Beiträge von Lucy_Lou

    Ich kenne nur wenige Beaucerons, aber die sind alle für einen "Arbeitshund" eher etwas gemütlicher unterwegs, also recht relaxt, nicht hibbelig, keine Kläffer, kein riesiges Interesse an fremden Artgenossen, aber auch nicht unverträglich (also mehr so so die ignorant-Richtung, zumindest an "neutralen" Orten).
    Ist ja immer Typsache, womit man gut klar kommt, was passt, aber ich würde denken, persönlich Exemplare kennen lernen, irgendeine Art von Hundesport im Hinterkopf haben (kenne die im Hoopers und im RO, edit: weil ich mich da u.a. rumtreibe, nicht um zu sagen, das ist die Sportart für die Rasse), dann klingt das für mich nicht unpassend.
    Der durchschnittliche Labrador z.B. ist für mein Empfinden deutlich weniger ignorant Fremden gegenüber. Was man halt will oder auch nicht...

    Ok, @Helfstyna : deine Hunde sind angeleint, sie bekommen sich aus welchen Gründen auch immer in die Wolle. Du greifst ein. Einer deiner Hunde beißt dich massiv mehrfach in den Bein, lässt sich dabei offensichtlich nicht so einfach stoppen, so dass das Bein abgebunden werden muss und du dann notoperiert wirst.

    "Normale" Situation?

    Macht der Hund halt dann?

    Ich hab genug Mist mit Smilla durch (mit starken Schmerzen, Anfällen, sehr schlimme TA-Situationen,

    genug bei Grisu reingegriffen,

    ich persönlich finde das in dem Ausmaß nicht im Mindesten normal. Nicht in einer "Alltagssituation".

    Lächerlich ist das gar nicht gemeint - mir machen tatsächlich diese Erwartungen an Tiere allmählich Angst.

    Die Erwartung, dass er nicht wild um sich beißt, wenn der Halter etwas verbietet und das im Zweifelsfall auch in den Halter? Panik mal außen vor, das ist etwas anderes. Ich finde da gar nichts normal dran (außer strake Schmerzen/Panik), wenn es sich um ein "Rudelmitglied" handelt

    (und nein, ich hatte noch keine "krassen" Hunde, aber auch nicht nur Blümchen.)

    daher tue ich mir noch total schwer den Hund ohne Arme zu lenken, denn unsere Trainierin legt viel Wert drauf,

    ich bin froh, meine Trainerin überlässt das mir. Ich sag ja immer, Enya macht es trotzdem , aber ich hab schon genug mit Timing und so zu tun, um auch noch meinen Körper komplett unter Kontrolle zu behalten (finde, ich bin schon besser geworden :pfeif: ). Saskia Selbach sagt die vermutlich etwas? Ich war da mal eine Art Figurant in einer Hoopers-Trainer-Ausbildung, da bekam ich erstmal einen Besen, den ich hinter dem Rücken halten musste |)

    Aber eigentlich machen wir als Hauptsportart immer noch Agi, mal schauen... Bin im Moment am überlegen, wieviel Energie ich eine reine Hoopers-"Karriere" stecken will. So ein wenig beißt es sich hier und da mit dem Agi ja schon, Beispiel Führhand (falls nicht komplett ohne Arme geführt)

    Aber es macht mir soviel Spaß, dass ich momentan überlege mit meinem Border auch zum Hoopers zu wechseln

    Haben wir bei uns in der Trainingsgruppe, der Border war Agi-Corona-ausgebremst, dann Feuer beim Hoopers gefangen und läuft jetzt H3. Ich glaub, gerade für Border taugt der Sport sehr!

    Ich glaub, hängt davon ab, wie man sich Leinelaufen vorstellt. Meine einzigen Kriterien mit 4 Hunden sind: es wird nicht umeinander gewuselt, niemand wird angepöbelt, "weiter" heißt "weiter" (beim schnüffeln) und "auf die Seite" heißt auch genau das (wenn uns sehr eng wer entgegen kommt. Eigentlich sind es 5 Hunde, aber Kleinteil nehme ich zur Zeit noch auf den Arm, wenn sie angeleint noch überfordert ist (läuft ja auch fast nur frei).
    Bei 4 (5) Hunden finde ich "nebeneinander" eher unpraktisch, tatsächlich, je nach Weg zumindest. So ist hier bei den erwachsenen Hunden tendentiell: Enya läuft vor mir (interessiert sich aber eh für kein anderes Lebewesen), Joey eher neben mir, Peaches reiht sich neben Joey oder neben Enya ein und Smilla läuft eher hinter mir (was ich am nervigsten finde |) )
    Aber grundsätzlich, so lange die weder wild wuseln, noch wie doof zerren oder irgendwen belästigen, ist mir persönlich das ziemlich egal, wie die laufen.
    Tragen tun sie angeleint 1-1,5m Leinen, länger nicht. Nur als "Freilaufersatz" wenn es anders nicht geht, die Großen auch mal längere Leinen.

    Was ich jetzt nicht pauschal in die Rubrik "gefährlicher Hund" einordnen würde.

    Ich schon. Da sind drei angeleinte Hunde aneinander geraten, die Besitzerin geht dazwischen und wird mehrfach gebissen. So sehr, dass sie die stark blutende Wunde abbinden musste.
    Selbst Grisu (der wirklich kein Engelchen war), wusste, wo der andere Hund aufhört und ich anfange.

    Ich bin ja eh kein großer Turnierläufer und wenn im Agi. Ein einziges Mal bin ich vor 1,5 Jahren im Hoopers gestartet und nun spontan die Winter-Trophy in der Westerwaldhalle Hoopers, im November ein Turnier und dieses Wochenende. Es war... anders als im Training |) , vor allem, was den Druck angeht. 2x hatte ich Enya im Zaun irgendwo kleben, so quasi, dafür einmal mit zu wenig Druck eine Verleitung nehmend. Dennoch haben wir an den beiden Wochenenden 3 Qualis geholt und werden uns dort im Januar in der H2 versuchen. Prinzipiell kann sie das. Nur Turnier und so und aufgeregtes Frauchen :pfeif:

    Hier die Quali-Videos von diesem Wochenende, ja an sich sehr einfache Parcours (wobei ich schon sehr froh bin, der Hund läuft nicht mehr einfach nur im Kreis, da scheint sich in den letzten 2 Jahren in der H1 ein wenig was getan zu haben). Und ja, nach wie vor macht Enya das trotz meinem Gehampel, ich muss nur den Druck im Griff behalten, um sie nicht sonstwohin zu schicken...

    https://youtu.be/b0RB9lPSMKo

    Wie grenzen sich denn deine Hunde untereinander ab?

    Manche sehr (Smilla), andere gar nicht (Joey). Noch andere lassen sich gerne auf Interaktion ein, mögen aber kein Kontaktliegen (Enya).
    Hat aber auf Lotta (5 Monate alt) wenig Einfluss, was "zur Ruhe kommen" angeht. Auf Joey könnte sie auch 24 Stunden rumturnen, an sie rankuscheln eh. Bloß spielen eher nicht. Smilla spielt seit sehr kurzem mal mit Lotta, wenn sie wirklich Bock hat. Ansonsten wurde von Smilla von Anfang eine sehr klare "halt Abstand!!!" Schiene gefahren. Tut Lotta auch, also versteht ein Hund sehr sicher, wenn ein Mensch das unbedingt durchdrücken will. (ich nicht)
    Enya hat die erste Woche oder so sehr deutlich gesagt, so nicht!!, wenn Lotta irgendetwas gemacht hat mit ihr, was Enya nicht passte, seitdem ist sie extrem entspannt mit Lotta, aber eher ignorant. Man merkt aber, Enya braucht sich nur kurz anspannen und Lotta hält sich zurück, Lektion verstanden.
    Peaches spielt durchaus gerne mit Lotta, ist aber extrem schlecht darin zu sagen, stopp, reicht bzw. ist kein lustiges Spiel mehr für mich. Mittlerweile geht es, anfangs musste ich ihr etwas helfen.

    Und die erwachsenen Hunde sind einfach völlig eingespielt miteinander. Peaches und Joey liegen gerne Kontakt, Enya und Smilla grundsätzlich nie mit niemandem. Miteinander interagiert wird nach Lust und Laune, wobei die sich nicht drohen, sondern einfach ignorieren, wenn jemand etwas "vorschlägt" und der Gegenüber hat da keinen Bock zu.

    Also bis auf den Anfang mit Welpe ist es Ignoranz, womit hier bei Bedarf "abgegrenzt" wird, würde ich sagen. Die Hunde lernen ja fix, dass es eh nichts bringt, dem anderen dann weiter auf den Wecker zu gehen.

    Ich mache das ganz ähnlich. Wenn ich Zuhause anderes oder auch nichts zu tun habe, wird halt nicht drauf eingegangen, wenn jemand ankommt und fertig. Ruhiger Körperkontakt ist für mich aber immer ok, nur Spiel in der Wohnung mit mir gibt es eher nicht (zwischen den Hunden verbiete ich es aber nicht).

    Wir haben allerdings keine Kinder, ich vermute, das macht es schwerer.