Beiträge von Lucy_Lou

    Ich sehe da schon den Collie. Die Maske scheint jedenfalls sehr typisch zu sein für einen Collie-Mix. Hier Collie-Mix Luna als Welpe, das Bild ist nicht so toll, aber sie sah fast wie deine aus in dem Alter:

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    und mit 2 Jahren:

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    Ja ich clicker auch und weiß, was shapen ist. Ich habe Sitz auch nicht über locken oder ähnliches aufgebaut, mir ist nur kein besseres Beispiel eingefallen. Mich würde interessieren, wie genau du bei der Leine vorgegangen bist. Erst das umdrehen gelobt (Clicker?)? Und dann wie geshaped? Nach einer Weile nicht mehr das umdrehen gelobt, sondern einen Schritt auf dich zu machen? Hast du nur nach Ziehen gelobt (also Hund zieht, du bleibst stehen, er dreht sich um --> Lob) oder auch das zwischendurch vorkommende Leine-ist von-selbst-mal-locker? Bei Lucy war es letztlich vor allem angekündigte Richtungs- und Tempowechsel, viel aufmerksam machen und loben, sobald die Leine locker war, Leckerlie, wenn sie auf einer Höhe mit mir lief. Nicht nur locken und vollabern. Aber ein durchdachter Aufbau mit Clicker und shapen würde mich interessieren. Wie war dein Endziel? Also was genau bedeutet Leinenführigkeit für dich? Wie lange habt ihr gebraucht, was genau waren die Zwischenschritte? Für meinen nächsten Hund vielleicht :^^:

    Man sieht hier am Thread, die Erfahrungen mit den verschiedenen Methoden sind durchwachsen. Das stehen bleiben scheitert sicher auch oft an der Konsequenz. Mal klappt es für den Hund mal nicht (mal hat Mensch es eilig, mal nicht...). Das ist dann auch eher Leine ziehen beibringen über variable Verstärkung, als erfolgreiches Abgewöhnen.
    Lucy musste fast nur zu Übungszwecken an die Leine, da hatte ich es wohl auch leichter. Ich muss zugeben, nach Wochen des blöd rumstehens, war mir die Hilfestellung lieber und sie hat es dann ja auch sehr schnell verstanden und lief ordentlich. Aber ich verstehe gut, was du meinst, bin eigentlich auch eher ein Hund-soll-mitdenken-Verfechter.

    Es geht ja auch nicht darum, den Hund für den Rest seines Lebens vollzubrabbeln, sondern dass er versteht, was man eigentlich von ihm will. Wenn ich meinem Hund Sitz beibringen möchte, stelle ich mich ja auch nicht eine Stunde stumm neben ihn, bis er errät, was mein erhobener Zeigefinger zu bedeuten hat.

    Aber es hängt sicher vom Hund ab. Mit Grisu hätte ich sicher auch das stehen bleiben wählen können, es hätte ihn extrem genervt und er hätte auch kombiniert, was es bedeutet. Mit Lucy dagegen würde ich immer noch da stehen, Lucy friedlich an gespannter Leine vor sich hin dösend...

    Meine Erfahrung ist, dass man das mit dem Dauergebrabbel sehr schnell wieder abbauen kann, wenn der Hund erstmal verstanden hat, worum es geht. Dann kommt es wieder auf den Hund an. Lucy läuft seitdem einwandfrei, aber sie stellt eh nie was in Frage. Wenn sie sehr abgelenkt oder wegen etwas nervös ist, spreche ich sie an, lobe eine Weile und alles ist wieder ok. Grisu dagegen brauchte doch zusätzlich die Erfahrung, dass er keine Wahl hat. Bei ihm habe ich das an meine Seite kommen lassen gewählt, nicht das stehen bleiben. Meine Hunde haben etwa einen Meter Radius an der Leine, den sie auch gerne nutzen dürfen, sie müssen nicht am Bein kleben. Jedenfalls kommt Grisu mitlerweile meißt schon von selbst wieder an meine Seite, wenn die Leine mal straff wird.

    Wenn der Hund nicht Leckerlie mit Übung beendet verbinden soll: Viele Leckerlie hintereinander geben, anfangs höchstens im Sekundentakt, irgendwann Auflösungskommando geben und nicht mehr beachten. Zeit bis zum ersten Leckerlie und zwischen den Leckerlie kann dann langsam verlängert werden.

    Dann aufeinander aufbauende Übungen: z.B.: Platz sagen, man wirft Dummy, Hund darf auf Kommando holen. Das Holen ist die Belohnung, bleibt er nicht so lange liegen, darf er nicht holen. Oder Kommando Platz, nach einiger Zeit Sitz, dann Leckerlie. Oder Kommando Sitz, man wirft ein Leckerlie ein paar Meter weiter, auf Kommando darf er suchen. Oder man bereitet ein tolles neues Spiel vor, Hund muss ruhig warten, sonst gibt es kein Spiel. Im Endeffekt, eine positive Erwartungshaltung im Zusammenhang mit dem Kommando aufbauen, so dass der Hund gerne so lange im Kommando bleibt, bis was anderes kommt. Ruhiges Abliegen über längere Zeit dagegen muss natürlich ruhig aufgebaut werden, ohne den Hund in sonstwas für eine Erwartungshaltung zu versetzen.

    Am wichtigsten: Kommando immer (!!!) auflösen, bevor der Hund das tut. Alles was es braucht, ist Timing und Konsequenz mit sich selbst

    Ich finde, alles was es braucht, ist Umweltsicherheit und dass der Hund immer und überall abrufbar ist und auch ohne Leine bei mir bleibt, egal was passiert. Daneben Nein und Aus. Den Hund ablegen zu können finde ich praktisch, aber kein Muss.
    Alles andere ist Auslastung oder Spielerei für mich (nicht im negativen Sinn).

    Was zur Ankündigung des Richtungswechsels: Lucy hat auch lange gebaucht, bis sie ordentlich an der Leine lief. Zu Anfang habe ich es mit stehen bleiben probiert. Ergebnis: Lucy dachte sich bloß, oh Frauchen macht mal wieder Pause, na gut, mach ich das halt auch. Verstanden hat sie nichts, die Pausen haben sie auch nie gestört. Dann unangekündigter Richtungswechsel: Lucy nach kürzester Zeit total verstört, schlich alles hängen lassend hinter mir her. Und ich habe mir größte Mühe gegeben, nicht zu rucken, ist halt ein Sensibelchen...

    Was geholfen hat: Kommunikation. Da lang/Nein/rechts/links/langsam/an meine Seite etc., alles positiv aufgebaut, wenn sie gut lief, viel Lob, wenn sie perfekt lief, Leckerlie. So lernte sie innerhalb weniger Tage, was ich eigentlich von ihr will und lief ordentlich an der Leine.

    Diesen Text habe ich mir damals aus dem DF rauskopiert, ich weiß leider nicht mehr von welchem User, aber er spiegelt meine Erfahrungen genau wider: (hab mir mal erlaubt das hinzuzufügen ;) )


    Bei Grisu habe ich von Anfang an über Kommunikation gearbeitet und wenn er mal austestet, muss er jedesmal wenn er zieht an meine Seite kommen. Findet er nervig, so lässt er das ziehen schnell wieder. Aber die Grundzüge der Leinenführigkeit hat er über reine Kommunikation schnell gelernt. Und ganz wichtig: sich möglichst niemals (!!!) in die Richtung bewegen, in die der Hund gerade zieht. Genauso gut könnte man Leckerlie fürs ziehen verteilen...

    Ich möchte kurz einwerfen, dass man alles an Hilfen, was man einsetzt, auch wieder abbauen muss. Lucy habe ich auch Platz über Leckerlie am Boden beigebracht. Folge war, dass sie sehr lange gebraucht hat, um Platz nur auf stimmliches Kommando hin zu machen. Bei Grisu habe ich es anders probiert (nach einem Tip seiner Züchterin): der Hund legt sich so oft am Tag hin, einfach in dem Moment Platz sagen und fertig. Geht auch über Clicker, dann führt man das Kommando etwas später ein. Jedenfalls konnte Grisu es innerhalb kürzester Zeit, ohne dass ich irgendwas an "Tricks" anwenden musste.

    Damit der Hund länger liegen bleibt: zu Anfang jede Sekunde Leckerlie rein, dann Auflösungskommando und nicht mehr beachten. Ganz langsam steigern. Sowohl die Zeit zwischen den Leckerlie, als auch die Zeit bis zum ersten Leckerlie. Ganz wichtig: immer (und da ist die eigene Konsequenz mit sich selbst gefragt!) das Auflösungskommando geben, bevor der Hund von selbst aufsteht. Nur so kann er es schnell richtig verknüpfen.

    Ich denke, beim VDH hat man zumindest eine etwas größere Sicherheit, dass alles wichtige untersucht wurde, die Verpaarung durchdacht war und die Welpen einen möglichst optimalen Start ins Leben haben. Gerade wenn jemand wenig Ahnung hat, worauf er achten soll beim Welpenkauf, kann es sicher hilfreich, sich zumindest mal mit VDH-Züchtern zu unterhalten. Völlig unverbindlich mit verschiedenen, so dass man Eindrücke sammeln kann.

    Ich würde einem nicht-VDH-Züchter auch immer die Frage stellen, warum nicht VDH. Es gibt tatsächlich bei einigen gute Gründe.
    Ich würde generell fragen, warum gerade diese Verpaarung, was ist das Zuchtziel, warum denkt der Züchter, diesem mit der Verpaarung nahe zu kommen. Nachzuchten oder nahe Verwandte: Charakter, Gesundheitszustand? Warum genau züchtet der Züchter diese Rasse? Was sieht der Züchter an eventuellen Problemen bezüglich der Rasse. Also: zu wem passt die Rasse, was sind eventuell "problematische" Eigenschaften, mit welchen Krankheiten könnte man rechnen. Wer alles nur schön redet, bei dem würde ich keinen Welpen kaufen. Mir ist auch wichtig, dass der Züchter mich kritisch hinterfragt und nicht jedem einen Welpen gibt, der einen will. Umso eher denke ich, hinterfragt er auch seine Zucht kritisch. Daneben müssen mir die Elterntiere gut gefallen und auch die Aufzucht der Welpen. Wenn das alles passt, ist VDH oder nicht für mich zweitrangig.
    Der Preis wäre für mich aber in jedem Fall nebensächlich. Es ist wie beim Auto: der Anschaffungspreis ist auf das gesamte Leben gesehen, der kleinste Posten...

    Zitat

    Huhu,
    ich wollte nur noch sagen: Das hier:


    ist der Fehler des Hundehalters, nicht der Hundeschule. Macht man seine "Hausaufgaben", hört der Hund auch außerhalb des Platzes. Ich hatte immer auf dem Platz Probleme beim Fußgehen, weil ich so selten dort bin und mein Hund immer abgelenkt war. Seitdem ich überall, egal wo, Fußgehen übe, ist das auch kein Thema mehr.

    Sicher, wenn man nur auf dem Platz übt oder nur dort wirklich konsequent ist, ist es Schuld des Hundehalters. Wenn aber die Hundeschule zu große Gruppen hat, auf kaum jemanden eingehen kann, ihr Schema abspult, ohne nach dem Ziel, der Vorgeschichte oder Besonderheiten des Hund-Haltergespannes zu fragen, da bleibt oft nur Frust beim Halter und keine Motivation, die Übungen auch im Alltag einzubauen. So wie du es schreibst: die Hundeschule sollte Anregungen geben, einen Plan B und C haben, so sehe ich das auch. Es gibt Hundeschulen, da wird ums verrecken der korrekte Vorsitz geübt (als Beispiel) und wehe der Hund weicht einen Millimeter ab, aber dass der Halter sich unter Ablenkung interessant machen kann für den Hund oder dass der Hund auch unter Ablenkung noch kommt, spielt keine Rolle.