Beiträge von Lucy_Lou

    Falls dein Hund wirklich sehr starken Jagdtrieb hat, ist es eh fraglich, ob du es so einfach in den Griff bekommst. Du musst bedenken, der Wolf musste jagen, um zu überleben und bei vielen Hunderassen hat der Mensch noch mal extra Wert drauf gelegt, dass der Jagdtrieb stark erhalten bleibt. Das heißt, der Jagdtrieb ist sehr tief im Hund verwurzelt und nicht mal eben über wiederholten pfeifen oder Ball werfen in den Griff zu bekommen. Der Jagdtrieb ist Teil deines Hundes, nicht auszuradieren. So kannst du probieren, ob du über viel Übung, positiven Aufbau, Steigerung der Anforderungen (im Prinzip, wie bisher beschrieben) zum Ziel kommst. Eine Absicherung kann in diesem Schema natürlich auch erfolgen. Mein Rüde hat es so als Welpe gelernt: Wild nähern = Ärger, zu Frauchen kommen = Party. Mit Kommandos funktioniert das ähnlich: hören = Party, ignorieren = Ärger. Das setzt voraus, dass die Party toll genug ist und/oder der Ärger stark genug. Bei jagdlich stark ambitionierten Hunden wird man über dieses Prinzip, ohne wirklich starken Zwang, nicht weit kommen. Die Frage ist, ob du Starkzwang anwenden willst...

    Wenn du meinst, dein Hund hat sehr starken Jagdtrieb, würde ich empfehlen, mit dem Trieb zu arbeiten, nicht gegen ihn. Denn der Trieb ist da und wird auch nicht verschwinden. Das bedeutet, ein durchdachtes Antijagdtraining zu machen und den Hund alternativ auszulasten. Bücher zu dem Thema wären z.B. "Antijagdtraining: Wie man Hunde vom Jagen abhält" oder "Jagdhund ohne Jagdschein"

    Oh, sorry :ops:

    Reizangel meinte ich in dem Sinne: dein Hund macht Platz, du bewegst die Reizangel um ihn herum, von ihm weg, er muss liegen bleiben. Auf Kommando darf er dann. Nächster Schritt: er muss sich beim Hetzen des Objektes an der Reizangel ins Platz rufen lassen. Das fällt vielen Hunden schwerer, als beim Ball/Stöckchen. Deshalb meinte ich es als Steigerung. Das Endziel ist ja, es klappt auch bei Wild

    Damit es ein Superkommando ist, muss es vom Hund als solches empfunden werden. Wenn ich nun von meinem Herrn Hund ausgehe: der würd mir nen Vogel zeigen, wenn ich alle 2 Minuten Platz sagen würde auf einem Spaziergang (bzw. Platz pfeife). Er würde es nur lästig finden, unsinnig und nervig. Er würde es widerwillig machen, weil er muss, aber ein Superkommando würde das so niemals werden. Und beim Longieren oder Ball jagen z.B. wirft er sich freudig ins Platz. Es ist dann Teil der "Übung", Teil des Spiels, es macht "Sinn" für ihn.

    Wenn dein Hund es bei Bällen zuverlässig macht, probiere es doch mal mit einer Reizangel?! Die Radius-Begrenzung hat meiner Meinung nach nichts mit einem Stopp-Pfiff zu tun. Den Stopp-Pfiff würde ich erst mal rein positiv in winzigen Schritten üben, immer mit Freude und Motivation. Es muss sich lohnen für den Hund. Erst wenn der Hund in allen unspektalurären Alltagssituation freudig ins Platz klappt, würde ich ans Durchsetzen oder Absichern denken.


    Für deinen Hund ist es im Moment saublöd und das zeigt er deutlich. Das würde ich ändern. Du kannst natürlich auch alternativ über (Stark-) Zwang arbeiten, aber ist dir der Weg wirklich lieber? So wie ihr es im Moment macht, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es ein "Superkommando" wird.

    zu 1.: normales TroFu (bei allem anderen wäre bei Lucy ans Arbeiten nicht mehr zu denken :roll: ); nur beim Mantrailing auch Fleischwurst

    zu 2.: im Futterbeutel, Jackentasche oder Gürteltasche (sagt man das so? Beutel, den man am Gürtel o.ä. befestigen kann)

    zum Rest kann ich nichts sagen. Aber das Rezept tät mich auch interessieren :smile:

    Mir kommt das ganze Konzept etwas wirr vor. Vielleicht redest du noch mal mit dem Trainer? Ich kann mir kaum vorstellen, dass er das so gemeint hat :???:

    Dein Hund soll sich legen, nachdem er in die Schleppleine gerannt ist?! Warum? Soll das eine Strafe sein? Oder was soll dem Hund damit mitgeteilt werden?

    Wenn du immer wieder pfeifst, erreichst du nichts, außer dass der Hund lernt, er kann den Pfiff nach Belieben überhören, bis er denn halt mal Bock drauf hat, sich zu legen. Hast du selber schon erkannt.

    Wobei für mich die Grundfrage ist: was soll das überhaupt mit dem Ablegen?

    Zitat

    Ich variiere das Futter ja jetzt auch schon immer. Mal mit Banane, Hüttenkäse, Joghurt, Fleischbrühe, Leberwurst,....


    Klingt, als hättest du sie auch ein wenig zum mäkeln erzogen ;)

    edit: überschnitten; 2 Dumme, ein Gedanke :lol:

    Futter kann alleine dadurch interessanter werden, wenn es das nur noch aus der Hand gegen Leistung gibt. Mein Rüde z.B. reißt sich bei Übungen ein Bein aus, um ein TroFu-Stück zu ergattern, im Napf findet er es kaum interessant. Ähnliches habe ich auch schon von anderen gehört.

    Ich persönlich würde es einfach mal ausprobieren: es gibt nichts mehr, außer das normale Futter und das nur noch in Form von Suchspielen oder aus der Hand. Zumindest mal eine Woche lang. Verhungern wird dein Hund sicher nicht dabei

    Ansonsten ist diese Form von Futterspielen vielleicht nicht das Richtige für euch? Vielleicht könnte man auf andere Weise kontrollierte, gemeinsame Jagd realisieren?!

    Zitat

    Also ich versuche meinem Kleinen seit 4Monaten steh bezubringen, nur mache ich immer falsche ansätze dazu.

    Welche Ansätze hast du denn versucht? Brauchst du das Steh für den Hundesport oder eher als Alltagskommando?

    Eine Möglichkeit wäre, dass du den liegenden oder sitzenden Hund ins Steh "ziehst". Der Hund sollte idealerweise von selbst liegen oder sitzen, nicht auf Kommando. Er sollte das Kommando ja nicht von selbst auflösen, nur weil da jemand mit Futter rumwedelt. Der Hund sitzt oder liegt also, du hälst ihm Futter vor die Nase, und ziehst in dann über deine Hanbewegung in eine stehende Position. In dem Moment, in der Hund zum Stehen kommt, gibst du Kommando und er bekommt das Futter.

    Andere Möglichkeit: dein Hund läuft aufmerksam neben dir, du bleibst stehen, dein Hund auch: Kommando + Belohnung. Wenn dein Hund dazu neigt, sich sofort hinzusetzen, wenn du stehen bleibst, kannst du probieren, das Tempo ganz langsam zu drosseln.

    @knuddl_Bruno: ich hab hier auch so ein nettes Gegensatz-Paar. Grisu sehr interessiert an Kontakt, verspielt, aber auch aufbrausend, wenn er sich angemacht fühlt oder Lucy "bedroht" sieht. Lucy ist dagegen überhaupt nicht interessiert an Kontakt und macht das auch recht deutlich...

    Auf Beide gleichzeitig konzentrieren ist schwer und überfordert mich auch. So habe ich zwei Möglichkeiten: Zum einen, ich konzentrier mich auf den Hund, der es gerade nötiger hat, der andere wird nur gesichert, falls das überhaupt nötig ist. Oder: ich mache beiden Hunden ganz klare Vorgaben, welches Verhalten ich erwarte. Eigentlich klappt Letzteres besser, soweit ich es halt hin bekomme... Es setzt eben voraus, dass man völlig überzeugend auf die Hunde wirkt, souverän, ruhig, alles im Griff habend... Und falls ein Hund dann doch meint, sich anders verhalten zu müssen, muss ein deutliches Eingreifen im Ansatz kommen.

    Hm, ich hatte Grisu ja auch mal eine Zeit lang an der Schleppleine, aber Lucy lief dabei frei. Ich finde, um eine Schleppleine gut handhaben zu können, braucht man eigentlich beide Hände. Unter dem Aspekt würde ich mich Nocte anschließen: Flexileine ist vermutlich einfacher :smile:

    Du schreibst, dein Hund hat Jagdtrieb. Läuft er denn ansonsten ordentlich an der Leine? Achtet er auf dich? Beschäftigst du dich auf Spaziergängen mit den Hunden?
    Ich persönlich würde es so handhaben, dass die Hunde ordentlich mit zu laufen haben (alles andere ist eh Stress, wie du ja selbst schreibst), entweder locker neben mir oder hinter mir. Dafür dann kontrollierte Jagd-oder Renn-Spiele. Zur Not einer angebunden in der Auszeit, einer bespaßt. So wie du es schreibst, hatte von dem Spaziergang ja letztlich niemand was, weder du, noch die Hunde.
    Gäbe es vielleicht die Möglichkeit, die Hunde anfangs in eingezäuntem Gelände (Garten) schon mal toben zu lassen?