Beiträge von Lucy_Lou

    Ich weiß, zu dem Thema gibt es zur Zeit eigentlich genug Threads… Der Hintergrund meiner Überlegungen ist dieser Thread: https://www.dogforum.de/ftopic101229.html . Dort wurde es ja etwas OT, aber der Grundgedanke des OT interessiert mich :smile: : flygoodspeed scheint dort ja eher davon auszugehen, dass der Hund ein generelles Problem mit der Ansprechbarkeit oder dem Sozialverhalten hat und es nicht nur an der Leine liegen kann. Dagegen widersprachen einige, dass ihr Hund durchaus ansprechbar/verträglich ist, nur eben in bestimmten Situationen an der Leine nicht (war). Ich fände es interessant, ob man da wirklich einteilen kann und was die jeweiligen Hintergründe sind: Hund ist generell nicht wirklich ansprechbar oder Hund hat generell ein Problem mit Artgenossen oder es ist wirklich nur die Leine.

    Vielleicht mag ja jemand mitmachen?!

    Was denkt ihr, ist es bei euch: tatsächlich eine Fehlverknüpfung ein ungutes Gefühl, eine bestimmte Aufregung, die durch die Leine bedingt ist? Oder hat euer Hund ein generelles Problem mit Artgenossen? Ist euer Hund abgesehen von der Leinenaggression wunderbar ansprechbar und im Alltag problemlos?

    Wie reagiert euer leinenaggressiver Hund im Freilauf auf andere Hunde? Ist er sehr aufgeregt? Freudig verspielt? Eher desinteressiert? Oder hat er auch im Freilauf ein Problem mit Artgenossen-Kontakten?

    Ist euer leinenaggressiver Hund problemlos im Freilauf von Artgenossen abrufbar, in jeder Situation?

    Läuft euer leinanggressiver Hund ohne Leine im Fuß an anderen Hunden vorbei, wenn ihr das wollt (bzw. bleibt an eurer Seite/hinter euch, läuft einen Bogen, was auch immer ihr da nutzt)? Auch wenn der andere Hund pöbelt oder zum spielen auffordert?

    Wann reagiert euer Hund an der Leine nicht aggressiv? Z.B. bei befreundeten Hunden, bei bestimmten Rassen oder sehr kleinen Hunden, ab einem bestimmten Abstand? Oder macht er überhaupt keinen Unterschied?

    Warum ist euer Hund leinenaggressiv geworden?

    Was möchte euer Hund durch die Aggression erreichen? Was ist sein Ziel, sein Beweggrund in dem Moment? Und: warum sieht euer Hund diesen Beweggrund im Freilauf nicht (falls der Hund im Freilauf anders reagiert)

    Was habt ihr selbst dazu beigetragen, dass sich dieses Verhalten festigen konnte ( :p )?

    Manchmal läuft es halt was bescheidener. Aber ist doch toll, dass Mücke sich zu dir umgedreht und auf dich reagiert hat :gut: . Kannst du deinem Mann da nicht vielleicht durch ein paar einfachere "Übungen" ein paar Erfolgserlebnisse schaffen? Dass er sieht, wie es anders richtig gut laufen kann mit Mücke? Allerdings, wenn er ist, wie meiner: entweder der Hund "funktioniert" oder du kannst ihn haben...

    Vielleicht muntert dich das etwas auf, ich habe heute auch zwei Böcke geschossen und nicht wirklich Führungsqualitäten gezeigt :ops:

    Die Abendrunde bin ich getrennt gegangen, mit Grisu noch eine größere Runde, mit Lucy nur aufs Feld. Ich habe es geschafft, mich auf beiden Runden etwas blöd anzustellen...

    Grisu, oder wenn der Hund alles richtig macht und Frauchen die falschen Schlüsse zieht: Er lief etwas vor mir, blieb in einer Wegbiegung stehen, sah etwas hinter der Wegbiegung und kam zu mir gerannt. Gut dachte ich, werden wohl Rehe gewesen sein, geb ihm Leckerli fürs kommen und sage: "dann lauf mal wieder". Grisu guckt mich an. Ich sage: "es gibt nicht noch was, los lauf!". Grisu rennt die paar Meter zur Kurve, daraufhin war ein Gebelle und Getose zu hören und etwa zeitgleich tauchte eine Frau mit großem in der Leine hängenden Hund auf :schockiert: . Grisu knurrt, macht sich groß, guckt mich aber Gott sei Dank noch mal fragend an: "hey Frauchen, meinst du das wirklich ernst? Ich soll da wirklich hin und mich drum kümmern??" Äh, nein... Zumindest ließ Grisu sich dann problemlos einsammeln. Die Besitzerin mit dem tobenden Hund pflaumte mich dann auch noch an: "Ich dachte, sie hätten ihren Hund abgerufen!"

    Lucy: wir hatten ein Quietschie dabei und waren auf dem Feld am spielen. Eine Frau mit Labrador tauchte auf, der Hund an der Leine. Ich dachte mir, gute Gelegenheit, mit Lucy einfach neben dem Weg weiter zu spielen, so sieht sie, der andere Hund ist völlig unerheblich, kein Grund sich aufzuregen oder zu reagieren. Frau kam näher, Lucy stutzte zwar kurz, spielte aber weiter mit, war ok für sie. Frau grüßt, lächelt, ich grüße und lächel zurück, wende mich wieder Lucy zu. Frau: "ich lass meinen dann mal mitspielen", die Hand ging zum Halsband, die Leine war ab... Ich: "NEIN!! :schockiert: ". Ich gebe zu, das kam etwas ( :hust: ) lauter und panischer raus, als beabsichtigt. Die Frau guckt mich entsetzt an, Lucy guckt mich entsetzt an, guckt den anderen Hund entsetzt an, anderer Hund blieb entsetzt stehen. Das gab der Frau immerhin Gelegenheit, ihren Hund wieder einzusammeln. Ich fühlte mich zu einer Erklärung genötigt: "Lucy ist unverträglich". Frau guckt mich an, guckt Lucy an, die da friedlich ohne Leine neben ihrem Spielzeug steht und meint nur "Ah ja...". Was sie dachte, hat sie netterweise für sich behalten...

    Wir haben es so gemacht, dass jedes Haustier laut Mietvertrag abgesprochen werden müssen. In der Regel spricht ja nichts dagegen, aber für uns war es die Sicherheit, dass sich da niemand plötzlich einen ganzen Zoo hält ;)

    Unsere Mieter wohnen über uns (quasi 2-Familienhaus) und haben einen Hund. Der und Grisu sind nur bedingt verträglich, zumindest auf unserem Grundstück. Da muss man dann schon ein Auge drauf haben. In dem Fall ist es so tragisch nicht, den Garten nutzen sie eh nur selten. Wenn die Hunde des öfteren mal zusammen ohne weitere Aufsicht im Garten laufen sollen, ist die hohe Verträglichkeit da sicher wichtiger.

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    minus: der parkplatz! eine katastrophe! zu wenig plätze und viel zu klein und eng für die ganzen porsche cayenne und die einparkkünste deren fahrer :headbash: , die aus halb deutschland angetöfft kommen mit ihren tierchen ;)


    Das kann ich bestätigen :lol:

    Mit meinem Alfa Romeo Sportwagon hatte ich da auch arge Probleme :hust:

    In Köln ist öfter mal das Ordnungsamt unterwegs! Ich bin nicht oft da, aber auf jedem 3.-4. Spaziergang seh ich deren Auto, bzw. werde von anderen HH gewarnt, meinen Hund anzuleinen, da sie unterwegs sind. Blöd ist, dass in aller Regel die Hundewiesen nicht gekennzeichnet sind. Entweder man weiß da ist eine (und wo die Grenzen sind) oder man hat Pech gehabt...
    Ich lasse es aber auch meist drauf ankommen und hatte bisher immer Glück.


    Danke :smile: . Werde ich probieren!

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    Lucy_Lou: Ich sehe das eher als Meideverhalten, was Du beschreibst. Sie weicht noch mehr aus, als nötig wäre, kriegt Stress, wenn sie einen Hund sieht und ist alles andere als entspannt, was sie ja eigentlich werden soll.
    ...
    Mit Druck, den ich erzeuge, sei es ein Touchieren, ein lautes Wort, ein Fußaufstampfen, ein ignorieren des anderen Hundes und vorbei zerren, hat einfach null komma nichts gebracht.
    Dazu muss ich klar sagen, daß ich kein Wattebäuschenwerfer bin. Dusty kriegt auch ein klares, Hey oder Dusty und damit sind die Fronten klar, aber bei Bibo hat es nicht geholfen.

    Das Lucy wegen mir meidet, denke ich nicht. Ich bin wirklich absoluter Wattebauschwerfer und tu mich schon mit einem lauteren/Strengeren Wort schwer :roll: . Vielleicht meinst du es so auch nicht?! Es ist wohl, wie megaraFrauchen schreibt: die Aggressionen darf sie nicht mehr zeigen/tut es nicht mehr (im Moment, klopf auf Holz :p ), jetzt kommt das darunter liegende zum Vorschein.

    Natürlich, es ist für Lucy immer noch der gleiche Stress, nur dass es sich nun anders äußert. Ich tu mich daher schwer damit, das als Fortschritt zu werten.


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    Mein persönliches Endziel ist nicht, daß mein Hund alle anderen Hunde liebt und mit denen Freundschaft schließen will. Sie muss sich auch nicht von jedem beschnüffeln lassen usw. Mein Ziel ist es, daß mein Hund akzeptiert, daß da ein anderer Hund ist. Das dieser Hund dort auch langgehen darf, ohne das sie total ausklinkt.
    Mein Ziel ist, daß mein Hund, sollte sich der andere Hund doch nähern, nicht beißt, sondern, wenn sie unsicher ist, zu mir kommt. Nicht hinter mich oder irgendwo, wo ich sie hindirigiere, sondern in meinen Dunstkreis, wo sie dann vielleicht sicherer ist.

    Klingt nach einem guten Endziel :smile:

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    Und wir haben am Anfang Hundebegegnungen vermieden. Ich provoziere Begegnungen nicht, sondern, trainiere langsam und stetig, denn ich will kein Hauruck Erfolg, sondern einen langwährenden Erfolg.

    Aber damit muss man ja entscheiden, wo geh ich lang, zu welchen Zeiten, wann weiche ich aus? Zumindest im eigenen Kopf wird der fremde Hund dadurch wieder furchtbar wichtig.
    Ich bin ja knapp 3 Monate ausgewichen und das ist nicht schwer hier. Wenn man gewisse Orte zu gewissen Zeiten meidet, ist die Wahrscheinlichkeit, einen Hund zu treffen, bei ungefähr 0 Prozent...
    Und jetzt tu ich das nicht mehr. Aber selbst wenn ich es drauf anlege, komme ich selten auf mehr als 2 Begegnungen pro Spaziergang. Es sei denn, es ist Sonntags bei tollem Wetter an der Talsperre...

    Letztlich war es wohl so bei uns:

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    Die eigenen Schmerzen (die sie hatte), das Fernhalten von Hunden in der letzen Zeit, deine Unsicherheit als sie verletzt war und jetzt das wieder laufen dürfen, aber erstmal gar nicht hin ... und, du achtest genaustens auf sie


    es ist so, ich habe sie extrem im Blick. Und das ist vermutlich im Moment auch genau mein Fehler. Ich versuche, nicht zu reagieren, aber ich tu es letztlich doch. Nur anders. Da sehe ich staffys Tipps sehr positiv, dem Hund zeigen, hey, da ist doch nichts. Nicht direkt, indem man auf den anderen Hund reagiert, aber demonstrieren, es interessiert uns nicht, es spielt keine Rolle für uns.

    Da könnte vielleicht ein Unterschied zu deinem Entspannungssignal sein. Aber ich weiß es nicht. Für mich klingt es nicht wirklich anders, ob ich dem Hund in fröhlichem Tonfall erzähle, es ist doch nur ein winziger Malteser und ihm darüber vermittel, hey, entspann dich, oder ob ich das mit einem Shh mache, das der Hund genau so als " hey, entspann dich, alles gut" interpretiert.
    Auch habe ich in beiden Fällen die Gefahr, dass der Hund sich trotzdem aufregt. Bianca wirkt ja auch nur ein, wenn der Hund reagiert. Sie macht die Situation nicht wichtig, der Hund empfindet sie schon vorher als wichtig.

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    da stimme ich dir zu. ;) rate mal, woher ich es weiß.

    Das kann ich auch bestätigen :smile:

    Aber ich bin mir bei uns gerade nicht so sicher, ob sich das in die richtige Richtung entwickelt :/ . Wir suchen ja nun seit ein paar Wochen wieder was mehr Hundebegegnungen und "eigentlich" läuft es gut. Insofern, dass Lucy nicht knurrt oder fletscht oder fixiert. Da scheint das "lass es!" gut gewirkt zu haben. Aber gerade in den letzten Tagen kam es vermehrt dazu: Lucy sieht einen Hund, fängt an zu tänzeln, geht hinter mich, schnüffelt dann betont am Wegesrand, dann geht das Nackenfell hoch, dann geht die Rute runter, dann läuft sie ein so großen Bogen, wie die Leine her gibt... Da ist zur Zeit sehr wenig "offensives" an ihr, aber sie scheint mir eher nervöser, als zu Zeiten des "drohens". Sie reagiert zur Zeit auch wieder stärker auf Hunde in größerem Abstand oder die angeleint sind und somit eh nicht an sie ran kommen. Da hat sie früher sehr unterschieden. Ich bin mir da auch unsicher, wie ich vorgehen soll. Auf der einen Seite habe ich das "der Hund interessiert uns nicht, also reagiere ich auch nicht drauf ein" im Ohr, auf der anderen Seite weiß ich nicht, ob das wirklich ausreicht. Heute z.B.: ein angeleinter großer Mix, die Frau führte daneben auch ein Pferd. Sie sah uns, wich neben die Straße aus, ihr Hund völlig am toben: bellen, knurren, springen in die Leine. Nun war Lucy an der Stelle eh grad angeleint, da Straße. Blöderweise halt gerade auf der Seite von mir, auf der der Mix am toben war. Ich hab noch gedacht, tu sie auf die andere Seite, da fühlt sie sich vielleicht sicherer. Und dann doch: nee, der andere Hund ist angeleint, da läufst du jetzt ohne Reaktion dran vorbei. Und Lucy extrem nervös, trotz knapp 2 Meter Abstand... Da hätte sie "früher" eher geknurrt. Und heute, sie wollte nur weg. Etwas später dann ein angeleinter Deutsch Drahthaar, der zwar geguckt hat, aber ruhig, und Lucy wieder extrem nervös :sad2: . Müssen wir da grad einfach durch? Oder bin ich da zu sehr "verkopft" im Moment? Oder gehört es halt dazu, wenn Lucy eben nicht mehr drohen darf und neue Strategien testet? Es ist ja auch erst seit Mitte letzter Woche so... :hilfe:. Vorgefallen ist nichts, nur das wir in den letzten etwa 2 Wochen nach langer Zeit wieder recht viele Hundebegegnungen hatten. Aber ohne direkten Kontakt für Lucy.