Beiträge von Lucy_Lou

    Hallo,

    so ein Mist :/ . Haben wir auch schon zwei mal durch...

    Was heißt denn "vermutlich"? Wenn das Kreuzband durch ist (nicht nur ein Anriss), kann ein guter TA das zweifelsfrei feststellen. Und wenn es durch ist, wird es durch abwarten in aller Regel nur schlimmer, da sich sehr schnell Arthrosen bilden. Ich an deiner Stelle würde das sofort abklären lassen und dann entsprechend schnell handeln.

    Medikamente sind in deinem Fall Schmerzmittel + absolute Schonung, um zu sehen, ob es doch was anderes als das Kreuzband ist?!

    Alles Gute euch =)

    Die Küche ist absolut tabu für die Tiere, auch für unsere Katze (die ignoriert das trotzdem immer wieder mal :roll: )

    ein Katzenklo hat unsere Katze nicht, das wäre sonst auch tabu. Das Katzenfutter ist es für die Hunde in jedem Fall

    Auf Möbelstücke (und auch das Bett) dürfen sie (eigentlich) nicht. Sie dürfen fragen, ob sie mit rein dürfen, ab und an bekommen sie ein ok

    Grisu durfte mal nichts verteidigen gegen Lucy und Katze (hätte er damals gerne...), mittlerweile ist alles im Rahmen. Auch Streitigkeiten oder so sind kein Thema. Würde ich aber auch nur bis zu einem gewissen Punkt dulden

    Ans Futter dürfen sie auch erst nach ok (außer meine Körpersprache ist schon das ok beim abstellen)

    Essen vom Tisch klauen ist tabu (täte Lucy ohne mit der Wimper zu zucken, wenn sie wüsste, sie kommt damit durch)

    Fremder Besuch hat sie erstmal nicht zu interessieren, Freunde dürfen sie auch als erstes begrüßen :roll:

    Bellen, toben, mich zu was-auch-immer auffordern, sich frei bewegen (bis auf die Küche) dürfen sie. Katze ärgern auch, die hat es verdient :p

    Kann Stress sein, muss aber nicht.

    Lucy hat sich als Junghund in der Innenstadt auch nicht immer optimal verhalten :hust: , vor allem das mit dem Staubsauger spielen, Menschen begrüßen :roll: . Bei ihr lag es an folgenden Dingen: 1. ich war abgelenkter, also sah sie größere Chancen, mit ihrem Verhalten durchzukommen und 2. es gab viel mehr Verlockungen, sie wusste, da lassen sich zig leckere Sachen und zig nette Menschen finden, also war sie in entsprechender Erwartungshaltung, sobald sie merkte, wir sind dort und 3. ich habe kein klares Abbruchkommando gegeben, Unsicherheit meinerseits, die meisten Menschen fanden sie ja ganz drollig :roll:

    Keine Ahnung, ob du deinen Hund darin wieder findest...

    Bei Lucy hat geholfen: Wir sind so lange in der Stadt an sämtlichen leckeren Sachen vorbei gelaufen, also z.B. 15x an einem weggeworfenen Brötchen, bis sie es dann beim 16. mal aufgegeben hat, zu versuchen, daran zu kommen. Dann bin ich nur zum üben in die Stadt, nicht mit Freunden, nicht zum shoppen..., einfach mit 100% Aufmerksamkeit bei Lucy. So habe ich im Ansatz gesehen, wenn sie wieder einen besonders tollen Menschen oder was auch immer entdeckt hat und konnte sofort eingreifen. Irgendwann hat sie es dann aufgegeben...


    Bei Grisu war es anders, der hatte tatsächlich Stress. Das äußerte sich aber eher darin, dass er nie wusste, wo zuerst hingucken, was zuerst begutachten, alles potentiell gefährlich oder zumindest so, dass es im Blick behalten werden sollte... Und halt viel zu viel, als dass er tatsächlich alles gleichzeitig im Auge hätte behalten können. Bei ihm war es so, dass er die ersten 30 Minuten nur am hibbeln war und danach mehr oder weniger "in sich versank". Dann ging nix mehr. Mit Grisu habe ich lange Abschalttraining versucht und eben dann in die Stadt, wenn wenig los ist. Bis ich dann ein wenig umgedacht habe. Aus völlig anderen Gründen habe ich den Hunden beigebracht, hinter mir zu laufen wenn ich das will, dann dass Kommandos immer gelten, auch völlig ohne die Hoffnung auf Belohnung (ja, ich weiß :headbash: ), und dass ich durchaus in der Lage bin, Umweltreize einzuschätzen. Oder ganz allgemein: ich war bemüht, mehr Führung zu übernehmen. Das galt eigentlich Lucy, aber den Erfolg hat es bei Grisu gebracht. Er hat von sich aus (!) angefangen in der Stadt hinter mir zu laufen, wenn es ihm zu stressig wurde und entspannte dabei. Er hält seitdem deutlich mehr Rücksprache mit mir, in ganz verschiedenen Situationen. Und in der Stadt kommt er jetzt auch mit zum shoppen, läuft entspannt mit, legt sich hin und döst, wenn ich stehen bleibe... ein ganz anderer Hund diesbezüglich :D

    Lucy dreht auch gerne auf, wenn es zum "Hauptspaziergang" geht.

    Ich denke, eine langwierige, aber auf Dauer erfolgversprechende Variante hat Dingsda genannt:

    Zitat

    Ich würde, sobald der Hund rumspinnt, wieder reingehen, Tür zu, aufs Sofa setzen. Bis er wieder runtergefahren ist.
    Dann das Spiel erneut von vorne.
    Solange der Hund so hochgedreht ist, gehts nicht raus.

    Das funktioniert nicht, wenn du das mal 3 Tage am Stück machst und dann doch die Geduld dabei verlierst, da spreche ich aus Erfahrung :roll:


    Was bei Lucy sonst hilft (ja, meine Faulheit :ops: ), sie muss hinter mir bleiben. Jedes yeah, los, vorran... hat ein innehalten von mir Zufolge und ein deutliches "zurück!". So funktioniert es dann. Sie bleibt ruhig. Das Aufdrehen muss wohl antrainiert sein, denn bei kurzen Morgen- und Abendgassigängen macht sie das auch nicht :ops: . Grisu zeigt diese Anwandlungen nicht, aber Lucy ist ja eh so ein erst handeln, dann denken-Typ, der aus dem Bauch heraus handelt... Grisu überhaupt nicht. Also "antrainiert" + Typ-Sache?!

    Auf die Schilddrüse schieben scheint ja aktuell sehr modern zu sein :roll:

    Na ja, Akita Inus sollen ja eigentlich reserviert sein, Stolz, eigensinnig, unabhängig... Vielleicht bemühst du dich zu viel um den Hund? Oder im Gegenteil, bist sehr streng? Ich denke, ein Akita sucht schon recht genau aus, mit wem er was zu tun haben will, wem er Respekt entgegen bringt. Und ganz ehrlich "Unterordnungstraining" wäre das letzte, was ich mit einem Akita in Verbindung bringen würde :???: . Eigentlich liebt man die Rasse doch genau für ihre Stärke, ihren Eigensinn, dass man sich Respekt verdienen muss...

    Zitat


    Gebe ich das Zeichen kommt sie erst zu mir und setzt sich dann. Außer beim Warten auf den Futternapf, da macht sie es sofort, egal wo. Hab ich heute mittag festgestellt

    Ah ha =) . Das wäre doch ein Ansatz. Leg Futter auf den Boden, Hund mit "Warte" daneben, dann gehst du ein paar Schritte weiter, sagst Sitz. Anschließend darf sie ans Futter.
    Ich habe meiner Hündin auch Sitz über locken mit Futter beigebracht (würde ich nie wieder tun...). Resultat war eben auch, dass sie automatisch gelernt hat, Sitz = vors Frauchen setzen. Entsprechend schwierig war es anfangs auf Distanz. Bei uns hat es viel gebracht, aus der Bewegung Sitz und aus dem Platz heraus Sitz (also Hund macht vor dir Platz, du gehst 2 Schritte zurück, sagst Sitz. Setzt voraus, dass der Hund vorher den Bewegungsablauf mit dem Sitz aus dem Platz wirklich verinnerlicht hat. Geht bei vielen Hunden umgekehrt leichter: erst Platz aus dem Sitz heraus auf Distanz üben). Und dann vor allem folgende Übung: Ich sage Sitz/Platz/Steh, sobald Hund das tut, fliegt Futter. Das sollte zu Anfang bestenfalls hinter dem Hund landen. Da hatte meine verfressene Lucy recht schnell raus, je schneller sie in Position ist, umso schneller fliegt Futter ;) .

    Freies Formen ist: dein Hund bietet von selbst etwas an, du bestätigst es. Das kann dann ausgebaut werden. Z.B. nimmst du einen Eimer und stellst den auf den Kopf. Dein Hund schaut zufällig hin: click und Futter. Dein Hund schaut wieder hin, click und Futter. Dann schaut er wieder, kein Click. Dein Hund denkt sich, Moment, da kam doch gerade noch was und wird deutlicher, macht z.B. einen Schritt auf den Eimer zu. Dafür wieder Click und Futter. Das kannst du ausbauen, bis dein Hund dann letztlich mit den Vorderfüßen auf dem Eimer steht oder ihn durchs Zimmer kegelt oder so. Der Hund lernt das Prinzip im Normalfall sehr schnell. Letztlich ist es wie Topfschlagen: du sagst kalt/warm und dein Hund nähert sich so durch eigenes ausprobieren dem von dir anvisierten Endziel.

    Was genau ist dein Problem? Du sagst Sitz mit einem Schritt Entfernung und dein Hund legt sich dir vor die Füße (also nicht: kommt zu dir und setzt sich?). Wie reagierst du da? Gehst du in irgendeiner Form darauf ein (nicht darauf eingehen wäre z.B. sofort wegdrehen und gehen oder den Hund kommentarlos zurück auf die Ursprungsstelle führen...). Ich vermute, dein Hund hat es entweder so gelernt (bekommt in irgendeiner Form Bestätigung für sein Verhalten) oder dein Hund weiß nicht wirklich, was verlangt wird und zeigt irgendwas, womit er bislang als "Notlösung" gute Erfahrung gemacht hat.

    Löst du Kommandos grundsätzlich auf? Kann dein Hund Sitz aus der Bewegung (er läuft neben dir, du sagst Sitz, dein Hund setzt sich, du läufst weiter)? Bleibt dein Hund längerer Zeit sitzen, wenn du das Kommando gibst, während du sonstwas machst?

    Longieren kann auch helfen in der Situation, um dem Hund klar zu machen, was eigentlich erwartet wird. Oder langsam rückwärts bewegen, sobald Hund sitzt fliegt Ball/Leckerlie (was Hund toller findet), hinter ihn . Oder ganz simpel: Hund am Baum festbinden, dann kann er sich dir nicht mehr nähern ;) . Oder: clickern, wenn dein Hund sich (auf Distanz) zufällig mal von selbst hinsetzt.

    Zitat


    Daika ist bei uns ein 1A Polizist, ohne deswegen regelrecht Chefin zu sein. Aber sie sorgt unglaublich gerne dafür dass sich alle an die Regeln halten.

    Kommt mir bekannt vor... Grisu achtet auch sehr darauf, dass sich alle an die Regeln halten und meldet lautstark oder läuft zu mir, wenn jemand das nicht tut (also in erster Linie Lucy oder unsere Katze). Der Punkt ist nämlich, weder Lucy noch die Katze nehmen ihn ernst, direkt einschreiten kann er also nicht :p . Grisu selbst gibt sich alle Mühe, es immer richtig zu machen und findet es furchtbar, wenn andere mit "Fehlverhalten" durchkommen. Er wird auch jedesmal ungefähr 2 Köpfe größer, wenn ich dann wirklich eingreife :roll:

    Lucy hat die Hosen an, absolut. Sie ist nicht der Typ, der den Daumen drauf hat, aber sie entscheidet, was wann wie gemacht wird. Das kann spielen oder sich gegenseitig groomen sein (nennt man doch so?), aber auch das: wenn Grisu auf einen Umweltreiz reagiert, tut sie das noch lange nicht. Sie trifft selbst die Entscheidung und lässt sich nicht mitreißen. Grisu dagegen springt grundsätzlich drauf an, wenn Lucy reagiert. Wobei, mittlerweile ist Grisu mehr an mir orientiert, als an Lucy. Das heißt, Lucy reagiert, Grisu schaut zu mir.

    Wir dürften also einen sehr eindeutigen "Rudelführer" unter den Hunden haben, das ist Lucy.