Beiträge von Lucy_Lou

    Zitat

    und jetzt bin ich stinkesauer.

    auf wen bist du sauer?

    Kommt schonmal vor, dass zwei Hunde gut zusammen spielen und ein Dritter denn halt außen vor ist und auch zurecht gewiesen wird. Haben noch mehr Hunde gespielt, war es also eine allgemeine Spielrunde?

    Was hat denn der Trainer dazu gesagt?

    Was du probieren kannst: ein Spielzeug nur für besondere Situationen aufheben, so bleibt es etwas besonderes. Z.B. einen Ball an der Schnur, der lässt sich dann auch für Zerrspiele einsetzen.

    Bei meinen Hunden funktioniert das Abrufen aus "schwierigen" Situationen allerdings letztlich nur über Grundgehorsam.

    Aber ein paar Spielideen für den Junghund hätte ich:
    - Wenn dein Hund nicht so Spielzeug-verrückt ist, kannst du das Spielzeug auch in "größeren" Übungen einsetzen. Z.B. dein Hund muss sitzen bleiben, du gehst 2 Meter in den Wald, hängst es an einen Zweig oder versteckst es unter Blättern oder hinter einem Baum. Dann gehst du zurück zum Hund und er darf dann auf Kommando suchen.
    - Einen Tannenzapfen kurz in die Hand nehmen, dann zwischen andere Zapfen legen (ohne dass dein Hund zuschaut) und Hund über den Geruch den Tannenzapfen suchen und dann bringen lassen
    - unbemerkt etwas fallen lassen (Spielzeug oder alternativ am Wegesrand liegenden Müll nutzen), Hund zu sich rufen und per Handzeichen in die Richtung zum suchen und anschließenden bringen schicken
    - auf Baumstämme, drunter durch, um Bäume herum, zur fallen gelassenen Leine schicken etc.
    - Spielzeug werfen und Hund muss warten, während man selbst es holt. Das steigert das Interesse am Spielzeug meist enorm :D
    - kleine Fährten legen; auch Schleppfährten mit z.B. rohem Fleisch gehen für den Anfang gut
    - zu zwei Menschen: einer versteckt sich, der andere bleibt beim Hund und schickt suchen
    - kleine Tricks mit dem Clicker, da hat man auch schnell die ganze Aufmerksamkeit des Hundes. Z.B. die Faust berühren, in der nicht das Leckerchen ist, ein Bein parallel zu deinem heben, zwischen deinen Beinen vorwärts/rückwärts/seitswärts laufen, also Dinge, bei denen dein Hund sich auf dich konzentrieren muss

    Mein Rüde liebt eine Kombination aus fangen spielen und Zerrspielen. Wobei meine Kondition da nie lange mit macht :p . Daneben Wald-Agilty, Frisbee... Hauptsache Action

    Meine Hündin findet Fährte und Suchspiele jeder Art toll

    Wenn dein Welpe so zieht, nimm doch für den Anfang ein Geschirr. Da wird der Zug besser verteilt und du vermeidest das Luft-abschnüren.

    Wenn dein Welpe nur selten zieht: versuche doch in den Situationen ein Kommando wie z.B. "Schau". Dafür Fleischwurst oder Spieli als Belohnung.
    Und vor allem keinesfalls in die Richtung bewegen, in die dein Hund gerade zieht. Sonst bringst du ihm das Ziehen quasi aktiv bei...

    Kannst du einschätzen, in welchen Situationen dein Hund vor allem zieht?

    Die Studie würde mich auch interessieren

    Aber warum sollte ein Hund andere Hunde nicht auf Bildern erkennen? Er erkennt ja auch Hunde, die weit weg sind, die er u.U. also weder riecht noch hört. Ein Hund hat sicherlich das "Bild" Hund (Mensch, Katze, Ball...) abgespeichert. Einige Hunde bellen sich ja auch im Spiegel oder in Schaufensterscheiben an.

    Wirklich abstrakt denken wäre es meiner Meinung nach auch erst, wenn der Hund ein gezeichnetes Bild erkennen würde. Ein Kleinkind z.B. erkennt ja in der Regel eine ungefähre Strichzeichnung von Hunden, Menschen, Kühen etc., anhand von wenigen charakteristischen Merkmalen.

    Grisu guckt auch gerne Hunde im Fernsehen, stupst dann auch teilweise den Bildschirm an. Lucy dagegen reagiert eher auf Kleintiere oder auch Affen im Fernsehen.

    Lucy (2 Jahre):

    - man frisst beim Leckerchen nehmen nicht die Hand mit :motz:

    - anspringen von Besuchern. Lustigerweise vor allem Fremde: Schornsteinfeger, Stromableser, Postbote etc.: sie freut sich bei Jedem halb tot... Bei Freunden akzeptiert sie dagegen mit der Zeit, dass das anspringen nicht wirklich erwünscht ist...

    - Unsicherheit bei fremden Hunden, wobei es auch nur dann ein Problem ist, wenn die fremden Hunde sie bedrängen


    Grisu (8 Monate):

    zur Zeit nur, dass er nicht 100% abrufbar ist, wenn uns andere Hunde begegnen

    Ich finde das Thema interessant. Ich frage mich auch immer wieder, überfordere ich oder unterfordere ich... Mein Grisu ist ein Aussie, fast 8 Monate alt.

    Zur Auslastung machen wir Anfänge von Agility (z.B. Kontaktzonen, Hürdenkombinationen, dass er sich schicken lässt, auf meine Körpersprache achtet, ohne Sprünge), Suchspiele (Dummy: er darf erst auf Kommando suchen, muss es mir in die Hand geben, einen bestimmten von mehreren holen etc.), Geruchserkennungsspiele (welchen der Tannenzapfen hatte ich gerade in der Hand?), clickern (darüber erlernt: etwas mit Pfote oder Schnauze berühren (Kommandos "Touch" und "Tip"), Pfoten irgendwo drauf stellen (Kommando "Hoch"), Post-It suchen und berühren etc..
    Dann Spiele, wie das Flaschendrehspiel, Auspackspiele, Wohnzimmer-Agility (Slalom, Stuhltunnel etc.).

    An Tricks: Turn (um die eigene Achse drehen), um Bäume herum schicken (nun auch auf Distanz :^^: ), Männchen, gib Laut, die Hand berühren, in der nicht das Leckerlie ist, Slalom durch die Beine...

    Wir üben Fuß: da findet er bislang gut die Grundposition, geht auch einige Meter sehr schön mit (längere Distanzen übe ich noch nicht). Das soll er gut lernen, das baue ich sehr langsam und genau auf. Sitz und Platz üben wir so langsam auf Distanz und aus der Bewegung.

    Er wirkt keinesfalls überdreht oder überfordert. Es stört ihn auch nicht, wenn es mal einen Tag weniger zu tun gibt. In letzter Zeit habe ich ihn öfter mit im Büro, da legt er sich dann hin, beobachtet oder döst, ist ganz ruhig.
    Für mich auch ein Zeichen, dass es für ihn so gut ist. Ich beschäftige ihn circa 30 Minuten am Tag mit Kopfarbeit, über den Tag verteilt. Dazu Spaziergänge, spielen mit anderen Hunden... So wirkt er ruhig, konzentriert, ausgelastet.

    Man liest es hier öfter: den jüngeren Hund bloß nicht überfordern. Aber ich will ja einen aktiven Hund, der mit Begeisterung Neues mit mir ausprobiert und ihn nicht geistig verkümmern lassen oder warten, dass er sich selbst Aufgaben sucht oder alles interessant findet, nur mich nicht...

    Bei Grisu habe ich es so gemacht, dass ich ein Leckerlie knapp über die Nase gehalten habe. Für jedes leichte heben der Beine bekam er das Leckerlie. Wenn er dagegen mit dem Hintern "abgehoben" ist, gab es ein Korrekturwort und neuer Versuch. Dann habe ich ihm beigebracht, sich so zu drehen, dass er sich von vorne zwischen meine Beine setzt, in der gleichen Blickrichtung wie ich (war das verständlich?: Er dreht sich halb um die eigene Achse und macht einen Schritt zurück). Aus der Position hat er von selbst Männchen machen angeboten. War von mir nicht geplant. Aber eine Bekannte hat mir erzählt, sie hat es ihrem Hund von Anfang an so beigebracht. Dass er sich quasi mit dem Rücken an ihre Beine lehnt und dann vorne hoch geht. Bei Grisu denke ich, so hätte auch er es schnell verstanden.

    Bei Lucy habe ich es wie auch schon genannt gemacht: erstmal Pfoten auf meinen Arm legen, das dann langsam ausschleichen. Ihr fehlt aber auch eher der Gleichgewichtssinn dafür Sie hat lange gebraucht, um es auch nur ansatzweise hinzubekommen, obwohl sie den eigentlichen Sinn schnell verstanden hatte.

    Ich kann mich nur anschließen. Der Hund ist unerzogen und ganz alleine bleiben nicht gewöhnt.

    Warum hat der Jäger ihn abgegeben?

    Wie lastet ihr den Hund aus? Was ist er denn für eine Rasse? Grundgehorsam üben wäre erstmal wichtig. Das z.B. im Zusammenhang mit (Futter-) Dummy oder Fährte, so dass euer Hund ausgelastet ist und einen Sinn in der Zusammenarbeit mit euch sieht.

    Zu den Vögeln: dein Jagdhund hat also Jagdtrieb... was genau hast du denn erwartet? Such mal hier im Forum nach Antijagdtraining. Auch viele Hundeschulen bieten das an. Wobei bei einem Jagdhund eher adäquate Ersatzbeschäftigung im Vordergrund stehen sollte und nicht, ihm generell das jagen auszutreiben...

    Zum Dominanzproblem: du liegst im Bett, dein Hund überlässt es dir auch höflicherweise und nimmt mit dem Sofa vorlieb... Ein Dominanzproblem hättest du, wenn er dich aus dem Bett vertreiben würde, wenn du drin liegst. Auch im Wolfsrudel besetzen die Rangniederen begehrte Plätze, wenn die Ranghöheren gerade nicht da sind.
    Das mit der Tür ist Erziehungssache. Dein Hund will raus und es hat ihm keiner beigebracht, dass er warten soll. Auch da (da du das als Dominanz wertest): auch im Wolfsrudel geht nicht nur der Ranghöchste vorn. Das Jungvolk darf außerdem auch mit anderen "Willigen" toben, eigenständig jagen, sich aufhalten, wo es will, solange die Alttiere nicht belästigt werden.

    Wir sind kein Wolfsrudel und der Hund muss eine Menge lernen und sich an Zwänge halten, die nicht unbedingt zu seiner Natur gehören. Deinem Hund ist das nicht angeboren, auf deine Kommandos zu hören und sich "zivilisiert" zu benehmen. Vielleicht hat der Jäger dir erzählt, der Hund würde gut hören? Nun, es ist nicht so. Also erziehe ihn und biete ihm eine angemessene Beschäftigung :^^: . Mit einem Jahr sind übrigens die wenigsten Hunde "fertig", sondern eher im besten Flegelalter...