Beiträge von Lucy_Lou

    Kannst du dich auf der Stelle nach links drehen und der Hund bleibt in Position? Sonst würde ich an dem Punkt ansetzen. Es gibt verschiedene Übungen, den Hund dazu zu bekommen, die Hinterhand gezielter einzusetzen. Bei uns hat das rückwärts gehen geklappt, als Lucy nach links mitdrehen konnte (dabei läuft der Hund ja auch schon rückwärts).

    Erst mal: ich finde, es klingt ganz gut bei euch :smile:

    Wenn euer Hund rein macht: nicht schimpfen. Er kann in dem Alter noch nicht einhalten, da ändert schimpfen nichts dran. Oft raus gehen, zum lösen möglichst ruhige Orte suchen, so dass er nicht total abgelenkt ist, und ganz doll loben, wenn er sich draußen löst. Falls ihr ihn auf frischer Tat ertappt in der Wohnung, könnt ihr ihn mit einem Nein hochnehmen und raus tragen. Es muss aber im richtigen Moment kommen. Erklären kann man dem Zwerg im Nachhinein ja nicht, wofür man gerade schimpft. Einhalten kann er trotzdem noch nicht.

    Wenn du etwas als tabu etablieren möchtest, tu das von Anfang an. Ich persönlich würde es auch über wegheben, Weg versperren... probieren und schauen, was nimmt der Welpe als "Nein" an. Also worauf reagiert er wie gewünscht. Nimmt er ernst, was ich sage, versteht er? Es ist immer ein Grat-Wanderung. Man möchte nicht verschrecken, aber dass der Hund merkt, das ist unerwünscht. Eine entsprechende Körpersprache (ruhig, nicht laut oder hektisch), ein dunkler Ton, ein in den Weg stellen.

    Ein "positiver" Weg "Nein" aufzubauen: Man nimmt ein Futter-Stück in die Hand und hält es dem Hund vor die Schnauze. Will er dran, sagt man „Nein“ und schließt die Hand. Dann wartet man ruhig ab, während der Hund die Faust bearbeitet. Sobald er einen Moment inne hält und verzweifelt seinen Besitzer anschaut, sagt man "Nimm's" und gibt es ihm. Das übt man mehrmals täglich, wobei da kein System drin sein sollte: man hält dem Hund zweimal Futter hin ohne „Nein“ zu sagen und er darf es sofort fressen, beim dritten Mal kommt dann das „Nein“, dann wieder einmal ohne „Nein“, dann zweimal „Nein“.... Es geht ja darum, dass der Hund auf „Nein“ reagiert, nicht darum, dass er nichts mehr ohne Aufforderung aus der Hand nimmt. Das Ziel ist, dass der Hund auf das „Nein“ hin sofort ablässt und aufmerksam seinen Besitzer anschaut. Wenn das der Fall ist, kann man zur nächsten Stufe übergehen: man legt das Futter vor sich auf den Boden. Statt der Faust, stellt man den Fuß drauf, falls es nötig ist. Wenn der erste Schritt gut trainiert wurde, kann es sein, dass man schon nicht mehr absichern muss. Hier macht man es jetzt so: sobald der Hund auf das „Nein“ hört (vom Futter ablässt und seinen Besitzer anschaut), gibt es Belohnungs-Futter aus der Hand, nicht das vom Boden. Das übt man, wie den ersten Schritt. Dann langsam steigern, bis es auch beim zufälligen Futter finden draußen klappt. Ziel ist: Hund hört das "Nein" und orientiert sich sofort in die Richtung des Besitzers. Das Nein lässt sich dann auch ausweiten, auf beliebige andere Situationen, in denen der Hund etwas tut, was er nicht tun soll.

    Im wirklichen Leben gibt es aber immer wieder Situationen, da muss man sagen, so nicht, ohne dass ein "Nein" entsprechend generalisiert ist. Wie gesagt, ich finde deinen Weg nicht schlecht. Kommt halt drauf an, wie der Hund darauf reagiert. Ein Problem ist ja auch, der Hund tut die Dinge nicht ohne Grund. Dann sagt man Nein, aber zum einen ist das Bedürfnis noch da, zum anderen weiß er nicht, wie er es besser machen soll. Z.B. der Hund kaut ein Stuhlbein an. Da kann es helfen, ihn mit "Nein" wegzunehmen und ihm stattdessen einen Kauknochen zu geben. Besonders intelligente Hunde lernen aber auch, ich muss ein Stuhlbein ankauen, um einen Kauknochen zu bekommen :roll:

    Das Augedreht-sein finde ich schon normal für den ersten Tag. Da geht jeder Hund anders mit um. Es ist eine riesen Umstellung, alles ist neu, er kennt weder euch noch die neue Umgebung wirklich... Und er ist ja gerade mal ein paar Wochen auf dieser Welt...

    Disc-Scheiben und ähnliches nutze ich auch nicht und würde ich auch defintiv nicht in der Nähe meiner Hunde sehen wollen! Da schließe ich mich einfach mal an :D . Da Lucy wohl mitkommt, ja den Alligator kann sie auch gut :hust: :D


    Ich fände es wirklich toll, wenn ihr es schaffen würdet :smile:

    Hm, ich hatte bisher immer Hunde, die Zusammenarbeit wollten. Wenn ich Aicha nehme, meine frühere Hündin, ich hab so viel falsch gemacht, aber sie war für ungefähr alles zu begeistern. Ich weiß nicht, womit ich das verdient hatte, denn motiviert habe ich sie nie so wirklich. Für sie war es hey, klasse, wir machen was, gib mir eine Aufgabe, ich erfülle sie...

    Ich hab mich schon öfter gefragt, woran liegt dieser Drang zur Zusammenarbeit. Ist der häufig hausgemacht? Meinetewegen der eine Hund (Aicha) hat extremen Drang zur Arbeit und nutzt, was er kriegen kann, da viel weniger kommt, als er eigentlich bräuchte?! Der andere (Lucy :hust: ) ist extrem verfressen und hat von Welpe an gelernt, Zusammenarbeit ist superklasse, spaßig und bringt auch mal Futter?! Und wieder ein anderer (Grisu :roll: ) arbeitet zwar gerne, ist aber längst nicht für alles zu begeistern und eher unbestechlich, also auch weniger für "doofe" Sachen zu begeistern?!

    Ich frage mich auch, wie groß ist das Mitspracherecht des Hundes? Da zieht ein Welpe der Rasse xy ein, man hat sich die Auslastung so und so vorgestellt. Motiviert werden soll er auch auf einem bestimmten Weg. Ist doch diese Rasse, da muss das schon passen...

    Für mich auch ein großes Thema: ein Hund "in freier Natur" würde ja einen beträchtlichen Teil seiner Energie aufs Beute machen legen. Deshalb hat er die tolle Nase, Spaß am hetzen und kann Lösungen ausarbeiten, wie man ans Futter kommt. Nun gibt es zwei Lager: zum einen: der Hund hat doch keinen "Spaß" an der Auslastung an sich (er will und braucht sie nicht wirklich), wenn man ihn dazu "zwingt", indem man ihm Futter/Spielzeug in Aussicht stellt. Für Futter/Spielzeug täte er dann vermutlich so ziemlich alles andere auch, aber von der Freude an einer bestimmten Auslastung kann man nicht sprechen. Und zum anderen: Der Hund braucht eh einen Grund, etwas zu tun, und wenn Futter/Spielzeug der erste Anreiz ist, sich mit etwas zu beschäftigen, die Nase anzustrengen, Denkleistung zu erbringen, entspricht das dem Naturell des Hundes und ist gute Auslastung. Wie seht ihr das? Ist es eine geeignete Auslastung, wenn der Hund in erster Linie deshalb mitarbeitet, weil er Futter oder Bällchen... ein "externes" Motivationsobjekt erlangt?

    Eigentlich sollte dein Hund freudig und gerne zu dir kommen. Macht es dich nicht stutzig, dass er auf Fremde freudig zustürmt, auf dich aber nicht? Der Hund tut, was sich für ihn lohnt, was sich gut für ihn anfühlt. Er nähert sich jemandem, weil er dessen Nähe schätzt oder weil er neugierig ist oder weil er auf ein Spiel hofft. Dass ein Welpe andere Menschen/Hunde toll und spannend findet, ist völlig normal. Mit einiger Wahrscheinlichkeit wird sich das mit dem erwachsen werden von selber geben.

    Dein Hund reagiert also weder sonderlich auf seinen Namen noch auf "hier". Stell dir vor, du bist ein Welpe. Die ganzen Laute der Menschen sind völlig fremd für dich. Dann hörst du über den Tag verteilt immer mal wieder die verschiedensten Wörter, aber woher sollst du wissen, es betrifft dich gerade oder es wird gar erwartet, dass du daraufhin eine bestimmte Reaktion zeigst? Der Hund muss es verknüpfen. Bei einem Welpen z.B. "Hier" = jetzt passiert was super tolles bei Frauchen. Ein Spiel, ein knuddeln, das Zeigen von etwas interessantem in der Umwelt, ein Leckerlie... Bloß nicht in erster Linie dann rufen, wenn du deinen Hund von etwas interessantem weg holen willst. So lernt der Hund nur "Hier" = der Spaß ist vorbei. Und niemals rufen, wenn du dir nicht sehr sicher bist, der Hund kommt dann auch. Sonst lernt dein Hund, das "Hier" ist ein unwichtiger Hintergrundlaut, den man getrost überhören kann. Wenn du hier rufst und dann an der Leine ruckst, wird es endgültig total doof für deinen Hund, auf das Hier zu hören oder sich dir überhaupt zu nähern...

    Asterix hat das schon richtig verstanden :smile: . Da kommt ein nicht eben freundlicher Hund an, könnte angreifen, fährt vielleicht eine Scheinattacke, wer weiß, vielleicht greift er im nächsten Moment wirklich an. Und: man hat große wehrhafte Hunde, die sich theoretisch auch selbst verteidigen könnten. Also nicht der Fall: mein armer wehrloser Hund wird gerade zerfleischt.
    Meine Frage war tatsächlich Richtung Deeskalation, wie verhindere ich, dass es knallt, wie kann ich meinen Hunden Sicherheit geben.

    Bei manchen Hunden klappt das offensichtlich nicht so einfach, wenn man die Schilderungen hier liest... Wenn ein anderer Hund ernsthaft angreifen will und eine gewisse Größe hat, bleibt wohl nur entweder seinen Hund machen lassen (und ihn gefährden) oder sich selbst gefährden :/ . Wobei ich mir denke, in vielen Fällen könnte man einen Angriff vielleicht doch noch abwenden...?!

    Was an den Beschreibungen fandest du extrem? Es waren größtenteils Erfahrungsberichte...

    Was schätzt du am Aussie, warum züchtest du ihn? Was willst du erhalten, von dem, was den Aussie ausmacht? Es klingt so nach: ja sind nette, freundliche, leicht erziehbare, gut motivierbare Hunde, geht spazieren und gut ist. Perfekt halt für die aktive Familie. Die Zucht scheint mir nur noch ein Einheitsbrei bei vielen Rassen. Familientauglich sollen sie sein, nett und anpassungsfähig... So ziemlich egal welche Rasse... Wofür gibt es überhaupt noch Rassen? Damit man unterschiedliches Äußeres hat und das war es??