Beiträge von Lucy_Lou

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    Das Scht hab ich auf der Runde dann vielleicht 5x gebraucht. Scheinbar war das aber wohl zu heftig, denn Meggie schlich nur noch hinter mir her und wollte teilweise sogar stehen bleiben und sich in eine Ecke drücken. Ich hab das nicht weiter beachtet und bin weiter gegangen, aber das kann ja nun nicht Sinn der Sache sein.

    Sonst lässt sie sich von mir nicht so leicht beeindrucken, aber sie schien wirklich Angst vor mir zu haben :sad2:

    Bei Grisu war das die ersten paar Spaziergänge auch so. Wobei ich weniger den Eindruck hatte, er hat Angst, sondern er war zutiefst verunsichert, hatte die Sorge, er könnte was falsch machen, wusste mein Verhalten nicht wirklich einzuordnen... Das ging aber sehr schnell, dass er hinter mir entspannt hat. Am Anfang ging er bestimmt 10 Meter hinter mir (kroch mehr, vor allem, wenn ich mich dann auch noch umgedreht habe, das fiel mir auch schwer, es mir zu verkneifen...). Mittlerweile geht er etwa 1/2Meter bis max 2 Meter hinter mir und läuft entspannt.
    Dein Hund hat sich in den Boden gestemmt? Kannst du es nicht vielleicht ohne Leine/an der Schlepp probieren? Ich kenne die HTS-DVDs nicht, ist es da zwingend nötig, an der kurzen Leine zu beginnen? Das hätte es mir mit Grisu mit Sicherheit schwerer gemacht...
    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, die Geschwindigkeit und meine Körperhaltung "helfen" ihm. Vielleicht kannst du auch damit mal "experementieren"?!

    Geht das denn von beiden aus oder fängt einer an? Vertragen sich die beiden jeweils mit anderen Hunden?
    Gäbe da schon einige Möglichkeiten, warum. Z.B. der Staff ist deinem Hund zu wild, zu groß, zu grobmotorisch... und deiner weist ihn zurecht. 9 Wochen und 5 Monate ist auch schon ein großer Entwicklungsunterschied...

    Ich will auch Schnee :/ !!!!

    Noch 1,5 Wochen und wir sind hoch oben in der Schweiz :D . Dann muss ich Lucy nur noch erklären, warum sie trotzdem den Schnee nicht genießen darf :zensur:

    Wir waren heute Morgen etwa 25 Minuten nach Mäusen buddeln und Morgengeschäfte erledigen. Später mit Grisu knapp 2 Stunden spazieren. Am Nachmittag mit Lucy bei der Physio-Therapie. Am Abend mit Grisu etwa 40 Minuten durch den Ort und ein Waldstück (wo ich kaum die Hand vor Augen sah, trotz kaum Wolken...). Noch eine knappe Woche und die Tage werden wieder länger :smile:

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    und auf Dauer würde ich da nicht so streng sein, aber jetzt ist gerade ein kleines Experiment ;)

    Du glaubst nicht, wie viele Striche Lucy auf ihrer "ich forder jetzt einfach mal Aufmerksamkeit"-Liste hatte :roll: . Ich kann dich gut verstehen, ähnlich fing es bei mir auch an und man bekommt doch sehr viel mehr einen Blick dafür, wer gerade agiert und wer reagiert...

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    , und nachdem das 2 mal passiert ist, liegt er, ganz unauffällig, plötzlich 1 m weiter rechts auf dem weichen Teppich! Jetzt natürlich nicht mehr. Sowas wäre mir noch vor ein paar Tagen gar nicht aufgefallen, aber das sind wohl die "Kleinen Siege", die Monsieur dann im Alltag hat :lol:

    Wobei ich das ja auch ein Stück weit als Willkür des Menschen ansehe. Gut, um dem Hund über einen gewissen Zeitraum zu zeigen, ich kann alles durchsetzen, wenn ich das will... Aber wenn ich meinem Hund vermittel, ich möchte, dass du längere Zeit ruhst, dann finde ich es völlig vernünftig und nachvollziehbar, wenn er sich einen bequemen Platz dafür sucht. Das hätte für mich z.B. auch nichts mit "mich in Frage stellen" zu tun. Ich bin vermutlich einfach zu weich...

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    Hab ich einen Hund, der jagen geht (Profijäger mal ausgenommen), der andere Hunde anpöbelt, der Menschen anknurrt, ... dann heißt das doch, daß es einen Punkt gibt, an dem mein Hund den Mittelfinger hebt und sich nicht mehr von mir beeinflussen läßt.
    Wenn doch wirklich alles andere so toll ist, ich tatsächlich nirgendwo ein Problem habe, warum ignoriert der Hund mich dann in diesem Moment ?

    ...

    Alles zusammen ergibt dann ein: Wenns unwichtig ist tu ich dir den Gefallen und höre, ist es mir wichtig, dann kannste mich gerne haben

    Mit dem Punkt habe ich immer noch ein Problem. Die Grundannahme ist (bei dir), der Hund "hört" in vielen Alltagsdingen, da ihm der Konflikt/die verschiedenen Optionen nicht wirklich wichtig sind oder er eh grad Bock auf das Leckerlie hatte. Geht es dann um was wichtiges, ignoriert er die Ansagen des Halters. Ich gehe da erst mal konform, Hunde haben es in der Regel gut raus, den Halter nach ihren Wünschen zu manipulieren und das jeweils beste für sich raus zu holen. Und dann auch bei "wichtigen" Dingen (wie der weggeworfenen Bratwurst, dem spielbereiten anderen Hund, dem hinlegen müssen auf nassem Boden, was auch immer), auszutesten, ob sie ihr Ding nicht doch durchziehen können.
    Mein Problem ist, wenn es eine Situation ist, in der der Hund meint, einer muss sich kümmern, der Mensch tut es aber nicht, zeigt der Hund dann den Stinkefinger, wenn er sich kümmert? Und kümmert man sich dann, indem man den Hund für etwas straft, das er nur tut, weil man selbst die Situation nicht gebacken bekommt? Wenn mein Hund zu einem Artgenossen den Kontakt nicht will und das im Zweifelsfall deutlich zeigt, bessert es die Situation, wenn ich ihm jede Reaktion verbiete? Gut, wenn ich deutlich genug bin, hat er der Hund vielleicht mehr Angst vor den Konsequenzen, als Unbehagen dem Artgenossen gegenüber. Müsste das zeigen, man hat alles im Griff, kümmert sich, nicht über Leinenruck und willkürliches hin und her schicken hinaus gehen? Mir persönlich geht es etwas zu sehr über Meideverhalten, etwas zu sehr auf "der Hund muss Respekt lernen".