Beiträge von Lucy_Lou

    Lucy: 4 Jahre, 66cm, 32kg, Hündin, unkastriert, Berner-Collie-?-Mix

    Grisu: fast 3 Jahre, 58cm, 24kg, Rüde, kastriert, Australian Shepherd

    beide jeweils als Welpe eingezogen

    Als Grisu ein Welpe/Junghund war, hat Lucy ihm schon recht deutlich Grenzen gesetzt, aber nie so, dass ich eingreifen musste. Mit Grisus erwachsen-werden fand Lucy ihn zunehmend toller. Mittlerweile harmonieren die beiden sehr schön zusammen. Reibereien gibt es eigentlich nicht, aber es kann auch heute noch vorkommen, dass Lucy was deutlicher wird, wenn sie Grisu nicht respektvoll genug findet. Grisu hat sich nie aufgelehnt und akzeptiert Lucys Vormachtsstellung völlig. Ich denke, es war schon ganz gut, zu Lucy einen Rüden und keine Hündin dazu zu nehmen ;)

    Beide spielen viel miteinander (und Lucy spielt mit sonst fast keinem Hund), lecken sich die Ohren aus etc. Ich denke, sie sind glücklich miteinander.

    Mit Clicker habe ich es nie probiert. Bei Grisu kann ich aber so in etwa mit beiden Methoden eine Rückmeldung geben: als er ein knappes Jahr alt war und voll im pubertären Wahn(-sinn), hat er auch probiert, zurück zu pöbeln. Hat er andere pöbelnde Hunde an der Leine angemacht, bekam er eine strenge Ansage von mir und tatsächlich hat er das pöbeln sehr schnell wieder gelassen. Es kam gar nicht erst zu einem ernsthaften Problem. Meine Gedanken gingen dabei sehr in die Richtung, wie Silja schrieb: Grisu führt sich größenwahnsinnig auf, es gibt keinen Grund, sich so zu verhalten, das habe ich ihm auch so mitgeteilt. Wobei ich bei Grisu nie dahte: oh je, der ist unsicher oder oh je, der findet Hunde ganz allgemein doof. Das hat es für mich sehr leicht gemacht, klare Grenzen zu setzen.
    Grisu hat allerdings auch zurück gepöbelt, wenn Hunde hinter Gartenzäunen angefangen haben. Und da habe ich es ganz anders gemacht: Ich habe kein Abbruchkommando gegeben, sondern es mehr oder weniger ausgesessen, ruhiges Verhalten gelobt, mit Grisu in der Nähe des Zauns Übungen gemacht, gespielt... Waren ja quasi "Laborbedingungen :p . Zusätzlich gab es in dem Moment, wo so ein Pöbler angeschossen gab, ein Stück Futter für Grisu.
    Nun sieht es bei uns heute so aus: wenn ein anderer Hund an der Leine pöbelnd an uns vorbei geht, reißt Grisu sich zusammen und läuft ruhig dran vorbei, aber man merkt ihm an, dass ihm das eigentlich nicht passt. Kommt ein Hund am Gartenzaun angeschossen, freut Grisu sich, wendet sich mir zu und findet die Situation insgesamt prima.

    Vom Grundsatz her gefällt mir die Idee ganz allgemein durchaus, die Gefühle des Hundes ändern zu können. Klar, auf der einen Seite sollte der Hund ein „Nein“ von mir akzeptieren und wenn ich vermittel, es gibt keinen Grund sich aufzuregen, hat er sich nicht aufzuregen. Und bei 98% aller Hundebegegnungen gibt es ja tatsächlich schlicht keinen Grund, sich aufzuregen. Es passiert nichts schlimmes. Alleine dass da ein Hund am Horizont auftaucht, reicht ja bei vielen Leinenaggressiven Hunden schon als Auslöser aus, da muss der andere Hund nicht erst 20 Zentimeter neben einem fletschend in der Leine hängen... Und letztlich sind da ja dann doch die Gefühle das Problem, nicht eine objektiv betrachtet "bedrohliche" Situation. Wenn der Hund Angstaggressiv ist, andere Hunde doof findet, was auch immer, sind da extrem starke Gefühle im Spiel. Dem Hund vorzugeben, nichts Leckeres vom Boden zu fressen, auf seinem Platz zu bleiben, nicht an der Leine zu ziehen, sich hinzulegen wenn ich das sage u.s.w., ist für mich etwas völlig anderes. Daher ist für mein Empfinden auch der Satz nicht ganz schlüssig, dass schon im Alltag so einiges schief laufen muss, da der Hund an der Leine pöbelt und auf mein „Nein“ hin nicht sofort aufhört.

    Klar, das:

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    Ich will ja darauf hinaus, daß Hundebegegnungen normal sind, daß weder der Hund noch ich in irgendeiner Weise reagieren.

    wäre das Optimum. Es gibt ja wie gesagt nur sehr selten wirklich einen Grund, sich aufzuregen. Nun regt sich der eigene Hund aber auf. Wenn ich Panik vor Spinnen habe und mich herrscht jemand an „jetzt hab dich mal nicht so!“ oder knufft mich bei jeder Reaktion, die ich zeige, bemühe ich mich vielleicht, die Angst nicht mehr zu zeigen. Aber besser wird es ja erst mal nicht. Ich denke, es funktioniert dann letztlich so in der Art: ich (der Hund) mache die Erfahrung, der Mensch, der mich da anblufft, hat in anderen Situationen eigentlich immer Recht mit seiner Einschätzung und außerdem komme ich mit Auflehnung eh nicht weiter. Und dann merke ich (der Hund): ok, ich reiße mich zusammen, niemand regt sich auf, es passiert tatsächlich nichts. Problem gelöst :P. Letztlich ändert sich wohl erst das Verhalten, dann die Gefühle des Hundes. Und bei der Clicker-Methode wird es wohl eher umgekehrt angestrebt?!: man versucht die Gefühle zu ändern, in der Hoffnung, dann ändert sich auch das Verhalten?!

    Da hab ich ja die Qual der Wahl :smile:

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    Allerdings ist Sylvester da oben recht viel los und meistens ab April schon alles ausgebucht.


    Echt? Hm, eigentlich dachten wir, an Nordsee/Ostsee macht zu der Jahreszeit kaum jemand Urlaub :???: .

    Der Hintergrund ist, dass es zwar schön ist, wo wir de letzten Jahre waren, aber so langsam doch auch einfach die Abwechslung fehlt. Aber bereits jetzt ist für nächstes Silvester kaum noch etwas vernünftiges in den Bergen zu bekommen. Da wir es sehr genießen, nach dem Weihnachtstrubel ein paar ruhige Tage nur für uns zu haben, hatten wir daher gedacht, am Meer wär eine nette Alternative und nach einem neuen Winter-Urlaubsort in den Bergen schauen wir dann zu einem anderen Datum.

    Ich mach mich mal auf die Suche nach dem Zeeland-Thread :smile:

    Nachdem wir die letzten Jahre immer in den Bergen waren über Silvester, suchen wir nun einen Urlaubsort am Meer :smile:

    Ob Deutschland, Holland, Dänemark... wär egal. Wichtig: die Hunde sollten frei laufen dürfen und das möglichst nicht nur an ausgewiesenen Hundestränden o.ä. Zum einen, da ich beiden im Urlaub nicht weniger Freilauf ermöglichen will als Zuhause (und sie hören auch und sind auch bei Wild kontrollierbar), zum anderen ist Lucy nicht Hundewiesen-kompatibel, das heißt, von Hundeauslaufzonen mit vielen Hunden hat sie nichts. Bzw. ich und meine Nerven haben da nichts von... Allgemeiner Leinenzwang oder wenig Möglichkeiten, den im Dezember/Januar zu umgehen ( :roll: ) wären schlecht. Wenn am Meer nur eingeschränkt Freilauf erlaubt ist, könnte ich damit leben, aber dann sollte es im Hinterland zumindest erlaubt sein.
    Toll wäre viel Ruhe, viel Natur und das Meer in unmittelbarer Nähe. Und Sandstrände zum toben und buddeln für die Hunde :smile: .

    Vielleicht hat da ja jemand einen konkreten Tipp?!

    Bei dem Wubba war bei uns sofort das Quietschie kaputt und "stumm" hat er halt nicht mehr so viel Reiz :/ . Als Wurf- und Zerrspielzeug hält der aber auch einiges mehr aus, als das meiste, was wir sonst so in der Richtung probiert haben. Auf das unkaputtbare Quietschie warte ich aber immer noch :|

    Ich würde an deiner Stelle auch nicht davon ausgehen, dass der Hund mit zur Arbeit darf. Ansonsten finde ich, klingt es gut bei dir.

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    Wie gesagt, ich habe viele Freundinnen, die sich auch um ihn kümmern würden, wenn ich mal nicht zeit habe.. Meine Mutter ist nicht berufstätig und hätte viel Freude, wenn sie ihn mal hüten dürfte.. und mein Freund hat vor, nach der Ausbildung als Türsteher zu arbeiten, somit wäre er am Tag auch mal bereit, mit ihm Gassi zu gehen..


    Da würde ich schauen, dass aus dem könnte/würde/hätte Interesse ein paar feste Zusagen werden. Wenn du einen älteren Hund möchtest, wird der nach einer Eingewöhnungszeit vermutlich auch einen halben Tag alleine bleiben können. Da müsstest du dann schauen, den Hund auch danach auszusuchen, dass es wahrscheinlich ist, dass das klappt. Wenn deine Mutter zusagt, jeden Tag mit dem Hund spazieren zu gehen oder ihn jeden Tag für ein paar Stunden zu sich zu nehmen, wär es doch gelöst. Daneben 1-2 Freundinnen, die im Notfall einspringen würden. Oder du wartest, bis es mit deinem Freund fest ist, wie es weiter geht.
    Ich würde auch auf Grund dessen, dass vermutlich verschiedene Menschen mit dem Hund gehen, eher einen kleinen Hund empfehlen, zusätzlich zu den Argumenten, die in vorherigen Beiträgen schon kamen. Wenn ein Kleinhund so seine Macken hat oder entwickelt, werden deine Gassigänger das mit sehr großer Sicherheit weniger dramatisch finden, als bei einem großen Hund.

    Hm, ok. Meine Oma hatte erzählt, dass sie das früher bei ihrer Setter-Hündin so in der Art gelöst hat. Die war im Freilauf auch völlig verträglich. Sie hat Jingo anfangs immer abgeleint, wenn ein Hund auftauchte, Jingo blieb aber zuverlässig ohne Leine im Fuß. Dann hat sie als Übergang ihr die Leine nach dem ableinen auf den Rücken gelegt, dann beim auftauchen eines anderen Hundes die Leine ohne ableinen über Jingos Rücken gelegt und irgendwann war Jingo die Leine dann wohl egal.

    Wie macht ihr das denn dann im Wald, wenn euch dort ein Hund entgegen kommt, der angeleint ist und dessen Besitzer den Kontakt nicht will? Ihr leint Max dann auch an und er flippt aus? Oder würde er dann schon im Fuß ohne Leine dran vorbei gehen?