Beiträge von Lucy_Lou

    Ein Mini-Aussie sollte eigentlich ein vollwertiger Australian Shepherd sein, nur in klein. Das heißt, man züchtet mit besonders kleinen Exemplaren weiter, das Wesen sollte das Gleiche sein. Das in einigen Fällen auch kleinere Rassen eingekreuzt werden, bezweifele ich nicht, da musst du dich dann halt fragen, was dein Mischling an Eigenschaften mitbringt.
    Was ich nicht ganz verstehe: warum ein Mini-Aussie, wenn es auch ein Labrador sein darf? Ein Durschnittsaussie ist nicht größer als ein Labrador...
    Ein Labrador hat im Allgemeinen eine sehr hohe Reizschwelle, ein Aussie ein niedrige. Das heißt, dass ein Aussie seine Umwelt sehr genau beobachtet und schon bei geringen Reizen reagiert. Ein Aussie beobachtet auch seine Menschen sehr genau und stimmt darauf sein Verhalten ab. Er will Aufgaben übernehmen und sich einbringen. Wirkt der Mensch in einer Situation auch nur ansatzweise unsicher, wird der Aussie denken: oh, Gefahr, mein Mensch sieht das auch so, ich beschütze mit, gemeinsam schaffen wir das!!! Und wenn es nur ein Jogger oder der Nachbarshund war. Und es braucht nicht viel, um eine Anspannung beim Aussie zu erreichen. Beim durchschnittlichen Labrador sieht das völlig anders auch.
    Ein Labrador apportiert gerne, liebt Wasser, ist als Junghund teils sehr ungestüm, lernt schnell und gut "Ruhe", ist sehr gutmütig... Ein Aussie reagiert stark auf Bewegungsreize, muss Ruhe meist etwas aufwendiger lernen, pusht sehr schnell hoch. Ein Aussie hat Wachtrieb, ein Labrador nicht. Ein Aussie hat extrem schnelle Reaktionen, stellt sich blitzschnell auf neue Situationen ein. Gut geeignet für Hundesport, der eben dies erfordert.
    Ein Aussie ist meist deutlich sensibler, reagiert schnell unterwürfig oder durch Passivität, wenn sein Mensch ungenau kommuniziert oder gar hart straft. Ein Labrador steckt meist deutlich mehr weg.
    Aussies sind meist 1-Mensch-Hunde, gerne auch Einzelhund. Labradore mögen Gesellschaft.
    Es sind von Grund auf 2 völlig verschiedene Hundetypen, Was genau reizt dich denn jeweils daran? Wie willst du den Hund auslasten? Wie soll er auf Fremde reagieren?
    Ein Welpe kann keinesfalls 5-6 Stunden alleine bleiben, das ist frühestens mit 6 Monaten drin...

    Manchmal ist es nur traurig... Du probierst so viel und setzt dich so ein. Andere machen kaum einen Bruchteil und der Hund ist entweder von Natur aus problemlos oder wird halt abgegeben :/

    Ich glaube mittlerweile aus persönlicher Erfahrung, dass manche Hunde einfach so sind. Ich vermute, dein Hund ist extrem sensibel, wenn er könnte, würde er auf einer einsamen Insel leben und alles wär gut. Das abschotten am Anfang als Junghund hat da vielleicht einen Teil zu beigetragen, aber es gibt Hunde, da ist Training zum "akzeptieren des Normalen" hin unglaublich schwer. Es ist einfach nicht normal und nebensächlich für sie. Natural Dogmanship finde ich gar nicht so verkehrt, in dem Fall. Da wird Hunden jegliche Führungsrolle genommen, sie dürfen sich um nichts mehr kümmern. Abschalttraining gehört auch dazu, hat dein Trainer das angesprochen? Das fände ich hilfreich.
    Ich kann mir bei deinem Hund schwer vorstellen, dass er jemals offen und selbstsicher auf Neues zugeht. Er muss lernen, dass du alles kompetent und sicher im Griff hast. Fels in der Brandung halt...
    Ich finde es auch total schwer, irgendwas an Tipps zu geben über das Forum. Keiner hier sieht dich und deinen Hund und mit 0815 Lösungen scheint man ja nun beim besten Willen nicht weiter zu kommen.

    Das Bein wird gehoben zum markieren. Damit fangen Hunde meist an, wenn sie in die Pubertät kommen. Sie setzen ihre Duftmarken und erklären der Welt so, dass sie da waren. Sie stellen ihren Status da, z.B. als potenter Rüde. Jüngere Hunde vermeiden dies eher, um keine potentiellen Feinde auf sich aufmerksam zu machen. Vergleiche es mit Jugendlichen, die anfangen, Lederjacken zu tragen und ihr Moped vorzuführen, oder in der heutigen Zeit halt zeigen, dass sie die neusten Klingeltöne auf dem Handy haben... Oder eben "... (I) was here" an Sehenswürdigkeiten einritzen...
    Ist aber auch Typ-abhängig. Manche Hunde markieren wenig, manche viel, manche überhaupt nicht. Mein Rüde fing mit etwa 8 Monaten an, markiert aber bis heute nur sehr wenig. Meine Hündin fing mit etwa 1,5 Jahren an, markiert etwas mehr als mein Rüde, aber auch eher wenig.

    edit... war mal wieder viel zu langsam mit dem tippen...ist ja eigentlich schon alles gesagt worden...

    Für mich klingt das, als würde dein Hund das für ein nettes Spiel halten. Du sagst "innerlich zitternd", aber ohne direkten Tadel, dass dein Hund dir die Amphore geben soll. Dein Hund schließt daraus, dass es prinzipiell nichts Schlimmes ist, mit der Amphore zu spielen und, dass du sie gerne hättest. Der Unterschied zum Dummie-Training ist, dass dein Hund dir sehr wohl anmerkt, dass du erregt bist. Mit etwas Pech schließt sie daraus, dass du das Spiel genau so aufregend findest, wie sie. Dann gehst du auch noch auf sie zu, na viel eindeutiger kannst du sie kaum noch zum fangen spielen auffordern. Dass weggesperrt werden hinterher wird sie dagegen kaum auf das vergangene "Spiel" beziehen.
    Damit bleiben dir 2 Möglichkeiten: eine Möglichkeit ist, du verlierst sofort völlig das Interesse an deinem Hund, wenn er eine Amphore in die Schnauze nimmt. Du gehst postwendend zurück in die Wohnung oder du gehst in die entgegen gesetzte Ecke des Gartens und fängst da selbst ein tolles Spiel an, ohne deinem Hund dabei Beachtung zu schenken. Kann nur sein, dass du noch ein paar Amphoren opfern musst, bis dein Hund versteht, dass die Dinger eigentlich totlangweilig sing...
    Zweite Möglichkeit: du zeigst deinem Hund unmissverständlich, dass du stinksauer bist, sobald er Anstalten macht, sich an einer Amphore zu vergreifen. Kennt dein Hund irgendein Abbruchkommando oder kannst du ihm sonstwie überzeugend mitteilen, dass sein Verhalten unerwünscht ist?

    Wenn dein Hund dir im Haus hinterher läuft, mach öfter mal die Tür hinter dir zu...

    Bei Lucy funktioniert das mit dem Futter auslegen nicht. Sie sucht dann, wenn mal nichts da liegt und sie scheint so auch nicht wirklich zu begreifen, dass es um die Pylone geht. Ich habe es geclickert. Mit einem Hund, der Clickern kennt, ist das kein Problem, vor allem, wenn die Pylone das einzige ist, was sich im Umkreis zum anbieten eignet.
    Ich habe allerdings schon gehört, dass es beim Obedience mehr um die Kommandos geht, nicht darum, dass der Hund verknüpft: lauf zur Pylone. Ich weiß es nicht, erwähne es nur mal. Das würde bedeuten, Hund läuft Highspeed an der Pylone vorbei, wirft sich aber auf Kommando daneben ins Platz. In dem Fall braucht man ein gut sitzendes Platz und etwas lockendes, was sich hinter der Pylone befindet. Und dann ebend abwechselnd trainieren: mal darf Hund durchlaufen zur Belohnung, mal muss an der Pylone zum liegen kommen und wird dann da gelobt. Bitte korrigieren, wenn ich da Obedience falsch sehe...

    Meine Hunde bekommen kein Futter aus dem Napf. Falls sich sonst überhaupt keine Gelegenheit ergibt, aus dem Kong oder im Garten zum Suchen verteilt. Normalerweise aber bei Spaziergängen z.B. aus dem Futterdummy oder als Such- /Jagdspiel oder als Belohnung.
    Sagen wir grob im Rahmen dieser Abstimmung: 2x am Tag, da ich 2x am Tag länger draußen bin mit den Beiden.

    Dein Hund ist gerade mal 8 Wochen (!) auf dieser Welt. Und seine Welt war bisher sehr klein. Er war immer in vertrauter Umgebung und vor allem im Kreise seiner Familie. Mag jetzt vielleicht etwas übertrieben klingen: stell dir vor, du wirst von einem Außerirdischen auf einen fremden Planeten entführt. Niemand den du kennst, du hast keine Ahnung, was gefährlich ist... Dein Entführer scheint aber ganz nett zu sein. Du würdest wohl auch zusehen, möglichst in seiner Nähe zu bleiben und müsstest ein ziemlicher Draufgänger sein, sofort selbstbewusst auf alles zuzustapfen. Dein Hund braucht Zeit, Vertrauen in dich und muss langsam die Welt entdecken :smile:
    Ein anderer Aspekt: Welpen in dem Alter würden in der Natur die sichere Umgebung der "Höhle" noch nicht verlassen. Täten sie das alleine, wären sie dem Tod geweiht. Mit zunehmendem Alter und mit zunehmendem Vertrauen in dich wird das besser.

    Was du probieren kannst, aber der Schuss kann auch nach hinten losgehen: Schaut dein Hund in irgendeiner Situation angespannt oder auch nur interessiert (es nähert sich wer, es war ein Geräusch zu hören, jemand betritt den Garten...), lobst du aufgeregt: fein, was war da?? Das alleine mag bei einem Aussie schon Wirkung zeigen. Du lobst jede Form von Anspannung. Steigerung: du selbst machst ihn aufmerksam durch angespannte Körperhaltung, Ausrichtung auf das Geräusch hin und hektisches Reden. Das wirkt selbst bei meiner eigentlich völlig unwachsamen Lucy... Wenn du Pech hast, hält dein Hund dich für unsicher und/oder reagiert fortan auf jede Kleinigkeit. Ich persönlich würde es beim ist-Zustand belassen....

    Hm, vielleicht wirklich ein Hof-Syndrom :???: ? Lucy zog mit 7,5 Wochen vom Bauernhof ein, kannte nur draußen leben und war von Anfang stubenrein... Sie meldete sich also, schlief nachts recht lange durch und verkniff es sich, so gut es ging. Grisu dagegen, vom guten Züchter, hat ziemlich gebraucht mit der Stubenreinheit...