Ich habe selbst eine unsichere Hündin. Bei uns war ganz wichtig, dass sie mir vertrauen lernte. D.h. z.B., dass ich mit ihr so große Bögen gelaufen bin, dass sie ihren Wohlfühlabstand hatte. Auch habe ich sie abgeschirmt (auf der vom anderen Hund abgewandten Seite von mir laufen lassen) und andere Hundehalter gebeten, ihre Hunde bei sich zu halten. Wenn ich merke, sie hat freundliches Interesse am anderen Hund, darf sie natürlich gerne Kontakt haben. Ansonsten sorge ich dafür, dass sie keinen Kontakt haben muss. Es hilft auch, wenn man die Möglichkeit hat auf Distanz vorbei zu gehen, z.B. Leckerchen Suchspiele zu machen. Der Hund hat was angenehmes trotz Anwesenheit der "Gefahr" und ist abgelenkt. Oder auch das auftauchen des anderen Hundes clickern. Das auf Distanz, in dem Moment, wenn der andere in Sicht kommt, keinesfalls, während deiner bereits fixiert oder angespannt ist. Vor allem aber hat uns geholfen, dass sie gelernt hat, sie muss keinen Kontakt haben, wenn sie nicht will und dass ich mich darum kümmere.
Es war vor allem Arbeit an mir selbst. Ich musste mich von dem Gedanken verabschieden, dass ein "guter" Hund sich mit jedem verträgt. Lucy will nicht den Kontakt mit jedem und seit ich sie nicht mehr zu überzeugen versuche, wie toll andere Hunde doch sind, ist sie wesentlich entspannter und verträglicher geworden ;). Schlechte Erfahrungen hat sie übrigens nie wirklich gemacht, sie war von Welpe an so...