Beiträge von Lucy_Lou

    Zitat

    was er immer dran hat (in der Wohnung und im Freigang) ist ein Lederband mit dem Tic-Clip und ein Schmetterling gg elektromagnetische Störung

    Darf ich fragen, was ein Tic-Clip ist und was es mit dem Schmetterling auf sich hat :???:


    Zur Frage: Meine laufen nackig, drinnen wie draußen. Ich habe Moxon-Leinen für sie, finde ich am praktischsten. Wobei das bei Grisu noch nicht lange so ist. Eine Zeit war er an der Schleppleine und das mit der Leinenführigkeit musste auch erst gut klappen. Das heißt, bis vor etwa 2 Monaten hatte er draußen ein Geschirr an.

    Ja, je nach Hund ist das trauf treten wohl schon ein Problem. Ich hatte da nur meinen vor Augen, der wegen eben dieses Problems 2 Monate an der Schlepleine war. Grisu wog da aber nicht mal 20 kg, da ist das sicher was anderes. Ich fand es sehr viel einfacher, die Leine schleifen lassen zu können, so muss man nicht ständig auf Büsche, Bäume etc. achten und der Hund fühlt sich freier, da er sich ja im Prinzip bewegen kann, wie sonst auch. Ich dachte mir, ich komme dem Freilauf so näher und Grisu fängt nicht so sehr an zu unterscheiden, ob er an der Schleppleine ist oder nicht. Vielleicht klappt es mit 15 Meter Schleppleine und du lässt sie schleifen, so lange dein Hund im Radius bleibt? 15 Meter sind viel, Grisu ist da selten mal drüber raus gekommen. Die Frage ist, ob du deinen Hund dann noch halten kannst, wenn er richtig Anlauf nimmt...

    Wie übst du denn genau im Moment? Du wechselst immer wieder die Richtung, das Tempo? Stelle ich mir sehr frustrierend für den Hund vor, gerade, wenn man kein was-kann-ich-für-dich-tun-lass-uns-was-zusammen-machen-Exemplar sein eigen nennt. Es erfordert ja auch sehr viel Konzentrentation vom Hund und schränkt ihn sehr ein. Oder lässt er sich begeistern über Futter oder Spielzeug oder kleine Übungen? Z.B. du rufst "schau" und kullerst dann ein Leckerlie über den Boden, dass er suchen oder hinterher sprinten darf oder ihr balanciert über Baumstämme oder spielt ein Zerrspiel oder macht Nasenarbeit oder... Aber da rede ich auch wieder von meinem, der sich für ungefähr alles begeistern lässt... Wenn von Hund und Mensch eher weniger an Spiel und Übung gewünscht ist, hat man es da sicher schwerer. Aber je interessanter ich für meinen Hund bin, umso mehr Blickkontakt sucht, umso mehr bleibt er in meiner unmittelbaren Nähe und hört dann auch, wenn es drauf an kommt.

    Wie ist denn der normale Radius deines Hundes beim spazieren? Nutzt du auch sonst Kommandos wie Warte, Weiter, Da lang etc.?

    Wie sieht denn genau dein Training aus? Wenn es nur um Abrufen von Hunden geht und sonst alles prima ist, würde ich die Schleppleine auch nur dafür einsetzen. Das heißt: längere Schleppleine nehmen, schleifen lassen, Hund auf das baldige Ende der Schleppleine hinweisen, bei ignorieren drauf treten (auf die Leine, nicht auf den Hund ;) ).

    Oder geht es dir allgemein darum, dass dein Hund einen bestimmten Radius einhält? Oder darum, dass er auf Spaziergängen mehr auf dich achtet?

    Viele Welpenbesitzer kennen das und diese Frage kam hier auch schon sehr oft...

    Erstmal: für deinen Hund ist alles neu. Er ist gerade mal 10 Wochen auf dieser Welt, das meiste ist noch völlig ungewohnt, beeindruckend und auch beängstigend. Eure Wohnung hat er als sicher eingestuft, aber draußen ist es eine Flut von Neuem, das muss er erstmal verarbeiten. Und alleine der Wechsel zu euch ist ja eine riesen Umstellung für den Welpen, weg von allem Vertrautem.
    Dann: ein Welpe in dem Alter verlässt freiwillig die als sicher bekannte Umgebung noch nicht. Wenn überhaupt, im Kreis von möglichst vielen bekannten Bezugspersonen, denen er vertraut. Er kennt euch bislang kaum. Dieses Verhalten hat im Laufe der Evolution das Leben gerettet, das verschwindet nicht so einfach, weil der moderne Mensch es gerne anders hätte. Spaziergänge und Hunde in Innenstädten sind ja auch ein eher "junges" Phänomen.

    Ich kann dich beruhigen, in einigen Wochen wird dein Hund mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht genug vom Spazieren gehen bekommen können und dein "Problem" hat sich von selbst erledigt.

    Bei Natural Dogmanship (Jan Nijboer) ist es Teil der "natürlichen" Hundeerziehung. Unter anderem geht man mit dem Hund nicht spazieren, sondern jagen, nämlich den Futterdummy. Über diese Erziehungsmethode wurde hier im Forum schon viel diskutiert, einfach mal suchen.

    Ich nutze den Futterdummy als Motivation und Auslastung. Meine Hündin liebt die Suche danach und es ist auch Belohnung nach erfolgreichen Übungen.

    Wenn der Hund Spaß dran hat, kann man viele tolle und auch anspruchsvolle Übungen mit dem Hund damit machen. Aber eine ähnliche Wirkung hat sicherlich auch generell viel mit dem Hund zu spielen/üben und eventuell Handfütterung...

    Man muss halt schauen, was liegt dem Hund, woran hat er Spaß, was lastet ihn aus. So toll meine Hündin den Futter-Dummy findet, so langweilig findet ihn mein Rüde. Als Allheilmittel bei der Hundeerziehung würde ich ihn jedenfalls nicht einsetzen...

    Vielleicht kannst du einen Link zur Vorgeschichte angeben? Was will man so dazu sagen? Ganz ehrlich, rein von dem hier von dir geschriebenen her würde ich sagen, du redest dir schön, dass es das beste wäre, sie abzugeben... Aber wie gesagt, aus den paar Zeilen heraus, ist da kaum was zu zu sagen. Ich persönlich könnte mir aus den von dir genannten Gründen eher nicht vorstellen einen Hund (erst Recht einen älteren) abzugeben. Nun ok, wenn du alles versucht hast und sie bei euch nur noch leidet?!

    Schwierig... Meine Hündin z.B. hatte als Junghund den Vorteil, mich wesentlich interessanter zu finden, als irgendwas anderes (inklusive andere Hunde, Menschen, Wild etc). Außerdem ist sie extrem verfressen, stellt kaum etwas in Frage, ist sehr motiviert, etwas mit mir zu machen... Vom Grundgehorsam und der Alltagstauglichkeit her war sie mit etwa 10 Monaten "fertig", eher noch früher. Wobei trotzdem immer mal wieder situationsbedingt Baustellen auftreten, da sie allgemein etwas Übersensibel ist... Sie ist jetzt 2 Jahre alt.

    Mein Rüde testet ziemlich aus, hat enormes Interesse an allem und jedem... Im Moment klappt es allgemein gut, wobei ich den Eindruck habe, er entdeckt so langsam seinen Jagdtrieb... Bei ihm ist eigentlich immer irgendwas. Kaum ist eine Sache ausdiskutiert, kommt die nächste... Er ist 11 Monate alt und mit wirklich zuverlässigem Gehorsam in allen Lebenslagen und einer gewissen Abgeklärtheit rechne ich in frühestens einem Jahr... Dafür ist er wesensfest und souverän und dadurch in einigen Punkten auch deutlich einfacher als meine Hündin. Wenn ich es nicht selbst verbocke, wird er bestimmt mal ein richtig "unproblematischer" Hund

    Ich habe selber eine Hündin, die keinerlei Wert auf Kontakt mit fremden Hunden legt. Schnüffeln, hm so gerade noch, aber dann muss auch schnell gut sein, sonst wird sie grantig. Bei ihr ist es auch eher Unsicherheit. Wobei meine Hündin schon als Welpe/Junghund nicht viel Interesse an Artgenossen hatte (was auch viele Vorteile hat) und ein paar Begegnungen weniger netter Natur dafür gesorgt haben, dass sie andere Hunde eher mißtrauisch als neutral sieht. Nun, wäre eine sehr lange Geschichte, das hier alles aufzuschreiben...

    Fragen: wie hat dein Hund denn die letzten 3 Jahre auf andere Hunde reagiert? Gab es Auslöser für ihre veränderte Reaktion auf Artgenossen? Muss ja kein Beißvorfall gewesen sein. Meine Hündin hat z.B. irgendwann entdeckt, dass sie sich wehren kann, wo sie vorher nur still erduldet hat...
    Hat dein Hund Hundefreunde?
    Wohnt ihr so, dass ihr vielen Hunden auf dem Spaziergang begegnet?

    Gibt es Auslöser in der konkreten Situation? z.B. der andere Hund nähert sich eher wild oder ist groß oder ist selber eher unsicher?
    Reagiert dein Hund auf jeden fremden Hund so? Wenn nicht, siehst du es deinem Hund im Vorfeld an? Z.B. verteifen des Körpers, Kopf abwenden oder Bogen laufen oder auch fixieren des anderen Hundes?

    Wie reagiert dein Hund, wenn sie weiß, der andere Hund kommt nicht an sie ran (z.B. weil der hinter einem Zaun oder mit ausreichendem Abstand an der Leine ist)? Angenommen, deine Hündin läuft frei und der andere beachtet sie überhaupt nicht. Würde sie hin laufen? Drohen?

    In eine Raufergruppe würde ich im übrigen mit einem unsicheren Hund niemals gehen!!!

    Ich wette, es gibt hier schon zig Threads zum Thema Nein und Aus. Auch einen viel genannten von Fluffy: "Bring deinem Hund Nein bei" oder so ähnlich.

    Ganz allgemein: dein Hund ist nicht blöd und weiß ja, du nimmst ihm das Tolle nur weg, wieso also zu dir bringen? Zumal das Tolle für deinen Hund noch viel toller wird, wenn du es auch haben willst und sogar versuchst, ihn zu fangen.

    Nein und Aus am besten viel üben und das zu Anfang mit möglichst uninteressanten Dingen. Was bei meinem Rüden dann als Steigerung ganz gut gewirkt hat war, dass ich mir im Alltag immer mal wieder irgendwas semi-interessantes habe geben lassen: ein Spielzeug, einen Tannenzapfen, irgendwas, womit man dann als Belohnung spielen kann. Quasi: du gibst es mir, dadurch wird es noch toller.

    Mit meiner extrem verfressenen Hündin bin ich damals jedes mal so lange an "Futter" (Pferdeäpfel, Brotreste, undefinierbares ich-will-nicht-wissen-was) vorbei gelaufen, bis sie irgendwann selbst das Interesse verloren hatte (oder sie einfach zu frustriert und müde war, um drauf zu reagieren :p ).

    Wie du bereits festgestellt hast, fangen wollen bringt null. Im Zweifelsfall würde ich möglichst schnell in möglichst unübersichtliches Gelände rennen, das steigert die Wahrscheinlichkeit enorm, dass meine Hunde dann doch plötzlich sehr nah bei mir sein wollen...