Beiträge von Lucy_Lou

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    Hallo,
    - Wie lange dauert es so in der Regel einen Welpen stubenrein zu bekommen?

    Die Frage ist, was versteht man unter stubenrein? Meine Hündin ist mit 8 Wochen eigentlich stubenrein gewesen, in dem Sinne, dass sie sich gemeldet hat. Einhalten konnte sie nicht. Habe ich sie nicht sofort raus gesetzt, ging es halt in die Wohnung. Bei meinem Rüden waren wir erst mit etwa 4 Monaten an dem Punkt :roll: . Ein Hund kann ganz langsam immer längere Zeit am Stück einhalten. Hilfreich ist es, wenn der Hund verstanden hat, dass eigentlich draußen seine Toilette ist, sonst hast du nicht viel vom einhalten-können. Man sagt, so ab etwa 4 Monaten kann der Hund auch mal 1-2 Stunden einhalten. Ab etwa 6 Monaten 3-4 Stunden. Das ist aber auch individuell vom Hund abhängig


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    - Wie lange kann man so einen Hund "alleine" in der Wohnung lassen? Also wenn er dann stubenrein ist.

    Hängt vom Hund ab. Meine Hündin würde ich regelmäßig maximal 4 Stunden alleine lassen, mein Rüde steckt das leichter weg. Hunde sind Rudeltiere und im Allgemeinen äußerst ungern allein. Ich würde es daher auf ein Minimum beschränken. Bei mir wäre die absolute Obergrenze 6 Stunden.


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    - Wie ist das mit der Hundesteuer? Wo bekommt man da Informationen und wieviel würde denn ein kleiner Hund da kosten?

    Bei meiner Gemeinde gibt es keine Unterschiede bezüglich der Hundegröße. Da hilft nur nachfragen

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    - Was für Erfahrungen habt ihr mit Arztkosten? Was kommt da auf mich zu?

    Kommt drauf an, wie gesund dein Hund sein wird :^^:
    Wenn du knapp bei Kasse bist, ist eine entsprechende Versicherung oder Rücklagen bilden auf jeden Fall sinnvoll

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    - Und wieviel Futter- bzw. Verpflegungskosten fallen so in etwa z.b. in der Woche an?

    Willst du Billigfutter geben, barfen, hochwertiges Hundefutter? Sonstige Kosten hängen auch ganz von dir ab. Hundeschule, Knabberkram, Spielzeug, Leinen, Hundebücher...

    An sonstigen Tips: such dir einen Hundesitter für den Notfall. z.B. wenn du mal in Urlaub bist oder im Krankenhaus oder sehr lange arbeiten musst.
    Ein Hund bedeutet viel Freude, aber auch viel Arbeit.
    Ein Hund erzieht sich nicht von allein. Klingt blöd und pauschal, aber es gibt vieles, mit dem man vorher nicht rechnet. Leinenführigkeit, ankläffen von Joggern, Jagdtrieb, Pubertät, Hände zerkauen, Passanten anspringen, Tapete von der Wand holen, Angst vorm Autofahren u.s.w.
    Auch sind nicht alle Mitmenschen so angetan von dem kleinen Liebling, wie man selbst (ich kann das bei meinen Beiden auch nicht wirklich nachvollziehen ;D ). Es gibt schon Einschränkungen und zum Teil auch Anfeindungen.
    Es gibt Tage, da ist man müde von der Arbeit, es nieselt und wird schon dunkel, aber der Hund hat den ganzen Tag nichts weiter zu tun gehabt, als auf dich zu warten und möchte doch gerne noch mindestens 2 Stunden draußen beschäftigt werden. Genauso morgens: stehst du freiwillig auch im Winter eine Stunde früher auf, um den Hund auszulasten, bevor er alleine bleiben muss?
    Wie willst du es regeln, wenn du arbeiten gehst und noch weniger Zeit hast? Wo bleibt der Hund, neben 40 Stunden Woche, Haushalt, einkaufen, Freunde treffen?

    Meine Erfahrung ist: Hunde können damit umgehen, wenn sie nicht immer dürfen. Grisu darf mich anspringen. Wenn ich das nicht möchte, sage ich im Ansatz Nein und er akzeptiert das. Man muss nur schnell genug sein :roll:
    Fremde darf er nicht anspringen... seine Taktik war dann eine Zeit lang: vor den Menschen in die Höhe springen und diese ohne sonstige Berührung einmal quer durchs Gesicht zu schlecken :ops:

    Whaaa, ich sehe schon, ein eindeutiges Verbot wär vielleicht doch besser gewesen...

    Die Frage ist, wie wichtig dir das? Kann ja sein, deinem Hund fehlt nichts, sie braucht sonst keine Beschäftigung... Trotzdem kannst du natürlich versuchen, sie zu begeistern :^^:


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    Draußen rennt sie gern, und veräppelt mich auch, aber spielen ist wieder uninteressant.


    Was genau macht sie denn, wenn sie dich veräppelt? In welchen Situationen rennt sie? Spielt sie fangen?
    Hat sie Jagdtrieb? Auf Sicht oder Fährte? Ist sie in der Wohnung für Spiele zu begeistern? Wenn du ein Spielzeug interessant machst und schnell vor ihr her ziehst, würde sie dann versuchen, es zu fangen? Wie sieht es denn mit Kommandos aus? Macht sie gerne Sitz, Rolle, Pfötchen, etwas in der Richtung?
    Nimmt sie irgendwas an Futter draußen? Z.B. du hälst ihr eine Scheibe Salami vor die Nase, legst diese dann vor sie auf den Boden und sie darf sie auf Kommando nehmen (nicht vorher). Wäre sie scharf auf die Salami? Würde sie die Salami gerne schon ohne deine Erlaubnis nehmen wollen? Daraus kann man in winzigen Schritten Suchspiele aufbauen.

    Was ist denn mit Balgspielen? Spielt sie körperlich mit dir? Da kann man dann auch ein Spielzeug mit einbauen und das so langsam interessanter machen.

    Oder clickern vielleicht. Das würde ich aber auch erstmal in ablenkungsfreier Umgebung in der Wohnung probieren

    Lucy ist unheimlich menschenfreundlich, aber ob sie mit gehen würde? Keinesfalls jedenfalls, wenn es nicht von unserem Haus aus ist oder wenn ich an dem Ort bin, den sie verlassen soll. Eine zeitlang ist sie noch nicht mal mit meinem Mann spazieren gegangen, wenn ich Zuhause blieb :/ . Das geht glücklicherweise wieder.
    Grisu würde definitiv nicht mit einem ganz fremden Menschen mit gehen.

    Ich mach mir jetzt mal Feinde :D : gibt es einen Grund, bei den überfüllten Tierheimen noch mehr Katzen in die Welt zu setzen? Ich persönlich lass bei Katzen noch wesentlich weniger "Unfallwurf" gelten als bei Hunden und es dürfte auch deutlich weniger Gründe gegen TH-Katze als gegen einen TH-Hund geben...
    Wenn das Ganze einen guten Grund hatte, entschuldige ich mich schon mal...

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    ganz einfach: damals hatte jeder hund noch seine aufgabe :^^:

    es hielt niemand einen hund, um mit ihm einen hindernisparcour zu laufen oder ihn im rosa plüschtäschchen umher zu tragen - hunde mussten arbeiten, jagen, hüten, schützen, wachen etc.

    ich finde, das ist ein wichtiger Punkt. Früher hat man sich auch die "Rasse" entsprechend dem ausgesucht, was man mit dem Hund vorhatte. Auch Begleithunde gab es ja früher schon, aber es wurden eher keine Jagdhunde/Hütehunde von den feinen Damen zweckentfremdet... Als Beispiel, ich erlebe es auch hier in der Gegend noch öfter, dass Bauern ihre Hofhunde danach aussuchen, wie gute Hofhunde die Elterntiere sind. D.h. Bauer kennt Hund xy, finden den klasse als Hofhund, der hat zufällig mal Welpen --> der neue Hofhund ist gefunden. Nach Gebrauchsfähigkeit halt.
    Aber die meisten Menschen halten sich heute Rassen als Begleithunde, die zu ganz anderem Zweck gezüchtet wurden und dementsprechend Eigenschaften mit bringen. Und gerade auch bei engagierteren Haltern kann dann auch genau das passieren, was flying-paws schrieb: man weiß, der Hund braucht viel Beschäftigung, ohne dass wirklich bedacht wird, welche Art von Beschäftigung der Hund braucht... Man hört es auch im Alltag immer wieder. Ich habe einen Aussie und gerade als der noch Welpe/Junghund war, bekam ich viele "gute" Ratschläge nach dem Motto: der ist aber ein Arbeitshund, mit dem müssen sie dann aber viel Fahradfahren/stundenlang spazieren gehen/Ball werfen etc. Würde ich das in der Form tun, hätte ich hier einen Hochleistungssportler, der überhaupt nicht mehr runter käme...
    Aber ist schon ein generelles Problem. Jeder kommt an jede Rasse dran, aber kaum jemand lastet seinen Hund mit der Arbeit aus, für die die jeweilige Rasse ursprünglich gezüchtet wurde. Es ist damit eigentlich immer irgendwo ein Kompromis.