch sei und damit mein Eigentum und ich dem zustimmen muss vorab, sonst dürfte er im Prinzip nur tun, wofür er beauftragt wurde im Rahmen der OP und zumindest keine Reanimationsversuche / den Hund "künstlich" am Leben erhalten machen (weiß die genaue Formulierung nicht mehr).
    In dem Moment habe ich nur gesagt: ja, natürlich, retten Sie Enya!!
    Jetzt im Nachhinein: beim Menschen hat man ja eine gewisse Verpflichtung als Arzt, zu versuchen, ihn zu retten. Und nur für Extremfälle dann die Patientenverfügung. Beim Hund nicht. Beim Menschen denk ich mir schon, das ist Segen und Fluch zugleich. Und einfach eine ethische Sache, dass kein Arzt da (unterschiedlich) entscheiden darf. Beim Hund bin ich froh genug, man darf ihn ab Zeitpunkt X sterben lassen.

    Meine eigentliche Frage: Kennt ihr das? Musstet ihr das auch schon so formulieren? Stuft ihr das dann ab, so bis hierhin ja, dann nicht mehr?

    Keine Ahnung, ob es mehr Sinn macht, das als eigenes Thema auszulagern :???: