Ich kann das aus dem Geschriebenen von dir nicht genau beurteilen, aber meine Hündin könnte da ähnlich sein :| . Eher unsicher, aber abgesehen von ihrer Unsicherheit auch nicht wirklich interessiert an fremden Hunden. Da ist es sehr schwer, Hundebegegnungen positiv zu gestalten. Selbst wenn die anderen Hunde nur friedlich schnüffeln wollen, schwankt sie sie zwischen genervt, ertragen und Stress... Ich habe ja mittlerweile auch mal einen Trainer drauf schauen lassen. In meinem Fall meinte er, fremde Hunde toll finden, nur weil die so nett Guten Tag sagen wollen oder spielen wollen, wird sie nie. Wie soll ich es ausdrücken
... er meinte, sie schwankt zwischen neutral und negativ. Da ist einfach kein positives Interesse, keine positive Erwartungshaltung. Sie will nicht schnüffeln, sie will nicht spielen, sie will keine neuen Bekanntschaften...
Da Lucy von Welpe an in die Richtung ging, nicht die Unsicherheit, aber das relative Desinteresse, mag es wohl so sein, dass es einfach Hunde gibt, die mit ihren bekannten Hunden glücklich sind und auf kurzfristige Fremdkontakte keinen Wert legen. In meinem Fall hat das bedeutet, fremde Hunde können nicht bewirken, dass Hundekontakte für Lucy positiver werden, weil da in Lucys Augen nichts Positives ist, egal wie "toll" sich die fremden Hunde verhalten... Der Trainingsansatz dieses Trainers ist, etwas an Lucys Erwartungshaltung zu ändern. Nur dass das in diesem speziellen Fall von mir ausgehen muss, nicht von den fremden Hunden
Die Frage würde ich mir bei euch als erstes stellen: warum reagiert euer Hund so? Hat euer Hund denn Hundefreunde? War euer Hund immer schon unsicher?
ZitatBei meiner Trainerin habe ich gelernt den Hund bei Begegnungen (meiner ist an der Leine - der andere Hund ist ohne Leine), mich schützend vor meinen Hund zu stellen und ihm dadurch zu zeigen - Frauchen regelt das,
Die Frage ist, kannst du es denn wirklich regeln? Vielleicht schaffst du es in 9 von 10 Fällen den anderen Hund abzuwehren, aber der 10. Fall wird sich ins Gedächtnis deines Hundes einbrennen: Frauchen kann das nicht regeln... Falls du es wirklich schaffst, wow, da bist du viel weiter als ich :^^:
Ich frag mich auch, was lernt der Hund? Je nachdem wie man auftritt vielleicht auch eher: oh, da kommt wirklich ein Feind.
ZitatWenn du befürchtest, dass dein Hund aggressiv reagiert, dann ist das beste Mittel, zügig weiterzugehen, und in Bewegung zu bleiben. Sich schützend vor den eigenen Hund zu stellen reicht nicht aus, wenn man dann abwartend dasteht und es letztendlich doch zu einem Kontakt zwischen den beiden kommt, weil es ja wie eine Einladung wirkt auf den anderen HH und Hund.
Ich selber bin in den letzten 6 Jahren nur dreimal in die Situation gekommen, einen anderen Hund abwehren zu müssen, während meiner angeleint war. In deinem Posting hört es sich so an, als wenn dir das andauernd passiert. Muss ja an irgendwas liegen.
stehen bleiben würde ich auch nicht, bringt nur noch mehr Spannung rein. Was einige Hundehalter dazu bewegt, es doch mal überzeugender mit dem Abruf zu versuchen, ist quer über die nächste Straße zu gehen oder in schnellem Tempo querfeldein im Wald zu verschwinden
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